Uwes-Leselounge

Auf meinem Blog UWES-LESELOUNGE findet Ihr Bücher aus den Bereichen Jugenbuch, Dystopie, Fantasy, Krimi & Thriller und Horror. Ich freue mich auf euren Besuch :)

Eine bewegende und authentische Geschichte

Übersetzerin: Henriette Zeltner

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 512

ISBN: 978-3-570-16548-5

Preis: 18,00 €

 

Quelle des Covers: cbj Verlag

 


 

Briannas, kurz Bri, größster Traum ist es, eine erfolgreiche und berühmte Rapperin zu werden. Bereits ihr Vater, der kurz nach seinem Durchbruch leider erschossen wurde, war in Garden Heights eine Rap-Legende. Zwar hat Bri ein unbestrittenes Talent und dank dem Ruf ihres Vaters wird ihr auch viel Respekt entgegen gebracht, aber dies öffnet leider keine Türen zu einer Plattenfirma. So scheinen die Fußstapfen ihres Paps verdammt groß zu sein.


Als ihre Mutter, Jay, ihren Job verliert und die Rechnungen und Mahnungen immer mehr werden, reift in Bri der Plan heran, so schnell wie möglich ihrem großen Ziel näher zu kommen, damit sie die Familie unterstützen kann. Hilfe erfährt sie dabei von ihren beiden besten Freunden Sonny und Malek sowie ihrer Tante Pooh. Mit aller Macht will Bri ihren Traum verwirklichen, auch wenn der Preis dafür noch so hoch sein sollte.

 

 

Nachdem mir bereits The Hate U Give von Angie Thomas richtig gut gefallen hatte, war ich auf ihr neuestes Werk On The Come Up (cbj) umso neugieriger. Meine Erwartungen waren recht hoch und ich muss sagen, dass diese auch erfüllt wurden. Der Schreibstil der Autorin nahm mich sofort wieder für sich ein und ich erlebte hautnah mit, wie es um die 16-jährige Brianna, kurz Bri, bestellt ist. Die Handlung wird aus der Sicht von Bri erzählt, was mir ihre Gefühlswelt noch näher brachte.

 

Durch die Ermordung ihres Vaters vor ein paar Jahren und der dadurch resultierenden Drogenabhängigkeit ihrer Mutter, verbrachten Bri und ihr Bruder Trey den Großteil ihrer Kindheit bei den Großeltern. Dank einer Entziehungskur der Mutter leben die drei nun in Garden Heights, einem Ghetto, wie es viele in den USA gibt. Das Straßenbild ist geprägt von rivalisierenden Gangs, jeder Menge Drogen und Gewalt. Das Leben der Bewohner ist beschwerlich, da es kaum gutbezahlte Jobs gibt und das wenige Geld gerade so für die notwendigsten Dinge ausreicht. So geht es auch der Familie Jackson, weshalb es Jay wichtig ist, dass Bri immer in die Schule geht und gute Noten schreibt, um später studieren und so diesem Teufelskreis entfliehen zu können. 

 

Doch Bri hat einen anderen Plan, denn sie hat das Talent ihres Vaters und die Liebe zum Rappen geerbt. Ihr großer Traum ist es, eine erfolgreiche Rapperin zu werden wie ihr Vater Lawrence. Dieser wurde leider kurz nach seinem Durchbruch von Gangstern auf offener Straße getötet. Doch sein guter Ruf ist geblieben und so werden Bri und ihre Familie im Viertel mit Respekt behandelt.

 

Als ihre Mutter arbeitslos und dadurch das Geld immer knapper wird, die Rechnungen und Mahnungen sich immer schneller stapeln, arbeitet Bri noch verbissener dafür, eine Chance zu erhalten, um doch noch ihren großen Traum Realität werden zu lassen. Gemeinsam mit ihrer Tante Pooh wagt sie den Schritt und tritt bei einem Battle in einem Club an. Diese Passagen, bei denen es um das Rappen geht, hat Angie Thomas sehr gut ausgearbeitet und die Texte wurden nicht übersetzt, was ich gut finde. So erhielt die Geschichte noch einen intensiveren Bezug zur Realität, was mir gefiel.

 

Immer an der Seite von Bri sind ihre beiden besten Freunde Sonny und Malek, die sich schon seit Kindertagen kennen. Gerade die Freundschaft und das Familienleben sind allseits präsent. Ebenso natürlich Themen, wie Rassismus, Diskriminierung, Einschüchterung durch Gangmitglieder und Armut.


Wie eingangs erwähnt, wird die Geschichte aus der Sicht von Bri erzählt, was ein durchdringendes Erlebnis für mich beim Lesen war. Denn Bri ist alles andere als einfach. Sie hat einen Dickkopf und ist hitzköpfig, was sie des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Auch macht sie ihr "eigenes Ding" und hört häufig nicht auf die Ratschläge ihrer Mutter, ihres Bruders oder ihrer Freunde. Daher hätte ich sie zwischendrin gerne mal zur Seite genommen und wachgerüttelt. Dennoch muss ich gestehen, dass diese Eigenart auch die Story vorantrieb und ich so wissen wollte, ob sie ihr Ziel erreicht. Richtig heftig wird es, als Bri mit ihrem ersten eigenen Song "On the come up" ein erster Erfolg gelingt und sich plötzlich jede Menge Leute für sie interessieren. Ihre Emotionen flossen ungehindert durch mich hindurch, was ich bisher kaum beim Lesen anderer Bücher empfand.

 

Besonders Sonny habe ich in mein Herz geschlossen, denn er ist ein so liebenswerter Mensch und der ausgleichende, ruhige Pol in der Freundschaft zwischen Bri, Malek und ihm. Dabei ist er keinesfalls auf den Mund gefallen und haut schon mal den einen oder anderen coolen Spruch raus. Insgesamt wird der Humor in diesem Buch groß geschrieben, was die Story unterhaltsam machte.

 

Eine weitere Person, die mich sehr beeindruckt hat, ist Trey, der Bruder von Bri. Denn er hat einen Highschoolabschluss mit sehr guten Noten und hätte die Chance zu studieren. Doch er stellt seine eigenen Pläne hinten an, sucht sich einen Job und unterstützt seine Familie wo er nur kann. Er liebt seine Mutter und seine Schwester abgöttisch und würde alles für sie tun. Diese Entscheidung, und seine Aufopferung fand ich als Botschaft richtig toll.

 

Zwischen all den Worten und Handlungen der einzelnen Charaktere spürt man fortwährend Wut und Angst, aber auch Hoffnung. Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Mut zu Veränderungen. Es wäre wünschenswert, wenn uns dies gelingen würde!

 


On The Come Up von Angie Thomas (cbj) ist eine bewegende und authentische Geschichte über ein junges Mädchen und deren Träume, die eine berühmte und erfolgreiche Rapperin werden möchte. Dabei verpackt die Autorin eindrucksvoll Botschaften über Rassismus, Familie, Zusammenhalt und Freundschaft zu einer Story, die humorvoll und zugleich temperamentvoll ist, die ich sehr gerne gelesen habe. 

 

Meine Erwartungen waren, nach dem Debütroman, recht hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Man sollte The Hate U Give nicht mit On The Come Up vergleichen, auch wenn es diverse Parallelen gibt. Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn es lohnt sich diese (beiden Bücher) zu lesen - 5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/05/rezension-on-come-up-von-angie-thomas.html

Ein toller Zwischenband, der Lust auf mehr macht!

Übersetzer: Anne Brauner

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 352

ISBN: 978-3-423-76251-6

Preis: 17,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 


Der schreckliche Krieg gegen Hybern hat bei Feyre, Rhysand und ihren Freunden merkliche Spuren hinterlassen. Daher bietet die bevorstehende Wintersonnenwende die Gelegenheit, endlich mal abzuschalten und zu feiern. Doch trotz der festlichen Stimmung und weihnachtlichen Atmosphäre liegen die erlittenen seelischen und körperlichen Wunden tiefer, als so mancher glaubt.

 

Auch die Aufräumarbeiten sowie der Wiederaufbau in Velaris gehen weiter. Doch der Frieden steht auf wackeligen Beinen, denn zum einen gibt es Unzufriedenheit in den Reihen der illyrianischen Krieger und auch der Thronanwärter des Herbsthofes versucht seine Macht zu mehren. Es scheint, als könne man den neuen Verbündeten nicht wirklich trauen.

 


Ich habe mich auf den vierten Teil bzw. den Zwischenband zur Reihe Das Reich der sieben Höfe: Frost und Mondlicht von Sarah J. Maas (dtv Verlag) sehr gefreut.


Es war schön, wieder an die Seite von Feyre, Rhys und deren Freunde sowie an den Hof der Nacht zurückzukehren. Dabei wird die Handlung aus mehreren Sichtweisen erzählt und der Leser erfährt so auch, wie es Azriel, Mor, Amren und Cassian mit den Erlebnisssen im Krieg gegen Hybern ergangen ist. Diese hätten für mich aber etwas mehr Raum in der Geschichte einnehmen können. Auch hätte ich gerne mehr aus der Sicht der beiden Schwestern Elain und Nesta erfahren, doch bis auf kleinere Passagen, war dies leider nicht der Fall. Nichtsdesto- trotz hat mir die Handlung gut gefallen und es hat Spaß gemacht, wieder die teils witzigen Dialoge und dem Schlagabtausch zwischen Feyre und Rhys zu lesen. 


Die Verluste bei den Bewohnern in Velaris sind hoch und auch die Schäden an vielen Gebäuden sind beträchtlich. So ist das Regenbogenviertel, wo die Künstler ihre Galerien und Geschäfte haben, stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Feyre versucht die Geschehnisse mittels ihrer Malerei zu verarbeiten. Trotzdem bietet sie den Betroffenen ihre Hilfe an und engagiert sich bei verschiedenen Vereinen. Die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau gehen nur schleppend voran und so wird es wohl noch Jahre dauern, bis Velaris wieder in seiner ganzen Pracht erstrahlen wird. Doch sowohl die Bewohner, als auch Feyre und Rhysand geben nicht auf und kämpfen für einen Neuanfang. Ebenso stehen die Feierlichkeiten für die Wintersonnenwende vor der Tür und alle Freunde machen sich Gedanken, was sie dem jeweils anderen schenken könnten.


Die Seelenverbindung zwischen Feyre und Rhysand ist noch stärker geworden und beide empfinden für den jeweils anderen eine tiefe Zuneigung und starke Liebe, welche sie auch jederzeit in körperlichen Aktivitäten ausleben. Dabei kommt der Humor und diverse Neckereien untereinander nicht zu kurz, was mir des Öfteren ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. 


Elain kommt mit der Tatsache, dass sie nun eine High Fae ist, offenkundig besser zurecht, als zunächst gedacht. Auch das Verhältnis zwischen ihr und Feyre wird zusehens besser. Beide reden wieder mehr miteinander und gehen offener miteinander um. Ein weiteres Puzzleteil sind die Aufgaben, wie die Gartenarbeit und das Helfen in der Küche, welche Elain ausgeglichener wirken lassen.


Hingegen hat Nesta massive Probleme und ertränkt ihre Gefühle in jeder Menge Alkohol und wechselnden Geschlechtspartnern. Eine Hilfe von seiten ihrer Schwestern oder gar von Rhysand lehnt sie kategorisch ab. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir hier noch ein paar mehr Informationen über das Seelenheil von Nesta gewünscht, da ich ihre Beweggründe nur in Ansätzen verstehen konnte.


Auch das Verhalten von Rhys gegenüber Tamlin konnte ich nicht komplett nachvollziehen. Tamlin ist, auf Grund den Geschehnissen zum Ende des Krieges, schon gestraft genug und musste so einiges erleiden. Und dass, obwohl er in einer wichtigen Situation geholfen hat. Scheinbar hat er sich in sein Schicksal ergeben, jedoch hoffe ich, dass er aus diesem Tief herausfinden und zu alter Stärke zurückkehren wird. Denn ich könnte mir vorstellen, dass er für das Friedensbündnis zwischen den High-Lords noch sehr wichtig wird.


Ungemach droht aber auch noch von zwei anderen Seiten und zwar zum einen ist da die Unzufriedenheit in den Reihen der illyrianischen Krieger und zum anderen der Thronanwärter des Herbsthofes, der versucht seine Macht zu mehren. Es scheint, als könne man einigen Verbündeten nicht wirklich trauen und gerade dies, wäre in den schwierigen Zeiten nach dem Krieg, mehr als wichtig. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird und das Ende lässt viel Raum für Spekulationen.

 


Das Reich der sieben Höfe: Frost und Mondlicht von Sarah J. Maas (dtv Verlag) ist eine eher ruhigere Geschichte, die dem Leser aber tolle Einblicke in das Seelenleben der Charaktere, nach den dramatischen Erlebnissen im Krieg gegen Hybern, gewährt. Allerdings hätten es bei einigen Charakteren für mein Dafürhalten etwas mehr Wissen über ihr Befinden sein können. 

 

Trotzdem hat mir dieser Zwischenband gut gefallen und es hat Spaß gemacht, wieder an die Seite von Feyre und Rhys sowie an den Hof der Nacht zurückzukehren - 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Reihe:

 

Das Reich der sieben Höfe 1 - Dornen und Rosen (Rezension)

Das Reich der sieben Höfe 2 - Flammen und Finsternis (Rezension)

Das Reich der sieben Höfe 3 - Sterne und Schwerter (Rezension)

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/04/rezension-das-reich-der-sieben-hofe.html

Eine gelungene Fortsetzung, die jede Menge Spannung mit sich bringt

Verlag: cbt

Ausgabe: Klappenbroschur

Seiten: 443

ISBN: 978-3-570-31231-5

Preis: 13,00 €

 

Quelle des Covers: cbt Verlag

 


 

 

Nachdem sich Zoë und ihr Team jahrelang gewissenhaft auf ihre Mission vorbereitet und dafür trainiert haben, ist der große Tag gekommen. Als Zoë erwacht, weiß sie zunächst nicht, wo sie sich befindet und ihre Erinnerungen kehren nur langsam zurück. 


Zoë muss feststellen und schlussendlich auch akzeptieren, dass die Akademie, sie und ihre Crew tatsächlich auf die Reise geschickt hat. Zwar freut sich Zoë auf das lang ersehnte Wiedersehen mit Jonah, doch zugleich birgt die Anwesenheit ihres Bruders Tom und dem gemeinsamen Freund Kip, zu dem sie sich hingezogen fühlt, jede Menge Konfliktpotenzial. 

 

Mit dem Wissen, was Zoë in Berlin über die Akademie herausgefunden hat und den beiden fremden Personen an Bord, muss sie sich gut überlegen, welche Informationen sie den anderen mitteilen kann, ohne dass der Auftrag in Gefahr gerät. Denn ihre Ausbilderin hat entsprechende Vorkehrungen getroffen, die Zoë in einen Gewissenskonflikt bringen. Um die Mission und auch ihre Teammitglieder nicht zu gefährden, muss Zoë über sich hinaus wachsen und schwere Entscheidungen treffen.

 

 

Der Fortsetzung von H.O.M.E. - Die Mission von Eva Siegmund (cbt) habe ich sehr entgegen gefiebert und diese hat mir auch, bis auf einen kleinen Kritikpunkt, gut gefallen. Gespannt begann ich die ersten Seiten zu lesen und die Geschichte zog mich sofort wieder in ihren Bann.


Nachdem Zoë während ihrer Zeit in Berlin vieles über die Machenschaften der Akademie herausgefunden hat, findet sie sich nun in einer ihr fremden Umgebung wieder. Noch sind nicht all ihre Erinnerungen wiedergekehrt, aber an ein paar Dinge kann sie sich bereits erinnern. So weiß sie, dass ihr Bruder Tom, ihr gemeinsamer Freund Kip und ihr Verlobter und zugleich Erster Offizier, Jonah, dabei sind. Durch Instruktionen in Form einer Videobotschaft ihrer Ausbilderin, erfährt Zoë weitere Details über die Mission und den damit verbundenen Aufgaben. Dabei hat die Akademie, aus den Vorfällen in Berlin gelernt und unheilvolle Vorkehrungsmaßnahmen eingebaut, die Zoë das Blut in den Adern gefrieren lassen. 

 

Als sich die Crewmitglieder nach und nach eingerichtet haben, gehen alle ihren Anweisungen nach. Zwar freut sich Zoë auf das lang ersehnte Wiedersehen mit Jonah, doch zugleich birgt die Anwesenheit ihres Bruders Tom und dem gemeinsamen Freund Kip, zu dem sie sich hingezogen fühlt, jede Menge Konfliktpotenzial. Diese Tatsachen und den Druck nicht scheitern zu dürfen, bekommt Zoë sehr stark zu spüren, was für mich sehr realistisch dargestellt und greifbar war, da die Handlung wieder zu großen Teilen aus ihrer Sicht erzählt wird, was ich nach wie vor sehr passend finde. Ich hoffte und bangte mit Zoë mit, ob sie das Team auf Kurs halten und gleichzeitig motivieren kann. Mit jeder weiteren gelesenen Seite kam sie mir erwachsener vor und durch die Hilfsbereitschaft und Zuneigung von Kip wird ihr Selbstwertgefühl zusätzlich gestärkt. Dabei steht die gemeinsame Liebe nicht zu stark im Fokus, was mir gut gefiel.

 

Der Leser bekommt auch, in Form von Logbucheinträgen, die Sichtweise von Jonah zu lesen, der einen etwas anderen Blick auf die Geschehnisse und Dinge hat. Dieser Blickwinkel auf die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich wir Menschen Sachen verstehen und darauf reagieren. Dies hat Eva Siegmund richtig gut dargestellt, was mir Jonah etwas sympathischer werden ließ.


Dass Jonah auf die Anwesenheit von Tom und Kip mit Argwohn reagiert, konnte ich gut nachvollziehen, mir wäre es nicht anders ergangen. So hinterfragt Jonah Aussagen und Taten von Zoë immer häufiger. Daher ist es wenig verwunderlich, dass es zwischen ihm und Zoë immer öfters zu Streitereien kommt, was nicht gut für das Klima innerhalb des Teams ist.

 

Zusätzlich lauert eine weitere Gefahr auf die Gruppe und als sich ein Kampf auf Leben und Tod entspinnt, muss Zoë über sich hinaus wachsen und letztlich eine schwere sowie einschneidende Entscheidung treffen, um die Mission und auch ihre Teammitglieder nicht zu gefährden.

 

Gerade das Setting, mit seinen verschiedenen Tierwesen, dem dichten Dschungel und den dort lauernden Gefahren, waren für mich beim Lesen jederzeit präsent, sodass bei mir permanent ein Film vor meinem geistigen Auge ablief und mich völlig für sich einnahm. Dabei beschreibt Eva Siegmund die Ängste und auch die Unsicherheit von Zoë äußerst atmosphärisch. Ich war so in die Geschichte vertieft, dass ich alles um mich herum vergaß. Auch das eigentliche Ende und wie sich alles auflöste, konnte mich begeistern. Bis hierhin war die Story für mich rundum gelungen.

 

Doch mit dem zweiten Ende wurde meine Zufriedenheit, hinsichtlich des Verlaufs der Handlung, etwas gedämpft und ließ mich leicht ernüchternd zurück. Diesen Twist hätte ich nicht gebraucht und ich frage mich, warum sich Eva Siegmund so entschieden und dieses eingebaut hat.

 

 

Der Fortsetzung zu H.O.M.E. - Die Mission von Eva Siegmund (cbt) habe ich sehr entgegen gefiebert und mir hat auch der zweite Band gut gefallen. Das Setting und der Schreibstil fesselten mich an die Seiten und bei mir lief während dem Lesen ein regelrechter Film vor meinem geistigen Auge ab, sodass mich die Handlung völlig für sich einnahm. 

 

Ich war so in die Geschichte vertieft, dass ich alles um mich herum vergaß. So musste ich unbedingt erfahren, ob es Zoë, Tom, Kip und den anderen gelingen würde, ein neues Leben beginnen zu können. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich bezüglich dem Ende, weshalb ich ein halbes Nosingglas abgezogen habe. Trotzdem wurden es sehr gute 4 von 5 Nosinggläser

 

 

 

Reihe:

 

 

H.O.M.E. - Das Erwachen (Rezension)

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/04/rezension-home-die-mission-von-eva.html

Ein spannendes Jugendbuch und toller Reihenauftakt, der zum Miträtseln einlädt.

Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessika Komina

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 464

ISBN: 978-3-7432-0206-1

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 


 

 

Die Ellingham Academy liegt gut versteckt in den Bergen von Vermont und ist eine Privatschule für die begabtesten Schüler der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch Stevie Bell ist eines dieser Wunderkinder und sie wird, zu ihrer großen Freude, an diesem Internat aufgenommen.

 

Ihr größter Wunsch ist es, dass Rätsel um die damals verschwundene Ehefrau und deren Kind des Internatsgründers Mr. Ellingham zu lösen. Denn Stevie ist ein glühender Fan von Detektivgeschichten und große Verehrerin von Sherlock Holmes und Agatha Christie. Ihre Aufgabe soll es sein, die bisher ungeklärten Umstände über diesen Vorfall zu untersuchen. 

 

Als schon bald ein Mord an der Schule geschieht, stürzt sich Stevie in ein großes Abenteuer, denn sie ist überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen der damaligen Entführung und den heutigen Geschehnissen gibt.

 

 

Da ich Detektivgeschichten und Kriminalfälle sehr gerne mag, war für mich sofort klar, dass ich den Auftaktband der Reihe rund um die Ellingham Academy: Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson (Loewe Verlag) lesen möchte. Ich freute mich auf eine spannende und miträtselnde Story.


Der Einstieg beginnt zunächst mit einer Rückblende und der Leser erfährt, warum der berühmte und reiche Amerikaner, Albert Ellingham, dieses Internat vor über 80 Jahren gegründet hat. Als während den Bauarbeiten in den Bergen von Vermont die Frau und die Tochter von Mr. Ellingham entführt werden, setzt dieser alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein, um den Forderungen der Entführer nachzukommen. Doch trotz all seiner Bemühungen gelingt es nicht, die beiden zu befreien. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wird die Leiche der Frau gefunden, jedoch von Alice, der Tochter, fehlt bis heute jede Spur.

 

Die als Ellingham-Affäre bekannt gewordene Tragödie hat der Schule nicht wirklich geschadet und so wird auch noch heute den begabtesten Schülerinnen und Schülern eine besondere Unterstützung und Förderung zu teil. Als sich Stevie Bell beworben hatte, hoffte sie zwar, dort angenommen zu werden, aber die Freude ist nun umso größer, als ihr lang gehegter Traum zur Realität wird. Obwohl ihre Eltern noch immer skeptisch sind, bringen sie Stevie dorthin.

 

Stevie ist ein großer Fan von Sherlock Holmes und Agatha Christie, aber noch mehr reizen sie echte Kriminalfälle, wie zum Beispiel das Geheimnis rund um das damalige Verschwinden der Ehefrau und ihrer Tochter des gleichnamigen Gründers des Internats. Und nun darf sie, ganz offiziell, in diesem Fall ermitteln. Stevie ist voller Tatendrang und wissbegierig, weshalb sie sich mehr oder weniger sofort an die Arbeit macht. All ihre gesammelten Informationen werden fein säuberlich in ihrem Zimmer an einer Wand angebracht, alle Kopien der damaligen Beweise studiert und ein erster Rundgang über das Areal der Schule unternommen. 


Die Fähigkeiten der einzelnen Jugendlichen könnten nicht unterschiedlicher sein, so sind darunter Musiker, Künstler, aber auch angehende Schriftsteller oder Schauspieler zu finden, die dort mit speziellem Unterricht gefördert werden. Das Leben an der Academy kam mir wie eine Kommune vor, was mir gut gefiel und es machte mir Spaß die Story zu lesen, denn auch die Lehrer sind recht locker im Umgang mit den Schülern.


Als während den Ermittlungen von Stevie ein Mord geschieht, schließt sie daraus, dass dies mit der damaligen Entführung von Mutter und Tochter zu tun haben muss. Nun ist Stevies Ehrgeiz erst recht geweckt und dabei schießt sie doch des Öfteren über das Ziel hinaus. Ich mochte Stevie zwar, da sie recht clever ist und gut kombinieren kann. Aber manchmal verrannte sie sich etwas, weshalb ich sie am liebsten genommen und geschüttelt hätte. So sieht sie den Wald vor lauter Bäumen nicht und eckt mit ihrer Art immer häufiger an, was zum Streit mit ihren Mitschülern führt. Für zusätzliche Spannung sorgen die kleineren Rückblenden in die Vergangenheit und Einblicke in die Ermittlungsarbeit der Polizei im Zuge der Entführung im Fall der beiden Ellingham Frauen, was mir richtig gut gefiel.

 

So spitzt sich die Lage immer weiter zu und dank dem gewählten Setting in den Bergen von Vermont und dem weitläufigen Gelände des Internats, wirkte das Ganze auf mich immer atmosphärischer und mystischer, was mich mitfiebern und miträtseln ließ. Ich war neugierig, ob es Stevie gelingen würde, hinter das Geheimnis zu kommen und den Mörder dingfest zu machen.

 

 

Ich mochte Ellingham Academy: Was geschah mit Alice? von Maureen Johnson (Loewe Verlag), da der Schreibstil der Autorin flüssig ist, aber auch der Humor nicht kurz kommt. Ebenso achtete Maureen Johnson darauf, dass der kriminalistische Anteil recht hoch ist, was zum miträtseln einlädt. So gestaltete sich für mich der erste Band dieser Reihe zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, der definitiv Lust auf mehr macht - 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/04/rezension-ellingham-academy-was-geschah.html

Eine tolle Geschichte die zu überzeugen weiß

 

 Verlag: Arena

Seiten: 432

ISBN: 978-3-401-60435-0

Preis: 18,00 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Mariel träumt davon auf der Insel Amlon glücklich zu werden und ihren Seelenpartner zu finden, genau wie ihre Schwester Asta. Doch tief in ihrem Inneren spürt sie, dass sie dieses Ziel nicht erreichen wird.


Am Tag der Verbindung, wo jede/jeder heiratsfähige(r) Jugendliche(r) auf seinen perfekten Partner trifft, wird Mariels Befürchtung zur Gewissheit. Sie ist eine Sonderbare, da ihr Seelenpartner nicht erschienen ist. Genauso wie Mariel, ergeht es unter anderem auch ihrem besten Freund Tammo sowie Sander, Perselos und Tora.


So werden die fünf Jugendlichen, zusammen mit auffallend vielen weiteren Sonderbaren, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und mittels einem Schiff im Morgengrauen auf die Insel Xerax gebracht, wo sie ihr restliches Leben verbringen müssen. 

 

Um diesem Schicksal zu entkommen bleibt ihnen nur eine Möglichkeit, die beschwerliche Reise nach Nurnen, dem Reich der Träume, anzutreten und auf eigene Faust nach ihrem Seelenpartner zu suchen.

 

 

Der Beginn von Die Muschelsammlerin. Deine Bestimmung wartet von Charlotte Richter (Arena) gefiel mir richtig gut und die Idee hinter dieser Story empfand ich als außergewöhnlich. Dabei ist der Schreibstil der Autorin sehr bildhaft und ich konnte mir die Welt rund um Amlon sowie Nurnen gut vorstellen.

 

Die Geschichte spielt nach einer Apokalypse, in der sich die Menschheit fast selbst zerstört hat und die Wenigen, die fliehen konnten, sich auf einer Inselgruppe eine neue Heimat aufbauten. Die Säulen dieser neuen Gesellschaft auf Amlon basieren auf Göttern, die mittels ihrer Priester, deren Weissagungen und Prophezeiungen verlautbaren sowie auf Werten, wie Respekt, Wohlstand, Liebe und Vernunft. Negative Dinge wie Neid, Missgunst und gar Gewalt sind nicht mehr existent.

 

Auch Mariel träumt davon in diesem Paradies mit seinen ewig langen, weißen Sandstränden und dem türkisfarbenen Meer glücklich zu werden und ihren Seelenpartner zu finden, genau wie ihre Schwester Asta. Doch tief in ihrem Inneren spürt sie, dass sie dieses Ziel nicht erreichen wird. Am Tag der Verbindung, wo jede/jeder heiratsfähige(r) Jugendliche(r) auf seinen perfekten Partner trifft, wird Mariels Befürchtung zur Gewissheit. Ihr Seelenpartner taucht aus dem Reich Nurnen nicht auf und sie wird zu einer Sonderbaren.

 

Genauso wie Mariel, ergeht es auch ihrem besten Freund Tammo sowie Sander, Perselos und Tora. Die Sonderbaren werden als Ausgestoßene betrachtet, die vom Gesetz her, kein Recht mehr auf ein Leben innerhalb der Gesellschaft haben. Kurzum, sie werden ohne etwas Böses getan zu haben und ohne eine Chance auf Rehabilitierung aus ihren Familien gerissen und müssen ihr Leben fortan bis zum Tod auf der Insel Xerax verbringen. Diese Insel ist nicht mit Amlon zu vergleichen. Sie ist mehr eine Art Felsenplateau, auf der so gut wie nichts angebaut werden kann und darüber hinaus von dichtem Urwald überwuchert ist. Dieses Szenario fand ich heftig und dass sich die Familien so diesen Weisungen beugen, zeugt davon, wie sehr Religion und fehlgeleiteter Irrglaube die Menschen beeinflussen kann.


Am darauffolgenden Tag werden Mariel und alle anderen Sonderbaren im Morgengrauen mittels einem Frachter auf die Nachbarinsel gebracht. Mariel ist sichtlich mitgenommen von dieser Tatsache und ihr einziger Trost ist es, dass Tammo an ihrer Seite weilt. So versuchen die beiden sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Während Tammo, in dem etwas älteren Bibliothekar Reno, einen neuen Freund findet und viel Zeit mit ihm verbringt, gelingt es Mariel zunächst nicht so recht Freundschaften zu schließen. Dies hängt auch damit zusammen, dass Mariel sehr in sich gekehrt ist und nicht genau weiß, was sie möchte. Nimmt sie ihr Schicksal an und arrangiert sich mit der Insel und diesem kargen Dasein oder wagt sie die Reise nach Nurnen. Und zunächst sieht es nach ersterem aus, denn Mariel öffnet sich und daraus entsteht mit der Wirtin Larena und auch Reno eine Freundschaft. 

 

Doch letztlich entscheiden sich Mariel, Tammo, Tora, Sander und Perselos das Wagnis einzugehen und sich auf die Suche nach ihrem Seelenpartner zu begeben. Mit Beginn der Reise nach Nurnen, dem Kennenlernen des Reiches der Träume, seinen Bewohnern und den dort lauernden Gefahren, wird die Geschichte etwas merkwürdig. Denn die Story dreht sich nun ins fantastische um, was mir zwar gut gefiel, da es stellenweise auch recht skurril auf mich wirkte, aber letztlich nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Hier muss man sich darauf einlassen können und wer weiter liest, dem sei gesagt, dass die Handlung noch die eine oder andere Überraschung parat hält.


Auf der Suche nach ihren Seelenpartner geraten Mariel, Tammo sowie Tora, Sander und Perselos in so manch brenzliche Situation, denn mit Nurnen selbst scheint etwas nicht zu stimmen. Die Menschen dort verhalten sich merkwürdig und immer wieder stoßen die Fünf auf "schwarze Türen" vor denen man sie gewarnt hat.

 

Mariel mochte ich sofort, da sie nicht blind alles glaubt, was man ihr sagt. Sie hinterfragt die Dinge und bildet sich ihre eigene Meinung, was sie auf Amlon an den Rand der Gesellschaft drängte. Bis auf Tammo hat sie kaum Freunde und eckt mit ihrer Art an. Dabei ist sie willensstark, entschlossen, mutig und bereit Risiken einzugehen. 


Tammo muss man einfach mögen. Er ist immer für Mariel da und trägt sie auf Händen. Man merkt, wie wichtig die beiden füreinander sind. Dies finde ich eine schöne Botschaft, denn so eine innige Freundschaft findet man leider nicht häufig in seinem Leben, deshalb sollte man sehr glücklich sein, wenn man diesen "wahren Menschen" gefunden hat - und hier rede ich nicht von Liebe im herkömmlichen Sinne.


Sander und Tora konnte ich während ihrer Zeit auf Amlon nicht ganz einschätzen, da beide doch recht eigenwillig sind. Auch mit Beginn ihres neuen Lebens auf Xerax war es gerade Tora, die mich manchmal zur Verzweiflung brachte. Zwar konnte ich ihre Wut, Unsicherheit und auch ihre Angst nachvollziehen und doch hätte ich ihr des Öfteren am liebsten mal die Meinung gesagt. In Nurnen konnten mich beide glücklicherweise dann für sich gewinnen, da sie sich öffneten, etwas zur Gemeinschaft bei trugen und somit keine Einzelgänger blieben.


Gerade diesen zweiten Teil fand ich spannend zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, was man zum Beispiel unter "die Ordnung der Götter" versteht, was die "Abhängigkeit zwischen Amlon und Nurnen" angeht, die Erfüllung der Wünsche der Reisenden und ob sich dadurch alles zum Guten wenden würde. Alle diese Fragen wurden zu meiner Zufriedenheit beantwortet, was mir, trotz kleinerer Kritikpunkte (auf die ich wegen Spoilergefahr nicht näher eingehen werde) gut gefiel. Auch das Ende fand ich gelungen, wenn auch ein wenig offen gestaltet.


Die Muschelsammlerin. Deine Bestimmung wartet von Charlotte Richter (Arena) ist eine tolle Geschichte über Glaube, Hoffnung und der ewigen Suche nach der wahrhaftig einzigen Liebe. Auch wenn die Handlung ab ca. der Mitte des Buches - also der Reise in Nurnen - etwas ins skurile und fantastische abdreht, konnte mich die Story fesseln und begeistern und ich fieberte mit den Charakteren mit. Ich fühlte ich mich gut unterhalten und so hatte ich das Buch innerhalb weniger Tage gelesen - 4,5 von 5 Nosinggläser.


 






 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/03/rezenzion-die-muschelsammlerin-deine.html

Eine gelungene Geschichte im typischen Marie Lu Stil

Übersetzerin: Anja Galic

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 320

ISBN:  978-3-423-76228-1

Preis: 17,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Bei einer Probefahrt mit seinem neuen Sportwagen gerät der junge Millionär Bruce Wayne mitten in einen Polizeieinsatz. Dabei kann der Täter flüchten und Bruce nimmt kurz entschlossen die Verfolgung auf. Mit seinem hochtechnisierten Fahrzeug gelingt es ihm schließlich, nach einer wilden Hetzjagd quer durch Gotham City, den Flüchtenden zu stellen und übergibt ihn der Polizei.


Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt ist, dass der Verbrecher den berüchtigten Nightwalkern angehört, die schon seit längerem die reichen Einwohner der Stadt terrorisieren. Die Polizei ist von Bruce Einmischung nicht gerade angetan. Deshalb verdonnert ihn ein Gericht zu einer Bewährungsstrafe mit Sozialstunden, die er ausgerechnet im Hochsicherheitsgefängis Arkham Asylum ableisten soll.


Dort sitzt seit kurzer Zeit ein weiteres Mitglied der Nightwalker ein. Aber die junge Frau schweigt beharrlich. Deshalb beschließt Detective Draccon Bruce in die Ermittlungen mit einzubinden.

 

 

Auf Batman. Nightwalker von Marie Lu (dtv Verlag) habe ich mich wahnsinnig gefreut. Ich hatte hohe Erwartungen an die Geschichte und ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung empfand ich als spannend, temporeich und witzig, weshalb es wenig verwunderlich sein dürfte, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. Ich liebe den Schreibstil von Marie Lu und bin richtig begeistert.

 

In der Story dreht sich alles um die Anfänge der späteren Heldenfigur Batman. So lernt der Leser den gerade 18 Jahre alt gewordenen und jetzt mehrere Millionen Dollar schweren Erben Bruce Wayne kennen. Nachdem seine Eltern bei einem Raubüberfall getötet wurden, ist Bruce in der Obhut von Alfred, seinem Freund, Butler und Vormund aufgewachsen. Viele Menschen sehen in Bruce nur einen typischen, versnobten und reichen Sohn, der aller Wahrscheinlichkeit nach, sein Erbe schnell verpulvert haben dürfte.


Aber auch wenn sich Bruce um Geld keine großen Sorgen machen muss, so ist er doch ein besonnener und rechtschaffender junger Mann, der früh gelernt hat, worauf es ankommt. Trotzdem genießt er das Leben und feiert mit seinen beiden besten Freunden Harvey und Dianne gerne Partys. Dabei vergisst er aber nicht, sich für die Stiftung seiner Mutter einzusetzen und mit Hilfe von Wohltätigkeitsbällen ihr Vermächtnis sowie für die Bewohner von Gotham City, aufrecht zu erhalten. Ebenso steht ihm der Vorstandsvorsitzende und zugleich ein großer Freund der Familie Wayne, Lucius Fox, zur Seite. 

 

Unterstützung erfährt Bruce auch von Harvey und Dianne, die immer für ihn da sind und ihm in vielen Dingen zur Seite stehen. Beide mochte ich sehr, da sie ein hohes Maß an Loyalität gegenüber Bruce an den Tag legen und für ihn durchs Feuer gehen würden. Gerade Harvey durchläuft während der Story eine enorme Entwicklung, die ich ihm so nicht zugetraut hätte. Dianne hingegen ist eine taffe, junge Frau, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann steht. Dafür bewunderte ich sie.


Gotham City versinkt immer mehr im Chaos. Die Reichen und Mächtigen der Stadt vertreten nur ihre Bedürfnisse und Interessen, was dazu führt, dass der Korruption Tür und Tor geöffnet ist. Gleichzeitig bedeutet das aber für viele Einwohner der Stadt ein Leben in Armut und Dreck. Auch die Verbrechensrate ist dem zufolge natürlich sehr hoch und die Polizei ist mehr als überfordert. Daher ist es wenig verwunderlich, als sich eine Bande von Gesetzlosen, mit Namen Nightwalker, die wohlhabenden Menschen für ihr Handeln bestrafen.


Der ohnehin schon recht hohe Gerechtigkeitssinn von Bruce, wird durch seine Einmischung während einer polizeilichen Ermittlung sowie seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe mit abzuleistenden Sozialstunden, nun noch mehr geweckt. Denn ausgerechnet diese Sozialstunden muss er im berüchtigten Hochsicherheitsgefängis Arkham Asylum ableisten. Zudem wird er unter die Aufsicht von Detective Draccon sowie der Direktorin des Gefängnisses, Dr. James, gestellt. Seine tägliche Aufgabe umfasst das Putzen der Flurböden vor den Zellen der gefährlichsten Verbrecher von Gotham.


Dabei lernt Bruce die junge, attraktive Madeleine kennen, an der sich Detective Draccon bisher die Zähne ausgebissen hat. Madeleine, der diverse Einbrüche und Morde vorgeworfen werden und die ein Mitglied der berüchtigten Nightwalker sein soll, schweigt zu den Vorwürfen beharrlich. Als Madeleine Bruce bei dessen Arbeit plötzlich anspricht, ist dieser völlig perplex und zugleich von ihr fasziniert. Diesen Umstand möchte sich Detective Draccon zu Nutze machen und sie beschließt, Bruce in ihre Ermittlungen einzubinden, um eventuell so an Informationen über die Nightwalker zu gelangen.


Madeleine mochte ich sofort. Sie ist charmant wie manipulativ, liebreizend wie gefährlich und sie weiß, welche Knöpfe man bei einem Mann drücken muss. Madeleine ist klug und ein wahres Genie, wenn es um Technik und Computer geht. Geprägt wurde sie durch den frühen Tod ihres Bruders, den das System im Stich gelassen hat.

 

Bruce ist, bedingt durch sein noch recht junges Alter, leicht zu manipulieren und er kam mir, gerade in Bezug auf Madeleine und seiner Gefühlen zu ihr, zu Beginn ein wenig naiv vor. Dies ist wohl auch seiner offenen Art gegenüber Menschen sowie seiner großen Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe geschuldet. Trotzdem konnte man im weiteren Verlauf der Handlung schon in Ansätzen den späteren Bruce bzw. Batman erkennen.


So beginnt zwischen Madeleine, Bruce und der Polizistin Draccon ein Katz und Maus Spiel, welches sehr kurzweilig und spannend zu lesen war. Ich war neugierig, wie weit sich Bruce von Madeleine beeinflussen lassen würde und was hinter den Überfällen und Diebstählen der Nightwalker stecken mag.

 

 

Batman. Nightwalker von Marie Lu (dtv Verlag) ist für mich eine sehr gelungene Geschichte über die jungen Jahre von Bruce Wayne. Gerade das Spiel zwischen Madeleine und Bruce konnte mich überzeugen und ließ bei mir die Seiten nur so fliegen. Die Story ist temporeich und bietet viel Action, weshalb ich nur schwer aufhören konnte zu lesen.


Für mich bisher der beste Band der DC-Reihe, dies ist auch dem flüssigen und an den richtigen Stellen humorvollen Schreibstil der Autorin geschuldet. Für Fans von Gotham City, Batman und den DC-Helden ein absolutes Must-Have Buch - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

DC-Reihe:

 

Wonder Woman. Kriegerin der Amazonen - Leigh Bardugo (Rezension)

Catwoman. Diebin von Gotham City - Sarah J. Maas (Rezension)

Batman. Nightwalker - Marie Lu

Superman - Matt de la Peña (ET noch nicht bekannt)

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/03/rezension-batman-nightwalker-von-marie.html

Spannend, mysteriös und brandaktuell

 

Titel: I Can See U

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 304

ISBN: 978-3-6496-3190-3

 Preis: 16,00 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 


 

 

Mit der Ankunft des neuen Schülers Ben, der in Marie´s Klasse kommt, fühlt sie sich endlich wahrgenommen. Ben sieht nicht nur gut aus, er ist auch immer freundlich gegenüber Marie und den Mitschülern. Darüber hinaus scheint es fast so, als wenn er allen ihre Wünsche von den Lippen ablesen würde. Marie ist sichtlich fasziniert und schwebt, bezüglich Ben, auf Wolke 7.

 

Als dann immer merkwürdigere Dinge, wie Fake-Bilder oder Geheimnisse, sich wie ein Lauffeuer innerhalb der Klasse verbreiten, ahnen Marie und die anderen Schüler noch nicht, was hinter allem steckt.

 

 

Der Klappentext zu I Can See U von Matthias Morgenroth (Coppenrath) klang aufregend, weshalb ich sehr neugierig war, wie mir das Buch letztlich gefallen würde. 

 

Ich fand es spannend zu lesen, wie hier die Themen Mobbing, Schuldzuweisungen zwischen Schülern und Lehrern sowie die technischen Möglichkeiten, die heute jeder kennt und nutzt, behandelt wurden. Matthias Morgenroth schildert an Hand alltäglicher Situationen, wie schnell man jemandem vertraut und z. B. eine Nachricht anklickt, ohne sich über die möglichen Konsequenzen Gedanken zu machen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und die Story lässt sich, dank der gewählten Erzählperspektive, nämlich rückblickend aus der Sicht von Marie, zügig lesen.

 

Zunächst beginnt alles recht harmlos, als Ben in die Klasse kommt. Er ist gegenüber seinen neuen Mitschülern freundlich und aufgeschlossen und versucht sich mit ihnen anzufreunden. Dabei ist er recht kommunikativ und so sendet er allen eine Nachricht. In dieser bittet er seine Klassenkameraden mehr über sich zu erzählen.

 

Diese Idee gefällt Marie sehr gut, hofft sie so vielleicht die Aufmerksamkeit von Ben gewinnen zu können. Nichtsahnend sendet sie deshalb die gewünschten Informationen, inklusive einem Foto, an ihn zurück. Viele aus der Klasse folgen dieser Aufforderung, da auch sie neugierig sind, wer Ben ist.

 

Marie ist nicht gerade das hübscheste Mädchen an der Schule und auch ihre Figur ist nicht so, wie sie es sich wünschen würde. Auf Jungs zuzugehen traut sie sich nicht, obwohl sie schon gerne einen Freund hätte. Ich mochte Marie, auch wenn mir ihre Verliebtheit hinsichtlich Ben doch recht blauäugig vorkam. Hier hätte ich sie des Öfteren am liebsten wachgerüttelt.


Ben ist sportlich, schlank, gutaussehend und immer gut gelaunt. Er ist hilfsbereit und hat fast immer einen Tipp für seine Mitschüler. Und ein Blick in seine strahlenden Augen, lassen Marie alles vergessen.

 

Josh mochte ich, da er die Geschehnisse hinterfragte und gemeinsam mit Marie und Elli versuchte, hinter die Geheimnisse zu kommen.

 

Auch Elli gefiel mir gut, da sie überlegt handelte. So versucht sie ihre beste Freundin Marie immer wieder mit der Realität zu konfrontieren, ihr zu helfen und so nicht alles für bare Münze zu nehmen.

 

So rätselte und fieberte ich mich den dreien mit, stellte Vermutungen an, wer hinter den Fake-Bildern, Beschuldigungen und Diffamierungen stecken könnte. Diese Art von Geschichten mag ich sehr gerne, da sie die Fantasie anregen und oftmals packend sind, so auch hier. Das Ende überraschte mich dann doch ein wenig und mit ein bisschen Abstand, ergibt es aber durchaus Sinn.

 

 

Mir gefiel die Idee, die hinter I Can See U von Matthias Morgenroth (Coppenrath) steckte. Gleichzeitig lief mir immer wieder ein kalter Schauer über den Rücken, denn dieses Szenario könnte faktisch Realität sein.

 

Die Handlung ist mysteriös, erschreckend und leider mehr als alltäglich, was die Themen Mobbing, Social Media und Missbrauch angehen. Das alles regt zum Nachdenken an und ich finde es schon erschreckend, wie es mittlerweile an unseren Schulen zugeht - 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/03/rezension-i-can-see-u-von-matthias.html

Eine klare Leseempfehlung !!!!

Titel: Offline. Ist es nass, wenn´s regnet

Autor: Jessi Kirby

Übersetzer: Anne Brauner 

Illustrationen: Imke Sönnichsen

Verlag: Loewe

Ausgabe: Klappenbroschur

Seiten: 336

ISBN 978-3-7432-0377-8
Preis: 14,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 


 

 

Mari´s Leben ist geprägt von Instagram, YouTube, Twitter & Co. Ständig schaut sie nach, wie viele Follower sie hat, wie viele Likes ein Bild erhalten hat oder welche Kommentare zu ihren Beiträgen geschrieben wurden. Kurzum Mari´s Dasein dreht sich fast nur um ihre Social Media Kanäle. Dabei bleibt das wahre Leben auf der Strecke.


Als sie an ihrem 18. Geburtstag ein Paket ihrer Tante vor der Haustür in Empfang nimmt und dieses schließlich auspackt, findet sie darin einen riesigen Wanderrucksack mit allen wichtigen Dingen sowie ein Trailtagebuch ihrer Cousine Bri. Dies wirft sie völlig aus der Bahn und löst in ihr eine tiefe Traurigkeit aus.

 

Der Traum von Mari und Bri war es einmal, gemeinsam den John Muir Trail, zu durchwandern. Völlig überwältigt von ihren Gefühlen, bricht Mari kurzerhand alle Verbindungen zu ihren Social Media Kanälen ab und nimmt die Herausforderung Yosemite Nationalpark an.

 


Als ich von Offline. Ist es nass, wenn´s regnet von Jessi Kirby (Loewe) erfahren habe, sprach mich die Thematik rund um Facebook, Instagram und Co., das Leben einer Influencerin sowie die erwähnte Wanderung durch den Yosemite Nationalpark, sehr an. Allerdings habe ich nicht mit einer so traurigen, bewegenden und zugleich lockeren Geschichte gerechnet.

 

Mari´s Leben besteht zu großen Teilen aus Likes und Kommentaren. Ständig prüft sie, ob ihre Followerzahlen gestiegen sind, wie viele Likes ein Bild erhalten hat oder welche Kommentare zu ihren Beiträgen geschrieben wurden. Kurzum in Mari´s Dasein sind ihre Social Media Kanäle der Dreh- und Angelpunkt ihrer Existenz. Mit der Konsequenz, dass sie immer weniger Zeit damit verbringt, sich mit Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen.


Angetrieben durch Kooperationen mit Firmen kann sie Stunden damit verbringen, das jeweilige Produkt in Szene zu setzen, bis DAS perfekte Foto entstanden ist. Selbst ihr Freund Ian, mit dem sie viele Fotos für Waren "stellt", ist mehr Schein, als Sein. So entwickelte sich über Jahre hinweg ein Lügengebilde, welches nach außen hin eine junge aufstrebende Influencerin darstellt, aber im Inneren sieht es bei ihr ganz anders aus.

 

Denn durch einen gewissen Umstand innerhalb ihrer Familie belastet sie ein Vorfall sehr. Wenn Mari könnte, würde sie am liebsten die Zeit zurückdrehen und gewisse Dinge anders machen. Als an ihrem 18. Geburtstag ein großes Paket geliefert wird, ahnt Mari noch nicht, auf welche emotionale Achterbahnfahrt sie sich gerade eingelassen hat.

 

Das besagte Geschenk besteht aus einem großen Wanderrucksack mit allen wichtigen Utensilien für eine längere Wanderung sowie einem Trailtagebuch ihrer Cousine Bri. Der größte Traum der beiden Mädchen war es, mit 18 Jahren den John Muir Trail im Yosemite Nationalpark zu durchwandern.

 

Von jetzt auf gleich tauscht Mari Smartphone und Social Media gegen schneebedeckte Berge, reißende Flüsse und traumhafte Sonnenaufgänge sowie warmherzige Begegnungen, ein. Dabei muss sie mutige Entscheidungen treffen – denn der Yosemite verändert jeden.


Ich mochte Mari sofort und durch die gewählte Erzählweise aus der Ich-Perspektive, konnte ich mich in ihre Gefühlswelt super hineinfühlen und sie so gut verstehen. Dass das Leben als Influencerin nur Fassade ist, merkt man schnell, da es Mari eigentlich zu wider ist und doch kommt sie gegen diese Art der "Sucht" nicht wirklich an.

 

Auf ihrer Wanderung begegnet Mari vielen Herausforderungen, muss sich ihren Ängsten stellen und oft über sich hinauswachsen. Für die von ihr getroffene Entscheidung, von jetzt auf gleich alles stehen und liegen zu lassen, sich völlig unvorbereitet in ein großes Abenteuer zu stürzen, ziehe ich meinen imaginären Hut. Ich glaube, dass ich dafür nicht den Mut hätte. Während dem Lesen des Buches lösten die Ereignisse, rund um Mari´s Wanderung, eine Flut von Emotionen bei mir aus. Von Freude, über Traurigkeit und Verzweiflung, bis hin zu Frustration und Hilflosigkeit, waren alle Facetten von Gefühlen, zu denen wir Menschen fähig sind, dabei.

 

Etwas leichter fallen Mari die an sie gestellten Aufgaben, als sie auf eine Gruppe von fünf Jugendlichen trifft und sie fortan gemeinsam auf dem Trail wandern. Dabei freundet sie sich mit den Jugendlichen immer mehr an und im weiteren Verlauf der Handlung kristallisieren sich die unterschiedlichen Beweggründe der einzelnen Mitglieder dieser Gruppe heraus. So hat jeder sein "Päckchen" zu tragen, sei es um zu vergessen oder einen Neuanfang zu beginnen. 

 

Der Zusammenhalt und die Freundschaft untereinander hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich empfand diese als authentisch und nachvollziehbar. Natürlich darf auch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen, die ich zwar nicht unbedingt benötigt hätte, nichtsdestotrotz fand ich sie passend zur Handlung.

 

Der Schreibstil von Jessi Kirby ist sehr detailgetreu und bildhaft, was mich noch mehr in das Ganze hineinzog. Darüber hinaus regt die Geschichte absolut zum Nachdenken, über unser Verhalten hinsichtlich den sozialen Medien, an. Manchmal ist weniger mehr und es tut gut, sich auch mal etwas rauszunehmen. 

 

Auch die Gestaltung im Inneren des Buches, mit den Handlettering Zeichnungen von Bri zu den einzelnen Tagesetappen, runden diese Story wunderbar ab.

 

 

Ich kann für Offline. Ist es nass, wenn´s regnet von Jessi Kirby (Loewe) nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. 

 

Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Unvoreingenommenheit gegenüber anderen Menschen und die Suche nach sich selbst, stehen hier im Vordergrund. Dabei ist der Schreibstil locker und detailreich, ohne dabei die Ernsthaftigkeit der vermittelten Botschaften zu vergessen - 5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

  Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/02/rezension-offline-ist-es-nass-wenns.html

Jede Menge Action und Nervenkitzel

Titel: Catwoman. Diebin von Gotham City

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzer: Michaela Link

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 368

ISBN: 978-3-423-76227-4

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Selinas Leben ist geprägt von Gewalt und ständiger Angst um ihre kleine Schwester Maggie, die gesundheitlich sehr angeschlagen ist. Als Diebin ist sie in den Straßen von Gotham City berühmt berüchtigt und als jüngste Kämpferin in der Arena des Gangsterbosses Falcone bislang unbesiegt. Durch ein bestimmtes Ereignis landet Selina schließlich im Gefängnis.


Zwei Jahre später kehrt Selina als High Society Girl und schwerreiche Holly Vanderhees in die Stadt zurück und bezieht, ausgerechnet neben dem attraktiven Luke Fox, eine freie Penthouse Wohnung. Während Selina tagsüber das Luxusleben genießt, begeht sie nachts immer wieder Einbrüche.

 

Diese Raubzüge bleiben Batwing, dem Beschützer von Gotham City, nicht verborgen und er hat alle Hände voll zu tun, um den Dieb zur Strecke zu bringen.

 

 

Da ich ein großer Fan der Batman Reihe bin, war mir sofort klar, dass ich Catwoman. Diebin von Gotham City von Sarah J. Maas (dtv Verlag) aus der DC-Reihe, unbedingt lesen muss.


Der Einstieg beginnt auch sogleich spannend, da man sofort an der Seite von Selina ist und sie bei ihren illegalen Wettkämpfen in der Unterwelt begleitet. Sie ist Mitglied der Leoparden, einer Straßengang, die für ihre Überfälle und Raubzüge bekannt ist. Dementsprechend dick ist auch ihre Strafakte bei der Polizei. Als Leopardin ist Selina verpflichtet, an den illegalen Fights des Gangsterbosses Carmine Falcone teilzunehmen. Bisher hat sie all ihre Matches gewonnen, denn nur so kann sie genügend Geld auftreiben, um ihrer schwerkranken Schwester, Maggie, die dringend notwendigen Untersuchungen und benötigten Medikamente zu bezahlen. Diese Last scheint sie des Öfteren zu erdrücken, doch all die Schmerzen und Strapazen sind, für ein Lächeln von Maggie, wie weg gewischt. 

 

Durch ein bestimmtes Ereignis landet Selina schließlich im Gefängnis, was ihr gemeinsames Leben völlig aus der Bahn wirft. Ich mochte Selina sofort und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie gibt niemals auf und würde für ihre Schwester alles opfern. Da kommt ihr das Angebot einer unbekannten, attraktiven Frau, gerade recht. Auch wenn dies mit einem großen persönlichen Opfer verbunden ist.


Zwei Jahre später kehrt Selina Kyle als reiche und verwöhnte Holly Vanderhees nach Gotham City zurück und bezieht, ausgerechnet gegenüber des ebenfalls wohlhabenden und verdammt gutaussehenden Junggesellen Luke Fox, ihr neues Appartement. Selina/Hollys Ziel ist es, Rache zunehmen an der Stadt sowie den Schönen und Reichen. Verkleidet als Catwoman bricht sie in Museen ein, um hier die lukrativsten Wertgegenstände zu stehlen. Doch das ist nur der Anfang.

 

Tagsüber zeigt sich Holly auf jeder Wohltätigkeitsveranstaltung oder bei Abendveranstaltungen und trifft dort des Öfteren auch auf ihren Nachbarn Luke. Dass sich beide zunächst nicht wirklich mögen, merkt man an der distanzierten Art, wie beide miteinander umgehen. Doch je häufiger die beiden sich begegnen, umso mehr Gefallen finden sie an diesem Katz-und-Maus-Spiel. Gerade das erwähnte Versteckspiel zwischen Holly und Luke, mit dem trockenen Humor sowie den gegenseitigen Spitzen, mochte ich. Dies sorgte bei mir während dem lesen mehr als einmal für ein Schmunzeln.


Als sich die Raubzüge häufen, muss Luke/Batwing einschreiten, um schlimmeres zu verhindern. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Erschwert wird seine Aufgabe, als sich Catwoman mit Poison Ivy und der verrückten Harley Quinn verbündet. Denn nun legt dieses Trio Infernale erst so richtig los.


Die Story war für mich von Beginn an sehr spannend und ich hatte sofort Bilder in meinem Kopf. Ich jagte gemeinsam mit Selina über die Dächer von Gotham. Hielt bei den, mehr als gewagten Einbrüchen, die Luft an, fieberte mit ihr und fragte mich, ob es ihr gelingen würde, Batwing ein weiteres Mal an der Nase herumzuführen.

 

Dabei ist die Handlung sehr actionreich, erst recht, als Poison Ivy und Harley Quinn, auf der Bildfläche erscheinen. Ich mag beide Charaktere sehr gerne und besonders Harley, mit ihrer leicht schizophrenen Art, finde ich genial. Aber auch der doch recht liebevolle Umgang von Poison Ivy mit Catwoman gefiel mir, gerade weil die Vergangenheit von Poison Ivy äußerst traurig ist.


Luke mochte ich zwar auch, aber ich muss gestehen, dass er mir etwas schwach rüber kam. Irgendwie nahm ich ihm den Beschützer der Stadt nicht ganz ab. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und konnte seine Beweggründe fast alle nachvollziehen.

 

 

Mit Catwoman. Diebin von Gotham City ist Sarah J. Maas (dtv Verlag) eine spannende und fesselnde Geschichte gelungen. Schon auf den ersten Seiten konnte sie mich mit ihrem Schreibstil gefangen nehmen und es entstanden sofort Bilder in meinem Kopf, die für mich alles noch realistischer werden ließen.


Wer Batman und Co. liebt, witzige Dialoge, jede Menge Action und Nervenkitzel, gepaart mit vielschichtigen Charakteren mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/01/rezension-catwoman-diebin-von-gotham.html

Habe mir mehr von der Geschichte erhofft

Titel: All of this is true. Ruhm kann tödlich sein

Übersetzer: Anne Markus
Verlag: Arena

Ausgabe: Klappbroschur

Seiten: 400

ISBN: 978-3-401-60451-0

Preis: 16,00 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Bei einer Signierstunde erhoffen sich die Freunde Miri, Soleil, Penny und Jonah ein paar Minuten mit der jungen Autorin Fatima Ro um über ihren Debütroman "Undertow" sprechen zu können. Ihr Vorhaben klappt und als die Veranstaltung beendet ist, fragt Fatima die vier Jugendlichen, ob sie noch Lust hätten, mit ihr in ein Café zu gehen und weiter über das Buch und ihre Arbeit als Autorin zu sprechen. Für die Clique geht ein Traum in Verfüllung.

 

Und es scheint so, als wären Fatima, Miri, Soleil, Penny und Jonah auf einer Wellenlänge. Die Beziehung zwischen ihnen wird immer intensiver und so teilen die vier schon bald ihre tiefsten Geheimnisse mit Fatima.


Als die Deadline für das zweite Buch immer näher rückt und ein Geheimnis ans Licht kommt, löst dies eine Tragödie aus, die fast nicht mehr aufzuhalten ist. Und so müssen sich Miri, Soleil, Penny und Jonah die Frage stellen, wer von ihnen, es innerhalb ihrer Freundschaft, jemals ehrlich gemeint hat.

 

 

Ich fand die Idee von All of this is true. Ruhm kann tödlich sein recht faszinierend, auch weil der Untertitel eine gewisse Tragik und Spannung vermuten ließ.


Der Einstieg gestaltete sich für mich jedoch etwas schwierig, da die Story anhand von Interviewprotokollen, Ausschnitten von Zeitungsartikeln sowie von Romanauszügen des neuen Buches von Fatima Ro, Die Lossprechung des Brady Stevenson, erzählt wird. Durch den gewählten Aufbau konnte ich die einzelnen Personen zunächst nicht ganz zuordnen. Hier hätte ich mir eine Art Einleitung gewünscht. Mit weiterem Fortschreiten der Handlung konnte ich mich jedoch mit dem Erzählstil arrangieren und mir so die einzelnen Charaktere auch etwas besser vorstellen.

 

Miri ist eine glühende Verehrerin von Fatima und hält sie für eine Art Inspirationsquelle. Auch Soleil, Penny und Jonah sind von der Autorin sehr angetan. Als Soleil die Idee hat, zu einer Signierstunde von Fatima Ro zu gehen, um sie so kennenlernen zu können, ahnen die vier Jugendlichen nicht, wohin dieses führen wird.


Nach dem Ende der Veranstaltung lädt Fatima die Clique zu einer Tasse Tee in ein nahegelegenes Café ein, um dort noch mehr über ihren Debütroman Undertow sowie ihre Gefühle und Gedanken während des Schreibens, zu sprechen. Daraus entwickelt sich doch recht schnell eine Art Freundschaft zu Fatima. Natürlich ist es cool, in der Schule damit angeben zu können, mit einer erfolgreichen Autorin befreundet zu sein. Und so kommt es, dass die Gruppe immer mehr Zeit miteinander verbringt und die Jugendlichen Fatima, fast beiläufig, ihre intimsten Geheimnisse erzählen. Als Miri einen Undertow-Fanclub gründet, um die Weisheiten von Fatima zu verbreiten, nimmt das Ganze immer größere Ausmaße an. 

 

Während Fatima versucht an ihrem zweiten Roman zu schreiben und der Abgabetermin immer näher rückt, kommt ein Geheimnis ans Tageslicht, was die Situation plötzlich für alle Personen verändert. Miri ist ein glühender Verehrer von Fatima, daher kann sie sich nicht vorstellen, dass Fatima das, was ihr unterstellt wird, getan haben soll.

 

Miri kam mir etwas blauäugig und zugleich einfältig vor, denn alles was Fatima sagt, ist für sie Gesetz. Sie fühlt eine tiefe Zuneigung zu Fatima und würde daher alles für sie tun. Für mich glich dieses Verhalten schon fast an Fanatismus und Hörigkeit.


Als sich Soleil und Jonah näher kommen, werden sie dabei von Fatima unterstützt. Soleil tat mir leid, da sie hintergangen wird und ihr übel mitgespielt wurde. Ich mochte sie und fühlte mit ihr, ob dem was ihr angetan wurde. 

 

Jonah war für mich geheimnisvoll, da ich lange Zeit nicht wusste, was mit ihm geschehen war. Ich konnte ihn zu keinem Zeitpunkt wirklich einschätzen.


Penny fühlt sich in der Gruppe unwohl. Sie sehnt sich nach Akzeptanz, Verständnis und Anerkennung. Deshalb versucht sie immer wieder die Aufmerksamkeit von Fatima zu gewinnen. 

 

Obwohl die Geschichte zugleich provokativ und manipulativ ist, zum Spekulieren einlädt und hier gekonnt mit den Gedanken des Lesers gespielt wird, hätte ich mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. 

 

Die Grundidee zu dieser Story gefällt mir, jedoch fand ich die Umsetzung in Form von Interviews, Zeitungsaus- schnitten usw. nicht ganz so gelungen. Hier wäre in meinen Augen eine normale Schreibweise/Gestaltung, lediglich ergänzt durch die Romanauszüge, sinnvoller gewesen.

 


Zwar finde ich die Idee zu All of this is true. Ruhm kann tödlich sein von Lygia Day Penaflor (Arena Verlag) recht faszinierend, da die Geschichte stark von Verzweiflung, Verrat und Freundschaft geprägt ist.

 

Jedoch ist der gewählte Aufbau der Handlung etwas unglücklich gewählt, da dies meinen Lesefluss bremste. Darüber hinaus weist die Geschichte gewisse Längen auf. Ebenso hätten es etwas mehr Spannung und Dramatik sein dürfen, weshalb ich letztlich knappe 3 von 5 Nosinggläser vergebe.

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2019/01/rezension-all-of-this-is-true-ruhm-kann.html

Einfühlsame und fesselnde Story

Titel: Leben rückwärts Lieben

Verlag: Arena

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 344

ISBN: 978-3-401-60386-5

Preis: 15,00 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Durch einen Unfall, bei dem sich Nina Trümmerbrüche in beiden Beinen zugezogen hat, erwacht sie nach längerer Zeit aus dem Koma. An das Unglück selbst, sowie die kurze Zeit davor, kann sich Nina kaum bis gar nicht erinnern. Während des Klinikaufenthalts und den damit verbundenen Reha Maßnahmen bekommt sie immer häufiger Flashbacks, in denen sie Bilder von einem Haus sowie Fotos von sich und einem Jungen sieht, diese aber nicht zuordnen kann.

 

Dabei ist sie sich sicher, dass sie diesen jungen Mann kennt und tiefe Gefühle für ihn empfindet und weiß, dass er Arthur heißt. So fragt sich Nina, woher diese Erinnerungen kommen und ob sie diesen wirklich trauen kann. Diese Überlegungen und Emotionen lösen in Nina Panikattacken und Atemnot aus, die die Ärzte versuchen, mit Medikamenten, in den Griff zu bekommen. Dabei mahnen der behandelnde Arzt, Dr. Kühnbach, und auch ihre Eltern sie immer wieder zu Geduld und Ruhe.

 

Doch als sich immer häufiger ihre Gedanken und die Realität überlagern, kann sich Nina diesem gefährlichen Sog nicht mehr entziehen.

 

 

Auf Leben rückwärts Lieben von Claudia Pietschmann (Arena Verlag) war ich sehr neugierig, da mich zum einen das Cover, wie auch der Klappentext angesprochen haben. 

 

Der Einstieg gelang mir gut und den Schreibstil empfand ich schon auf den ersten Seiten als einnehmend. Die Handlung wird dabei aus der Sicht der siebzehnjährigen Nina beschrieben, die durch einen zunächst nicht näher beschriebenen Unfall gerade aus dem Koma erwacht ist. Leicht orientierungslos, ob des Unglücks, welches ihr widerfahren ist, versucht sie durch Fragen an ihren behandelnden Arzt Dr. Kühnbach, der Krankenschwester Laura oder bei ihren Eltern, die Lücken in ihrem Gedächtnis zu schließen. Manche ihrer Fragen werden beantwortet, andere wiederum gar nicht, was Nina stutzig werden lässt. Auch ist es seltsam, dass sie außer von ihren Eltern, keinen Besuch von ihrer Freundin Selma oder ihrem Freund Arthur bekommt. Gerade was letztgenannten angeht, weicht ihre Mutter Nina immer wieder aus, dabei ist sie sich sicher, dass es Arthur gibt. 

 

Währenddessen schreitet der Heilungsprozess durch Phsyiotherapie und andere Maßnahmen immer weiter voran und Nina kann das Krankenhaus schon bald verlassen. Dabei schweigt sie sich über die sich häufenden Gedächtnislücken aus, um ihre Entlassung nicht zu gefährden. Ihr Ziel ist es, sobald wie möglich wieder in die Schule zu gehen, um so weitere Antworten zu finden.


Als sie endlich Arthur begegnet, verhält sich dieser zunächst etwas seltsam, gerade so, als würde er Nina nicht kennen. Doch sie setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen und so erblüht ihre Liebe ein weiteres Mal. Ich fragte mich, ob dies Schicksal oder gar eine Seelenverwandtschaft zwischen den beiden sein könnte.

 

Gerade durch die gewählte Art der Erzählung in der Ich-Perspektive konnte ich sofort eine Beziehung zur Protagonistin aufbauen. Ich spürte ihre Angst, ihre Unsicherheit und im weiteren Verlauf der Story auch ihre Wut sowie ihre Willensstärke. Dabei beschreibt Claudia Pietschmann dies sehr authentisch und erzeugte so bei mir einen Lesesog. Besonders gut hat mir die Idee mit dem Gedächtnispalast gefallen. Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der man seine Erinnerungen in Räumen katalogisiert, um diese so später schneller wiederfinden zu können.

 

Ninas Schicksal berührte mich und gemeinsam mit ihr rätselte ich, entwarf Szenarien, wie alles geschehen sein konnte, nur um dies wenige Seiten später komplett wieder über Bord zu werfen.

 

Während sich Realität und Erinnerungen immer mehr miteinander vermischen, ist sich Nina sicher, dass sie für eine bestimmte Aufgabe vorgesehen ist. Diese Vermutung scheint sich zu bewahrheiten, als sie mit Arthur einen Ausflug macht. Nina bekommt es mit der Angst zu tun und ist sich nicht mehr sicher, was sie glauben soll.

 

Auch Arthur ist ein Charakter, den man einfach gern haben muss. Er ist sehr aufmerksam und liebevoll gegenüber Nina. Bringt sehr viel Verständnis für ihre Situation auf und versucht ihr immer wieder zu helfen. Zwischen den einzelnen Worten und Zeilen spürte man die tiefe Zuneigung und Liebe der beiden, die ich als authentisch empfand und die mir richtig gut gefiel.

 

Obwohl ich nach 2/3 der Story eine Vermutung hatte, was mit Nina geschehen ist, wurde ich mit diesem Ende dann doch überrascht. Dabei ist dieses sehr bewegend und liebevoll gestaltet, was mich zufrieden das Buch zuschlagen ließ.

 

 

Mit Leben rückwärts Lieben (Arena Verlag) ist Claudia Pietschmann eine äußerst einfühlsame, fesselnde und herzerwärmende Geschichte gelungen, die ich mich sehr berührt hat. 

 

Die Idee, die Umsetzung und was hinter allem steckte, konnte mich begeisterten und gerade die überraschenden Wendungen sorgten bei mir für spannende Lesestunden. Daher kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen, weshalb ich auch 5 von 5 Nosinggläser vergeben habe.

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/12/rezension-leben-ruckwarts-lieben-von.html

Langatmig und wenig Spannung

 

Titel: Undying - Das Vermächtnis

Übersetzer: Karin Will

Verlag: Fischer Sauerländer

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 496

ISBN: 978-3-7373-5600-8

Preis: 19,00 €

 

Quelle des Covers: Fischer Verlag

 


 

 

Amelia hat, außer ihrer kleinen Schwester Evie, niemanden mehr, der ihr auf der Erde wichtig ist. Die Welt steht vor einem Kollaps. Fast alle Ressourcen sind aufgebraucht, die Wirtschaft ist zusammengebrochen und die Menschen leben am Existenzminium. Um einigermaßen über die Runden zu kommen, arbeitet Amelia, kurz Mia, als Plünderin für eine zwielichtige Frau namens Mink. Um genügend Geld zu verdienen, nimmt Mia die Chance wahr und reist auf den Planeten Gaia, um dort genügend Alienartefakte zu stehlen.


Jules, Sohn des berühmten Wissenschaftlers Dr. Eliott Addison, ist von der Vermutung seines Vaters überzeugt, dass mehr hinter der Botschaft der Außerirdischen steckt. Um dies zu beweisen, begibt auch er sich auf die Reise zum Planeten. 


Als sich Mia und Jules unfreiwillig auf der Erdoberfläche begegnen, wird ihnen schnell klar, dass sie eine Zweckgemeinschaft eingehen müssen, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen. Dabei ahnen beide noch nicht, auf welch gefährliche Mission sie sich eingelassen haben.

 

 

Selten hat es mir ein Buch so schwer gemacht, eine Rezension zu verfassen, wie Undying - Das Vermächtnis von Amie Kaufman & Meagan Spooner (Fischer Sauerländer Verlag), es tat. Dabei hatte ich mich auf ein großartiges Weltraumabenteuer mit viel Action und Spannung gefreut. Doch leider muss ich gestehen, dass dies nicht wirklich eintraf.


Erzählt wird die Handlung jeweils aus der Sicht von Amelia, kurz Mia, und Jules, in der Ich-Perfektive. Zwar sorgte diese gewählte Erzählweise bei mir dafür, dass ich die Gefühle und Gedanken der Protagonisten hautnah miterlebte, jedoch bekam ich nie wirklich einen Bezug zu ihnen.


Mia kam zwar taff und engagiert rüber, aber vieles für mich blieb hier Stückwerk. Denn nimmt man sich die Zeit und blickt etwas tiefer, so erkennt man, dass sie sich nur nach außen hin cool gibt, aber innerlich hat sie Angst und traut sich wenig zu. Obwohl sie mir in einigen Situationen, gerade was das Entschlüsseln von Rätseln anging, Hoffnung machte, dass ich einen besseren Zugang zu ihr finden würde, flaute dieses Gefühl leider wieder zu schnell ab.


Ähnlich erging es mir mit Jules, einem Oxford Studenten, der zwar viel über die Aliens weiß, aber kein Abenteurer oder Kämpfer ist. Zwar ist er clever, erkennt Zusammenhänge schneller, als andere, aber auch ihn empfand ich als zu oberflächlich. Darüber hinaus gefiel mir die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden Charakteren nicht, da sie viel zu konstruiert auf mich wirkte. Einzig die Dialoge zwischen Mia und Jules, sorgten ein paar Mal bei mir für ein Schmunzeln.


Da die Erde vor einem völligen Zusammenbruch steht, beschlossen die Nationen ihre Differenzen beizulegen und endlich zusammenzuarbeiten. So wurde die Internationale Allianz (IA) ins Leben gerufen. Diese soll eine Möglichkeit finden, wie die Menschen im Weltall oder auf einem anderen Planeten überleben können. So beginnt die Suche nach geeigneten Himmelskörpern. 

 

Als eine Weltraumbotschaft von einer außerirdischen Rasse, genannt Die Unsterblichen, aufgefangen wird, verspricht sich die IA von der fortschrittlichen Technologie der Aliens, die so dringend benötigte Hilfe. Deshalb wird eine Expedition zum Heimatplaneten Gaia gesandt, um die längst vergangene Zivilisation der Aliens zu erforschen. Ebenfalls versprechen sich die Führer der IA Antworten auf viele Fragen zu erhalten und geeignete Technologien zu finden, die das Leben auf der Erde verbessern könnte.


Als sich Mia und Jules eher unfreiwillig auf der Erdoberfläche von Gaia begegnen, wird ihnen schnell klar, dass sie eine Zweckgemeinschaft eingehen müssen, um zu überleben. Jules kann Mia davon überzeugen, ihm zu einer abgelegenen Tempelanlage zu folgen und nicht, wie viele andere, zum größten Bauwerk zu gehen. Und zunächst scheint die Kooperation von Erfolg gekrönt zu sein. Die erste gestellte Aufgabe Der Unsterblichen ist recht schnell gelöst, auch wenn es zum Ende hin recht knifflig und brenzlich wird. Hier ergänzen sich die beiden erstaunlich gut und dass, obwohl sie sich kaum kennen. Auch das zweite Rätsel ist kein Problem und so gestatten sich Mia und Jules eine Pause einzulegen, damit ihnen keine Fehler unterlaufen.

 

Doch beide werden im Schlaf von einer Söldnertruppe überrascht und gefangen genommen. Fortan müssen die beiden die Rätsel für die Gruppe lösen und hierbei ist äußerste Vorsicht geboten, denn jede falsche Bewegung oder ein unbedachter Schritt, kann einen das Leben kosten. Dieser Handlungsverlauf erinnerte mich stark an die Indiana Jones Filme, die ich gerne geschaut habe. Allerdings fehlte es mir hier an der nötigen Spannung und Dramatik. 

 

Des Öfteren fragte ich mich, worauf das Autorenduo hinaus möchte und was der Sinn hinter dieser Story sein sollte. Beim Lesen hatte ich ein paar Mal das Gefühl, dass sich hier Logikfehler eingeschlichen hatten, Handlungsfäden nicht bis zum Ende verfolgt wurden und die daher für mich kein schlüssiges Gesamtbild ergaben. So blieben mir einige Fragen unbeantwortet. Deshalb erschloss sich mir auch das Ende nicht wirklich und es kam mir so vor, als ob sich Ami Kaufman und Meagan Spooner über den Ausgang der Story selbst nicht ganz einig waren. 

 

So ließ mich die Auflösung, was hinter allem steckt, enttäuscht zurück. Ob ich den zweiten Teil dieser Dilogie lesen werde, weiß ich noch nicht.

 

 

Undying - Das Vermächtnis von Ami Kaufman & Meagan Spooner aus dem Fischer Sauerländer Verlag konnte meine Erwartungen an diese Geschichte leider nicht erfüllen. Die Handlung gestaltete sich für mich langatmig, bot dabei wenig Spannung und zu den blassen Protagonisten bekam ich kaum bis gar keine Bindung.


Auch die Ideen, wie verschiedene Elemente aus Indiana Jones, eine außerirdische Rasse und unsere aktuellen Probleme auf der Erde, in die Geschichte mit zu verweben, konnten leider bei mir nicht in Gänze punkten, weshalb es letztlich nur zu 2,5 von 5 Nosinggläser gereicht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/12/rezension-undying-das-vermachtnis-von.html

Spannende und fesselnde Story, die dem Leser ein wahres Kopfkino beschert

Titel: Warcross - Das Spiel ist eröffnet

Autor: Marie Lu

Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessika Komina

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 416

ISBN:  978-3-7855-8772-0

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 

 


 


Mit dem Videospiel Warcross ist dem Erfinder Hideo Tanaka ein ganz großes Wurf gelungen. Von vielen Menschen wird er fast wie ein Gott verehrt und die von seiner Firma, Henka-Games, durchgeführten Turniere füllen ganze Stadien. 


Nun steht das größte Event kurz bevor - die Weltmeisterschaft der besten Spieler in Warcross. Durch einen Zwischenfall, während des Eröffnungsspiels zur WM, bekommt die junge Kopfgeldjägerin Emika völlig unerwartet ein lukratives Angebot von Hideo. Sie soll für ihn als Spionin am Wettkampf teilnehmen und so den Hacker ausfindig machen, der Henka-Games und die Warcross-WM sabotieren will.


Dabei muss Emika alles auf eine Karte setzen, will sie hinter die Identität des Hackers, mit dem Namen Zero, kommen.

 

 

Ich mag es, wenn eine Geschichte sowohl in der realen, als auch in einer Computer generierten Welt spielt. So auch Marie Lu´s neuestes Werk Warcross - Das Spiel ist eröffnet aus dem Loewe Verlag. Daher war ich sehr neugierig, wie der Autorin die Umsetzung gelungen ist. Der Schreibstil ist locker und flüssig, was mir den Einstieg in die Handlung zusätzlich erleichterte. 

 

Emika ist eine kleine Rebellin, die nach dem Tod ihres Vaters auf der Suche nach dem rechten Weg ist. Die Mutter ist früh abgehauen und da sonst keine Familienmitglieder mehr vorhanden sind und sie noch minderjährig ist, landet sie deshalb im Heim. Auch in der Schule läuft es nicht so, wie es sollte und sie eckt mit ihrer Art überall an. So ist Emika eine Außenseiterin, die eher abseits steht und mit den anderen Jugendlichen nicht viel zu tun haben möchte.

 

Doch als eine Mitschülerin gemobbt wird, gewinnt ihr Gerechtigkeitssinn die Oberhand und so ergreift Emika für das Mädchen Partei, was ihr letztlich jedoch nur Ärger einbringt. So wird sie von einem Gericht wegen Hackerei verurteilt und ist nun vorbestraft. In dieser schweren Zeit steht ihr niemand zur Seite und das Heim kommt ihr vor, wie der Vorhof zur Hölle, weshalb sie kurzerhand abhaut. Mehr schlecht, als recht kämpft sie sich durchs Leben, immer auf der Suche nach einem Auftrag, der ihr Geld für Wohnung und Essen verspricht. So ist es wenig verwunderlich, dass Emika zu einer der besten Hacker in New York wird.

 

Neben dem jagen von Verbrechern, spielt sie leidenschaftlich gerne Warcross. Damit das Spielen nicht für Konflikte bei ihrer Arbeit als Kopfgeldjägerin sorgt, spielt sie anonym, was ihr mehr Sicherheit gibt. Als sie durch einen genialen, wie gefährlichen Hack im Eröffnungsspiel der Warcross-Weltmeisterschaft ihre Tarnidentität verliert, steht ihre Welt plötzlich Kopf. Jeder kennt ihren Namen, ihre Anschrift und für die Reporter ist das Auftauchen von Emika eine willkommene und lukrative Story.

 

Auch Hideo Tanaka, der Erfinder des Spiels Warcross und zugleich Chef von Henka-Games, wird durch diesen Hack auf Emika aufmerksam. Hideo unterbreitet Emika ein gefährliches, wie äußerst interessantes Angebot. So soll sie, getarnt als Spielerin, während der WM, den Cyperterroristen Zero ausfindig machen und so viele Beweise über ihn sammeln, wie es ihr möglich ist. 

 

Emika mochte ich sofort, da sie mir sehr sympathisch war und auch nicht unbedingt auf den Mund gefallen ist. Sie ist tough und scheut sich nicht, gewisse Risiken einzugehen, um ihr Ziel zu erreichen. Auch wenn dies bedeutet, sich in Gefahr zu bringen.


Hideo gefiel mir zwar auch, aber er blieb mir teilweise zu undurchsichtig. Seine Kindheit wurde durch ein Ereignis geprägt, was ihn dazu animierte das Computerspiel zu entwickeln. Allerdings konnte ich manchmal seine Beweggründe nicht ganz verstehen. Trotzdem finde ich, dass er ein interessanter Charakter mit Ecken und Kanten ist. Nur zögernd lässt er sich auf Emika ein, was mir gut gefiel, da sich ihre Gefühle füreinander langsam entwickelten und ich sie deshalb als authentisch empfand.

 

Gebannt verfolgte ich das Training und das Kennenlernen der Teamkameraden von Emika und hier zeigt sich, welche tollen und genialen Ideen Marie Lu hat. Da Emika trotz ihrer Erfahrungen in Warcross nach wie vor als Rookie gilt, muss sie sich gegenüber ihren Teamkollegen immer wieder beweisen. Dabei kann sie mit einigen gewagten Sprüngen und anderen Tricks aufwarten, was ihr schon bald Respekt innerhalb ihrer Mannschaft einbringt. Hierbei zeigt sich, dass Zusammenhalt und Vertrauen untereinander, ein wesentlicher Schlüssel zum Sieg sein kann. Beim Lesen entstanden bei mir sofort Bilder im Kopf, die das Ganze so realistisch zeichneten, dass ich alles um mich herum vergaß und mir vorkam, als wäre ich selbst in diesem Computerspiel.


Zwar hatte ich ab ungefähr der Hälfte des Buches eine Vermutung, wer hinter Zero stecken könnte, was mein Lesevergnügen aber eher beflügelte, als hemmte. Die Autorin wartet kurz vor Schluss nochmal mit einem Twist auf, mit dem ich nicht gerechtet habe, der mich aber nun umso neugieriger auf die Fortsetzung macht.

 

 

Marie Lu ist mit Warcross - Das Spiel ist eröffnet (Loewe Verlag) eine spannende und facettenreiche Geschichte gelungen, die mir beim Lesen ein wahres Kopfkino bescherte. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, witzig und fesselte mich so regelrecht an die Seiten. 


Das Ende und auch die überraschende Wendung lassen mich auf die Fortsetzung hin fiebern - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/12/rezension-warcross-das-spiel-ist.html

Ein gelungener Abschluß dieser Trilogie

Titel: Eliminiert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hartcover

Seiten: 478

ISBN: 978-3-64962-601-5

Preis: 20,00 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 

 


 

Shay konnte den Verursacher, Dr. 1, der für den tödlichen Ausbruch der Seuche verantwortlich ist, ausfindig machen. Um ihn jedoch endgültig zur Strecke zu bringen, muss sie mehr über seinen perfiden Plan herausfinden. Deshalb geht sie zum Schein auf sein Angebot ein und schließt sich den Anhängern des Multiversums an. Auch wenn sie den einzigen Menschen, den sie liebt, zu verlieren droht. Ein weiterer Grund für Shay, mit ihm zu gehen ist, dass sie noch immer auf der Suche nach Callie ist und sie sich von Xander den vielleicht entscheidenden Hinweis auf ihren Verbleib erhofft.


Während Kai enttäuscht von Shays Entscheidung ist, Xander zu folgen, und in ihr eine Verräterin sieht, ahnt er nichts von den wahren Absichten seiner Exfreundin. Gekränkt und wütend bleibt Kai und Freja nur die Flucht vor den Soldaten der ASR, denn diese sind ihnen auf den Fersen und so haben die beiden kaum eine Möglichkeit zu verschnaufen.

 

 

Auf den finalen Band Eliminiert der Dark Matter Trilogie von Teri Terry (Coppenrath Verlag) habe ich regelrecht hin gefiebert, da Manipuliert mit einem kleinen, aber fiesen Cliffhanger endete.


Nachdem Shay den Drahtzieher hinter dem tödlichen Virus ausfindig machen konnte, entschließt sie sich Dr. 1 bzw. Xander zu vertrauen und gemeinsam mit den Anderen vor dem Militär zu fliehen. Kai, der die Entscheidung von Shay nicht nachvollziehen kann, fühlt sich von seiner Freundin verletzt und hintergangen, sodass er gemeinsam mit Freja in eine andere Richtung flieht.


Shay hat noch immer die Hoffnung durch Xander Kais Schwester, Callie, ausfindig zu machen und sie so zu retten. Dieser Wunsch treibt sie an und ist mit ein Grund, weshalb Shay in den Helikopter zu Xander gestiegen ist. Als sie in der Kommune ankommen, fühlt sich Shay im Kreise der Überlebenden schnell sichtlich wohl und genießt diese neugewonnene Freiheit auch in gewissen Maßen. Alles fühlt sich irgendwie auf eine verdrehte Art und Weise richtig an und auch die Argumente des Oberhauptes, Xander, dringen langsam aber sicher immer mehr ins Bewusstsein von Shay vor. Doch als sie schließlich Callie findet, spürt sie, dass mit ihr etwas nicht stimmt und so geht sie dieser Vermutung nach. Immer mehr wachsen in Shay Zweifel, ob dass, was Xander sagt und vor hat, das Richtige ist. 

 

Ich konnte Shays Ängste und Gedankengänge absolut nachvollziehen. Endlich fühlt sie sich verstanden und unter ihresgleichen könnte fast wieder ein normales Leben stattfinden. Aber durch gewisse Umstände, spürt sie, dass noch mehr hinter dem Plan von Xander steckt, was sich für sie absolut falsch anfühlt. Shay ist willensstark und ist durchsetzungsfähig und eckt mit ihrer unerbittlichen Fragerei immer wieder an, was sie immer wieder ins Blickfeld der Führung der Kommune bringt. Ich mag Shay nach wie vor sehr, da sie nicht einfach alles glaubt, was man ihr erzählt, sondern die Dinge hinterfragt und aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.


So reizvoll das Leben innerhalb dieser neuen Gemeinschaft auch erscheinen mag und man sich am liebsten darin verlieren möchte, so gefährlich ist das Ganze. Mir kam der Aufbau dieses Dorfes und seine Struktur sehr nah an eine Sekte heran, angeführt von einem Wahnsinnigen, dessen Streben nach Vollkommenheit über allem steht.


Wie bereits in den beiden Büchern zuvor, wird die Geschichte aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt. Zum einen aus der Sicht von Shay und Callie und zum anderen von Kai und Freja. Beide Erzählstränge haben so ihre eigenen Reize, wobei ich mir gewünscht hätte, dass Kai und Freja etwas früher in Erscheinung treten würden.


In den beiden bisherigen Büchern kannte ich Callie nur aus Erzählungen und Schilderungen von Kai. Nachdem Shay Callie endlich gefunden hatte, war ich neugierig, was Callie für ein Mensch ist. Sie wirkte auf mich, durch die Erlebnisse wie ein gebrochener Teenager, der sich fast schon aufgegeben hatte. Doch dank Shay und später auch Jenna, werden tief in ihr verschüttete Gefühle geweckt. Callie ist eine Kämpferin, die für ihre Freunde und Familie alles tun würde.

 

Kai ist ein sympathischer junger Mann, den man einfach mögen muss. Er ist gutmütig und manchmal etwas zu gutgläubig, was ihn des Öfteren in Gefahr bringt. Obwohl seine Gefühle für Shay nach wie vor vorhanden sind, ist er über Shays Entscheidung, mit Xander zu fliehen, wütend und enttäuscht. Und mehr als einmal stellt er sich die Frage, ob Shay ihn vielleicht nur benutzt hat und ob sie ihn jemals wirklich geliebt hat.


Freja machte es mir schwer, sie richtig einzuschätzen. Im Grunde ihres Herzens ist sie ein netter Mensch, der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt, dabei aber vergisst, diese Gefühle dem anderen mitzuteilen. So verschließt sie sich gegenüber jedem und merkt dabei nicht, wie sie von einigen wenigen manipuliert wird. Daher konnte ich ihr Handeln des Öfteren nicht nachvollziehen und hätte sie am liebsten geschüttelt.

 

Xander ist ein größenwahnsinniger Mensch, der sich zu höherem berufen fühlt. Seine Art, mit den Menschen zu sprechen und sie so zu manipulieren, fand ich faszinierend und zugleich erschreckend. Zwar sind seine Ansichten nicht völlig falsch, jedoch die Art und Weise, wie er sein Ziel erreichen möchte, ist absolut unmöglich.

 

Die Handlung ist zwar eher ruhig, aber zu keiner Zeit langatmig. Ganz im Gegenteil, denn es passiert ständig irgendetwas und unterschwellig war für mich immer der fortwehrende Wunsch da, weiterzulesen. Gerade die Idee der Entstehung des Virus, dessen Ausbreitung und den damit verbundenen Fähigkeiten der Überlebenden, gefällt mir richtig gut.


Unaufhaltsam nähern sich die beiden Handlungsstränge einander, während Xander sein Ziel fortwährend vorantreibt. Als das Militär in die Kommune eindringt, scheint ein Eingreifen fast schon nicht mehr möglich.

 


Mit Eliminiert ist Teri Terry (Coppenrath Verlag) ein toller Abschluss ihrer Trilogie gelungen. Zwar ist die Geschichte nicht durch viel Action geprägt, doch weiß sie, dank kurzer und prägnanter Kapitel zu fesseln und zu unterhalten.

 

Die Idee hinter dieser Story finde ich faszinierend, auch wenn es zum Ende hin ein wenig abgedreht wurde. Doch mit ein wenig Abstand passt dieses Szenario richtig gut ins Gesamtbild der Handlung - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/12/rezension-eliminiert-von-teri-terry.html

Spannung und Lesevergnügen pur

Titel: Verborgen

Autor: Anna Simons

Verlag: Penguin

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-328-10289-2 

Preis: 10,00 €

 

Quelle des Covers: Penguin Verlag

 


 

 

Um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, hat Eva Korell ihr Leben neu geordnet. So hat sie nicht nur ihren Job in der Notaufnahme einer Berliner Klinik gekündigt, sondern gleich noch ihren Umzug nach München vollzogen. 


Nach vier Wochen der Eingewöhnung beginnt heute ihre neue Arbeit als Anstaltsärztin in der Justizvollzugsanstalt München-Wiesheim. Auf dem Weg dorthin begegnet sie unfreiwillig Nicole Arendt, deren Mann Robert in besagter JVA seine Haft verbüßt. Nachdem Eva ihr Erste Hilfe geleistet hat, bittet Nicole sie um ihre Unterstützung, doch Eva weist diese zurück. 


Als am nächsten Tag Nicole spurlos verschwunden ist, macht sich Eva Vorwürfe und beginnt auf eigene Faust mit den Ermittlungen. Dabei lernt sie Hauptkommissar Lars Brüggemann kennen, der in diesem Vermisstenfall der leitende Ermittler ist. Während ihrer Recherchearbeiten, gerät Eva gefährlich nah in den Fokus des Täters und ohne dies zu ahnen, hat dieser sie bereits im Visier.

 

 

Einen Krimi deren Hauptperson eine Anstaltsärztin in einer JVA ist, habe ich bisher noch nicht gelesen, weshalb mich Verborgen von Anna Simons (Penguin Verlag) sehr interessiert hat. Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Ermittlerreihe mit einer starken, interessanten und sympathischen Protagonistin.


Bereits der Einstieg in die Geschichte machte mich neugierig, da man einen Einblick in das Leben von Nicole Arendt erhält. Nicole hat früh die Schule abgebrochen, ist von zu Hause ausgezogen und hat ihre Jugendliebe Robert geheiratet. Zunächst ist das junge Glück perfekt, doch als Robert aus Perspektivlosigkeit immer häufiger zum Alkohol greift und seine Wut nicht im Griff hat, hofft sie immer wieder, dass sich das Problem lösen lässt. Auch als Robert unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis in eine Polizeikontrolle gerät und als Wiederholungstäter zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, hält sie zu ihm. Zwar ist Nicole an ihrer Situation nicht ganz schuldlos, trotzdem tat sie mir leid, da ihr Leben überwiegend aus Demütigung und Gewalt besteht. Mehr schlecht als recht, versucht sie mit ihrem Job als Kellnerin in einem Café über die Runden zu kommen, nur um es Robert recht zu machen.

 

Als Nicole beim sauber machen im Keller eine Schmuckschatulle findet, bricht ihre Welt in sich zusammen. Völlig verzweifelt erhofft sie sich Hilfe von Eva Korell, doch diese lässt sie abblitzen. Am nächsten Tag ist Nicole spurlos verschwunden. Mit einem schlechten Gewissen begibt sich Eva daher Morgens, auf ihrem Weg zur JVA, ins Café von Nicole, um mit ihr zu sprechen. Dort erfährt sie, dass diese nicht zur Arbeit erschienen ist. Daher wendet sich Eva an den bereits vor Ort befindlichen Hauptkommissar Lars Brüggemann, der ihre Zeugenaussage aufnimmt. Konsterniert und sich schwere Vorwürfe machend, fährt Eva zur Gefängnisanstalt.


Robert kann seine Eifersucht und Wutausbrüche nur schwer kontrollieren. Zumindest zeigt er in den verordneten Therapiesitzungen, mit der Gefängnispsychologin Judith Herzog, Anzeichen von Reue. Er rechnet seiner Frau hoch an, dass diese ihn nicht verlassen hat und möchte sich ändern. Als er von Nicoles Verschwinden erfährt, brennen bei ihm alle Sicherungen durch und er versucht aus dem Gefängnis auszubrechen. Doch dieser Versuch scheitert kläglich und so findet er sich auf der Krankenstation von Eva Korell wieder.


Eva gefiel mir auf Anhieb, da ich sie als resolute und taffe Frau empfand, die sich im rauen Klima einer von Männern und Gewalt beherrschten Umgebung, gut zu behaupten weiß. Natürlich hat sie im Privatleben ihr Päckchen zu tragen, was sie aber nicht weniger uninteressant machte. Sie möchte sich und ihrem Umfeld beweisen, dass sie stark ist und diesen Job mit all seinen Herausforderungen, bewältigen kann. Dabei hilft ihr meistens nicht nur ihre gute Menschenkenntnis, sondern auch ihr Ehrgeiz und Mut weiter.

 

Neben einigen anderen Gründen, weshalb Eva von Berlin nach München gezogen ist, zählt auch ihre beste Freundin Ann-Kathrin zu diesen. Viel zu wenig Zeit haben die beiden in den letzten Jahren miteinander verbringen können, weshalb sie diese neu gewonnene Zweisamkeit nun genießen wollen. Doch die Freundschaft wird durch die Angst von Ann-Kathrin, bezüglich der neuen Arbeitsstelle von Eva, etwas getrübt. Ann-Kathrin kann nicht nachvollziehen, weshalb Eva ausgerechnet dieses Job antreten will und versucht daher alles, um es ihr doch noch auszureden, beisst jedoch bei ihrer Freundin auf Granit. Ann-Kathrin ist eine gute Seele und die beiden ergänzen sich perfekt, weshalb ich ihre Angst absolut nachvollziehen konnte. Dabei ist sie herzlich, freundlich und man merkt, dass ihr an Eva sehr viel liegt.

 

Einen Charakter über den ich gerne noch etwas mehr erfahren hätte, war der Häftling Georg Temme, der trotz seiner begangenen Tat, auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat. Ich hoffe, dass er im Folgeband noch eine größere Rolle einnehmen wird.

 

Durch die wechselnde Erzählweise aus der Sicht von Nicole und Eva, entstand beim Lesen eine Spannung, die mich an die Seiten fesselte. Ich musste einfach wissen, was mit Nicole geschehen ist und ob es Eva gelingen würde, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

 

Anna Simons hat den Alltag und den rauer Umgang in einer Justizvollzugsanstalt sehr bildlich dargestellt. Der Tagesablauf der Häftlinge ist geprägt von viel Langeweile, was die Aggressivität und die Gewaltbereitschaft untereinander hochhält und sich in Kämpfen untereinander, aber auch mit den Gefängniswärtern, widerspiegelt. Auch der Umgang des Personals miteinander ist nicht gerade einfach, was man am Verhalten der Psychologin Judith Herzog gegenüber Eva Korell deutlich sieht. Denn auch hier finden Grabenkämpfe statt.


Als Eva selbst zum Opfer wird, spitzt sich die Geschichte immer mehr zu und ich war sehr neugierig, wie alles enden wird.

 

 

Mit Verborgen (Penguin Verlag) ist Anna Simons ein spannender und nervenaufreibender Krimi gelungen, der mich, dank starker und tiefgründiger Charakteren begeistern konnte und so an die Seiten fesselte. Die Story liest sich sehr zügig, ohne dabei an Nervenkitzel zu verlieren und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht inhaliert. Dies war bei einem Krimi schon lange nicht mehr der Fall, was auch an der sehr guten Recherche und dem einnehmenden Schreibstil der Autorin lag - 5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/11/rezension-verborgen-von-anna-simons.html

Eine interessante Geschichte mit tollen Charakteren und einem fiesen Cliffhanger

Titel: Dark Palace. Zehn Jahre musst du opfern

Autor: Vic James

Übersetzerin: Franca Fritz & Heinrich Koop

Verlag: Fischer FJB

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 448

ISBN: 978-3-8414-4010-5

Preis: 18,99 €

 

Quelle des Covers: S. Fischer Verlag

 


 

 

Alle in England lebenden Menschen, die kein Geschick haben, müssen 10 Jahre ihres Lebens als Sklave für den magischen Adel arbeiten. Die Ebenbürtigen, wie sie genannt werden, herrschen, unterdrücken und beuten die Menschen aus, während sie selbst im Luxus leben. 

 

Die Familie Hadley, bestehend aus den Eltern sowie ihren drei Kindern Daisy, Luke und Abi, möchten die sogenannten Sklavenjahre gemeinsam bewältigen und sollen in dieser Zeit ihren Dienst bei der mächtigsten Herrscherfamilie Jardine ableisten.


Aber es kommt anders, als geplant und so verschlägt es Luke in die berüchtigte und gefürchtete Fabrikstadt Millmoor, während seine restliche Familie an den prunkvollen Hof der Jardines gebracht wird.

 

 

Alleine der Gedanke, ich müsste 10 Jahre meines Lebens als Sklave arbeiten, finde ich schrecklich und doch reizte mich diese Thematik, weshalb ich Dark Palace. Zehn Jahre musst du opfern von Vic James unbedingt lesen wollte. 

 

Ebenso die Vorstellung einer Zweiklassengesellschaft, bestehend aus dem normalen Volk auf der einen Seite und den Ebenbürtigen und Reichen auf der anderen Seite, machten die Geschichte für mich interessant. Auch der Aspekt, dass die Sklaven den Ebenbürtigen als Arbeiter dienen müssen, damit diese jegliche körperliche Anstrengungen vermeiden und um sich so ganz aufs Regieren zu fokussieren, fand ich heftig. Das Setting hatte für mich etwas monarchenhaftes mit prunkvollen Bällen und einer High Society Gesellschaft an sich, die mit Intrigen und Machtspielen nur so gespickt ist.

 

Der Einstieg in die Story gestaltete sich jedoch für mich etwas schwierig, da die Autorin recht viele Charaktere einführte und die Handlung aus der Sicht von mehreren Personen erzählt. So verfolgt der Leser die Geschichte aus der Sicht von Abi, Luke, Silyen und Bouda, um nur einige zu nennen. Aber als ich mich damit arrangiert hatte, sorgte es bei mir für zusätzliche Spannung.

 

Als sich die Familie Hadley gemeinsam entschließt, ihre 10 Pflichtjahre als Sklaven in den Dienst der Aristokraten von England zu stellen, ahnen sie noch nicht, dass ihr Plan, eine friedliche Zeit auf dem herrschaftlichen Landsitz der Familie Jardine zu verbringen, zunichte gemacht wird. Denn für ihren Sohn Luke gibt es auf dem Anwesen keine Arbeit und so landet er in der von allen gefürchteten Sklaven- und Fabrikstadt Millmoor. 

 

Millmoor ist dreckig und trostlos, die Luft ist von den selbstproduzierten Abgasen aus den Fabrikschloten verschmutzt und durchsetzt mit Verwesungsgerüchen aus den Fleischfabriken. Der Umgang dort ist rau, brutal und gnadenlos. Die Sklaven müssen auf engstem Raum unter teilweise menschenunwürdigen Umständen zusammenleben. Auch die Verpflegung und die normalsten Dinge, wie Kleidung oder Hygieneartikel, sind knapp bemessen. Luke wird in eine Wohneinheit mit fünf anderen Männern, ohne Möglichkeit auf Privatsphäre, einquartiert und soll seinen Dienst in der Bauteilhalle im Maschinenpark von Montag bis Samstag ableisten. Ich traute Luke zu Beginn nur wenig zu, da er mir recht weich vorkam und ich daher die Befürchtung hatte, dass er an diesen schwierigen Bedingungen zerbrechen könnte. Doch er bewies mir das Gegenteil und dies äußerst glaubwürdig. Unterstützung findet er bei einem etwas schrägen und mir undurchschaubaren jungen Mädchen mit Namen Renie sowie ihren Freunden vom Widerstand. Auch die harte und anstrengende Arbeit "zahlt" sich für ihn aus, denn so wird sein Körper gestählt und durch "Botengänge" für Renie wächst sein Selbstvertrauen.


Ganz anders ist das Leben auf dem Landsitz Kyneston, wo die Eltern von Luke sowie seine beiden Geschwister Daisy (10) und Abi (18) untergebracht wurden. Dieser Ort ist auf den ersten Blick traumhaft schön, gesäumt von Wäldern, saftigen Wiesen und Blumen und der Betrachter ist geneigt zu denken, dass man sich im Paradies wähnt. Doch weit gefehlt, denn schaut man etwas genauer hin, so sieht man, dass die Familie Jardine nicht umsonst die meist gefürchtetsten Herrscher des Landes sind. Das Familienoberhaupt ist machtbesessen und für ihn steht fest, dass nur sein ältester Sohn Gavar der nächste Kanzler werden wird.

 

Ihre Macht beziehen die Ebenbürtigen durch ihr Geschick, einer Art magischen Begabung, die sich in verschiedenen Arten, wie die Kunst der Genesung, der Überzeugungskraft oder der Auffassungsgabe widerspiegelt. Keiner weiß, woher diese Fähigkeiten stammen oder wie sie entstanden sind. Auch zeigen sich diese nur bei wenigen Menschen innerhalb der Gemeinschaft. Diese Idee gefiel mir richtig gut und machte mich noch neugieriger auf die Geschichte. Ebenso sorgten die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten bei mir für zusätzliche Spannung.


Bei Gavar lief es mir eiskalt den Rücken herunter, er ist absolut gefühlskalt und behandelt die Sklaven wie den letzten Dreck, dies auch dank seiner ausgeprägten Kraft an Geschick. So vergreift er sich immer wieder an jungen Sklavinnen, die für sein Dafürhalten, sowieso ihm gehören. Als aus einer dieser "Liebschaften" ein Kind geboren wird, erwachen in ihm zum ersten Mal Gefühle, die ich bei ihm nicht für möglich gehalten hätte. Das Baby ist sein Ein und Alles und ausgerechnet Daisy wird die Aufgabe zu Teil, auf dieses Kind aufzupassen. Hier stellte ich mir die Frage, ob dies gutgehen würde. Denn Daisy ist selbst noch ein Kind und soll plötzlich Verantwortung für ein so kleines Lebewesen übernehmen. Ein gewagtes Unterfangen.


Silyen, der mittlere Bruder, der Familie Jardine, verfügt über ungeheuerliche magische Fähigkeiten und verfolgt ganz eigene Ziele. So faszinierend und sympathisch Silyen zunächst auf einen wirkt, so sprunghaft können seine Gefühle und Reaktionen sein. Bei ihm war ich mir zu keinem Zeitpunkt sicher, was er im Schilde führt, was mich nur umso neugieriger werden ließ.


Einzig der jüngste Sohn, Jenner, der keinerlei Geschick vorweisen kann und in den Augen seines Vaters das schwarze Schaf der Familie darstellt, mochte ich sofort. Seine Aufgabe auf Kyneston ist es, für einen reibungslosen Tagesablauf zu sorgen. Unterstützen soll ihn dabei Abi Hadley. Abi ist, durch die Trennung von Luke, traurig und macht sich Vorwürfe. Ihr Ziel ist es, ihn so schnell wie möglich aus Millmoor herauszuholen. Hilfe verspricht sie sich von eben jenem Jenner sowie ihren großen Talenten zu organisieren und zu delegieren, um ihren Plan Wirklichkeit werden zu lassen. Abi gefiel mir zunächst, da sie auf mich taff wirkte und sagt, was sie denkt und manchmal zu impulsiven Handlungen neigt. Als zwischen den beiden Gefühle entstehen, machte sie für mich eine Wandlung durch, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Sie wirkte auf mich weicher und unentschlossener und nicht mehr ganz so fokussiert auf ihre Aufgabe.

 

 

Dark Palace. Zehn Jahre musst du opfern (Fischer FJB) von Vic James ist eine bewegende und aufwühlende Geschichte um Unterdrückung und Freiheit. Machtspiele und Intrigen sind allgegenwärtig und dies sorgt für tolle Lesestunden. Das Setting und die Charakter sind toll gezeichnet und der Schreibstil sehr bildhaft. 

 

Mit jeder weiteren gelesenen Seite rätselte ich mehr, die Story wurde immer mitreißender, da sich immer mehr lose Handlungsstränge miteinander verbanden, weshalb ich sehr neugierig war, wie die Autorin das alles auflösen würde. Aber mit diesem Ende habe ich so gar nicht gerechnet. Trotzdem bleiben für mich noch einige Fragen offen und auch der gemeine Cliffhanger sorgt dafür, dass ich am liebsten sofort weiterlesen möchte -  4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/11/rezension-dark-palace-zehn-jahre-musst.html