Uwes-Leselounge

Auf meinem Blog UWES-LESELOUNGE findet Ihr Bücher aus den Bereichen Jugenbuch, Dystopie, Fantasy, Krimi & Thriller und Horror. Ich freue mich auf euren Besuch :)

Eine beeindruckende Geschichte, die man gelesen haben sollte

 

Titel: Diamantkrieger-Saga (3) - Tashiras Bestimmung

Verlag: cbt Verlag

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 480

ISBN: 978-3-570-16426-6

Preis: 17,99 €

 

Quelle des Covers: cbt Verlag


Sara hat es endlich geschafft, sie ist eine ausgebildete Diamantkriegerin und ein vollständiges Mitglied der Gemeinschaft. Somit ist sie ihrem Ziel, den Kampf gegen die Hydra aufzunehmen, ein großes Stück näher gekommen. Aber noch muss sich Tashira, so ihr Kriegername, in Geduld üben. Denn Kailash, der oberste Führer der Diamantkrieger, hat eine Aufgabe für Sara. Sie soll dem Menschen vergeben, der ihr am meisten wehgetan hat und den sie abgrundtief hasst. Zweifel und Angst nagen an ihr, da sie sich nicht sicher ist, ob sie diese Aufgabe bewältigen kann, doch Tashira löst diese Prüfung und in ihr Inneres kehrt so etwas wie Ruhe und Zufriedenheit ein.

Um den Kampf gegen die Mächte der Unterwelt aufnehmen zu können, reisen Damir und Tashira gemeinsam durch die Wüste. Ihr Ziel ist ein abgelegener Wüstentempel in dem sie Kailash bereits erwartet. Auch Tianna und La Loba sind dort, um sich auf die Auseinandersetzung vorzubereiten.

Wird sich Tashiras Bestimmung erfüllen und kann sie das Böse wirklich vernichten?

Ich habe ein wenig Zeit benötigt, um meine Rezension zum dritten Band der Diamantkrieger-Saga - Tashiras Bestimmung von Bettina Belitz zu schreiben. Denn die Geschichte hat mich sehr bewegt und hallt - auch auf Grund einer persönlichen Situation innerhalb meiner Familie - noch immer in mir nach. Die Autorin schließt nahtlos an das Ende des zweiten Bandes an, was mir den Einstieg erleichterte. Auch begann die Story recht ruhig und dies setzte sich auch zu großen Teilen fort. Hier hätte ich mir zwar etwas mehr Spannung gewünscht, trotzdem lässt sich das Buch flüssig lesen und es war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das Ende konnte mich absolut überzeugen und es regt sehr zum Nachdenken an. Ich bin kein spiritueller Mensch, doch eines hat mir das Lesen der Diamantkrieger-Saga vor Augen geführt. Nämlich sich in unserer immer hektischer werdenden Welt Ruhephasen zu gönnen, um eine innere Ausgeglichenheit und Balance zu finden. Tun wir dies nicht, gehen wir früher oder später daran zu Grunde.

Sara lies mich des Öfteren verzweifeln, da sie teilweise noch immer in ihr altes Muster zurückfällt. Sie denkt zu viel, anstatt sich auf ihr Inneres zu konzentrieren. Aber manchmal ist ein Schritt zurück auch zwei vorwärts. Ich war gespannt, ob Sara die Kraft und innere Stärke hat, sich dem unausweichlichen zu stellen. Im weiteren Verlauf besinnt sich Sara auf das Erlernte bei La Loba und vertraut auf ihre innere Stimme.

Auch Damir ging mir mit seiner Unschlüssigkeit zu Beginn des Buches etwas auf die Nerven. Doch er konnte mich dann doch noch überraschen und seine Beweggründe und sein Handeln waren für mich schlüssig und nachvollziehbar.

Tianna, Damir´s Frau, tritt endlich aus dem Schatten ihres Mannes. Schon in Band zwei La Lobas Versprechen hoffte ich, noch mehr über sie zu erfahren und mein Hoffen wurde erhört. Ich empfand sie als mutig, selbstlos und unerschrocken. Aufopferungsvoll unterstützt sie Sara in ihrem Tun und Handeln, was mir sehr gut gefallen hat.

La Loba ist immer an Sara´s Seite, um sie zu unterstützen und ihr Halt zu geben, sie aber immer mal wieder zurechtzuweisen und an das Wichtigste zu erinnern. Einem Lichtstrahl gleich erhellt sie Sara´s Weg.

Gut gefallen hat mir, dass Bettina Belitz das Setting in die Wüste verlegt hat. Durch den bildlichen Schreibstil war ich praktisch an der Seite von Sara und so spürte ich nicht nur die Temperaturen und den Sand auf der Haut, sondern auch die besondere Atmosphäre innerhalb des Tempels.

Das Ende und der Kampf gegen die Hydra überraschten mich, da ich mit diesem nicht wirklich gerechnet hatte. Aber gerade diese Schlußszene hat mir gefallen, auch wenn die Autorin nicht alle meine Fragen beantwortet hat. Denn durch dieses gewählte Szenario, gewährt sie viel Raum für eine eigene Interpretation dieser Trilogie.

In der Diamantkrieger-Saga steckt sehr viel Tiefsinn, Spiritualität sowie eine gewisse Wahrheit über uns Menschen. Wir sollten lernen, die Augen nicht vor dem Wesentlichen zu verschließen, sondern sie zu öffnen, um wirklich zu "sehen".

Aus der von Bettina Belitz geschaffenen Geschichte kann man sehr viel für sich, aber auch im Umgang mit den Menschen, herausziehen. So kann sie dem Leser Kraft, Mut, Wärme und Licht sowie Trost, Halt und innere Ausgeglichenheit spenden. Sofern man hierfür offen ist und dieses zulässt.

Ich kann jedem empfehlen diese Trilogie zu lesen, da sie einem viel geben kann - 4 von 5 Nosinggläser.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-diamantkrieger-saga-3.html

Eine spannende, brutale und facettenreiche Story mit Sogwirkung

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen: Roman - Sarah J. Maas, Alexandra Ernst

Titel: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzerin: Alexandra Ernst

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 480

ISBN: 978-3-423-76163-5

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 

 

 

Die junge Feyre hat kein einfaches Leben. Als Kind wohlhabender Eltern geboren und aufgewachsen muss sie nicht nur den Tod ihrer Mutter verkraften, sondern auch durch Fehlspekulationen bei Geschäften ihres Vaters, in ärmlichen Verhältnissen leben. Ihr Vater versteckt sich lieber hinter seiner Hilflosigkeit und in seinem Selbstmitleid. Die beiden älteren Schwestern sind sich für die Hausarbeit zu fein und so bleibt Feyre nichts anderes übrig, als die ganze Arbeit mehr oder weniger alleine zu verrichten. So geht sie unter anderem auch auf die Jagd, obwohl der Wald nicht gerade der sicherste Ort ist. Aber um an etwas essbares zu kommen, bleibt ihr keine andere Wahl.


Als sie eines Morgens das Haus verlässt, um wieder auf die Jagd zu gehen, hofft sie, erfolgreich zu sein, da die Vorräte so gut wie aufgebraucht sind. Sie kauert stundenlang frierend im kalten Schnee und als sie die Hoffnung fast schon aufgegeben hat, entdeckt sie doch noch ein Reh. Aber sie ist nicht der einzige Jäger, der es auf die Beute abgesehen hat. Ein großer Wolf will das Tier ebenso erbeuten und Feyre muss blitzschnell handeln, um das Reh nicht zu verlieren. Ihr Entschluß steht fest und als sie den Pfeil auf die Sehne legt, schaut der Wolf ihr direkt in die Augen. Doch warum flieht der Wolf nicht oder greift sie sogar an? Feyre ist sich ganz sicher, dass es sich hier um einen Fae handelt und da ihr Hass auf diese Wesen sehr groß ist, lässt sie den Pfeil los und tötet die beiden Tiere. Überglücklich für sich und ihre Familie Nahrung zu haben und die Tierhäute verkaufen zu können, schleppt Feyre die beiden Tiere nach Hause. 

 

Doch der Preis für Ihren Mord ist hoch, denn schon bald wird sie vom König des Frühlingshofes entführt. Als Strafe muss sie fortan ihr Leben im Reich der Fae verbringen. Was geschieht mit ihrer Familie und kann Feyre einen Ausweg finden? Gibt es überhaupt eine Zukunft für sie?

 

 

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen ist eine moderne Adaption zu Die Schöne und das Biest und da ich dieses Märchen sehr mag, war mir klar, dass ich dieses Buch von Sarah J. Maas unbedingt lesen muss. Allerdings habe ich nicht mit dieser Geschichte gerechnet.

 

Der Autorin ist hier eine sehr spannende, brutale und facettenreiche Story gelungen, die mich nicht losgelassen hat. Dabei ist der Schreibstil zugleich lieblich, wie bildgewaltig. Ebenso überzeugten mich die tollen und vielschichtigen Charaktere, der Weltenaufbau und die allseits verströmende Magie auf jeder einzelnen Seite. So konnte ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen.


Prythian, das Reich der Fae, ist ein sehr brutales und herzloses Land. Ausgelöst durch die Tyrannei von Amarantha, einer herzlosen, gewaltigen, skrupellosen und nach Macht gierenden Frau, deren Ziel es ist, die Menschheit zu vernichten und über die gesamte Welt zu herrschen. Sie regiert mit eiserner Hand, ist gegenüber ihren Feinden unerbittlich und kennt kein Erbarmen. Eine Frau, bei der man Gänsehaut bekommt und einem sich die Haare aufstellen.

 

Sehr beeindruckt bin ich von Feyre, die sich niemals in ihr Schicksal ergeben hat und für sich und später auch für andere einsteht und bis zum Äußersten kämpft. Aufgrund ihres schlechten Gewissens und der Angst um ihre Familie, versucht sie einen Ausweg aus ihrer fast hoffnungslosen Situation zu finden. So kann sie nur an Flucht denken und vergisst dabei die eventuell daraus resultierenden Konsequenzen für sich und ihre Familie. Im weiteren Verlauf der Geschichte muss Feyre allerdings erkennen, dass es auch einen anderen Weg gibt. Nur kann man ein Biest lieben, um die, die man liebt und die einem wichtig sind, zu retten? Ein sehr starker und wunderbar gestalteter Charakter.

 

Auch Tamlin, der König des Frühlingshofes, hat mir mit seiner Art und den Taten gut gefallen, da er für seine Untertanten alles erdenklich Mögliche versucht. Dabei scheint das Ganze von vornherein zum Scheitern verurteilt zu sein. Seine Zweifel, aber auch seine unermüdlichen Versuche, gegen dass Unvermeidliche zu kämpfen, konnten mich überzeugen. Er zeigt eindrucksvoll, das auch in einem Monster Liebe stecken kann.

 

Sehr interessant fand ich Rhysand, da dieser im wahrsten Sinne des Wortes absolut undurchsichtig und unberechenbar ist. Und doch hat er eine unheimliche Anziehungskraft, der es schwer ist zu widerstehen. Von ihm erhoffe ich mir im zweiten Band noch einiges.

 

Mein heimlicher Liebling jedoch ist Lucien. Ein humorvoller und liebenswerter Kerl, der für seine Freunde alles tun würde. Aufopferungsvoll unterstützt er Tamlin in seinen Bemühungen. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und ihn kann man einfach nur lieben.

 

Der unausweichliche Showdown ließ mich gemeinsam mit Feyre, Tamlin und den Anderen mitfiebern und nahm mich völlig für sich ein. Atemlos blätterte ich Seite um Seite um und wollte nicht, dass die Geschichte zu Ende geht.

 

 

Fesselnd und actionreich beschreibt Sarah J. Maas in Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen das Leben der Menschen und der Fae sowie deren Kampf gegeneinander. Beeindruckt bin ich von der Vielschichtigkeit der einzelnen Wesen unter den Fae, die in einer Gesellschaft leben, die auf Hass und Neid aufgebaut und durch Macht und Gier zerfressen ist. 

 

Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-das-reich-der-sieben-hofe.html

Eine Achterbahn der Gefühle

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 

Im Hause Carbon hängt der Haussegen schief, denn die Eltern von Lizzy und Max haben plötzlich kein Verständnis mehr füreinander. Das Ganze wächst zu einer Ehekrise heran, als sich die Mutter in beruflicher Hinsicht weiterbilden möchte und sowohl den Haushalt und die Kindererziehung vernachlässigt. Der Vater kann die Beweggründe seiner Frau nicht nachvollziehen und blockt alles ab. So bleibt der Einkauf an Lizzy hängen, da der Vater nichts tut und lieber zur Flasche greift. Doch wäre das nicht alles schon genug für Lizzy, beginnt ihre beste Freundin Kristine sich plötzlich in jeden Jungen zu verknallen. Als Dominik, ein neuer Schüler, am Gymnasium auftaucht, ist Lizzy ganz hin und weg. Fühlt sich so Liebe an? Zum Glück gibt es ja noch Nils, den neuen Nachbarn, der Lizzy in allen Lebens- und Liebeslagen zur Seite steht. Aber als dieser sich plötzlich zurückzieht und ihr Bruder Max sich seltsam verhält, muss Lizzy erkennen, dass Liebe nicht immer einfach ist.


Bereits mit dem ersten Band Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer konnte mich der Autor Mario Fesler begeistern, deshalb freute ich mich auf die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Lizzy und ihren Freunden. Und auch in Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe geht es wieder humorvoll, sarkastisch und turbulent zu.

Kristine, Lizzy´s beste Freundin, hat Liebeskummer, da ihr Schwarm Billy nicht mit ihr zusammensein möchte. Lizzy kann ihr nicht wirklich helfen, da sie in Liebesdingen noch keine Erfahrung hat. So verkriecht sich Kristine zu Hause und schmollt vor sich hin. Wären dies nicht schon genug Probleme für Lizzy, braut sich zu Hause bei ihren Eltern eine echte Ehekrise zusammen. Ihre Mutter möchte plötzlich die Karriere vorantreiben, da sie diese auf Grund der beiden Kinder damals nicht machen konnte. Ihr Vater kann das Ganze nicht nachvollziehen. Er ist der Meinung, dass die Frau an den Herd gehört und sich um den Haushalt sowie um die Kindererziehung zu kümmern hat. So ist Lizzy mal wieder auf sich gestellt und vertraut sich weiterhin ihrem Tagebuch an. Dort schreibt sie alles hinein, was passiert ist, wie sie sich dabei gefühlt hat und lässt teilweise so richtig Dampf ab, was herrlich zu lesen ist.

Richtig lustig und chaotisch wird es im weiteren Verlauf der Geschichte, als ins Nachbarhaus ein junger Mann und Künstler einzieht. Lizzy und Nils freunden sich schnell an und er wird in allen Lebens- und Liebeslagen ein wichtiger Ansprechpartner. Auch Max, Lizzy´s Bruder, freundet sich mit ihm an und die beiden unternehmen einiges.

Der Ehestreit weitet sich immer mehr aus und Lizzy macht sich große Sorgen um ihre Eltern und das weitere Zusammenleben. Halt und Ablenkung findet sie bei Dominik der ihr gehörig den Kopf verdreht hat. In ihren Tagebucheinträgen schwärmt Lizzy regelrecht über ihn und sie ist zum ersten Mal verliebt. Auch wenn die Beiden die gemeinsame Zeit genießen, kommt der Alltag und die damit verbundenen Probleme schneller zurück, als gedacht.

Dominik hat mir gut gefallen. Er ist einfühlsam und empfindet ebenfalls sehr viel für Lizzy. Ich mochte ihn, da ich ihn als authentisch und für sein Alter als sehr reif empfand.

Lizzy ist noch erwachsener geworden, meistert ihr Leben relativ selbstständig, aber ihre oftmals unbedarften Äußerungen bringen sie des Öftern in komische Situationen, die mich immer wieder schmunzeln ließen. Gefallen hat mir, dass sich die Geschwister Lizzy und Max durch eine gemeinsame Aktion endlich etwas näher kommen und für einander einstehen können, wenn sie es wollen.

Kristine ist wieder voll in ihrem Element und doch hätte ich mir in dieser Geschichte einen etwas größeren Anteil von ihr gewünscht. Auch Popelino hat wieder seine Auftritte und auch bei ihm schlagen die Gefühle zu. Für wen, das lasse ich mal offen.


Auch im zweiten Band Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe beschreibt Mario Fesler die Gefühlswelt der Teenager und die der Erwachsenen sehr gut und authentisch. Dabei lässt sich die Story flüssig und zügig lesen und ist nicht nur auf Grund der Tagebucheinträge, einfach genial. Denn die Charaktere sind mit viel Detailliebe und Vielschichtigkeit gestaltet, was die Geschichte abrundet. Themen wie die erste Liebe, mit all ihren Gefühlen und Ängsten, das Zusammenleben im allgemeinen, Emanzipation und gleichgeschlechtliche Liebe, verbindet der Autor hier in einer humorvollen und teils herrlich sarkastischen Geschichte, die mir angenehme Lesestunden beschert hat.

4,5 von 5 Nosinggläser

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-lizzy-carbon-und-die-wunder.html

Rezension - Infiziert von Teri Terry

 

 Titel: Infiziert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hardcover

Seite: 464

ISBN: 978-3-6496-2599-5

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 

 

Während eines Einkaufs im Supermarkt entdeckt Shay eine Vermisstenanzeige der 12-jährigen Callie. Dank ihrer Fähigkeit sich Ereignisse, Orte und andere Dinge zu merken, wird Shay bewusst, dass sie wohl eine der letzten Menschen war, die Callie gesehen hat. Geschockt von dieser Erkenntnis, dass sie Zeugin einer Entführung wurde, nimmt sie Kontakt zu Callies Halbbruder Kai auf. Gemeinsam mit der Polizei wollen die Beiden versuchen Callie zu finden, auch wenn die Tat schon über ein Jahr zurück liegt. 

 

Doch Callie wurde nicht nur entführt, sondern auch für gewisse Dinge, die ich nicht näher erläutern möchte, missbraucht. Durch einen Ausbruch innerhalb des Laborkomplexes gelangt der Erreger schließlich ins Freie und breitet sich nun über ganz Großbritannien aus.

 

Auf Ihrer Suche quer durch das ganze Land versuchen Shay und Kai seine Halbschwester zu finden. Dies wird immer schwieriger, da immer mehr Gebiete und Ortschaften unter Quarantäne gestellt werden, um eine Ausbreitung der tödlichen Krankheit zu verhindern. Als sich bei Shay erste Symptome der Krankheit zeigen, läuft Kai die Zeit davon. Wird er den Kampf um Shay gewinnen und seine Schwester jemals finden?

 


Ich mag die Bücher, die Ideen und den Schreibstil von Teri Terry sehr, deshalb musste ich ihre neue Dark Matter-Trilogie unbedingt lesen.


In Infiziert erfährt der Leser an der Seite von Shay, in einer Art Rückblende, wie es zum Verschwinden der 12-jährigen Callie kam und dass Shay die Letzte war, die sie gesehen hat. Kurzentschlossen nimmt Shay Kontakt zu Kai, dem Halbbruder von Callie, auf und erzählt ihm von ihren Beobachtungen. Dank ihres fotografischen Gedächtnisses kann Shay der Polizei den Tag der Entführung detailliert schildern und sie hofft, zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen. Doch Shay möchte noch mehr tun, daher beschließt sie Kai auf der Suche nach seiner Halbschwester zu begleiten und das Rätsel um das Verschwinden zu lösen.

 

Dank der kurzen Kapitel und der Tatsache, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Callie, als auch von Shay erzählt wird, entsteht während dem Lesen eine regelrechte Sogwirkung. Diese bewirkt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte, was hinter dem Ganzen steckt. Durch die Ausbreitung der tödlichen Krankheit werden immer mehr Ortschaften und Gebiete weiträumig durch das Militär abgesperrt, was die Suche nach Callie zusätzlich erschwert. Als Shay selbst Anzeichen der Erkrankung zeigt, ahnt Kai bereits, dass ihm wenig Zeit bleibt. Die Spannung nimmt noch weiter zu, als Shay und Kai von Soldaten verfolgt werden. Ab hier überschlagen sich fast die Ereignisse und ich bangte und hoffte, dass sich alles zum Guten wenden würde.

 

Shay hat mir gut gefallen und ich fand sie sehr interessant. Auf Grund ihrer Gabe hat sie es im Leben nicht leicht. Sie wird ständig von Mitschülern geärgert und hat nicht wirklich Freunde mit denen sie Zeit verbringen könnte. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei ist sie mutig und hat das Herz auf dem rechten Fleck.

 

Callie ist ein aufgewecktes und kluges Mädchen. Sie hatte mich mit ihrem Charme und auf Grund der Tatsache, was ihr widerfahren ist, gleich in ihren Bann gezogen. Allerdings kann sie auch ein kleiner Dickkopf sein, wenn mal nicht alles nach ihren Vorstellungen läuft. Besonders ein Aspekt, den ich leider nicht näher beschreiben kann, fasziniert mich an ihr und hier erwarte ich in Band 2 und 3 noch einiges.

 

Kai hat mir ebenfalls gut gefallen, da er alles tut, um seine Halbschwester zu finden und niemals aufgibt. Dabei scheut er keine Konflikte und prügelt sich schon mal mit seinem Stiefvater. Auch wenn ich Gewalt nicht gut heiße, verdeutlicht es seine Liebe und Zuneigung gegenüber seiner Schwester. Durch die Kontaktaufnahme von Shay keimt neue Hoffnung in ihm auf, dieses Ziel endlich zu erreichen. Während der gemeinsamen Reise quer durch Schottland kommen sich die beiden näher und ich konnte seine Gefühlslage gut nachvollziehen.

 


Ein spannender und durchweg gelungener Auftakt der neuen Trilogie von Teri Terry, auch wenn die Idee mit dem Ausbruch einer tödlichen Seuche nicht wirklich neu ist und ich ein paar Dinge im Voraus geahnt habe, hat mir das den Lesespaß nicht genommen. 

 

Durch den wunderbaren Schreibstil, dem gewählten Mix aus Realität und Fiktion sowie einem Hauch Mystery, liest sich das Buch sehr schnell und ist dabei temporeich und sehr kurzweilig. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit Callie, Shay und Kai weitergeht und was hinter allem steckt - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/07/rezension-infiziert-von-teri-terry.html

Ich lese gerade

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill
Derek Landy, Ursula Höfker