Ein gelungener Abschluß dieser Trilogie

Titel: Eliminiert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hartcover

Seiten: 478

ISBN: 978-3-64962-601-5

Preis: 20,00 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 

 


 

Shay konnte den Verursacher, Dr. 1, der für den tödlichen Ausbruch der Seuche verantwortlich ist, ausfindig machen. Um ihn jedoch endgültig zur Strecke zu bringen, muss sie mehr über seinen perfiden Plan herausfinden. Deshalb geht sie zum Schein auf sein Angebot ein und schließt sich den Anhängern des Multiversums an. Auch wenn sie den einzigen Menschen, den sie liebt, zu verlieren droht. Ein weiterer Grund für Shay, mit ihm zu gehen ist, dass sie noch immer auf der Suche nach Callie ist und sie sich von Xander den vielleicht entscheidenden Hinweis auf ihren Verbleib erhofft.


Während Kai enttäuscht von Shays Entscheidung ist, Xander zu folgen, und in ihr eine Verräterin sieht, ahnt er nichts von den wahren Absichten seiner Exfreundin. Gekränkt und wütend bleibt Kai und Freja nur die Flucht vor den Soldaten der ASR, denn diese sind ihnen auf den Fersen und so haben die beiden kaum eine Möglichkeit zu verschnaufen.

 

 

Auf den finalen Band Eliminiert der Dark Matter Trilogie von Teri Terry (Coppenrath Verlag) habe ich regelrecht hin gefiebert, da Manipuliert mit einem kleinen, aber fiesen Cliffhanger endete.


Nachdem Shay den Drahtzieher hinter dem tödlichen Virus ausfindig machen konnte, entschließt sie sich Dr. 1 bzw. Xander zu vertrauen und gemeinsam mit den Anderen vor dem Militär zu fliehen. Kai, der die Entscheidung von Shay nicht nachvollziehen kann, fühlt sich von seiner Freundin verletzt und hintergangen, sodass er gemeinsam mit Freja in eine andere Richtung flieht.


Shay hat noch immer die Hoffnung durch Xander Kais Schwester, Callie, ausfindig zu machen und sie so zu retten. Dieser Wunsch treibt sie an und ist mit ein Grund, weshalb Shay in den Helikopter zu Xander gestiegen ist. Als sie in der Kommune ankommen, fühlt sich Shay im Kreise der Überlebenden schnell sichtlich wohl und genießt diese neugewonnene Freiheit auch in gewissen Maßen. Alles fühlt sich irgendwie auf eine verdrehte Art und Weise richtig an und auch die Argumente des Oberhauptes, Xander, dringen langsam aber sicher immer mehr ins Bewusstsein von Shay vor. Doch als sie schließlich Callie findet, spürt sie, dass mit ihr etwas nicht stimmt und so geht sie dieser Vermutung nach. Immer mehr wachsen in Shay Zweifel, ob dass, was Xander sagt und vor hat, das Richtige ist. 

 

Ich konnte Shays Ängste und Gedankengänge absolut nachvollziehen. Endlich fühlt sie sich verstanden und unter ihresgleichen könnte fast wieder ein normales Leben stattfinden. Aber durch gewisse Umstände, spürt sie, dass noch mehr hinter dem Plan von Xander steckt, was sich für sie absolut falsch anfühlt. Shay ist willensstark und ist durchsetzungsfähig und eckt mit ihrer unerbittlichen Fragerei immer wieder an, was sie immer wieder ins Blickfeld der Führung der Kommune bringt. Ich mag Shay nach wie vor sehr, da sie nicht einfach alles glaubt, was man ihr erzählt, sondern die Dinge hinterfragt und aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.


So reizvoll das Leben innerhalb dieser neuen Gemeinschaft auch erscheinen mag und man sich am liebsten darin verlieren möchte, so gefährlich ist das Ganze. Mir kam der Aufbau dieses Dorfes und seine Struktur sehr nah an eine Sekte heran, angeführt von einem Wahnsinnigen, dessen Streben nach Vollkommenheit über allem steht.


Wie bereits in den beiden Büchern zuvor, wird die Geschichte aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt. Zum einen aus der Sicht von Shay und Callie und zum anderen von Kai und Freja. Beide Erzählstränge haben so ihre eigenen Reize, wobei ich mir gewünscht hätte, dass Kai und Freja etwas früher in Erscheinung treten würden.


In den beiden bisherigen Büchern kannte ich Callie nur aus Erzählungen und Schilderungen von Kai. Nachdem Shay Callie endlich gefunden hatte, war ich neugierig, was Callie für ein Mensch ist. Sie wirkte auf mich, durch die Erlebnisse wie ein gebrochener Teenager, der sich fast schon aufgegeben hatte. Doch dank Shay und später auch Jenna, werden tief in ihr verschüttete Gefühle geweckt. Callie ist eine Kämpferin, die für ihre Freunde und Familie alles tun würde.

 

Kai ist ein sympathischer junger Mann, den man einfach mögen muss. Er ist gutmütig und manchmal etwas zu gutgläubig, was ihn des Öfteren in Gefahr bringt. Obwohl seine Gefühle für Shay nach wie vor vorhanden sind, ist er über Shays Entscheidung, mit Xander zu fliehen, wütend und enttäuscht. Und mehr als einmal stellt er sich die Frage, ob Shay ihn vielleicht nur benutzt hat und ob sie ihn jemals wirklich geliebt hat.


Freja machte es mir schwer, sie richtig einzuschätzen. Im Grunde ihres Herzens ist sie ein netter Mensch, der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt, dabei aber vergisst, diese Gefühle dem anderen mitzuteilen. So verschließt sie sich gegenüber jedem und merkt dabei nicht, wie sie von einigen wenigen manipuliert wird. Daher konnte ich ihr Handeln des Öfteren nicht nachvollziehen und hätte sie am liebsten geschüttelt.

 

Xander ist ein größenwahnsinniger Mensch, der sich zu höherem berufen fühlt. Seine Art, mit den Menschen zu sprechen und sie so zu manipulieren, fand ich faszinierend und zugleich erschreckend. Zwar sind seine Ansichten nicht völlig falsch, jedoch die Art und Weise, wie er sein Ziel erreichen möchte, ist absolut unmöglich.

 

Die Handlung ist zwar eher ruhig, aber zu keiner Zeit langatmig. Ganz im Gegenteil, denn es passiert ständig irgendetwas und unterschwellig war für mich immer der fortwehrende Wunsch da, weiterzulesen. Gerade die Idee der Entstehung des Virus, dessen Ausbreitung und den damit verbundenen Fähigkeiten der Überlebenden, gefällt mir richtig gut.


Unaufhaltsam nähern sich die beiden Handlungsstränge einander, während Xander sein Ziel fortwährend vorantreibt. Als das Militär in die Kommune eindringt, scheint ein Eingreifen fast schon nicht mehr möglich.

 


Mit Eliminiert ist Teri Terry (Coppenrath Verlag) ein toller Abschluss ihrer Trilogie gelungen. Zwar ist die Geschichte nicht durch viel Action geprägt, doch weiß sie, dank kurzer und prägnanter Kapitel zu fesseln und zu unterhalten.

 

Die Idee hinter dieser Story finde ich faszinierend, auch wenn es zum Ende hin ein wenig abgedreht wurde. Doch mit ein wenig Abstand passt dieses Szenario richtig gut ins Gesamtbild der Handlung - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/12/rezension-eliminiert-von-teri-terry.html