Eine spannende Story, die mich begeistern und fesseln konnte.

Titel: Bernsteinstaub

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 400

ISBN: 978-3-7855-8860-4

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 


 

 

Ophelia lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Stiefbruder in Berlin. Ihr Leben wurde seit dem Tod ihres Vaters vor acht Jahren nicht gerade leichter und als sie beginnt Sand zu sehen, der wie ein Rinnsal auf sie zuläuft, vermutet sie, dass sie nun verrückt wird. Während einer Diskussion mit ihrer Mutter in der Küche beginnt plötzlich überall grauer Sand zu rieseln und Ophelia versteht die Welt nicht mehr.


Doch ihre Mutter reagiert völlig gelassen und greift zum Handy und ruft die Großtante in Paris an. Als Tante und Onkel kurze Zeit später in Berlin eintreffen und Ophelia mit auf eine Fahrt durch die Kanalisation bis nach Paris mitnehmen, zweifelt sie immer mehr an ihrem Verstand. 

 

In Paris erfährt Ophelia endlich, was mit ihr nicht stimmt und sie dank einer Gabe, die Zeit sehen und auch die Zeitströme beeinflussen kann. Als immer mehr seltsame Vorkommnisse auf der Welt geschehen, versuchen der etwas seltsam anmutende Leander, Ophelia sowie Grete und Darius hinter das Geheimnis zu gelangen.

 

 

Ich muss glaube ich nicht mehr erwähnen, dass ich Geschichten über die Zeit und allem, was damit in Zusammenhang steht, sehr gerne lese. Deshalb war ich auch sofort davon angetan, als ich von Bernsteinstaub von Mechthild Gläser erfuhr.


Die Geschichte liest sich, dank des wunderbaren und bildlichen Schreibstils der Autorin sowie dem spanndenen und sehr interessanten Plot recht zügig. Ohne große Einleitung wird der Leser mehr oder weniger sofort in die Handlung hineingeworfen und rätselt gemeinsam mit Ophelia, was es mit diesem grauen Sand, den sie neuerdings überall sieht, auf sich hat. Gerade diese Idee des Sandes und der Zeitströme sowie das Reisen in Booten, die durch den Sand wie auf einem Fluß fahren, konnte mich begeistern.

 

Ophelia ist ein Mädchen im Teeanageralter. Vor acht Jahren hat sie bei einem Autounfall, in dem sie selbst im Fahrzeug gesessen hatte, ihren Vater verloren. Noch immer vermisst sie ihn sehr und ist davon überzeugt, dass bei diesem Unfall nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Doch niemand will ihr glauben. Da sie noch immer nach Hinweisen sucht, ist das Verhältnis zu ihrer Mutter und älteren Schwester Grete, die in Paris auf eine Musikschule geht, sehr schwierig. Als Ophelia immer häufiger den grauen Sand in ihrer Nähe sieht, beginnt sie zu glauben, dass sie verrückt wird. Als bei einem Streit mit ihrer Mutter überall Sand sichtbar wird, reagiert die Mutter völlig nüchtern und ruft die Großtante in Paris an. Ophelia versteht die Welt und erst recht ihre Mutter nicht mehr.


Kurzerhand findet sie sich in der Kanalisation auf einer Barke fahrend in einem Sandfluß wider, mit dem Ziel Paris. Was geschieht nur mit ihr und was hat es mit diesem ganzen Sand auf sich?


Ophelia machte es mir zu Beginn nicht ganz einfach, sie zu mögen, da ich sie als leicht egoistisch empfand. Doch im weiteren Verlauf der Story legte sich bei mir dieses Gefühl und als sich ihre Fragen beantworteten, regte sich ihr Mut und Gerechtigkeitssinn, was mir sehr gut gefiel.


Ihre Schwester Grete konnte mich nicht für sich einnehmen, da sie sehr herablassend gegenüber Ophelia war. Obwohl sie die Ältere ist, kam sie mir leicht unreif vor. Zu gute halten muss man ihr jedoch, dass sie ein großes Ziel verfolgt und alles dafür tun würde. Trotzdem fehlte mir die Geschwisterliebe.


Leander widerum mochte ich. Seine Gabe ist sehr belastend für ihn und ich konnte daher sein Handeln mehr als verstehen und nachvollziehen. Ich hätte genauso gehandelt, wäre ich an seiner Stelle gewesen. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Ophelia gefiel mir ebenfalls.

 

Auf Grund des vorangeschrittenen Alters des Herrn der Zeit, ist es Tradition, dass innerhalb der vier Familien die jüngsten Nachkommen am sogenannten "Bernsteinturnier" teilnehmen. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird die Pflichten des Herrn der Zeit übernehmen, dem eine äußerst wichtige Aufgabe zuteil wird. Als wäre dieses Turnier nicht schon schwierig genug, müssen zudem Leander, Ophelia, Grete und Darius die durcheinander geratenen Zeitströme wieder in Ordnung bringen.

 

 


Äußerst gespannt verfolgte ich den Wettstreit sowie die Reise der vier um die Welt, hoffte und bangte mit ihnen, ob es ihnen gelingen würde, die ihnen gestellten Aufgaben zu bewältigen.

 


Bernsteinstaub von Mechthild Gläser (Loewe) konnte mich mit der tollen Idee und dem bildlichen Schreibstil fast restlos begeistern. Die Geschichte ist spannend und fesselt den Leser regelrecht an die Seiten. 

 

Gerade die interessante Geschichte um die Themen wie den Wunsch nach Unsterblichkeit, Kontrolle der Zeit und so eventuell den Kreislauf der Welt zu bestimmen, finde ich mehr als gelungen, weshalb ich sehr gute 4,5 von 5 Nosinggläser vergebe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/07/rezension-bernsteinstaub-von-mechthild.html