Eine spannende Fortsetzung die fesselt und begeistert.

Titel: Overworld

(Teil 2 der Mirador-Trilogie)

Autor: Dan Wells

Übersetzer: Jürgen Langowski

Verlag: Piper

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-492-28022-8

Preis: 13,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 


 

Marisa und ihre Freundinnen erhalten eine exklusive Einladung zum Overworld-Turnier "Forward Motion". Dies ist für die jungen Frauen die große Chance, sich als professionelle Spielerinnen zu etablieren und finanziell unabhängig zu werden, damit sie ihre Familien unterstützen können. Denn als Profi kann man richtig gutes Geld verdienen. 

 

Währenddessen versucht Marisa noch immer hinter das Geheimnis ihres Unfalls aus Kindertagen zu kommen und hofft, über den Hacker Grendel, der allem Anschein nach bei KT Siang arbeitet, mehr in Erfahrung zu bringen. Da trifft es sich gut, dass gerade diese Firma das Turnier ausrichtet.

 

Aber es gibt auch eine dunkle Seite, denn die Spiele werden beherrscht von Machtkämpfen und Korruption. Als Marisa auf den mysteriösen Alain trifft, muss sie einsehen, dass nur der Gewinn des Tuniers das Leben ihrer Freundinnen und das ihrige retten kann.

 

 

Overworld von Dan Wells (Piper) ist der zweite Band der Mirador-Trilogie und ich war neugierig, was sich der Autor wieder alles hat einfallen lassen. Der Einstieg fiel mir leicht, da ich die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch recht gut in Erinnerung hatte.

 

Die Story spielt in Los Angelos im Jahre 2050. Die Menschen haben Implantate, sogenannte Djinnis, im Kopf. Darüber läuft die gesamte Kommunikation, wie Telefon und Internet. Sprichwörtlich ist jeder mit jedem vernetzt, was schon eine etwas gruselige Vorstellung ist, wie ich finde. Denn ich möchte so eine Technik nicht in meinem Kopf haben. Doch für die Jugendlichen ist dies Alltag und ohne geht fast gar nichts mehr. Das Leben selbst, ist geprägt von ständiger Angst ums Überleben. Denn mit dem wenigen Geld, welches man zur Verfügung hat, muss man gut haushalten und über die Runden zu kommen. Besonders hart trifft es Marisas Eltern, die in einem ärmlichen Viertel von L. A. leben und ein mexikanisches Restaurant betreiben. Es ist ein wahrer Existenzkampf und Marisa spürt die Ängste ihrer Eltern immer mehr.


Im Mittelpunkt der Handlung aber stehen die fünf "Overworld"-Spielerinnen Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang. Die jungen Frauen haben die einmalige Chance bekommen am "Forward Motion"-Turnier teilzunehmen, welches von KT Siang, einem der größten Kommunikationsunternehmen der Welt, ausgetragen wird. Als Marisa in einer prekären Lage von dem mysteriösen Untergrundkämpfer Alain gerettet wird, geraten die "Cherry Dogs", so ihr Gruppenname, in einen Kampf um Macht und Korruption von Großunternehmen. 

 

Ich mag Marisa nach wie vor, denn sie ist willensstark und hat das Herz am rechten Fleck. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und Marisa bekommt die Sorgen und Nöte ihrer Eltern immer häufiger mit. Weshalb sie sich geschworen hat, sollten die "Cherry Dogs" das Turnier gewinnen, würde sie mit dem anteiligen Preisgeld ihre Familie unterstützen. Auch ist Marisa die Freundschaft zu den Mädchen sehr wichtig und sie würde für jede Einzelne alles tun.


Auch Sahara, die Anführerin und zugleich Marisas beste Freundin, die hilfsbereite und finanziell unabhängige Anja sowie die schüchterne Fang und die draufgängerische Jaya mag ich, denn alle haben ein mitfühlendes und freundliches Wesen. Sie sind immer füreinander da und das will in dieser Zeit, wo aller spielt, schon etwas heißen.

 

Den Widerstandskämpfer Alain konnte ich zunächst nicht wirklich einschätzen, da er mir etwas unheimlich und zugleich undurchschaubar war. So fragte ich mich, für wen er wirklich kämpft und was seine Ziele sind.

 

Es war spannend zu lesen, mit welchen Ideen die Frauen versucht haben, sich aus teilweise schier ausweglosen Situationen zu befreien. Dabei helfen ihnen zum einen die angesprochene Freundschaft zueinander und zum anderen das blinde Verständnis untereinander. Dank der virtuellen Welt und den Spielen, ist die Geschichte sehr actiongeladen und es passiert ständig etwas. Der Schreibstil ist flüssig und wegen der computer animierten Welt auch sehr techniklastig, was mich aber nicht gestört hat.

 

Die gewählte Thematik der Megakonzerne, die mehr oder weniger die Städte und fast die gesamte Welt regieren, tun und lassen können, was sie wollen, reizen mich bei diesem Buch nach wie vor sehr. Dan Wells ist hier absolut selbstkritisch und hält dem Leser einen Spiegel vor das Gesicht. Denn je mehr wir uns von Technik und den Konzernen abhängig machen, umso mehr Macht haben sie schließlich über uns. Die Vorstellung, dass Geld, die Nutzung von Elektronik oder gar des Internets, einmal einen größeren Mehrwert haben könnte, als Wasser und Nahrungsmittel, finde ich sehr erschreckend.

 

 

Overworld von Dan Wells (Piper Verlag) gibt einen Ausblick, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Themen wie Unterdrückung, Ausbeutung und Armut, aber auch die Gier nach Macht und Geld sowie Korruption finden sich in der Geschichte wieder. Ich bin nach wie vor von der Idee, dass vieles online bzw. in einer virtuellen Welt spielt begeistert, finde es aber zugleich auch verstörend und es macht mir auch irgendwie ein klein wenig Angst.

 

Die Story ist dabei spannend, fesselnd und auch recht actionlastig, weshalb sich das Buch recht flott lesen lässt. Dank dem Cliffhanger, der durchaus fies ist, bin ich schon jetzt neugierig, wie alles enden wird. 

 

Daher vergebe ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Meine Meinung:

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/06/rezension-overworld-von-dan-wells.html