Überaus spannend, fesselt und gespickt mit überraschenden Wendungen

Titel: Scythe. Der Zorn der Gerechten

Übersetzer: Kristian Lutze & Pauline Kurbasik

Verlag: Fischer Sauerländer

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 544

ISBN: 978-3-7373-5507-0

Preis: 19,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Sauerländer Verlag

 


 

Citra hat ihr Ziel erreicht und den Wettstreit während ihrer Ausbildung gegenüber Rowan gewonnen. Als Scythe Anastasia darf sie nun entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss. Hierfür hat sie eine sehr humane Art des Sterbens ausgewählt. Aber gerade diese von ihr gewählte Art der Nachlese stößt nicht unbedingt auf viel Wohlwollen innerhalb des Scythetums, doch das, ist Citra egal.

 

Auch Rowan kämpft gegen die Korruption innerhalb der Scythe und schwingt sich zum Rächer auf.

 

Als Scythe Curie und Citra zur Zielscheibe von mehreren Attentaten werden, beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und Macht, der die aufgestellten Regeln schwer ins Wanken bringt. Nur gemeinsam können die drei den Untergang aufhalten.

 

 

Bereits mit dem ersten Band seiner Trilogie konnte mich Neal Shusterman von seinen Ideen und dem Schreibstil begeistern, weshalb ich große Erwartungen an Scythe. Der Zorn der Gerechten hatte. Und diese wurden mehr als übertroffen, denn die Geschichte zog mich völlig in ihren Bann und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen.


Die Fortsetzung setzt nahtlos an das Ende des ersten Teils an und der Leser begleitet zum einen Rowan bei seinem "Kreuzzug" gegen korrupte Scythe und zum anderen Citra sowie Curie bei ihrer Arbeit. Die Art der Nachlese, welche sich Sycthe Anastasia, wie sich Citra nun nennt, ausgedacht hat, gefiel mir. Da diese für mich sehr human gewählt wurde. So darf die betreffende Person innerhalb eines Monats bis zum Tode ihre Angelegenheiten regeln und darüber hinaus die Todesart bestimmen. Doch diese Nachlese stößt bei den Scythe der neuen Ordnung auf wenig Gegenliebe und so brodelt hinter den Kulissen ein Machtkampf um die Vorherrschaft innerhalb des Scythetums. 

 

Citra/Anastasia bewundere ich für ihren Mut und unbändigen Willen, den von ihr eingeschlagenen Weg, trotz vieler Hinternisse und Vorurteile, fortzuführen. Unterstützung erfährt sie dabei von ihrer Freundin Scythe Curie und auch Rowan.


Rowan musste ja bereits in Scythe. Die Hüter des Todes viel einstecken und ertragen. Und dies führt sich hier nahtlos fort. Er ist überzeugt, dass nur er den korupten Scythe das Fürchten lehren kann und setzt alles daran, um sich einen Namen zu machen. Durch eine Wendung, auf die ich nicht näher eingehen möchte, gerät Rowan in die Hände von Scythe Rand, die er während seiner Ausbildung bei Scythe Goddard kennengelernt hatte.

 

Als die beiden Scythe Curie und Anastasia Ziel von mehreren versuchten Attentaten werden, wird der Kommandant der BladeGuard, Scythe Constantine, beauftragt, dies zu untersuchen, um herauszufinden, wer hinter den Anschlägen steckt. Constantine wirkte auf mich sehr kühl und distanziert und so konnte ich ihn nicht wirklich einschätzen. Auch fragte ich mich, auf welcher Seite er steht. 

 

Ein ebenfalls neuer Charakter ist Greyson, der ohne Eltern aufwachsen musste. Der Thunderhead beobachtet und lenkt ihn ein wenig, nimmt sich ihm an und verhilft Greyson zu einem ordentlichen Leben. Denn Greyson scheint zu höherem berufen zu sein und er sieht in den Anweisungen des Thunderhead einen höheren Plan. Ich mochte ihn und empfand ihn als sehr sympathisch, aber durch seine Gutgläubigkeit und Naivität wurde ihm übel mitgespielt, was mir sehr leid getan hat. Aber ich bewundere ihn für seinen Mut und sein Durchsetzungsvermögen sehr und bin gespannt, wie es mit Greyson weitergehen wird.


Auch Der Thunderhead kommt innerhalb der Handlung mehrfach zu Wort und der Leser erfährt mehr über seine Entstehung und die Beweggründe der Menschen für dessen Erschaffung. Beim Lesen der Kapitel über den Thunderhead, welche überaus interessant sind, hatte ich immer mehr den Eindruck, dass hier ein lebendes Wesen spricht, was Gefühle und eigene Gedanken hat. Ein gutes Beispiel für diese Vermutung ist Greyson. Neal Shusterman hat dieser künstlichen Intelligenz wahrlich Leben eingehaucht.


Innerhalb der Geschichte passieren so unglaublich viele Dinge, die durch geschickte Wendungen herbei geführt werden, dass ein wahrer Lesesog bei mir entstand. Ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen. Das Ende habe ich zu keinem Zeitpunkt erwartet, denn der Cliffhanger ist mega fies. Nach dem Zuschlagen des Buches, fragte ich mich, wie der Autor dies alles zu einem guten Ende bringen will.

 


Mit diesem zweiten Band Scythe. Der Zorn der Gerechten ist Neal Shusterman (Fischer Verlag) ein wahres Meisterwerk gelungen, welches in meinen Augen sogar den ersten Band übertrifft. 


Überaus spannend und mit absolut überraschenden Wendungen wird der Leser hier regelrecht an die Seiten gefesselt. Die Geschichte ist großes Kino und ich kann es kaum erwarten, wie alles enden wird. Ich liebe diese Trilogie schon jetzt, weshalb ich 5 von 5 Nosinggläser plus Zigarre vergebe.

 

 

 

Rezension:

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/06/rezension-scythe-der-zorn-der-gerechten.html