Die Geschichte ist einfach nur bombastisch, phenomenal und episch

Titel: Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzerin: Alexandra Ernst

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 752

ISBN: 978-3-423-76206-9 

Preis: 21,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Obwohl Rhys und Feyre sich als Seelengefährten gefunden haben, kehrt Feyre mit Tamlin an den Frühlingshof zurück. Ihr Ziel ist es, mehr über die Verbindung, dessen Pläne zwischen dem König von Hybern und Tamlin herauszufinden sowie diese im günstigsten Fall zu sabotieren. Ein gefährliches Unterfangen für Feyre, denn niemand darf wissen, dass ihre Verbindung zu Rhysand noch immer besteht. 

 

So lauern jede Menge Gefahren am Frühlingshof und Feyre muss höllisch aufpassen, dass weder die Fae-Zwillinge Prinzessin Brannagh und Prinz Dagdan sowie der Mensch Jurian als Abgesandte von Hybern, als auch Ianthe, Lucien und Tamlin von ihrem doppelten Spiel erfahren. Denn sollte es ihr nicht gelingen, würde dies für ganz Prythian und die Welt der Menschen den Untergang bedeuten.

 

 

Bereits die ersten beiden Bände von Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas haben mich begeistert. Daher lag die Messlatte für den finalen Band sehr, sehr weit oben. Aber die Autorin hat es mit diesem dritten Teil geschafft, mich nicht nur wieder mit den ersten Worten in die Welt von Prythian zu bringen. Ich klebte regelrecht an den Seiten und bin in diese wunderbare und phantastische Welt eingetaucht.


Die Handlung beginnt nahtlos am Ende des zweiten Bandes, was mir gut gefallen hat. Ich war neugierig, ob und wie es Feyre gelingen würde, etwas über die Pläne von Tamlin und dem König von Hybern herauszufinden und diese gegebenenfalls auch zu sabotieren. Obwohl Feyre mittlerweile gut mit ihren Kräften agieren kann, muss sie immer wieder auf der Hut von den beiden Abgesandten von Hybern sowie Ianthe sein, damit ihr doppeltes Spiel nicht auffliegt. Gerade dieser Balanceakt von Feyre zeigt, was für eine Entwicklung dieser Charakter genommen hat. Sie ist zu nicht nur zu einer reifen Frau, sondern auch zu einer Kriegerin und High Lady geworden. Das Spiel, welches sie am Frühlingshof betreibt, gleicht einem Ritt auf einer Rasierklinge, da sie gegenüber Lucien und Tamlin die verletzte High-Fae spielen muss.


Im Verlauf der Story erfährt der Leser auch mehr über die anderen Höfe, deren Bewohner und den dort regierenden High Lords. So bekam ich ein noch deutlicheres Bild von Prythian. 


Alles deutet auf einen unausweichlichen Krieg mit dem König von Hybern hin. Doch wer kämpft an welcher Seite? Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren muss es gelingen, Verbündete sie finden, weshalb Rhys ein Treffen aller High Lords vorschlägt. Werden die persönlichen Befindlichkeiten und Feindseligkeiten hinten angestellt, um als ein Heer in die Schlacht zu ziehen?

 

Die Liebe zwischen Feyre und Rhysand ist sehr stark und ich spürte die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden in jedem Gespräch sowie im Umgang miteinander. Sarah J. Maas ist hier wirklich eine wahre Seelenverbindung gelungen, die ich so noch nicht gelesen bzw. erlebt habe. Eine ebenso starke Wirkung hatte für mich die Freundschaft zwischen Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren sowie im späteren Verlauf auch mit den Schwestern Nesta und Elain.  

 

Jeden der entworfenen Charaktere rund um den Hof der Nacht habe ich in mein Herz geschlossen und ich fand es toll, zu lesen, dass gerade Nesta im dritten Teil eine wesentliche Rolle spielt. Denn ich war neugierig, ob und wie sie mit dem Schicksal einer High-Fae umgehen würde. Lediglich Elain war mir mit ihrer Art etwas zu distanziert, wobei ich ihre Haltung und Beweggründe verstand. Trotzdem blieb sie mir dadurch irgendwie unnahbar.

 

Gebannt verfolgt ich die Geschehnisse und kleineren Scharmützel zwischen den High Lords und konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen. Mit Beginn des Krieges und den dadurch entstehenden Kämpfen entstand in meinem Kopf eine Flut von Bildern, die mich sehr stark an die Schlachten von Herr der Ringe erinnerte und ich sah mich als heimlicher Beobachter am Rande des Schlachtfeldes. 

 

Geschickt verbindet die Autorin fast alle losen Fäden zu einem furiosen Finale, welches ihres gleichen sucht. Dabei kommt sie mit teilweise unerwarteten Wendungen daher, die ich nicht habe kommen sehen.

 

Das Ende ist einfach nur Spannung und Dramatik pur und ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch jemals endet.

 

 

Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter (dtv Verlag) von Sarah J. Maas ist phänomental, bombastisch, spannend, aufwühlend, bewegend und einfach zum Niederknien. Ich bin noch immer überwältigt von den vielen Emotionen und Gefühlen während dem Lesen und es fällt mir richtig schwer, das Ganze in Worte zu fassen.

 

Diese Reihe gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern und zum Glück muss sich der Leser noch nicht von dieser wunderbaren und tollen Welt und deren Bewohnern verabschieden. 

 

Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen - 5 von 5 Nosinggläser plus Zigarre.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-das-reich-der-sieben-hofe-3.html