Der Untertitel des Buches ist hier teilweise wörtlich zu nehmen.

Titel: Riders. Schatten und Licht

Übersetzer: Franca Fritz & Heinrich Koop

Verlag: FJB

Ausgabe: Paperback

Seiten: 528

ISBN: 978-3-8414-0223-3

Preis: 16,99 €

 

Quelle des Covers: FJB Verlag

 

 

 

 

 

Bei einem Fallschirmsprung während einer Übung beim Militär, stirbt Gideon Blake - eigentlich, da sich sein Fallschirm nicht öffnet. Doch wie durch ein Wunder überlebt er diesen Aufprall und als sich weitere merkwürdige Dinge ereignen, versteht er die Welt nicht mehr. Während er sich von seinen schweren Verletzungen und Knochenbrüchen relativ zügig erholt, bemerkt er an seinem linken Handgelenk ein Metallarmband. Zunächst geht er von einem medizinischen Gerät aus, doch dieses Band lässt sich nicht entfernen und die Ärzte kennen es nicht.

 

Als er auf einer Party im Wohnheim seiner Schwester auf das geheimnisvolle Mädchen Daryn trifft, gerät die Situation immer mehr aus dem Ruder. Zunächst geht Gideon noch von einem Scherz aus, dass er einer von vier Reitern sein soll, die die Welt retten müssen. Doch als er sich plötzlich mehreren Dämonen gegenüber sieht, die es auf Daryn abgesehen haben, beginnt für ihn ein Kampf um Leben und Tod. 

 

Kann Gideon Daryn beschützen und gemeinsam mit den anderen Reitern die Pläne der Dämonen vereiteln?

 

 

Auf Riders. Schatten und Licht von Veronica Rossi war ich auf Grund der Thematik sehr neugierig. Natürlich sind mir die apokalyptischen Reiter durch diverse Filme ein Begriff, aber ich habe bisher noch nichts darüber gelesen.

 

Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir, da der Schreibstil der Autorin sehr bildlich ist. Auch die Tatsache, dass die Handlung aus zwei Sichtweisen, Vergangenheit und Gegenwart, erzählt wird, machte das Ganze für mich  interessant und spannend.

 

Gideon ist ein junger Mann, der durch den Tod seines Vaters eine schwere Zeit durchlebt. Seine Mutter und seine Schwester Anna machen sich große Sorgen um ihn, da er sich zum Militärdienst gemeldet hat, um seinem Vater so die letzte Ehre zu erweisen. Trotz dieses Verlustes hilft ihm die Zeit bei den Rangers sehr und er kämpft verbissen für einen Platz in einem Spezialteam. Doch leider meint es das Schicksal mit ihm nicht gut und so stirbt er bei einem Fallschirmsprung - eigentlich. 

 

Denn dank einer übernatürlichen Kraft erwacht er mit schweren Verletzungen und Knochenbrüchen im Krankenhaus. Als seine Genesung innerhalb kürzester Zeit voranschreitet, kann Gideon das alles nicht verstehen. Ich mochte ihn, da er ein Kämpfer ist, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Dabei steht ihm allerdings des Öftern seine Wut im Weg, was ihm aber im Kampf gegen die Dämonen hilft.

 

Etwas Licht ins Dunkle bringt das schöne und geheimnisvolle Mädchen, Daryn. Gideon glaubt ihr zunächst nicht und doch ist er von ihr fasziniert. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den anderen drei Reitern.

 

Sebastian, genannt Bas, konnte mich von den anderen Reitern am meisten überzeugen. Er ist so etwas wie der Ruhepol für Gideon und ich mochte ihn sehr. Marcus und Gideon hingegen können sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tod nicht ausstehen und so fliegen zwischen den Beiden immer wieder die Fäuste. Marcus blieb mir leider etwas zu distanziert und farblos. Ebenso Jode, den ich nicht wirklich einschätzen konnte.

 

Gerne hätte ich auch etwas mehr über die Bösewichte erfahren, denn sie bleiben doch allesamt recht blass und so fragte ich mich, was hinter ihrem Plan stecken mochte.

 

Obwohl mir die Handlung gut gefallen hat, habe ich aber auch ein paar Kritikpunkte. Denn die Autorin verzettelt sich meiner Meinung nach bei dieser Suche immer wieder in Wiederholungen (Suche, Kampf, Flucht) und es kristallisiert sich ein "Schema F" heraus. Ein weiterer Punkt war für mich die lange Vorbereitung auf den unvermeidlichen Kampf gegen Die Sippschaft. Obwohl Veronica Rossi bei der Art der Waffen und den Pferden einige gute Ideen bewies, störten mich auch hier die vielen Wiederholungen.

 

Allerdings hat die Autorin das Zusammenwachsen der Gruppe während dem trainieren sehr gut ausgearbeitet. Denn innerhalb einer Zweckgemeinschaft gibt es immer wieder Differenzen und verschiedene Ansichten, die untereinander und miteinander geklärt werden müssen. Ebenso die zarte Liebesgeschichte zwischen Gideon und Daryn empfand ich als realitätsnah und aus dem wahren Leben gegriffen.

 

 

Der Untertitel von Riders. Schatten und Licht ist hier teilweise wörtlich zu nehmen. Die Story läuft des Öfteren nach "Schema F" ab und dies empfand ich beim Lesen als etwas störend.

 

Nichtsdestotrotz konnte mich Veronica Rossi dank des durchaus bildlichen Schreibstils und der Grundidee gut unterhalten, aber nicht zur Gänze überzeugen. Ein guter Auftakt mit Potenzial für mehr. Ich bin auf den zweiten Teil gespannt und werde ihn auf jeden Fall lesen - 3,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/09/rezension-riders-schatten-und-licht-von.html