Eine spannende Fortsetzung, die nicht ganz an den ersten Band ...

Titel: Die Brut - Die Zeit läuft

Autor: Ezekiel Boone

Übersetzer: Rainer Schmidt

Verlag: S. Fischer

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-596-03583-0

Preis: 9,99 €

 

Quelle des Covers: S. Fischer Verlag

 


 

 

Nach dem ersten Angriff der fleischfressenden Spinnen versuchen die Menschen in Europa, Asien und Amerika die Brutstätten ausfindig und unschädlich zu machen. Gleichzeitig betrauern sie die hohen Verluste der gestorbenen Menschen. Die Wissenschaftler aller Nationen stehen noch immer vor einem großen Rätsel, wie es dazu kam und was hinter diesen Angriffen steckt. 

Fieberhaft suchen auch die Wissenschaftlerin Melanie Guyer und ihr Team nach Lösungen und Antworten. Stephanie Pilgrim, Präsidentin der USA, bleibt keine andere Wahl, als Los Angeles durch das Militär weiträumig abzusperren und in eine Quarantänezone, unter Anwendung von Schusswaffengebrauch, zu verwandeln. Die Lage scheint hoffnungslos und als in Japan ein Kokon gefunden wird, der von der Größe her einem Pick-up gleicht, steht fest, dass das Ganze noch nicht zu Ende ist.

Die Lage spitzt sich immer mehr zu, als noch weitere dieser großen Kokons gefunden werden und als die zweite Welle des Angriffes beginnt, wird jedem klar, dass er auf sich alleine gestellt ist...

 


Bereits der erste Band dieser Trilogie von Die Brut - Sie sind da konnte mich sehr für sich einnehmen und so war ich gespannt, wie es im zweiten Teil Die Zeit läuft weitergehen wird.

Die Menschen auf der ganzen Welt trauern und lecken ihre Wunden. Alle Wissenschaftler und Staatsoberhäupter stehen vor einem großen Rätsel. Niemand kann sagen, was die Spinnen zu dieser Tat bewogen hat und wo sie hergekommen sind. Unerbittlich, gefräßig und brutal sind sie über ihre Beute hergefallen. Aber warum und weshalb sind die Spinnen nach der ersten Welle alle gestorben? Was ist ihre Intension?

Diesen Fragen und einigen mehr, geht im Auftrag der US-Präsidentin, auch die Wissenschaftlerin Melanie Guyer nach. Zusammen mit ihrem Team versucht sie Lösungen zu finden, was sich jedoch als sehr zeitintensiv und deprimierend herausstellt. Zeit, die sie nicht wirklich haben.

Wie bereits im ersten Teil, ist auch dieser Band wieder in viele Schauplätze unterteilt. So bewegt sich der Leser zwischen der wissenschaftlichen Einrichtung von Melanie Guyer, der Quarantänezone um Los Angeles, Rio de Janeiro, Desperation in Kalifornien, Japan und anderen Orten hin und her. Diese Art der Erzählung passt zu dieser Story, da alle Handlungsstränge immer mehr zusammenlaufen, um dann in einem weiteren Angriff zu enden.

Dabei beantwortet der Autor zwar einige Fragen, wirft aber auch neue auf und hält somit die Spannung aufrecht. Trotzdem empfand ich den zweiten Band als etwas ruhiger gegenüber seinem Vorgänger, nichtsdestotrotz lässt sich die Geschichte aber zügig lesen.

In dieser Geschichte passiert wirklich viel und um nicht zu sehr zu spoilern, möchte ich nicht weiter darauf eingehen. 

Während dem Lesen konnte ich allerdings die Handlungen von Melanie, Mike und auch der US-Präsidentin verstehen, haben sie doch schwierige Entscheidungen zu treffen. Sei es für die Bevölkerung der USA oder für die eigene Familie. 

 


Dank dem tollen Schreibstil und der äußerst bedrückenden Atmosphäre, lässt sich Die Brut - Die Zeit läuft gut und zügig lesen. Ezekiel Boone schafft es eindrucksvoll, dank der verschiedenen Schauplätze und den vielschichtigen Charakteren, den Leser an die Seiten zu fesseln.

Trotz einiger Fragen auf die die Menschen eine Antwort gefunden haben, bleibt vieles noch immer im Dunkeln und ich bin sehr gespannt, was hinter den Angriffen der allesfressenden Spinnen steckt. Ich habe zwar eine Vermutung, gerade hinsichtlich dem Ende, und kann es daher kaum erwarten, den letzten Band zu lesen.

Auch wenn der zweite Teil etwas ruhiger ist und nicht ganz so brutal, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen - 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

Rezension zu Band 1 - Die Brut - Sie sind da

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/09/rezension-die-brut-die-zeit-lauft-von.html