Ein schöner und gelungener Abschluß der Trilogie.

Titel: Evolution - Die Quelle des Lebens

Verlag: Arena

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 416

ISBN: 978-3-401-60169-4

Preis: 17,99 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Die anstrengende Flucht durch sumpfiges Gebiet und die Wüste haben Jem, Olivia, Katta, Zoe, Arthur, Paul, Leod, Nisha und Ragnar gerade so geschafft. Endlich haben sie die Enklave gefunden und bei den Zeitspringern keimt wieder die Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Zeit auf. Von der Bevölkerung ihrer Zufluchtsstätte werden sie freundlich, aber reserviert aufgenommen. GAIA, die Anführerin, lässt den Neuankömmlingen Wasser, Nahrung und neue Kleidung sowie Unterkünfte zukommen. Als Vermittler werden der Gruppe Sara und Emilia zur Seite gestellt.


Jem macht sich nach wie vor große Sorgen um Lucie und auch um den kleinen Squid. Bei einem Empfang durch den Rat, unter dem Vorsitz von GAIA, erfahren die Freunde, dass Lucie im Koma liegt, da sie stark dehydriert war. Zur Freude aller, erholt sich Lucie doch recht schnell, nur der Squid hat es angeblich nicht geschafft. Argwohn und Misstrauen beschleichen die Freunde und so beginnen sie Fragen zu stellen und müssen sich letztlich entscheiden, auf welcher Seite sie kämpfen wollen.

 

 

Mit großer Vorfreude habe ich zum Abschlußband der Evolution-Trilogie von Thomas Thiemeyer gegriffen, da mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen sind und ich unbedingt wissen wollte, wie alles endet und ob all meine Fragen beantwortet werden. Dies wurden sie zum Glück auch.

 

In Die Quelle des Lebens haben es Jem und die Anderen in die Enklave geschafft. Erschöpft, müde und hungrig sind sie überglücklich dort angekommen zu sein. Nachdem sie sich gestärkt und ausgeruht haben, zeigen ihnen Sara und Emilia, die ihnen von der Anführerin GAIA als Ansprechpersonen zugedacht wurden, die Stadt. Diese ist technisch auf einem sehr hohen Stand. So gibt es eine Art Magnetschwebebahn, Strom, fließendes Wasser sowie ein ausgeklügeltes Verteidigungs- und Abwehrsystem. Den dort lebenden Menschen geht es gut und es herrscht eine gewisse Zufriedenheit. Je länger die Freunde dort sind, umso mehr können sie sich mit dem Gedanken anfreunden, eventuell hier sesshaft zu werden. Aber noch keimt eine gewisse Hoffnung in den Zeitspringern und so lassen sie nichts unversucht, um doch noch einen Weg nach Hause zu finden.


Gerade Jem ist nach der Sache mit Lucie sehr misstrauisch gegenüber GAIA und als Sara hinter ein Geheimnis kommt, beschließen Jem und die Anderen noch mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Plötzlich fühlt sich diese Zufluchtsstätte eher wie ein Gefängnis an. 

 

Durch Sara und Emilia bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in das kuppelähnliche Gebilde, deren Aufbau sowie den Abläufen. So konnte ich mir alles gut vorstellen. Vieles wird hierbei elektronisch bzw. durch Programme gesteuert, was zu einer gewissen Abhängigkeit führt. Doch dies ist den Bewohnern nicht wirklich bewusst. Ich mochte beide Charaktere sehr, da sie das System hinterfragten und bereit waren Risiken einzugehen.


Lucie konnte mich in diesem Band wieder für sich gewinnen. Denn gerade gegen Ende des zweiten Bandes, hatte sie mich etwas genervt. Durch einen gewissen Umstand hatte sie sich zu sehr von der Gruppe entfernt und nahm keine Ratschläge mehr an. Sie wirkte etwas reifer und überlegter auf mich, was mir gut gefallen hat. Dadurch kommen sich Jem und Lucie auch wieder näher.

 

Sehr überrascht war ich von Katta. Kam sie mir in Band eins und zwei eher schüchtern, zurückhaltend und ängstlich vor, so reift sie durch eine bestimmte Situation, die ich nicht näher erläutern möchte. Durch dieses Erlebnis wirkte sie auf mich mutiger. Ihr Kampfgeist war geweckt und sie wurde dadurch ein großer Rückhalt für ihre Freunde im Kampf gegen ihre Feinde.


Auch Marek, den ich eigentlich überhaupt nicht mag, da er für mich ein echter Kotzbrocken ist, konnte mich überraschen. Durch das, was er getan hat und was ich ihm absolut nicht zugetraut hätte, konnte er meine Meinung über sich etwas ins positive ändern. Denn für diese Tat benötigt man viel Mut sowie einen gewissen Gerechtigkeitssinn.


So gipfelt die Story in einen wahren Showdown und gebannt fieberte ich mit Jem, Lucie und den Anderen, ob ihnen der Sieg gelingen würde.

 

 

In Evolution - Die Quelle des Lebens schildert uns Thomas Thiemeyer eindrucksvoll, was geschehen kann, wenn sich der Mensch weiterhin wie die Axt im Walde aufführt und plötzlich eine andere Lebensform die Vorherrschaft übernimmt. Ab diesem Zeitpunkt muss sich der Mensch vor Tieren aller Art in Acht nehmen und seinen Platz auf dieser Erde mehr als erkämpfen. Doch ist es unserer Spezies überhaupt möglich, Einsicht zu erlangen und in einer Koexistenz mit anderen Lebewesen zu leben? Diese und weitere Fragen behandelt der Autor in dieser Trilogie. 

 

Zudem regt die Handlung sehr zum Nachdenken an, da dem Leser ein Spiegel vors Gesicht gehalten wird und es wird wirklich höchste Zeit, dass wir gewillt sind, etwas zu ändern - 4 von 5 Nosinggläser.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/09/rezension-evolution-3-die-quelle-des.html