Sarkasmus, Wortgewandtheit und jede Menge Gewalt

 

Titel: Demon Road (2) - Höllennacht in Desolation Hill

Autor: Derek Landy

Übersetzerin: Ursula Höfker

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 448

ISBN: 978-3-7855-8509-2

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 

 

 

Amber und Milo sind noch immer auf der Flucht vor den Höllenhunden des leuchtenden Dämon Astaroth. Um diesem zu entkommen, versuchen die Beiden nach Desolation Hill zu gelangen. Doch der Weg dorthin ist mit allen möglichen Hindernissen gepflastert. Aber trotz aller Widrigkeiten gelingt es Amber und Milo die Stadt zu finden und sich dort vor den Höllenhunden zu verstecken. 

 

Kaum in der Stadt angekommen, spüren beide, dass mit dieser Stadt etwas nicht stimmt. Eine unsichtbare Kraft lässt gerade Amber immer wieder in ihre Dämonengestalt wechseln. Nur mit Mühe und großer Konzentration gelingt es ihr, ein Mensch zu bleiben. Doch das Verlangen ist schier überwältigend. Die Menschen in Desolation Hill verhalten sich gegenüber Amber und Milo seltsam, sind distanziert und dulden keine Fremden in ihrer Stadt. 

 

Zwar sind sie nun vor den Höllenhunden sicher, doch nicht vor Serienmördern und anderen Handlangern des Leuchtenden Dämons. So sind sich die Beiden immer wieder in einen Kampf verwickelt, der schließlich in Polizeigewahrsam endet. Da das große Festival der Stadt naht, soll sie der Sheriff zur Stadtgrenze und so direkt in die Arme der Höllenhunde bringen. Amber und Milo muss schnell ein Plan einfallen, um dieses zu verhindern. Hilfe bekommen sie dabei unerwartet von einem abgehalfterten Serienstar sowie einer Gruppe Jugendlicher.

 

Wird es der Gruppe gelingen, dem Leuchtenden Dämon ein weiteres Mal zu entkommen und hinter das Geheimnis von Desolation Hill gelangen? 

 

 

Bereits mit dem ersten Band von Demon Road - Hölle und Highway konnte mich Derek Landy voll überzeugen. Schon auf Grund der skurrilen Ideen und der sehr bildlichen Schreibweise des Autors musste ich wissen, wie Ambers und Milos Abenteuer auf der Demon Road weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht.


Alleine auf den ersten 12 Seiten zeigt uns Derek Landy, dass er nicht gerade zimperlich ist und so lässt er gleich 15 Menschen in einem Dinner sterben ... Ich konnte mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen und so freute ich mich auf einen Showdown nach dem anderen. Doch leider weit gefehlt.

 

Denn die Flucht der Beiden vor den Höllenhunden und anderen Schurken schleppte sich etwas dahin, ohne dabei allerdings langweilig zu sein. So begleitete ich Amber und Milo nach Desolation Hill und ab dort spitzte sich die Story immer weiter zu.


Die Dorfbewohner verhalten sich gegenüber Fremden sehr seltsam und möchten diese auf Grund des nahenden Festivals, auf das sie sich schon sehnsüchtig freuen, aus der Stadt jagen. Dabei haben sie die Rechnung ohne Amber Lamont gemacht.


Amber ist reifer geworden, denn sie hat ihre dämonische Seite voll und ganz angenommen und identifiziert sich nun mit dieser. Was ihr gerade im Kampf sehr zu Gute kommt. Ich mag Amber sehr, da sie taff ist, aber doch ihre Menschlichkeit nicht verloren hat. So kämpft sie stets gegen das Dunkle und Böse an.


Auch Milo ist wieder ganz in seinem Element. Er schießt erst und stellt dann (eventuell) Fragen. Auch seine lockere Art und die wenigen Worte, passen absolut zu ihm. Trotzdem ist ihm Amber wichtig und er würde sie gegen jeden verteidigen, der ihr zu nahe kommt.


Gut gefallen hat mir, dass die Beiden ein paar Weggefährten zur Seite gestellt bekommen. So gibt es zum einen einen abgehalfterten und in die Jahre gekommenen Serienstar, der auf seine alten Tage, nochmal so richtig auf Touren kommt. Virgil konnte mich, mit dem was er tat, beeindrucken. Er trägt für mich das Herz an der richtigen Stelle. Und zum anderen eine Gruppe von Jugendlichen, die ebenfalls auf der Demon Road unterwegs sind und versuchen, das Böse zu vernichten. Hier hat mir besonders Kelly gefallen, die in Amber mehr den Menschen, als den Dämon, in ihr sieht.

 

Wie im Titel bereits erwähnt, artet das Ganze in einer wahren Höllennacht aus. Desolation Hill wird zu einem blutigen und gewalttätigen Ort, wo das Grauen wahrlich zu Hause ist. Doch trotz dieser Brutalität und beeindruckenden Detailliertheit, hält Derek Landy hier den Humor hoch und sorgt mit seinen teils sarkastischen Dialogen für eine gewisse Auflockerung. 

 

Auch Ambers Eltern sowie ihre Tante Kirsty und ihr Onkel Grant sind natürlich wieder mit von der Partie und erhoffen sich durch die Gefangennahme von Amber, endlich Ruhe vor dem Leuchtenden Dämon.

 

Das Ende ließ mich kurz innehalten, aber die Idee dahinter finde ich faszinierend und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

 

 

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill von Derek Landy ist wieder ein Buch, welches mich völlig für sich einnehmen konnte und ich habe es daher regelrecht verschlungen.

 

Durch Humor, Sarkasmus, Wortgewandtheit sowie jede Menge Gewalt und Blut schickt uns der Autor im wahrsten Sinne des Wortes einmal in die Hölle und zurück. 

 

Eine schaurig geniale Story, die nichts für schwache Nerven oder Mägen ist. Ich freue mich schon jetzt tierisch auf den dritten Band dieser Reihe, der voraussichtlich im März 2018 erscheinen wird.

 

5 von 5 Nosinggläser

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-demon-road-hollennacht-in.html