Rezension - Infiziert von Teri Terry

 

 Titel: Infiziert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hardcover

Seite: 464

ISBN: 978-3-6496-2599-5

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 

 

Während eines Einkaufs im Supermarkt entdeckt Shay eine Vermisstenanzeige der 12-jährigen Callie. Dank ihrer Fähigkeit sich Ereignisse, Orte und andere Dinge zu merken, wird Shay bewusst, dass sie wohl eine der letzten Menschen war, die Callie gesehen hat. Geschockt von dieser Erkenntnis, dass sie Zeugin einer Entführung wurde, nimmt sie Kontakt zu Callies Halbbruder Kai auf. Gemeinsam mit der Polizei wollen die Beiden versuchen Callie zu finden, auch wenn die Tat schon über ein Jahr zurück liegt. 

 

Doch Callie wurde nicht nur entführt, sondern auch für gewisse Dinge, die ich nicht näher erläutern möchte, missbraucht. Durch einen Ausbruch innerhalb des Laborkomplexes gelangt der Erreger schließlich ins Freie und breitet sich nun über ganz Großbritannien aus.

 

Auf Ihrer Suche quer durch das ganze Land versuchen Shay und Kai seine Halbschwester zu finden. Dies wird immer schwieriger, da immer mehr Gebiete und Ortschaften unter Quarantäne gestellt werden, um eine Ausbreitung der tödlichen Krankheit zu verhindern. Als sich bei Shay erste Symptome der Krankheit zeigen, läuft Kai die Zeit davon. Wird er den Kampf um Shay gewinnen und seine Schwester jemals finden?

 


Ich mag die Bücher, die Ideen und den Schreibstil von Teri Terry sehr, deshalb musste ich ihre neue Dark Matter-Trilogie unbedingt lesen.


In Infiziert erfährt der Leser an der Seite von Shay, in einer Art Rückblende, wie es zum Verschwinden der 12-jährigen Callie kam und dass Shay die Letzte war, die sie gesehen hat. Kurzentschlossen nimmt Shay Kontakt zu Kai, dem Halbbruder von Callie, auf und erzählt ihm von ihren Beobachtungen. Dank ihres fotografischen Gedächtnisses kann Shay der Polizei den Tag der Entführung detailliert schildern und sie hofft, zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen. Doch Shay möchte noch mehr tun, daher beschließt sie Kai auf der Suche nach seiner Halbschwester zu begleiten und das Rätsel um das Verschwinden zu lösen.

 

Dank der kurzen Kapitel und der Tatsache, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Callie, als auch von Shay erzählt wird, entsteht während dem Lesen eine regelrechte Sogwirkung. Diese bewirkt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte, was hinter dem Ganzen steckt. Durch die Ausbreitung der tödlichen Krankheit werden immer mehr Ortschaften und Gebiete weiträumig durch das Militär abgesperrt, was die Suche nach Callie zusätzlich erschwert. Als Shay selbst Anzeichen der Erkrankung zeigt, ahnt Kai bereits, dass ihm wenig Zeit bleibt. Die Spannung nimmt noch weiter zu, als Shay und Kai von Soldaten verfolgt werden. Ab hier überschlagen sich fast die Ereignisse und ich bangte und hoffte, dass sich alles zum Guten wenden würde.

 

Shay hat mir gut gefallen und ich fand sie sehr interessant. Auf Grund ihrer Gabe hat sie es im Leben nicht leicht. Sie wird ständig von Mitschülern geärgert und hat nicht wirklich Freunde mit denen sie Zeit verbringen könnte. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei ist sie mutig und hat das Herz auf dem rechten Fleck.

 

Callie ist ein aufgewecktes und kluges Mädchen. Sie hatte mich mit ihrem Charme und auf Grund der Tatsache, was ihr widerfahren ist, gleich in ihren Bann gezogen. Allerdings kann sie auch ein kleiner Dickkopf sein, wenn mal nicht alles nach ihren Vorstellungen läuft. Besonders ein Aspekt, den ich leider nicht näher beschreiben kann, fasziniert mich an ihr und hier erwarte ich in Band 2 und 3 noch einiges.

 

Kai hat mir ebenfalls gut gefallen, da er alles tut, um seine Halbschwester zu finden und niemals aufgibt. Dabei scheut er keine Konflikte und prügelt sich schon mal mit seinem Stiefvater. Auch wenn ich Gewalt nicht gut heiße, verdeutlicht es seine Liebe und Zuneigung gegenüber seiner Schwester. Durch die Kontaktaufnahme von Shay keimt neue Hoffnung in ihm auf, dieses Ziel endlich zu erreichen. Während der gemeinsamen Reise quer durch Schottland kommen sich die beiden näher und ich konnte seine Gefühlslage gut nachvollziehen.

 


Ein spannender und durchweg gelungener Auftakt der neuen Trilogie von Teri Terry, auch wenn die Idee mit dem Ausbruch einer tödlichen Seuche nicht wirklich neu ist und ich ein paar Dinge im Voraus geahnt habe, hat mir das den Lesespaß nicht genommen. 

 

Durch den wunderbaren Schreibstil, dem gewählten Mix aus Realität und Fiktion sowie einem Hauch Mystery, liest sich das Buch sehr schnell und ist dabei temporeich und sehr kurzweilig. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit Callie, Shay und Kai weitergeht und was hinter allem steckt - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/07/rezension-infiziert-von-teri-terry.html