Uwes-Leselounge

Auf meinem Blog UWES-LESELOUNGE findet Ihr Bücher aus den Bereichen Jugenbuch, Dystopie, Fantasy, Krimi & Thriller und Horror. Ich freue mich auf euren Besuch :)

Ein schöner und gelungener Abschluß der Trilogie.

Titel: Evolution - Die Quelle des Lebens

Verlag: Arena

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 416

ISBN: 978-3-401-60169-4

Preis: 17,99 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Die anstrengende Flucht durch sumpfiges Gebiet und die Wüste haben Jem, Olivia, Katta, Zoe, Arthur, Paul, Leod, Nisha und Ragnar gerade so geschafft. Endlich haben sie die Enklave gefunden und bei den Zeitspringern keimt wieder die Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Zeit auf. Von der Bevölkerung ihrer Zufluchtsstätte werden sie freundlich, aber reserviert aufgenommen. GAIA, die Anführerin, lässt den Neuankömmlingen Wasser, Nahrung und neue Kleidung sowie Unterkünfte zukommen. Als Vermittler werden der Gruppe Sara und Emilia zur Seite gestellt.


Jem macht sich nach wie vor große Sorgen um Lucie und auch um den kleinen Squid. Bei einem Empfang durch den Rat, unter dem Vorsitz von GAIA, erfahren die Freunde, dass Lucie im Koma liegt, da sie stark dehydriert war. Zur Freude aller, erholt sich Lucie doch recht schnell, nur der Squid hat es angeblich nicht geschafft. Argwohn und Misstrauen beschleichen die Freunde und so beginnen sie Fragen zu stellen und müssen sich letztlich entscheiden, auf welcher Seite sie kämpfen wollen.

 

 

Mit großer Vorfreude habe ich zum Abschlußband der Evolution-Trilogie von Thomas Thiemeyer gegriffen, da mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen sind und ich unbedingt wissen wollte, wie alles endet und ob all meine Fragen beantwortet werden. Dies wurden sie zum Glück auch.

 

In Die Quelle des Lebens haben es Jem und die Anderen in die Enklave geschafft. Erschöpft, müde und hungrig sind sie überglücklich dort angekommen zu sein. Nachdem sie sich gestärkt und ausgeruht haben, zeigen ihnen Sara und Emilia, die ihnen von der Anführerin GAIA als Ansprechpersonen zugedacht wurden, die Stadt. Diese ist technisch auf einem sehr hohen Stand. So gibt es eine Art Magnetschwebebahn, Strom, fließendes Wasser sowie ein ausgeklügeltes Verteidigungs- und Abwehrsystem. Den dort lebenden Menschen geht es gut und es herrscht eine gewisse Zufriedenheit. Je länger die Freunde dort sind, umso mehr können sie sich mit dem Gedanken anfreunden, eventuell hier sesshaft zu werden. Aber noch keimt eine gewisse Hoffnung in den Zeitspringern und so lassen sie nichts unversucht, um doch noch einen Weg nach Hause zu finden.


Gerade Jem ist nach der Sache mit Lucie sehr misstrauisch gegenüber GAIA und als Sara hinter ein Geheimnis kommt, beschließen Jem und die Anderen noch mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Plötzlich fühlt sich diese Zufluchtsstätte eher wie ein Gefängnis an. 

 

Durch Sara und Emilia bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in das kuppelähnliche Gebilde, deren Aufbau sowie den Abläufen. So konnte ich mir alles gut vorstellen. Vieles wird hierbei elektronisch bzw. durch Programme gesteuert, was zu einer gewissen Abhängigkeit führt. Doch dies ist den Bewohnern nicht wirklich bewusst. Ich mochte beide Charaktere sehr, da sie das System hinterfragten und bereit waren Risiken einzugehen.


Lucie konnte mich in diesem Band wieder für sich gewinnen. Denn gerade gegen Ende des zweiten Bandes, hatte sie mich etwas genervt. Durch einen gewissen Umstand hatte sie sich zu sehr von der Gruppe entfernt und nahm keine Ratschläge mehr an. Sie wirkte etwas reifer und überlegter auf mich, was mir gut gefallen hat. Dadurch kommen sich Jem und Lucie auch wieder näher.

 

Sehr überrascht war ich von Katta. Kam sie mir in Band eins und zwei eher schüchtern, zurückhaltend und ängstlich vor, so reift sie durch eine bestimmte Situation, die ich nicht näher erläutern möchte. Durch dieses Erlebnis wirkte sie auf mich mutiger. Ihr Kampfgeist war geweckt und sie wurde dadurch ein großer Rückhalt für ihre Freunde im Kampf gegen ihre Feinde.


Auch Marek, den ich eigentlich überhaupt nicht mag, da er für mich ein echter Kotzbrocken ist, konnte mich überraschen. Durch das, was er getan hat und was ich ihm absolut nicht zugetraut hätte, konnte er meine Meinung über sich etwas ins positive ändern. Denn für diese Tat benötigt man viel Mut sowie einen gewissen Gerechtigkeitssinn.


So gipfelt die Story in einen wahren Showdown und gebannt fieberte ich mit Jem, Lucie und den Anderen, ob ihnen der Sieg gelingen würde.

 

 

In Evolution - Die Quelle des Lebens schildert uns Thomas Thiemeyer eindrucksvoll, was geschehen kann, wenn sich der Mensch weiterhin wie die Axt im Walde aufführt und plötzlich eine andere Lebensform die Vorherrschaft übernimmt. Ab diesem Zeitpunkt muss sich der Mensch vor Tieren aller Art in Acht nehmen und seinen Platz auf dieser Erde mehr als erkämpfen. Doch ist es unserer Spezies überhaupt möglich, Einsicht zu erlangen und in einer Koexistenz mit anderen Lebewesen zu leben? Diese und weitere Fragen behandelt der Autor in dieser Trilogie. 

 

Zudem regt die Handlung sehr zum Nachdenken an, da dem Leser ein Spiegel vors Gesicht gehalten wird und es wird wirklich höchste Zeit, dass wir gewillt sind, etwas zu ändern - 4 von 5 Nosinggläser.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/09/rezension-evolution-3-die-quelle-des.html

Spannend, nicht vorhersehbar und einfach toll geschrieben

Titel: Aquila

Verlag: Loewe

Ausgabe: Klappenbroschur

Seiten: 432

ISBN: 978-3-7855-8613-6

Preis: 16,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag


 

 

 

Als Nika mit Jeans und T-Shirt in ihrem Bett erwacht, ahnt sie nicht, was die nächsten Stunden und Tage für sie bereithalten werden. Ihr Kopf fühlt sich an, als hätte sie zu viel getrunken und völlig über die Stränge geschlagen, was eigentlich nicht ihre Art ist. Leicht desorientiert schleppt sie sich ins Bad und sieht eine Nachricht mit den Worten "Letzte Chance" auf dem Badezimmerspiegel.

 

Auf der Suche nach Antworten durchwühlt sie ihre Jeans und findet einen Zettel mit seltsamen Botschaften und Anweisungen. Noch mysteriöser wird das Ganze, als Nika feststellt, dass Jenny wie vom Erdboden verschluckt ist. Auch ihr Handy, ihre Schlüssel und ihr Pass sind verschwunden und weshalb ist die Wohnungstür verschlossen? Ist die gemeinsame Party mit Jenny und ihrem Freund Lennard so ausgeartet? Hat sie sich daneben benommen? Alles Fragen, auf die Nika keine Antworten erhält.

 

Fest davon überzeugt, dass es Sonntag ist schaltet sie den Fernseher ein und muss zu ihrem Schrecken feststellen, dass es bereits Dienstag ist. Nika fehlen somit zwei Tage, an die sie sich nicht erinnern kann.


So bleibt Nika nichts anderes übrig, als diese zwei Tage irgendwie zu rekonstruieren. Doch wie soll ihr dabei dieser ominöse Zettel helfen und wo steckt Jenny?

 


Ursula Poznanskis neues Jugendbuch Aquila klang vom Klappentext schon sehr geheimnisvoll und meine Neugierde, was mit Nika geschehen ist, war sofort geweckt. Die Story beginnt ohne große Erklärungen mit dem Erwachen von Nika in ihrem Bett. Der Leser hat den gleichen Stand wie die Protagonistin, nämlich absolut keine Ahnung über die vergangenen Ereignisse, was mich ebenfalls faszinierte. So begab ich mich gemeinsam mit Nika auf Recherche, um die Hintergründe zu erfahren. Obwohl ich ein geübter Krimi- & Thrillerleser bin, konnte mich die Autorin immer wieder auf eine falsche Fährte locken.


Nika ist für ein Jahr in Siena, um ein Auslandsstudium zu absolvieren. Eines Abends geht sie mit ihrer Mitbewohnerin Jenny und deren Freund Lennard feiern. Zwar hat sie noch ein paar Erinnerungen an diesen Abend, doch diese sind lückenhaft oder die wenigen Bilder sind nur verschwommen zu erkennen. Da Jenny nicht da ist, verspricht sich Nika Hilfe von Lennard. Und obwohl dieser ein wenig Licht in die Angelegenheit bringen kann, hilft dies Nika nicht wirklich weiter. So versucht sie diese Nacht auf eigene Faust nachzuvollziehen und stößt auf noch mehr Ungereimtheiten.


Nika hat mir gut gefallen, da sie willensstark und mutig ist. Als dann noch die Polizei ins Spiel kommt, konnte ich ihre Angst, die Wut und Enttäuschung über die wenigen Erfolge, die sie errungen hatte, nachvollziehen. Und trotzdem gab sie niemals auf, was mich beeindruckte. Hilfe bekommt sie von dem gutaussehenden und attraktiven Stefano, den sie durch eine Mitstudentin kennenlernt. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?


Stefano konnte ich ihn auch nicht wirklich einschätzen. Er kümmert sich zwar auffallend rührend um Nika, aber ich fragte mich, was wohl dahinter stecken mochte. Nichtsdestotrotz kam ich nicht umhin, ihn sympathisch zu finden und seine Beweggründe konnte ich gut nachvollziehen.

 

Viel mehr möchte ich über die Story nicht erzählen, da man dieses Buch einfach selbst lesen und gemeinsam mit der Protagonistin die Geheimnisse entdecken muss. Dabei ist Aquila stets spannend, mysteriös und einfach nur toll geschrieben. Immer wieder konstruierte ich mir ein Bild über die Geschehnisse. Dachte ich, nun wäre es mir gelungen, etwas Licht ins Dunkle zu bringen, sah ich mich gezwungen, dieses im nächsten Moment wieder zu verwerfen. Diese Art der Rätsel mag ich sehr und ich verbrachte ich tolle Lesestunden mit der  Geschichte.

 


Obwohl ich bereits einige Krimis & Thriller gelesen habe, konnte mich Ursula Poznanski immer wieder auf eine falsche Fährte locken. Spannend und mit vielen Ideen und Wendungen hat die Autorin hier eine tolle Geschichte in einer wunderbaren Kulisse geschaffen. Den Schreibstil empfand ich als sehr bildlich und ich fühlte mich während dem Lesen als ob ich selbst in Siena gewesen wäre.

Ich kann Aquila jedem empfehlen, der gerne miträtselt und Vermutungen anstellt, was geschehen sein könnte. Sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/09/rezension-aquila-von-ursula-poznanski.html

Eine interessante Geschichte, die aber leider nicht ganz an den 1. Band heran kommt.

 

Titel: Antonia rettet die Welt 2 - Schildkrötenküsse

Autor: Katrin Zipse

Verlag: Magellan

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 269

ISBN: 978-3-7348-5017-2

Preis: 14,95 €

 

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 




Antonias beste Freundin Paulina möchte unbedingt an einem Tanzkurs teilnehmen. Problem dabei ist, dass ihr Freund Bekir davon so gar nichts wissen möchte. Er findet Tanzen uncool und weigert sich mitzumachen. Aber so ganz ohne Tanzpartner ist das natürlich voll doof. Zum Glück bietet Nico, ein Junge aus der Parallelklasse, Jungs als Tanzpartner an. Seltsam nur, dass die Mädchen die Fotos der potentiellen Partner niemandem zeigen dürfen.

 

Antonia wittert hier krumme Sachen und beginnt zu ermitteln. Nebenbei führt sie noch eine Studie über biologische Mittel gegen Läuse an sich und den Gremlins (die jüngeren Brüder von Paulina) durch. Und wie um Himmels willen hängen die Ermittlungen von Ben und Jonas mit dem Tanzkurs und der Partnervermittlung zusammen? Wieder einmal viel Arbeit für Antonia...

 

 

Der erste Band von Katrin Zipse mit dem Titel Antonia rettet die Welt - Papageienparty (Link zur Rezension) konnte mich begeistern und ich hatte diesen mit 5 Nosinggläsern bewertet. Entsprechend hoch waren nun meine Erwartungen an den zweiten Band. Vielleicht zu hoch!


Obwohl die Geschichte recht spannend und Antonia wieder voll in ihrem Element ist, empfand ich sie dieses Mal als etwas anstrengend. Antonias Art ist es, sich in alles einzumischen und die Dinge dadurch eher schlimmer, als besser zu machen. Dies verdankt sie ihrer recht blühenden Fantasie und Vorstellungskraft. So "kümmert" sie sich um die Kopfläuse der Gremlins, da ja schließlich auch diese Tiere vor dem Tod bewahrt werden müssen. Versucht ihre Schwester zum Lernen fürs Abitur zu bewegen und geht der Frage nach, wo Nico die Jungs für den Tanzkurs aufgetrieben hat. Antonia wittert hinter allem und jedem eine Verschwörung oder sogar illegale Geschäfte. Trotz ihrer Macken und ihrer Hartnäckigkeit, muss man das Mädchen einfach gern haben.

 

Als Antonia auf den schüchternen Laszlo trifft, melden sich auch bei ihr erste zarte Gefühle. Sie mag diesen Jungen, aber für die Liebe hat sie eigentlich gerade so gar keine Zeit und so sorgen diese Gefühle für noch mehr Chaos und Verwirrung bei ihr. Sie steigert sich immer mehr in ihre Vermutungen hinein und begibt sich so in Gefahr. Manchmal kam es mir so vor, als dass Antonia den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah.


Auch Paulina ist natürlich wieder mit von der Partie und meldet sich und ihren Freund, Bekir, ohne dies mit ihm voher abzusprechen, bei einem Tanzkurs an. Dieser ist alles andere als begeistert und weigert sich strickt, daran teilzunehmen. Paulina ist eingeschnappt, lässt Bekirs Nachrichten unbeantwortet und beachtet ihn nicht. Was natürlich nicht gerade zur Lösung des Problems beiträgt. Zusätzlich muss Paulina mal wieder auf ihre Brüder aufpassen, da diese sich Kopfläuse eingefangen haben.

 

Nichtsdestotrotz lässt sich die Story flüssig lesen und hält immer wieder lustige Situationen bereit. Auch eine gewisse Spannung ist vorhanden, trotzdem konnte mich dieser zweite Band nicht vollständig überzeugen.

 


In Antonia rettet die Welt - Schildkrötenküsse behandelt Katrin Zipse (Magellan Verlag) Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, die erste Liebe und die damit einhergehenden Teenagerprobleme. Dabei webt sie auch geschickt gesellschaftskritische Bereiche, wie z. B. Jugendliche die aus sozialen Randgruppen kommen, gut mit in die Geschichte ein. Der Schreibstil ist wieder lustig, locker und so lässt sich das Buch flüssig lesen. 

 

Obwohl ich von Antonias Art teilweise etwas leicht genervt war, hat mir die Story an sich gut gefallen und daher vergebe ich 4 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-antonia-rettet-die-welt.html

Sarkasmus, Wortgewandtheit und jede Menge Gewalt

 

Titel: Demon Road (2) - Höllennacht in Desolation Hill

Autor: Derek Landy

Übersetzerin: Ursula Höfker

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 448

ISBN: 978-3-7855-8509-2

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 

 

 

Amber und Milo sind noch immer auf der Flucht vor den Höllenhunden des leuchtenden Dämon Astaroth. Um diesem zu entkommen, versuchen die Beiden nach Desolation Hill zu gelangen. Doch der Weg dorthin ist mit allen möglichen Hindernissen gepflastert. Aber trotz aller Widrigkeiten gelingt es Amber und Milo die Stadt zu finden und sich dort vor den Höllenhunden zu verstecken. 

 

Kaum in der Stadt angekommen, spüren beide, dass mit dieser Stadt etwas nicht stimmt. Eine unsichtbare Kraft lässt gerade Amber immer wieder in ihre Dämonengestalt wechseln. Nur mit Mühe und großer Konzentration gelingt es ihr, ein Mensch zu bleiben. Doch das Verlangen ist schier überwältigend. Die Menschen in Desolation Hill verhalten sich gegenüber Amber und Milo seltsam, sind distanziert und dulden keine Fremden in ihrer Stadt. 

 

Zwar sind sie nun vor den Höllenhunden sicher, doch nicht vor Serienmördern und anderen Handlangern des Leuchtenden Dämons. So sind sich die Beiden immer wieder in einen Kampf verwickelt, der schließlich in Polizeigewahrsam endet. Da das große Festival der Stadt naht, soll sie der Sheriff zur Stadtgrenze und so direkt in die Arme der Höllenhunde bringen. Amber und Milo muss schnell ein Plan einfallen, um dieses zu verhindern. Hilfe bekommen sie dabei unerwartet von einem abgehalfterten Serienstar sowie einer Gruppe Jugendlicher.

 

Wird es der Gruppe gelingen, dem Leuchtenden Dämon ein weiteres Mal zu entkommen und hinter das Geheimnis von Desolation Hill gelangen? 

 

 

Bereits mit dem ersten Band von Demon Road - Hölle und Highway konnte mich Derek Landy voll überzeugen. Schon auf Grund der skurrilen Ideen und der sehr bildlichen Schreibweise des Autors musste ich wissen, wie Ambers und Milos Abenteuer auf der Demon Road weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht.


Alleine auf den ersten 12 Seiten zeigt uns Derek Landy, dass er nicht gerade zimperlich ist und so lässt er gleich 15 Menschen in einem Dinner sterben ... Ich konnte mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen und so freute ich mich auf einen Showdown nach dem anderen. Doch leider weit gefehlt.

 

Denn die Flucht der Beiden vor den Höllenhunden und anderen Schurken schleppte sich etwas dahin, ohne dabei allerdings langweilig zu sein. So begleitete ich Amber und Milo nach Desolation Hill und ab dort spitzte sich die Story immer weiter zu.


Die Dorfbewohner verhalten sich gegenüber Fremden sehr seltsam und möchten diese auf Grund des nahenden Festivals, auf das sie sich schon sehnsüchtig freuen, aus der Stadt jagen. Dabei haben sie die Rechnung ohne Amber Lamont gemacht.


Amber ist reifer geworden, denn sie hat ihre dämonische Seite voll und ganz angenommen und identifiziert sich nun mit dieser. Was ihr gerade im Kampf sehr zu Gute kommt. Ich mag Amber sehr, da sie taff ist, aber doch ihre Menschlichkeit nicht verloren hat. So kämpft sie stets gegen das Dunkle und Böse an.


Auch Milo ist wieder ganz in seinem Element. Er schießt erst und stellt dann (eventuell) Fragen. Auch seine lockere Art und die wenigen Worte, passen absolut zu ihm. Trotzdem ist ihm Amber wichtig und er würde sie gegen jeden verteidigen, der ihr zu nahe kommt.


Gut gefallen hat mir, dass die Beiden ein paar Weggefährten zur Seite gestellt bekommen. So gibt es zum einen einen abgehalfterten und in die Jahre gekommenen Serienstar, der auf seine alten Tage, nochmal so richtig auf Touren kommt. Virgil konnte mich, mit dem was er tat, beeindrucken. Er trägt für mich das Herz an der richtigen Stelle. Und zum anderen eine Gruppe von Jugendlichen, die ebenfalls auf der Demon Road unterwegs sind und versuchen, das Böse zu vernichten. Hier hat mir besonders Kelly gefallen, die in Amber mehr den Menschen, als den Dämon, in ihr sieht.

 

Wie im Titel bereits erwähnt, artet das Ganze in einer wahren Höllennacht aus. Desolation Hill wird zu einem blutigen und gewalttätigen Ort, wo das Grauen wahrlich zu Hause ist. Doch trotz dieser Brutalität und beeindruckenden Detailliertheit, hält Derek Landy hier den Humor hoch und sorgt mit seinen teils sarkastischen Dialogen für eine gewisse Auflockerung. 

 

Auch Ambers Eltern sowie ihre Tante Kirsty und ihr Onkel Grant sind natürlich wieder mit von der Partie und erhoffen sich durch die Gefangennahme von Amber, endlich Ruhe vor dem Leuchtenden Dämon.

 

Das Ende ließ mich kurz innehalten, aber die Idee dahinter finde ich faszinierend und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

 

 

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill von Derek Landy ist wieder ein Buch, welches mich völlig für sich einnehmen konnte und ich habe es daher regelrecht verschlungen.

 

Durch Humor, Sarkasmus, Wortgewandtheit sowie jede Menge Gewalt und Blut schickt uns der Autor im wahrsten Sinne des Wortes einmal in die Hölle und zurück. 

 

Eine schaurig geniale Story, die nichts für schwache Nerven oder Mägen ist. Ich freue mich schon jetzt tierisch auf den dritten Band dieser Reihe, der voraussichtlich im März 2018 erscheinen wird.

 

5 von 5 Nosinggläser

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-demon-road-hollennacht-in.html

Eine beeindruckende Geschichte, die man gelesen haben sollte

 

Titel: Diamantkrieger-Saga (3) - Tashiras Bestimmung

Verlag: cbt Verlag

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 480

ISBN: 978-3-570-16426-6

Preis: 17,99 €

 

Quelle des Covers: cbt Verlag


Sara hat es endlich geschafft, sie ist eine ausgebildete Diamantkriegerin und ein vollständiges Mitglied der Gemeinschaft. Somit ist sie ihrem Ziel, den Kampf gegen die Hydra aufzunehmen, ein großes Stück näher gekommen. Aber noch muss sich Tashira, so ihr Kriegername, in Geduld üben. Denn Kailash, der oberste Führer der Diamantkrieger, hat eine Aufgabe für Sara. Sie soll dem Menschen vergeben, der ihr am meisten wehgetan hat und den sie abgrundtief hasst. Zweifel und Angst nagen an ihr, da sie sich nicht sicher ist, ob sie diese Aufgabe bewältigen kann, doch Tashira löst diese Prüfung und in ihr Inneres kehrt so etwas wie Ruhe und Zufriedenheit ein.

Um den Kampf gegen die Mächte der Unterwelt aufnehmen zu können, reisen Damir und Tashira gemeinsam durch die Wüste. Ihr Ziel ist ein abgelegener Wüstentempel in dem sie Kailash bereits erwartet. Auch Tianna und La Loba sind dort, um sich auf die Auseinandersetzung vorzubereiten.

Wird sich Tashiras Bestimmung erfüllen und kann sie das Böse wirklich vernichten?

Ich habe ein wenig Zeit benötigt, um meine Rezension zum dritten Band der Diamantkrieger-Saga - Tashiras Bestimmung von Bettina Belitz zu schreiben. Denn die Geschichte hat mich sehr bewegt und hallt - auch auf Grund einer persönlichen Situation innerhalb meiner Familie - noch immer in mir nach. Die Autorin schließt nahtlos an das Ende des zweiten Bandes an, was mir den Einstieg erleichterte. Auch begann die Story recht ruhig und dies setzte sich auch zu großen Teilen fort. Hier hätte ich mir zwar etwas mehr Spannung gewünscht, trotzdem lässt sich das Buch flüssig lesen und es war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das Ende konnte mich absolut überzeugen und es regt sehr zum Nachdenken an. Ich bin kein spiritueller Mensch, doch eines hat mir das Lesen der Diamantkrieger-Saga vor Augen geführt. Nämlich sich in unserer immer hektischer werdenden Welt Ruhephasen zu gönnen, um eine innere Ausgeglichenheit und Balance zu finden. Tun wir dies nicht, gehen wir früher oder später daran zu Grunde.

Sara lies mich des Öfteren verzweifeln, da sie teilweise noch immer in ihr altes Muster zurückfällt. Sie denkt zu viel, anstatt sich auf ihr Inneres zu konzentrieren. Aber manchmal ist ein Schritt zurück auch zwei vorwärts. Ich war gespannt, ob Sara die Kraft und innere Stärke hat, sich dem unausweichlichen zu stellen. Im weiteren Verlauf besinnt sich Sara auf das Erlernte bei La Loba und vertraut auf ihre innere Stimme.

Auch Damir ging mir mit seiner Unschlüssigkeit zu Beginn des Buches etwas auf die Nerven. Doch er konnte mich dann doch noch überraschen und seine Beweggründe und sein Handeln waren für mich schlüssig und nachvollziehbar.

Tianna, Damir´s Frau, tritt endlich aus dem Schatten ihres Mannes. Schon in Band zwei La Lobas Versprechen hoffte ich, noch mehr über sie zu erfahren und mein Hoffen wurde erhört. Ich empfand sie als mutig, selbstlos und unerschrocken. Aufopferungsvoll unterstützt sie Sara in ihrem Tun und Handeln, was mir sehr gut gefallen hat.

La Loba ist immer an Sara´s Seite, um sie zu unterstützen und ihr Halt zu geben, sie aber immer mal wieder zurechtzuweisen und an das Wichtigste zu erinnern. Einem Lichtstrahl gleich erhellt sie Sara´s Weg.

Gut gefallen hat mir, dass Bettina Belitz das Setting in die Wüste verlegt hat. Durch den bildlichen Schreibstil war ich praktisch an der Seite von Sara und so spürte ich nicht nur die Temperaturen und den Sand auf der Haut, sondern auch die besondere Atmosphäre innerhalb des Tempels.

Das Ende und der Kampf gegen die Hydra überraschten mich, da ich mit diesem nicht wirklich gerechnet hatte. Aber gerade diese Schlußszene hat mir gefallen, auch wenn die Autorin nicht alle meine Fragen beantwortet hat. Denn durch dieses gewählte Szenario, gewährt sie viel Raum für eine eigene Interpretation dieser Trilogie.

In der Diamantkrieger-Saga steckt sehr viel Tiefsinn, Spiritualität sowie eine gewisse Wahrheit über uns Menschen. Wir sollten lernen, die Augen nicht vor dem Wesentlichen zu verschließen, sondern sie zu öffnen, um wirklich zu "sehen".

Aus der von Bettina Belitz geschaffenen Geschichte kann man sehr viel für sich, aber auch im Umgang mit den Menschen, herausziehen. So kann sie dem Leser Kraft, Mut, Wärme und Licht sowie Trost, Halt und innere Ausgeglichenheit spenden. Sofern man hierfür offen ist und dieses zulässt.

Ich kann jedem empfehlen diese Trilogie zu lesen, da sie einem viel geben kann - 4 von 5 Nosinggläser.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-diamantkrieger-saga-3.html

Eine spannende, brutale und facettenreiche Story mit Sogwirkung

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen: Roman - Sarah J. Maas, Alexandra Ernst

Titel: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzerin: Alexandra Ernst

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 480

ISBN: 978-3-423-76163-5

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 

 

 

Die junge Feyre hat kein einfaches Leben. Als Kind wohlhabender Eltern geboren und aufgewachsen muss sie nicht nur den Tod ihrer Mutter verkraften, sondern auch durch Fehlspekulationen bei Geschäften ihres Vaters, in ärmlichen Verhältnissen leben. Ihr Vater versteckt sich lieber hinter seiner Hilflosigkeit und in seinem Selbstmitleid. Die beiden älteren Schwestern sind sich für die Hausarbeit zu fein und so bleibt Feyre nichts anderes übrig, als die ganze Arbeit mehr oder weniger alleine zu verrichten. So geht sie unter anderem auch auf die Jagd, obwohl der Wald nicht gerade der sicherste Ort ist. Aber um an etwas essbares zu kommen, bleibt ihr keine andere Wahl.


Als sie eines Morgens das Haus verlässt, um wieder auf die Jagd zu gehen, hofft sie, erfolgreich zu sein, da die Vorräte so gut wie aufgebraucht sind. Sie kauert stundenlang frierend im kalten Schnee und als sie die Hoffnung fast schon aufgegeben hat, entdeckt sie doch noch ein Reh. Aber sie ist nicht der einzige Jäger, der es auf die Beute abgesehen hat. Ein großer Wolf will das Tier ebenso erbeuten und Feyre muss blitzschnell handeln, um das Reh nicht zu verlieren. Ihr Entschluß steht fest und als sie den Pfeil auf die Sehne legt, schaut der Wolf ihr direkt in die Augen. Doch warum flieht der Wolf nicht oder greift sie sogar an? Feyre ist sich ganz sicher, dass es sich hier um einen Fae handelt und da ihr Hass auf diese Wesen sehr groß ist, lässt sie den Pfeil los und tötet die beiden Tiere. Überglücklich für sich und ihre Familie Nahrung zu haben und die Tierhäute verkaufen zu können, schleppt Feyre die beiden Tiere nach Hause. 

 

Doch der Preis für Ihren Mord ist hoch, denn schon bald wird sie vom König des Frühlingshofes entführt. Als Strafe muss sie fortan ihr Leben im Reich der Fae verbringen. Was geschieht mit ihrer Familie und kann Feyre einen Ausweg finden? Gibt es überhaupt eine Zukunft für sie?

 

 

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen ist eine moderne Adaption zu Die Schöne und das Biest und da ich dieses Märchen sehr mag, war mir klar, dass ich dieses Buch von Sarah J. Maas unbedingt lesen muss. Allerdings habe ich nicht mit dieser Geschichte gerechnet.

 

Der Autorin ist hier eine sehr spannende, brutale und facettenreiche Story gelungen, die mich nicht losgelassen hat. Dabei ist der Schreibstil zugleich lieblich, wie bildgewaltig. Ebenso überzeugten mich die tollen und vielschichtigen Charaktere, der Weltenaufbau und die allseits verströmende Magie auf jeder einzelnen Seite. So konnte ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen.


Prythian, das Reich der Fae, ist ein sehr brutales und herzloses Land. Ausgelöst durch die Tyrannei von Amarantha, einer herzlosen, gewaltigen, skrupellosen und nach Macht gierenden Frau, deren Ziel es ist, die Menschheit zu vernichten und über die gesamte Welt zu herrschen. Sie regiert mit eiserner Hand, ist gegenüber ihren Feinden unerbittlich und kennt kein Erbarmen. Eine Frau, bei der man Gänsehaut bekommt und einem sich die Haare aufstellen.

 

Sehr beeindruckt bin ich von Feyre, die sich niemals in ihr Schicksal ergeben hat und für sich und später auch für andere einsteht und bis zum Äußersten kämpft. Aufgrund ihres schlechten Gewissens und der Angst um ihre Familie, versucht sie einen Ausweg aus ihrer fast hoffnungslosen Situation zu finden. So kann sie nur an Flucht denken und vergisst dabei die eventuell daraus resultierenden Konsequenzen für sich und ihre Familie. Im weiteren Verlauf der Geschichte muss Feyre allerdings erkennen, dass es auch einen anderen Weg gibt. Nur kann man ein Biest lieben, um die, die man liebt und die einem wichtig sind, zu retten? Ein sehr starker und wunderbar gestalteter Charakter.

 

Auch Tamlin, der König des Frühlingshofes, hat mir mit seiner Art und den Taten gut gefallen, da er für seine Untertanten alles erdenklich Mögliche versucht. Dabei scheint das Ganze von vornherein zum Scheitern verurteilt zu sein. Seine Zweifel, aber auch seine unermüdlichen Versuche, gegen dass Unvermeidliche zu kämpfen, konnten mich überzeugen. Er zeigt eindrucksvoll, das auch in einem Monster Liebe stecken kann.

 

Sehr interessant fand ich Rhysand, da dieser im wahrsten Sinne des Wortes absolut undurchsichtig und unberechenbar ist. Und doch hat er eine unheimliche Anziehungskraft, der es schwer ist zu widerstehen. Von ihm erhoffe ich mir im zweiten Band noch einiges.

 

Mein heimlicher Liebling jedoch ist Lucien. Ein humorvoller und liebenswerter Kerl, der für seine Freunde alles tun würde. Aufopferungsvoll unterstützt er Tamlin in seinen Bemühungen. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und ihn kann man einfach nur lieben.

 

Der unausweichliche Showdown ließ mich gemeinsam mit Feyre, Tamlin und den Anderen mitfiebern und nahm mich völlig für sich ein. Atemlos blätterte ich Seite um Seite um und wollte nicht, dass die Geschichte zu Ende geht.

 

 

Fesselnd und actionreich beschreibt Sarah J. Maas in Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen das Leben der Menschen und der Fae sowie deren Kampf gegeneinander. Beeindruckt bin ich von der Vielschichtigkeit der einzelnen Wesen unter den Fae, die in einer Gesellschaft leben, die auf Hass und Neid aufgebaut und durch Macht und Gier zerfressen ist. 

 

Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-das-reich-der-sieben-hofe.html

Eine Achterbahn der Gefühle

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 

Im Hause Carbon hängt der Haussegen schief, denn die Eltern von Lizzy und Max haben plötzlich kein Verständnis mehr füreinander. Das Ganze wächst zu einer Ehekrise heran, als sich die Mutter in beruflicher Hinsicht weiterbilden möchte und sowohl den Haushalt und die Kindererziehung vernachlässigt. Der Vater kann die Beweggründe seiner Frau nicht nachvollziehen und blockt alles ab. So bleibt der Einkauf an Lizzy hängen, da der Vater nichts tut und lieber zur Flasche greift. Doch wäre das nicht alles schon genug für Lizzy, beginnt ihre beste Freundin Kristine sich plötzlich in jeden Jungen zu verknallen. Als Dominik, ein neuer Schüler, am Gymnasium auftaucht, ist Lizzy ganz hin und weg. Fühlt sich so Liebe an? Zum Glück gibt es ja noch Nils, den neuen Nachbarn, der Lizzy in allen Lebens- und Liebeslagen zur Seite steht. Aber als dieser sich plötzlich zurückzieht und ihr Bruder Max sich seltsam verhält, muss Lizzy erkennen, dass Liebe nicht immer einfach ist.


Bereits mit dem ersten Band Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer konnte mich der Autor Mario Fesler begeistern, deshalb freute ich mich auf die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Lizzy und ihren Freunden. Und auch in Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe geht es wieder humorvoll, sarkastisch und turbulent zu.

Kristine, Lizzy´s beste Freundin, hat Liebeskummer, da ihr Schwarm Billy nicht mit ihr zusammensein möchte. Lizzy kann ihr nicht wirklich helfen, da sie in Liebesdingen noch keine Erfahrung hat. So verkriecht sich Kristine zu Hause und schmollt vor sich hin. Wären dies nicht schon genug Probleme für Lizzy, braut sich zu Hause bei ihren Eltern eine echte Ehekrise zusammen. Ihre Mutter möchte plötzlich die Karriere vorantreiben, da sie diese auf Grund der beiden Kinder damals nicht machen konnte. Ihr Vater kann das Ganze nicht nachvollziehen. Er ist der Meinung, dass die Frau an den Herd gehört und sich um den Haushalt sowie um die Kindererziehung zu kümmern hat. So ist Lizzy mal wieder auf sich gestellt und vertraut sich weiterhin ihrem Tagebuch an. Dort schreibt sie alles hinein, was passiert ist, wie sie sich dabei gefühlt hat und lässt teilweise so richtig Dampf ab, was herrlich zu lesen ist.

Richtig lustig und chaotisch wird es im weiteren Verlauf der Geschichte, als ins Nachbarhaus ein junger Mann und Künstler einzieht. Lizzy und Nils freunden sich schnell an und er wird in allen Lebens- und Liebeslagen ein wichtiger Ansprechpartner. Auch Max, Lizzy´s Bruder, freundet sich mit ihm an und die beiden unternehmen einiges.

Der Ehestreit weitet sich immer mehr aus und Lizzy macht sich große Sorgen um ihre Eltern und das weitere Zusammenleben. Halt und Ablenkung findet sie bei Dominik der ihr gehörig den Kopf verdreht hat. In ihren Tagebucheinträgen schwärmt Lizzy regelrecht über ihn und sie ist zum ersten Mal verliebt. Auch wenn die Beiden die gemeinsame Zeit genießen, kommt der Alltag und die damit verbundenen Probleme schneller zurück, als gedacht.

Dominik hat mir gut gefallen. Er ist einfühlsam und empfindet ebenfalls sehr viel für Lizzy. Ich mochte ihn, da ich ihn als authentisch und für sein Alter als sehr reif empfand.

Lizzy ist noch erwachsener geworden, meistert ihr Leben relativ selbstständig, aber ihre oftmals unbedarften Äußerungen bringen sie des Öftern in komische Situationen, die mich immer wieder schmunzeln ließen. Gefallen hat mir, dass sich die Geschwister Lizzy und Max durch eine gemeinsame Aktion endlich etwas näher kommen und für einander einstehen können, wenn sie es wollen.

Kristine ist wieder voll in ihrem Element und doch hätte ich mir in dieser Geschichte einen etwas größeren Anteil von ihr gewünscht. Auch Popelino hat wieder seine Auftritte und auch bei ihm schlagen die Gefühle zu. Für wen, das lasse ich mal offen.


Auch im zweiten Band Lizzy Carbon und die Wunder der Liebe beschreibt Mario Fesler die Gefühlswelt der Teenager und die der Erwachsenen sehr gut und authentisch. Dabei lässt sich die Story flüssig und zügig lesen und ist nicht nur auf Grund der Tagebucheinträge, einfach genial. Denn die Charaktere sind mit viel Detailliebe und Vielschichtigkeit gestaltet, was die Geschichte abrundet. Themen wie die erste Liebe, mit all ihren Gefühlen und Ängsten, das Zusammenleben im allgemeinen, Emanzipation und gleichgeschlechtliche Liebe, verbindet der Autor hier in einer humorvollen und teils herrlich sarkastischen Geschichte, die mir angenehme Lesestunden beschert hat.

4,5 von 5 Nosinggläser

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/08/rezension-lizzy-carbon-und-die-wunder.html

Rezension - Infiziert von Teri Terry

 

 Titel: Infiziert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hardcover

Seite: 464

ISBN: 978-3-6496-2599-5

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 

 

Während eines Einkaufs im Supermarkt entdeckt Shay eine Vermisstenanzeige der 12-jährigen Callie. Dank ihrer Fähigkeit sich Ereignisse, Orte und andere Dinge zu merken, wird Shay bewusst, dass sie wohl eine der letzten Menschen war, die Callie gesehen hat. Geschockt von dieser Erkenntnis, dass sie Zeugin einer Entführung wurde, nimmt sie Kontakt zu Callies Halbbruder Kai auf. Gemeinsam mit der Polizei wollen die Beiden versuchen Callie zu finden, auch wenn die Tat schon über ein Jahr zurück liegt. 

 

Doch Callie wurde nicht nur entführt, sondern auch für gewisse Dinge, die ich nicht näher erläutern möchte, missbraucht. Durch einen Ausbruch innerhalb des Laborkomplexes gelangt der Erreger schließlich ins Freie und breitet sich nun über ganz Großbritannien aus.

 

Auf Ihrer Suche quer durch das ganze Land versuchen Shay und Kai seine Halbschwester zu finden. Dies wird immer schwieriger, da immer mehr Gebiete und Ortschaften unter Quarantäne gestellt werden, um eine Ausbreitung der tödlichen Krankheit zu verhindern. Als sich bei Shay erste Symptome der Krankheit zeigen, läuft Kai die Zeit davon. Wird er den Kampf um Shay gewinnen und seine Schwester jemals finden?

 


Ich mag die Bücher, die Ideen und den Schreibstil von Teri Terry sehr, deshalb musste ich ihre neue Dark Matter-Trilogie unbedingt lesen.


In Infiziert erfährt der Leser an der Seite von Shay, in einer Art Rückblende, wie es zum Verschwinden der 12-jährigen Callie kam und dass Shay die Letzte war, die sie gesehen hat. Kurzentschlossen nimmt Shay Kontakt zu Kai, dem Halbbruder von Callie, auf und erzählt ihm von ihren Beobachtungen. Dank ihres fotografischen Gedächtnisses kann Shay der Polizei den Tag der Entführung detailliert schildern und sie hofft, zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen. Doch Shay möchte noch mehr tun, daher beschließt sie Kai auf der Suche nach seiner Halbschwester zu begleiten und das Rätsel um das Verschwinden zu lösen.

 

Dank der kurzen Kapitel und der Tatsache, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Callie, als auch von Shay erzählt wird, entsteht während dem Lesen eine regelrechte Sogwirkung. Diese bewirkt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte, was hinter dem Ganzen steckt. Durch die Ausbreitung der tödlichen Krankheit werden immer mehr Ortschaften und Gebiete weiträumig durch das Militär abgesperrt, was die Suche nach Callie zusätzlich erschwert. Als Shay selbst Anzeichen der Erkrankung zeigt, ahnt Kai bereits, dass ihm wenig Zeit bleibt. Die Spannung nimmt noch weiter zu, als Shay und Kai von Soldaten verfolgt werden. Ab hier überschlagen sich fast die Ereignisse und ich bangte und hoffte, dass sich alles zum Guten wenden würde.

 

Shay hat mir gut gefallen und ich fand sie sehr interessant. Auf Grund ihrer Gabe hat sie es im Leben nicht leicht. Sie wird ständig von Mitschülern geärgert und hat nicht wirklich Freunde mit denen sie Zeit verbringen könnte. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen. Dabei ist sie mutig und hat das Herz auf dem rechten Fleck.

 

Callie ist ein aufgewecktes und kluges Mädchen. Sie hatte mich mit ihrem Charme und auf Grund der Tatsache, was ihr widerfahren ist, gleich in ihren Bann gezogen. Allerdings kann sie auch ein kleiner Dickkopf sein, wenn mal nicht alles nach ihren Vorstellungen läuft. Besonders ein Aspekt, den ich leider nicht näher beschreiben kann, fasziniert mich an ihr und hier erwarte ich in Band 2 und 3 noch einiges.

 

Kai hat mir ebenfalls gut gefallen, da er alles tut, um seine Halbschwester zu finden und niemals aufgibt. Dabei scheut er keine Konflikte und prügelt sich schon mal mit seinem Stiefvater. Auch wenn ich Gewalt nicht gut heiße, verdeutlicht es seine Liebe und Zuneigung gegenüber seiner Schwester. Durch die Kontaktaufnahme von Shay keimt neue Hoffnung in ihm auf, dieses Ziel endlich zu erreichen. Während der gemeinsamen Reise quer durch Schottland kommen sich die beiden näher und ich konnte seine Gefühlslage gut nachvollziehen.

 


Ein spannender und durchweg gelungener Auftakt der neuen Trilogie von Teri Terry, auch wenn die Idee mit dem Ausbruch einer tödlichen Seuche nicht wirklich neu ist und ich ein paar Dinge im Voraus geahnt habe, hat mir das den Lesespaß nicht genommen. 

 

Durch den wunderbaren Schreibstil, dem gewählten Mix aus Realität und Fiktion sowie einem Hauch Mystery, liest sich das Buch sehr schnell und ist dabei temporeich und sehr kurzweilig. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit Callie, Shay und Kai weitergeht und was hinter allem steckt - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/07/rezension-infiziert-von-teri-terry.html