Uwes-Leselounge

Auf meinem Blog UWES-LESELOUNGE findet Ihr Bücher aus den Bereichen Jugenbuch, Dystopie, Fantasy, Krimi & Thriller und Horror. Ich freue mich auf euren Besuch :)

Die Story klang nach Spannung und Nervenkitzel, leider suchte ich dies vergeblich

Titel: Höllenjazz in New Orleans

 

Autor: Ray Celestin

Übersetzer: Elvira Willems

Verlag: Piper

Ausgabe: Klappenbroschur

Seiten: 512

ISBN: 978-3-492-06086-8

Preis: 16,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 


 

Im Jahr 1919 versetzte der sogenannte "Axeman" die Stadt und deren Bewohner von New Orleans in Angst und Schrecken. Seine Merkmale waren eine Axt sowie die am Tatort zurückgelassenen Tarotkarten. Die Polizei, um den ermittelnden Detective Michael Talbot, tappt völlig im Dunkeln und hat kaum Anhaltspunkte, um dem Mörder habhaft zu werden.


Ebenfalls wird der ehemalige Polizist Luca D`Andrea von der Mafia beauftragt, den Gewaltverbrecher zur Strecke zu bringen, da dies die Geschäfte massiv stört.


Auch die farbige Ida, die als Sekretärin bei der bekannten und berüchtigten Pinkerton-Agentur arbeitet, und ihr bester Freund Louis, ermitteln auf eigene Faust in diesem Fall.


Alle drei Ermittler-Teams stellen sich die Frage, was sind die Motive des "Axeman" und vor allem wer oder was verbirgt sich hinter diesen brutalen und kaltblütigen Morden. 

 

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Killer hat seine neueste Tat bereits in der örtlichen Zeitung angekündigt.

 

"Spielt Jazz - oder ich komme und töte euch"

 

 

Auf Höllenjazz in New Orleans war ich sehr neugierig, da die Taten und der "Axeman" auf einer wahren Begebenheit beruhen. Auch der Schauplatz der Geschichte und die Zeit, in der das Ganze spielt, hatte meine Neugierde geweckt. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch, leider zu hoch!


Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Detective Michael Talbot, dem korrupten und vorbestraften Ex-Polizisten Luca D`Andrea sowie von der farbigen Sekretärin Ida und ihrem besten Freund Louis, erzählt. Michael und Luca haben zudem eine gemeinsame Vergangenheit und treffen nach 8 Jahren bei ihren Ermittlungen zum ersten Mal wieder aufeinander. 

 

Michael hat kein gutes Standing bei seinen Kollegen und nur sein Vorgesetzter hält noch seine schützende Hand über ihn. Die "Axeman"-Morde sind daher die letzte Gelegenheit seinen Job zu behalten. Auch sein Privatleben ist alles andere als einfach, da er unbedingt ein Geheimnis bewahren muss, welches eigentlich schon längst keines mehr ist. 

 

Sein Ex-Partner und Mentor Luca hat seine Haftstrafe endlich abgesessen und versucht sein Leben mehr schlecht, als recht auf die Reihe zu bekommen. So verspricht er sich ausgerechnet Hilfe von dem Mann, der eigentlich dafür verantwortlich ist, dass er im Gefängnis war. 

 

Ida ist eine farbige junge Frau, die als Sekretärin bei der berühmt berüchtigten Privatagentur Pinkerton arbeitet. Sie fühlt sich allerdings zu Höherem berufen und beginnt, gemeinsam mit ihrem besten Freund Louis, zu ermitteln.


Ebenso lernt der Leser den etwas abgehalfterten und wenig erfolgreichen Journalisten John Riley kennen, dem zufällig ein Brief des angeblichen "Axeman" in die Hände fällt. 

 

Die Story hat zwar eine unterschwellige Spannung, doch gerade die hätte für mein Dafürhalten etwas mehr sein dürfen. Auch zu den Charakteren fand ich keine wirklich Bindung. Zwar waren sie interessant, aber trotzdem blieben sie mir zu kühl und distanziert. 

 

Mit Abstrichen fand ich Ida und Louis noch am interessantesten, da beide Farbige sind und die damalige Zeit doch recht schwierig war. Die Probleme und Umgangsformen hat der Autor für meine Begriffe recht gut ausgearbeitet und ich konnte mir die Lebensumstände recht gut vorstellen. Auch die Stimmung rund um das Thema Jazz und der Einstellung zur Musik selbst, gefielen mir.

 

Zwar wollte ich wissen, wer hinter den Morden steckt und wie alles zusammenhängt, aber wirklich fesselnd wurde es leider erst im letzten Drittel des Buches. Die Beweggründe des Killers konnte ich nachvollziehen, trotzdem überwiegt leider bei mir die Enttäuschung über dieses Buch.

 

 

Höllenjazz in New Orleans von Ray Celestin (Piper) ließ mich leider ernüchternd zurück. Ich weiß nicht, ob es an meinen hohen Erwartungen oder am Aufbau durch die Erzählung aus den drei verschiedenen Perspektiven, lag.

 

Für mich fehlte es an Spannung und Tiefe der einzelnen Charaktere. Daran konnte auch das letzte Drittel der Geschichte nichts mehr ändern - 3 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/07/rezension-hollenjazz-in-new-orleans-von.html

Eine supersüße Geschichte, die ich nur empfehlen kann!

 

Titel: Die Sockenfresser 

Autor: Pavel Šrut

Illustriert: Galina Miklínová 

Übersetzer: Alexander Kratochvil & Andreas Tretner

Verlag: Fischer KJB

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 304

ISBN: 978-3-7373-4116-5

Preis: 14,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Verlag KJB

 


 


Kicher ist ein junger Sockenfresser, der bei seinem Großvater lebt, da seine Eltern in Afrika sind. Gemeinsam wohnen die beiden bei Herrn Lorbeer, in einer Wand zwischen Badezimmer und Küche. Wovon dieser allerdings nichts ahnt. Ihr Eingang ist hinter einer Urkunde des Wohnungsinhabers versteckt. 


Als die beiden Cousins Ramses und Tulamor jun. Kicher besuchen, wird es sogleich turbulent, da die Zwillinge nur Blödsinn im Kopf haben. So kommt es, wie es kommen muss und Kicher bricht die oberste Regel der Sockenfresser, er zeigt sich Herrn Lorbeer. Aus diesem Erstkontakt entspinnt sich eine Freundschaft, die beide nicht für möglich gehalten hätten. 


Die Zwillinge selbst leben, zusammen mit ihrem Vater, dem Big Boss oder Dem Paten, wie ihn viele nennen, in einer schmucken Stadtvilla auf dem Dachboden bei Professor Krausekopf. Dieser glaubt an die Existenz der Sockenfresser und setzt alles daran, diese der Welt zu präsentieren. Da passt es gut, das Ramses und Tulamor jun. nur wieder Unsinn im Kopf haben.

 


Jeder von uns kennt es, du sucht die zweite Socke eines Paares und sie ist einfach nicht auffindbar! Oftmals wird die böse Waschmaschine beschuldigt, aber dem ist leider nicht so. Denn verborgen in unseren Häusern und Wohnungen, mitten unter uns, leben Sie - Die Sockenfresser!


Eine seltene, wie scheue Gattung, deren oberstes Sockenfressergesetz es ist, immer nur EINE Socke eines Paares zu verspeisen. Für uns Menschen sind sie unsichtbar, da sie die Eigenschaften eines Chamäleons besitzen und so mit ihrer Umgebung verschmelzen können. Sie mögen kein Wasser und keine Hunde, denn diese können die Sockenfresser leider riechen und auch sehen. Meist sind sie vorsichtige und schüchterne Wesen, aber es gibt auch übermütige und draufgängerische Typen, wie zum Beispiel die Zwillinge Rames und Tulamor jun..


Die Beiden haben nur Blödsinn im Kopf und treiben in der Stadtvilla von Professor Krausekopf, was zugleich ihre Wohnstätte ist, jede Menge Streiche. Einer dieser Ausflüge in die Wohnung des Professors endet leider in einem Fiasko, da Tulamor jun. in einem ehemaligen Aquarium gefangen genommen wird. Schlecht für ihn und gut für den Hausbesitzer, denn dieser ist überzeugt von der Existenz der Sockenfresser und schreibt aktuell sogar an einem Buch. Da trifft es sich doch gut, wenn man ein lebendes Exemplar näher studieren kann. Ramses und sein Vater, ein ehemaliger Mafiaboss setzen alles daran, Tulamor jun. zu befreien. So werden kurzerhand die ehemaligen Handlanger des Paten reaktiviert. Einfach nur göttlich.


Die Geschichte ist einfach nur zuckersüß. Die Sockerfresser von Pavel Šrut lässt sich sehr flott lesen, da die Buchstaben zum einen recht groß geschrieben und darüber hinaus mit vielen tollen Illustrationen untermalt sind. Neben der lustigen und spannenden Handlung, ist das Buch mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, was den Lesespaß sehr unterstützt und mir angenehme Lesestunden bescherte.


Kicher ist einfach nur zum Knuddeln. Ist er zunächst noch schüchtern und hört auf seinen Großvater, merkt er doch recht bald, dass in ihm ein kleiner Abenteurer steckt. Als ihn Ramses, wegen der Befreiung seines Bruders, um Hilfe bittet, zögert dieser nicht lange.


Die Story handelt von Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und einer großen Portion Mut sowie für andere Gefahren in Kauf zu nehmen. Die Charaktere sind allesamt wunderbar gezeichnet und der Leser kann nicht anders, als jeden davon in sein Herz zu schließen.

 

 

Die Sockenfresser von Pavel Šrut (Fischer KJB) ist eine zuckersüße und tolle Geschichte, die sehr gut unterhält und mir viel Freude bereitet hat. Eine Lektüre für junge und junggebliebene Leser und Leserinnen. Auch wurde das Buch mit viel Liebe zum Detail gestaltet, da die Handlung durch schöne Illustrationen untermalt wird.


Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe 5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

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Eine spannende Fortsetzung die fesselt und begeistert.

Titel: Overworld

(Teil 2 der Mirador-Trilogie)

Autor: Dan Wells

Übersetzer: Jürgen Langowski

Verlag: Piper

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 432

ISBN: 978-3-492-28022-8

Preis: 13,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 


 

Marisa und ihre Freundinnen erhalten eine exklusive Einladung zum Overworld-Turnier "Forward Motion". Dies ist für die jungen Frauen die große Chance, sich als professionelle Spielerinnen zu etablieren und finanziell unabhängig zu werden, damit sie ihre Familien unterstützen können. Denn als Profi kann man richtig gutes Geld verdienen. 

 

Währenddessen versucht Marisa noch immer hinter das Geheimnis ihres Unfalls aus Kindertagen zu kommen und hofft, über den Hacker Grendel, der allem Anschein nach bei KT Siang arbeitet, mehr in Erfahrung zu bringen. Da trifft es sich gut, dass gerade diese Firma das Turnier ausrichtet.

 

Aber es gibt auch eine dunkle Seite, denn die Spiele werden beherrscht von Machtkämpfen und Korruption. Als Marisa auf den mysteriösen Alain trifft, muss sie einsehen, dass nur der Gewinn des Tuniers das Leben ihrer Freundinnen und das ihrige retten kann.

 

 

Overworld von Dan Wells (Piper) ist der zweite Band der Mirador-Trilogie und ich war neugierig, was sich der Autor wieder alles hat einfallen lassen. Der Einstieg fiel mir leicht, da ich die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch recht gut in Erinnerung hatte.

 

Die Story spielt in Los Angelos im Jahre 2050. Die Menschen haben Implantate, sogenannte Djinnis, im Kopf. Darüber läuft die gesamte Kommunikation, wie Telefon und Internet. Sprichwörtlich ist jeder mit jedem vernetzt, was schon eine etwas gruselige Vorstellung ist, wie ich finde. Denn ich möchte so eine Technik nicht in meinem Kopf haben. Doch für die Jugendlichen ist dies Alltag und ohne geht fast gar nichts mehr. Das Leben selbst, ist geprägt von ständiger Angst ums Überleben. Denn mit dem wenigen Geld, welches man zur Verfügung hat, muss man gut haushalten und über die Runden zu kommen. Besonders hart trifft es Marisas Eltern, die in einem ärmlichen Viertel von L. A. leben und ein mexikanisches Restaurant betreiben. Es ist ein wahrer Existenzkampf und Marisa spürt die Ängste ihrer Eltern immer mehr.


Im Mittelpunkt der Handlung aber stehen die fünf "Overworld"-Spielerinnen Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang. Die jungen Frauen haben die einmalige Chance bekommen am "Forward Motion"-Turnier teilzunehmen, welches von KT Siang, einem der größten Kommunikationsunternehmen der Welt, ausgetragen wird. Als Marisa in einer prekären Lage von dem mysteriösen Untergrundkämpfer Alain gerettet wird, geraten die "Cherry Dogs", so ihr Gruppenname, in einen Kampf um Macht und Korruption von Großunternehmen. 

 

Ich mag Marisa nach wie vor, denn sie ist willensstark und hat das Herz am rechten Fleck. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und Marisa bekommt die Sorgen und Nöte ihrer Eltern immer häufiger mit. Weshalb sie sich geschworen hat, sollten die "Cherry Dogs" das Turnier gewinnen, würde sie mit dem anteiligen Preisgeld ihre Familie unterstützen. Auch ist Marisa die Freundschaft zu den Mädchen sehr wichtig und sie würde für jede Einzelne alles tun.


Auch Sahara, die Anführerin und zugleich Marisas beste Freundin, die hilfsbereite und finanziell unabhängige Anja sowie die schüchterne Fang und die draufgängerische Jaya mag ich, denn alle haben ein mitfühlendes und freundliches Wesen. Sie sind immer füreinander da und das will in dieser Zeit, wo aller spielt, schon etwas heißen.

 

Den Widerstandskämpfer Alain konnte ich zunächst nicht wirklich einschätzen, da er mir etwas unheimlich und zugleich undurchschaubar war. So fragte ich mich, für wen er wirklich kämpft und was seine Ziele sind.

 

Es war spannend zu lesen, mit welchen Ideen die Frauen versucht haben, sich aus teilweise schier ausweglosen Situationen zu befreien. Dabei helfen ihnen zum einen die angesprochene Freundschaft zueinander und zum anderen das blinde Verständnis untereinander. Dank der virtuellen Welt und den Spielen, ist die Geschichte sehr actiongeladen und es passiert ständig etwas. Der Schreibstil ist flüssig und wegen der computer animierten Welt auch sehr techniklastig, was mich aber nicht gestört hat.

 

Die gewählte Thematik der Megakonzerne, die mehr oder weniger die Städte und fast die gesamte Welt regieren, tun und lassen können, was sie wollen, reizen mich bei diesem Buch nach wie vor sehr. Dan Wells ist hier absolut selbstkritisch und hält dem Leser einen Spiegel vor das Gesicht. Denn je mehr wir uns von Technik und den Konzernen abhängig machen, umso mehr Macht haben sie schließlich über uns. Die Vorstellung, dass Geld, die Nutzung von Elektronik oder gar des Internets, einmal einen größeren Mehrwert haben könnte, als Wasser und Nahrungsmittel, finde ich sehr erschreckend.

 

 

Overworld von Dan Wells (Piper Verlag) gibt einen Ausblick, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Themen wie Unterdrückung, Ausbeutung und Armut, aber auch die Gier nach Macht und Geld sowie Korruption finden sich in der Geschichte wieder. Ich bin nach wie vor von der Idee, dass vieles online bzw. in einer virtuellen Welt spielt begeistert, finde es aber zugleich auch verstörend und es macht mir auch irgendwie ein klein wenig Angst.

 

Die Story ist dabei spannend, fesselnd und auch recht actionlastig, weshalb sich das Buch recht flott lesen lässt. Dank dem Cliffhanger, der durchaus fies ist, bin ich schon jetzt neugierig, wie alles enden wird. 

 

Daher vergebe ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Meine Meinung:

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/06/rezension-overworld-von-dan-wells.html

Eine geniale Fortsetzung!

Titel: Nevernight. Das Spiel

Autor: Jay Kristoff

Übersetzerin: Kirsten Borchardt

Verlag: Fischer Tor

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 704

ISBN: 978-3-596-29759-7

Preis: 22,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Tor Verlag

 



Nachdem Mia einen der drei Männer, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind, getötet hat, treibt sie die Ermordungen von Kardinal Duomo und Konsul Scaeva weiterhin mit großem Ehrgeiz voran. Allerdings sind beide Männer sehr gut bewacht und so ist ein Herankommen an sie nur schwer möglich. Doch Mia wäre nicht Mia, wenn sie nicht schon einen Plan entsponnen hätte, der sie ihrem Ziel näherbringen könnte.

 

So kehrt sie der Roten Kirche den Rücken und begibt sich in die Sklaverei, mit dem Ziel, als Gladiatorin an den Großen Spielen von Gottesgrab teilzunehmen. Aber Mia wird nur allzu schnell bewusst, dass sie dieses Mal vielleicht ein wenig zu weit gegangen ist und sich dadurch selbst in Gefahr gebracht hat. Denn in der Arena gibt es keine Gnade und es zählt nur eines: Ruhm und Ehre oder der Tod.

 


Eine meiner heiß ersehnten Neuerscheinungen in diesem Jahr ist Nevernight. Das Spiel von Jay Kristoff. Denn bereits mit dem ersten Band Nevernight. Die Prüfung konnte er mich für sich gewinnen. Daher waren meine Erwartungen extrem hoch. 

 

Auch wenn Mia die Prüfung zur Klinge nicht geschafft hat, wurde sie auf Grund der Geschehnisse zum Ende von Teil 1 nachträglich zur Klinge ernannt und verübt im Auftrag der Roten Kirche nun Morde. Dabei verliert sie ihr Ziel, die Tötung von Kardinal Duomo und Konsul Scaeva, die Schuld an der Ermordung ihrer Familie haben, nicht aus den Augen. 


Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, da Jay Kristoff in Form einer Vorstellung der handelnden Personen Bezug auf die vorranggegangen Ereignisse genommen hat. Zwar hätte ich diese nicht unbedingt benötigt, aber die Idee dahinter gefällt mir.


Zunächst wird die Geschichte aus zwei Zeitebenen erzählt. So begleitet der Leser Mia bei den zu erledigenden Morden im Auftrag der Roten Kirche, aber auch ihren Weg in die Sklaverei und die Ausbildung zu einer Gladiatii-Kämpferin. Beide Erzählstränge wechseln sich ab und laufen unaufhaltsam aufeinander zu, was äußerst spannend zu lesen war. Gerade die Ausbildung und die damit verbundene Aufopferung sowie Qualen und Erniedrigungen wurden hier für mich sehr gut vermittelt. Dabei muss sich Mia die Frage stellen, ob es möglich ist, in einer so feindlichen Umgebung Freundschaften zu schließen.

 

Mia ist eine taffe junge Frau, die sich nach außen hin stahlhart gibt und auch entsprechend auftritt, doch in ihrem Inneren sieht es schon ganz anders aus. Hier herrschen oftmals Angst und Unsicherheit. Nur gut, dass Mia Herr Freundlich die Nicht-Katze und den Nicht-Wolf Eclipse an ihrer Seite hat, die ihre Angst trinken. Mit ihren Dialogen bringen die beiden Dämonen richtig genialen Sarkasmus und schwarzen Humor in die Geschichte hinein, was mir richtig gut gefiel. Von Mia bin ich sehr beeindruckt und dank ihrer Dunkellin-Fähigkeiten, die sie immer besser lernt zu beherrschen, löst sie so manch brenzlige Situation für sich.

 

Unterstützung bekommt Mia bei ihrer Rache durch eine Feindin, der sie nicht wirklich vertrauen darf. Doch Ash hat überzeugende Argumente und doch ist sich Mia lange nicht sicher, wie viel sie ihr anvertrauen kann. Für mich war Ash schon immer undurchschaubar und ich war neugierig, was ihre Ziele und Pläne sind.

 

Der Schreibstil ist, wie zu erwarten war, wieder mehr als bildlich, dabei sehr brutal und blutig. Zartbesaitete dürften, gerade was die Arenakämpfe angeht, an ihre Grenzen kommen. Auch die Ausdrucksweise ist stellenweise recht derb, was allerdings zur Geschichte und dem Setting passt. Abgerundet wird das Ganze von den Anmerkungen/Fußnoten, die man auf der einen oder anderen Seite findet.

 

Das Ende brachte mich fast zum Verzweifeln, denn ich bangte und fieberte mit Mia mit, ob es ihr gelingen würde, Rache an den mächtigsten Männern von Gottesgrab zu nehmen. Aber was dann passiert ist, habe ich nicht erwartet...

 

 

Was für eine geniale Fortsetzung! Nevernight. Das Spiel von Jay Kristoff (Fischer Tor) ließ mich mitleiden und mitkämpfen. Ich habe, wie Mia, geblutet, wurde gebrochen, nur um noch gestärkter daraus hervorzugehen. Der Roman ist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten und der Leser muss einfach immer weiterlesen. Was für eine Story!!


Wer die Bücher noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt bald tun, denn Suchtpotenzial ist hier absolut gegeben. Die Reihe gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern und so kann es von mir nur 5 von 5 Nosinggläser + Zigarre geben.

 

 

Meine Meinung zu:

 

Nevernight. Die Prüfung

 

 

 

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Überaus spannend, fesselt und gespickt mit überraschenden Wendungen

Titel: Scythe. Der Zorn der Gerechten

Übersetzer: Kristian Lutze & Pauline Kurbasik

Verlag: Fischer Sauerländer

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 544

ISBN: 978-3-7373-5507-0

Preis: 19,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Sauerländer Verlag

 


 

Citra hat ihr Ziel erreicht und den Wettstreit während ihrer Ausbildung gegenüber Rowan gewonnen. Als Scythe Anastasia darf sie nun entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss. Hierfür hat sie eine sehr humane Art des Sterbens ausgewählt. Aber gerade diese von ihr gewählte Art der Nachlese stößt nicht unbedingt auf viel Wohlwollen innerhalb des Scythetums, doch das, ist Citra egal.

 

Auch Rowan kämpft gegen die Korruption innerhalb der Scythe und schwingt sich zum Rächer auf.

 

Als Scythe Curie und Citra zur Zielscheibe von mehreren Attentaten werden, beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und Macht, der die aufgestellten Regeln schwer ins Wanken bringt. Nur gemeinsam können die drei den Untergang aufhalten.

 

 

Bereits mit dem ersten Band seiner Trilogie konnte mich Neal Shusterman von seinen Ideen und dem Schreibstil begeistern, weshalb ich große Erwartungen an Scythe. Der Zorn der Gerechten hatte. Und diese wurden mehr als übertroffen, denn die Geschichte zog mich völlig in ihren Bann und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen.


Die Fortsetzung setzt nahtlos an das Ende des ersten Teils an und der Leser begleitet zum einen Rowan bei seinem "Kreuzzug" gegen korrupte Scythe und zum anderen Citra sowie Curie bei ihrer Arbeit. Die Art der Nachlese, welche sich Sycthe Anastasia, wie sich Citra nun nennt, ausgedacht hat, gefiel mir. Da diese für mich sehr human gewählt wurde. So darf die betreffende Person innerhalb eines Monats bis zum Tode ihre Angelegenheiten regeln und darüber hinaus die Todesart bestimmen. Doch diese Nachlese stößt bei den Scythe der neuen Ordnung auf wenig Gegenliebe und so brodelt hinter den Kulissen ein Machtkampf um die Vorherrschaft innerhalb des Scythetums. 

 

Citra/Anastasia bewundere ich für ihren Mut und unbändigen Willen, den von ihr eingeschlagenen Weg, trotz vieler Hinternisse und Vorurteile, fortzuführen. Unterstützung erfährt sie dabei von ihrer Freundin Scythe Curie und auch Rowan.


Rowan musste ja bereits in Scythe. Die Hüter des Todes viel einstecken und ertragen. Und dies führt sich hier nahtlos fort. Er ist überzeugt, dass nur er den korupten Scythe das Fürchten lehren kann und setzt alles daran, um sich einen Namen zu machen. Durch eine Wendung, auf die ich nicht näher eingehen möchte, gerät Rowan in die Hände von Scythe Rand, die er während seiner Ausbildung bei Scythe Goddard kennengelernt hatte.

 

Als die beiden Scythe Curie und Anastasia Ziel von mehreren versuchten Attentaten werden, wird der Kommandant der BladeGuard, Scythe Constantine, beauftragt, dies zu untersuchen, um herauszufinden, wer hinter den Anschlägen steckt. Constantine wirkte auf mich sehr kühl und distanziert und so konnte ich ihn nicht wirklich einschätzen. Auch fragte ich mich, auf welcher Seite er steht. 

 

Ein ebenfalls neuer Charakter ist Greyson, der ohne Eltern aufwachsen musste. Der Thunderhead beobachtet und lenkt ihn ein wenig, nimmt sich ihm an und verhilft Greyson zu einem ordentlichen Leben. Denn Greyson scheint zu höherem berufen zu sein und er sieht in den Anweisungen des Thunderhead einen höheren Plan. Ich mochte ihn und empfand ihn als sehr sympathisch, aber durch seine Gutgläubigkeit und Naivität wurde ihm übel mitgespielt, was mir sehr leid getan hat. Aber ich bewundere ihn für seinen Mut und sein Durchsetzungsvermögen sehr und bin gespannt, wie es mit Greyson weitergehen wird.


Auch Der Thunderhead kommt innerhalb der Handlung mehrfach zu Wort und der Leser erfährt mehr über seine Entstehung und die Beweggründe der Menschen für dessen Erschaffung. Beim Lesen der Kapitel über den Thunderhead, welche überaus interessant sind, hatte ich immer mehr den Eindruck, dass hier ein lebendes Wesen spricht, was Gefühle und eigene Gedanken hat. Ein gutes Beispiel für diese Vermutung ist Greyson. Neal Shusterman hat dieser künstlichen Intelligenz wahrlich Leben eingehaucht.


Innerhalb der Geschichte passieren so unglaublich viele Dinge, die durch geschickte Wendungen herbei geführt werden, dass ein wahrer Lesesog bei mir entstand. Ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen. Das Ende habe ich zu keinem Zeitpunkt erwartet, denn der Cliffhanger ist mega fies. Nach dem Zuschlagen des Buches, fragte ich mich, wie der Autor dies alles zu einem guten Ende bringen will.

 


Mit diesem zweiten Band Scythe. Der Zorn der Gerechten ist Neal Shusterman (Fischer Verlag) ein wahres Meisterwerk gelungen, welches in meinen Augen sogar den ersten Band übertrifft. 


Überaus spannend und mit absolut überraschenden Wendungen wird der Leser hier regelrecht an die Seiten gefesselt. Die Geschichte ist großes Kino und ich kann es kaum erwarten, wie alles enden wird. Ich liebe diese Trilogie schon jetzt, weshalb ich 5 von 5 Nosinggläser plus Zigarre vergebe.

 

 

 

Rezension:

 

 

 

 

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Ein toller Schreibstil mit bemerkswerten Botschaften

 

Titel: Dumplin´Go Big or go Home

Autor: Julie Murphy

Übersetzerin: Kattrin Stier

Verlag: Fischer FJB

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 400

ISBN: 978-3-8414-2242-2

Preis: 18,99 €

 

Quelle des Covers: S. Fischer Verlage

 


 

Die 16-jährige Schülerin Willowdean ist übergewichtig und ein großer Fan der Sängerin Dolly Parton. Von ihrer Mutter hat sie den Spitznamen "Dumplin" (Knödel) bekommen, was sie aber nicht sonderlich stört, da sie sich im Prinzip in ihrem Körper wohlfühlt.

 

Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist sie glücklich und es stört sie daher nicht, dass sie fülliger ist, als andere. Erste Gedanken über sich und ihren Körper macht sich Will, als sie den attraktiven und sportlichen Bo kennenlernt, mit dem sie bei einer Fastfood-Kette arbeitet. Die beiden freunden sich schnell an und Will verknallt sich in Bo. Als dieser sie eines Abends, nach Ende ihrer Schicht, auf dem Parkplatz küsst, spielen Wills Gedanken und Gefühle verrückt. 

 

Zunächst denkt Will, dass das Ganze nur ein Traum ist, aber als Bo seine Bemühungen intensiviert, ist es ihr plötzlich nicht mehr egal, dass sie dick ist. Was für weitere Probleme und Verwirrungen in Wills Leben sorgt.


Durch einen bestimmten Umstand beschließt Willowdean, sich zu einem verdammt mutigen Schritt. Sie meldet sich beim alljährlichen "Miss Teen Blue Bonnet"-Schönheitswettbewerb, dem ausgerechnet ihre Mutter als Vorsitzende vorsteht, an und möchte beweisen, dass Schönheit relativ ist.

 

 

Schon bei der Verlagsvorstellung war ich sehr neugierig auf Dumplin´- Go big or go home von Julie Murphy, da mich die Thematik ansprach. 

 

In dem Buch geht um die 16 Jahre alte Willowdean, die etwas mit den Pfunden zu kämpfen hat, sich aber trotz alledem wohl in ihrem Körper fühlt. Aber auch mit den damit verbundenen Ängsten, Sorgen und Problemen, die eine größere Körperfülle mit sich bringen. Um Selbstzweifel, die erste Liebe, aber auch um Freundschaft und Zusammenhalt. 

 

Der Schreibstil ist kurzweilig, unterhaltsam und die Geschichte lässt sich gut lesen. Die Handlung wird aus der Sicht von Will erzählt, was ich sehr passend fand, da man so die Gefühlswelt der Protagonistin jederzeit nachvollziehen kann.

 

Ich mochte Will, da sie zwar nach außen hin sehr selbstbewusst auftritt, aber im Inneren mit ihrem Körper hadert. Zudem muss sie einen schweren Schicksalsschlag verkraften, was häufiger zu Spannungen zwischen Will und ihrer Mutter führt. Auch die Vorbereitungen anlässlich des bald statt findenden Schönheitswettbewerbs, dem ihre Mutter als Vorsitzende vorsteht, machen das Zusammenleben nicht gerade einfach. Zum Glück gibt es ihre beste Freundin, Ellen, die ihr ein starker Rückhalt ist und den attraktiven und gutaussehenden Bo, für den Will heimlich schwärmt. 


Ellen konnte ich zunächst nicht ganz so gut einschätzen. Zwar nahm ich ihr die Freundschaft zu Will ab und doch störte mich etwas an ihrem Verhalten.


Als Bo sein Werben um sie intensiviert und es zum ersten Kuss kommt, beginnen bei Will die ersten Selbstzweifel zu keimen. Gedanken wie, "Was findet Bo an ihr" oder "Was sagen die anderen, wenn man sie zusammen sehen würde" stellen sich zwangsläufig bei ihr ein.

 

Bo mochte ich sofort, denn der er zeigt auf, dass es in einer Beziehung auf die inneren Werte eines Menschen ankommt und nicht nur auf das Äußere. Ich nahm ihm seine Gefühle für Will ab und konnte seine Beweggründe gut nachvollziehen.

 

Als sich Will durch einen gewissen Umstand entschließt, an dem Schönheitswettbewerb teilzunehmen, wird sie dadurch unbewusst zum Vorbild von Mädchen mit Handicaps, was mir gut gefiel. Der daraus resultierende Kontakt zwischen Will, Millie, Amanda und Hannah ist lustig und doch tiefgreifend. Er zeigt auf, dass niemand perfekt ist und darüber hinaus jeder sein Päckchen zu tragen hat. Zwischen den jungen Frauen wächst eine tolle Freundschaft heran, die getragen wird von Aufopferung und Zusammenhalt.

 

Gerade die vorgenannten Botschaften, hat die Autorin für mich richtig gut in die Handlung eingewoben. Wie oft erwischt man sich dabei, vorschnell einen anderen Menschen in eine bestimmte Schublade zu stecken, ohne diesen wirklich zu kennen. Man sollte eine Person niemals nach ihrem Äußeren beurteilen, sondern diese erst einmal kennenlernen. Doch dies wird in unserer heutigen, so schnelllebigen Gesellschaft, viel zu oft vernachlässigt.

 

 

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und einem lockeren Schreibstil konnte mich Julie Murphy mit ihrem Buch Dumplin´- Go big or go home (Fischer FJB) begeistern, da mich die Botschaft hinter dieser Geschichte sehr bewegt hat.

 

Es regt definitiv zum Nachdenken an, da es gesellschaftskritisch ist und deshalb kann ich nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-dumplin-go-big-or-go-home-von.html

Ein gelungener Abschluss der Trilogie

Titel: Demon Road (3) - Finale Infernale

Autor: Derek Landy

Übersetzerin: Ursula Höfker

Verlag: Loewe

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 352

ISBN: 978-3-7855-8510-8

Preis: 18,95 €

 

Quelle des Covers: Loewe Verlag

 


 

 

Da Amber nun die neue Stellvertreterin auf der Erde für Astaroth, den Leuchtenden Dämon, ist, reist sie gemeinsam mit Milo auf der Demon Road, um die Tribute für ihren Boss einzufordern. Obwohl sie diesen Job nur sehr widerwillig macht, hat dieser auch Vorteile, denn neben Ansehen und Macht, hat sie nun jederzeit ungehinderten Zugang zur Hölle.

 

Auch ist sie nicht mehr die Gejagte, sondern der Jäger und so verfolgt Amber die Spur ihrer Eltern, um diese endlich zur Rechenschaft zu ziehen. Doch ihre Eltern sind durchtrieben bis ins Mark und um ihr Ziel, ihre Eltern zu vernichten vielleicht erreichen zu können, muss sich Amber nicht nur einmal auf einen Deal einlassen.

 

 

Ich war bisher absolut begeistert von Derek Landys neuer Trilogie Demon Road und habe die beiden ersten Bände jeweils mit voller Punktzahl bewertet. Daher war ich voller Vorfreude auf Finale Infernale und stürzte mich mit großen Erwartungen in diesen Abschlussband.

 

Durch die Ereignisse zum Ende des zweiten Bandes ist Amber zur Stellvertreterin des Leuchtenden Dämons, Astaroth, auf der Erde geworden. Eigentlich widerstrebt ihr dieser Job, da sie noch immer Rachegefühle gegenüber ihren Eltern hegt. Doch mit zunehmender Dauer, merkt Amber, dass diese Position durchaus Vorteile hat. Denn nun ist sie die Jägerin und nicht mehr die Gejagte und hat ungehinderten Zugang zur Hölle. Obwohl sie viel Arbeit hat und kreuz und quer mit Milo auf der Demon Road unterwegs ist, bleibt ihr oberstes Ziel das Einfangen ihrer Eltern. Dieser Beginn des Buches kam mir etwas zäh und langatmig vor und ich hoffte, dass sich dieses im weiteren Verlauf bessern würde, was letztlich auch zutraf. 

 

Dank dem schwarzen Humor (der mir persönlich, etwas größer hätte ausfallen können) und dem zunehmend spannenderen Plot sowie toll gezeichneter Charaktere lässt sich auch dieses Buch, trotz des leicht schleppenden Beginns, gut lesen. So war ich von der Neugierde getrieben, ob und falls wie, es Amber und Milo gelingen würde, die Eltern zu fangen und ihrer gerechten Strafe zu zuführen. Um der Gerechtigkeit genüge zu tun, muss sie den einen oder anderen Deal mit einem Dämon eingehen. Aber Amber wäre nicht Amber, wenn sie nicht noch ein Ass im Ärmel hätte. Um an ihr Ziel zu gelangen, nimmt sie Rache an ihren Gegner, um geht dabei nicht gerade sanft mit ihnen um, was brutal, blutig und stellenweise auch recht detailliert beschrieben wird.

 

Ab dem diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte nochmals richtig Fahrt auf und endet in einem wahren Showdown, welcher dieser Trilogie absolut würdig ist. 

 

Während der Handlung trifft der Leser dabei auch wieder auf liebgewonnene Charaktere, wie z. B. auf Kelly und ihre Freunde, die Amber und Milo in Desolation Hill eine große Hilfe waren und auch Glen, der Vampir, nimmt eine etwas größere Rolle in der Handlung ein, was mir gut gefiel.

 

Das Ende hätte ich mir nicht besser ausmalen können, auch wenn ich zum Schluss etwas traurig war, da sich der Leser von einer Person verabschieden muss.

 

 

Äußerst gewitzt und mit einer guten Portion seines genialen schwarzen Humors ist Derek Landy mit Finale Infernale (Loewe Verlag) ein gelungener Abschluss der Trilogie gelungen.

 

Trotzdem wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, da ich das Buch als etwas schwächer, als seine Vorgänger empfand. Auch wenn die Geschichte spannend zu lesen ist, fehlte mir hier irgendwie der letzte Kick, weshalb ich schlussendlich 4,5 von 5 Nosinggläser vergeben habe.

 

Nichtsdestotrotz möchte ich für die Trilogie eine Leseempfehlung aussprechen, wenn man gegenüber einer abgedrehten Geschichte mit viel Sarkasmus aufgeschlossen ist.

 

 

 

 

Meine Rezensionen zu:

 

Demon Road (1) - Hölle und Highway >LINK<

Demon Road (2) - Höllennacht in Desolation Hill >LINK<

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-demon-road-3-finale-infernale.html

Eine kurzweilige, sehr unterhaltsame Story, die den Leser miträtseln und mitfiebern lässt.

Titel: One of us is Lying

Übersetzer: Anja Galić

Verlag: cbj

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 448

ISBN: 978-3-570-16512-6

Preis: 18,00 €

 

Quelle des Covers: cbj Verlag 

 


 


Als sich an einem Nachmittag die fünf Jugendlichen Bronwyn, Addy, Cooper, Nate und Simon zum Nachsitzen im Chemiesaal der Bayview Highschool einfinden, ahnen diese nicht, was ihnen bevor stehen wird. Alles sieht zunächst nach einer langweiligen Stunde aus.

 

Ohne ersichtlichen Grund bricht plötzlich Simon zusammen und obwohl ein eilig herbei gerufener Rettungswagen ihn ins Hospital bringt, stirbt er kurz nach dem Eintreffen im Krankenhaus.

Da die Todesumstände zunächst rätselhaft bleiben, beginnt die Polizei zu ermitteln und dabei geraten Bronwyn, Addy, Cooper und Nate ins Visier der Polizisten. Denn alle vier haben etwas zu verheimlichen und somit ein Motiv.

 

 

Der Titel sowie der Klappentext von One of us is Lying der Autorin Karen M. McManus sprachen mich sofort an. Zudem reizten mich einige positive Meinungen von anderen BloggerInnen und so musste ich das Buch einfach lesen.


Karen M. McManus beginnt mit ihrer Geschichte sogleich mit der Vorstellung der einzelnen Protagonisten und erzählt die Story aus deren jeweiligen Sicht, was mir gut gefiel. Denn so lernte ich nicht nur Bronwyn, Addy, Nate und Cooper näher kennen, sondern konnte auch ihre Gefühle, Ängste oder auch Wut hautnah miterleben.

 

Ich stellte Vermutungen an, hatte mich schnell auf eine bestimmte Person versteifft, nur um meine These ein paar Seiten später wieder zu verwerfen. Äußerst geschickt spielt die Autorin hier mit dem Leser. So fragte ich mich immer wieder wer lügt oder auch nicht. Denn zu verlieren haben die vier Jugendlichen so einiges, sollten ihre Geheimnisse ans Licht kommen.


Simon ist ein typischer Nerd, der gerne beliebt wäre und überall dazu gehören möchte. Dabei hat er es faustdick hinter den Ohren, denn als Hacker hat er eine App mit dem Namen "About That" geschrieben und veröffentlicht darüber die sorgsam gehüteten Geheimnisse der Schüler an der Bayview Highschool. Was ihn natürlich zur Zielscheibe werden lässt.

 

Obwohl die Auswahl der Jugendlichen, was ihren Stand in der Gesellschaft betrifft, recht klischeehaft daher kommt, gefiel mir dieses trotzdem richtig gut.

 

Bronwyn ist sehr schlau und ihr Weg nach Yale ist eigentlich vorgezeichnet. Ihre Eltern sind wohlhabend und in ihrem Leben fehlt so gut wie nichts.

 

Adelaide oder kurz Addy ist eine Schönheit und an der Schule sehr beliebt. Darüber hinaus ist sie mit Jake, dem heißesten Typen und Footballspieler der Highschool, zusammen.

 

Cooper ist ein aufsteigender Stern am Baseball Himmel und steht kurz davor ein Stipendium an einer Elite-Uni zu bekommen. 

 

Nate dagegen ist ein verurteilter Drogendealer und das schwarze Schaf in der Runde. Zudem stammt Nate aus einer zerrütteten Familie und lebt in ärmlichen Verhältnissen. Was einen Ausstieg aus dem kriminellen Milieu nicht gerade erleichtert.

 

Ich mochte alle vier Protagonisten auf ihre Art sehr. Aber besonders ans Herz gewachsen sind mir Nate und Addy, die für mich während der Handlung die größte Entwicklung vollzogen haben.

 

Gebannt rätselte ich mit, was Simon widerfahren ist und konnte mir keinen Reim darauf machen, wer ihn getötet haben sollte. Auch wenn meine Vermutung zum Ende hin bestätigt wurde, tut dies der Geschichte keinen Abbruch. Es war definitiv nicht das letzte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

 


Dank einer tollen Atmosphäre und einem mitreißenden Schreibstil gelingt es
Karen M. McManus mit One of us is Lying (cbj Verlag) eine kurzweilige, spannende und sehr unterhaltsame Story, die für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. So war ich absolut gebannt, weshalb die Seiten nur so dahinflogen.

 

Ich habe in letzter Zeit beim Lesen eines Buches selten so mitgefiebert, wie bei diesem. Dies ist sicherlich auch der Erzählweise aus der Sicht der vier Protagonisten geschuldet und daher vergebe ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

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Ein humorvoller und spannender Kriminalroman, der Lust auf mehr macht

Titel: Eiskalter Hund

Autor: Oliver Kern

Verlag: Heyne

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 304

ISBN: 978-3-453-43869-9

Preis: 9,99 €

 

Quelle des Covers: Heyne Verlag

 


 


Eigentlich fühlt sich Fellinger zu Höherem berufen. Seiner Meinung nach hätte er ein sehr guter Polizist werden können, aber da er Probleme mit dem Knie hat, fiel er durch die Prüfung. So wurde er Lebensmittelkontrolleur, doch sein Hang zu ermitteln und hinter fast jeder Ecke einen Fall zu wittern, blieben.


Als sich eines Tages ein anonymer Anrufer über die schwarze Soße in einem chinesischen Restaurant in Fellingers Bezirk beschwert, macht er sich auf, um dies zu überprüfen. Doch die Soße scheint in Ordnung zu sein. Bei seiner weiteren Kontrolle blickt er sich auch im Kühlhaus um und findet einen toten Hund am Haken.


Fellingers kriminalister Spürsinn ist geweckt und wenn er einmal mit ermitteln begonnen hat, hört er so schnell nicht wieder auf!

 

 

Der Autor Oliver Kern und sein Pseudonym Luis Sellano (Portugiesische Tränen) sollten jedem Krimileser mittlerweile ein Begriff sein. Falls nicht, kann ich euch seine Bücher nur ans Herz legen. Als ich erfuhr, dass Oliver Kern einen bayrischen Kriminalroman rund um den Lebensmittelkontrolleur Fellinger herausbringt, musste ich diesen unbedingt lesen und so begann ich gleich mit einem Schmunzeln die ersten Seiten von Eiskalter Hund.


Der Leser lernt Fellinger auch sogleich kennen und bekommt recht schnell einen ersten Eindruck von ihm, was mir gut gefallen hat. Er ist gradlinig, sagt, was er denkt und fühlt sich eher wie ein Polizist, als wie ein Lebensmittelkontrolleur. Dabei ist ihm sein Beruf heilig und die Lebensmittelverordnung ist strickt einzuhalten. Da versteht er keinen Spaß, der Fellinger!

 

Als er bei einer Kontrolle in einem Kühlhaus eines chinesischen Restaurants einen toten Hund am Haken findet, wittert er sogleich einen Fall. So wird der Besitzer des Restaurants, Herr Luang, nach der Herkunft des toten Hundes befragt und Fellinger findet schnell heraus, dass der Hund einer gewissen Frau Poschinger gehört.

 
Daher fühlt er sich verpflichtet, der Frau seine Erkenntnisse mitzuteilen. Blöd nur, dass Frau Poschinger nicht auffindbar ist. In seinem Kopf bilden sich die ersten Vermutungen von Entführung bis hin zu Mord. Nur gut, dass sein bester Freund Lechner bei der örtlichen Polizei so etwas wie der Chef vor Ort ist. Doch dieser sieht keinen Handlungsbedarf und so stürzt sich Fellinger erst recht in diesen Fall.

 

Die Geschichte lässt sich dank des guten Schreibstils recht zügig lesen und ist dabei oft sehr witzig. Ein Grund hierfür sind die vielen niederbayrischen Dialoge bzw. Ausdrücke, die in Bayern verwendet werden. So habe ich mich richtig gut unterhalten gefühlt. Dabei kommt der Krimianteil nicht zu kurz und die Handlung nimmt schnell Fahrt auf. Gemeinsam mit Fellinger spekulierte ich, was hinter dem Verschwinden Frau Poschinger stecken könnte und was dem armen Hund Beaver zugestoßen ist.

 

Ich war neugierig, was es mit dem Verhalten der Tochter auf sich hatte. Ebenso stellte ich mir die Frage, inwieweit ein tschechischer Hotelier und der Preiß Ganske, seines Zeichen Vorsitzender eines Heilstrom-Sekten-Vereins, involviert sind.

 



Wer auf regionale Kriminalfälle steht, nichts gegen eine Geschichte, mit witzigen Dialogen in Mundart und einem sehr eigenwilligen Protagonisten hat, dem kann ich Eiskalter Hund von Oliver Kern (Heyne Verlag) nur ans Herz legen.

 

Ein gelungener Auftakt der Fellinger-Reihe, wie ich finde, der Lust auf mehr macht - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Spannend zu lesen, aber die Charakterentwicklung störte mich - Leider!

Titel: Diabolic (2) - Durch Wut entflammt

Autor: S. J. Kincaid

Übersetzer: Ulrich Thiele

Verlag: Arena

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 456

ISBN: 978-3-401-60272-1 

Preis: 19,00 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Tyrus hat sein Ziel erreicht und den Kaiserthron bestiegen. An seiner Seite weilt, als zukünftige Kaiserin, die Diabolic Nemesis. Die beiden sind sich ihrer Gefühle füreinander bewusst und möchten heiraten. Zwar stößt dieser Wunsch bei den Untertanen auf wenig Gegenliebe, doch Tyrus und Nemesis halten daran fest.

 

Seine weiteren Pläne sehen vor, Frieden in die Galaxie zu bringen, die Wissenschaft wieder aufleben zu lassen und den Überschüssigen zu mehr Rechten zu verhelfen. Dass diese Vorhaben auf großen Widerstand treffen, ist wenig verwunderlich und doch hält Tyrus dies nicht davon ab, seinen Weg weiter zu beschreiten.

 

Als sich in den Reihen der Imperianer, angeführt vom intriganten und macht besessenen Pasus, eine Rebellion abzeichnet, muss Nemesis alles tun, um Tyrus vor seinen Feinden zu schützen. Um dies bewerkstelligen zu können, muss sie wieder zu einer seelenlosen Diabolic werden, die sie einmal war.

 

 

Ich war sehr neugierig auf die Fortsetzung von Diabolic - Durch Wut entflammt von S. J. Kincaid, da mir der Auftakt dieser Trilogie richtig gut gefallen hat. Leider ließ mich die Story mit gemischten Gefühlen zurück.

 

Wie bereits in Diabolic - Vom Zorn geküsst bestimmen Intrigen und Machtkämpfe in diesem Buch zu großen Teilen die Handlung und ich war gespannt, ob und wie es Tyrus und Nemesis gelingen würde, die kühnen Pläne zu realisieren.

 

Nachdem Tyrus den Thron als Kaiser bestiegen hat, sieht er sich vielen Widerständen gegenüber. Macht zu haben, bedeutet nicht, diese auch unbedingt ausüben zu können. Dies wird Tyrus nur allzu schnell vor Augen geführt.

 

Der Einstieg gelang mir ohne große Probleme, da die Autorin mit geschickten Rückblenden dafür sorgte, dass mir die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch gut in Erinnerung waren. Besonders freute ich mich auf Nemesis, die mich mit ihrer Stärke und Entschlossenheit beindrucken konnte. Aber genau hier liegt mein Problem bei diesem Teil der Reihe. 

 

Denn Nemesis kam mir mit zunehmendem Fortschreiten der Geschichte unentschlossener vor. Zwar hat dies einen Grund, den ich nicht näher erläutern möchte, aber nichtsdestotrotz hatte sie für mich mehr als einmal die Gelegenheit zum Handeln. Auch hier konnte ich bei der einen oder anderen Szene zwar ihre Beweggründe nachvollziehen, aber sie gingen mir mit jeder weiteren gelesenen Seite gegen den Strich. Ebenso kamen mir ihre gemachten Pläne halbgar vor und so waren diese für mich schon per se zum Scheitern verurteilt.

 

Konnte mich Tyrus mit seinem Handeln im ersten Band noch überzeugen, so sehr enttäuschte er mich, als er nun den Thron bestiegen hatte. Für mich litt er an Selbstüberschätzung und sein Tun wirkte auf mich im weiteren Verlauf oft arrogant und anmaßend. Kurzum er verkörpert all das, was er an seinem Onkel gehasst hat und ich hatte das Gefühl, dass er seine wahren Werte verriet. Zwar hatte sein Verhalten einen Grund, den ich nicht verraten möchte, aber ich konnte diese Charakterentwicklung nicht nachvollziehen. Dramaturgisch ist es natürlich ein geschickter Schachzug, der bei mir leider nicht so gezündet hat.


Neveni gefällt mir weiterhin gut, denn trotz der vielen schmerzlichen Erfahrungen, gibt sie nicht auf und verfolgt ihr Ziel unverdrossen weiter.

 

Auch Pasus bleibt sich selbst treu und ist auf sein Ziel äußerst fokussiert. Seine Beharrlichkeit und sein Ideenreichtum sind zwar beeindruckend, aber ich mag ihn nicht wirklich. Er ist ein A... wie er im Buche steht. Sein Machthunger ist so groß, dass er absolut skrupellos zu Werke geht und vor nichts und niemandem zurückschreckt. 

 

Der Weltenaufbau ist sehr facetten- und actionreich. Der Schreibstil ist darüber hinaus sehr detailliert, was mir beim Lesen des Buches ein wahres Kopfkino bescherte. Die Reisen durch die Galaxie und die Ideen von S. J. Kincaid konnten mich zu großen Teilen begeistern, doch leider nahmen mir die Charakterentwicklungen von Tyrus und Nemesis viel von meinem Lesevergnügen. Trotzdem muss ich gestehen, dass die Story selbst fesselnd war und so musste ich unbedingt wissen, wie alles endet.

 

Und gerade das Ende hat es nochmal richtig in sich, weshalb ich schwer am Überlegen bin, ob ich den finalen Band lesen soll.

 

 

Mir ist zwar bewusst, dass ich mit meiner Meinung wahrscheinlich eher in der Minderheit bin, aber mir kam es so vor, als wenn sich S. J. Kincaid in ihrer Geschichte etwas selbst verloren hat.


Spannung und Nervenkitzel sind wahrlich vorhanden und man möchte wissen, ob Tyrus und Nemesis ihre Ziele erreichen oder ob die Rebellen die Oberhand gewinnen. Mich störten allerdings, wie bereits erwähnt, die von der Autorin vollzogenen Wendungen der Protagonisten. Daher vergebe ich gute 2,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Meine Rezension zu:

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-diabolic-2-durch-wut.html

Eine lustige Geschichte und toller Roadtrip, die ich sehr gerne empfehlen kann.

Titel: Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher 

Name und der Sommer meines Lebens

Autor: Jen Malone

Übersetzerin: Jessika Komina & Sandra Knuffinke

Verlag: Magellan

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 318

ISBN: 978-3-7348-5034-9 

Preis: 17,00 €

 

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 


 

 

Durch einen dummen Zufall muss die 17 jährige Aubree, die ihre Wohlfühloase noch nie verlassen hat, plötzlich für ihre Schwester Elizabeth einspringen. Aubree ist ein wenig tollpatschig und bisher muste sie keinerlei Verantwortung übernehmen. Ausgerechnet jetzt soll Aubree eine Seniorenreisegruppe quer durch Europa begleiten. Dieses Vorhaben muss gelingen, da hier viel von Elizabeth´s Zukunft abhängt.

 

Elizabeth hat Aubree alles in einem Ordner zusammengestellt, was sie als Reiseleiterin benötigt. Blöd nur, wenn ausgerechnet die "Lebensversicherung" auf dem Flug abhandenkommt. Völlig auf sich gestellt, begibt sich Aubree auf eine Abenteuerreise und lässt dabei fast kein Fettnäpfchen aus.

 

Alles könnte gut werden, würde ihre Gefühlswelt nicht über den Haufen geworfen werden, als sie am ersten Abend mit dem Sam, von der  Reiseargentur, telefoniert. Als sich die beiden, auf Grund eines Unfalls einer der Reisenden, dann gegenüber stehen, fahren Aubrees Gedanken und Magen Achterbahn.

 

 

Bei Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens (Magellan) von Jen Malone erhoffte ich mir eine humorvolle und leichte Reiselektüre. Diese bekam ich zwar auch, allerdings auch so vieles mehr. Dank einem sehr lustigen, lockeren und bildlichen Schreibstil konnte ich mich von Beginn an in die Geschichte hineinfallen lassen. 


Eindrucksvoll beschreibt Jen Malone, dass wir Menschen im Allgemeinen anderen oft nichts zuzutrauen und uns anmaßen, diese auch noch zu kennen. So ergeht es auch Aubree, die durch ein Missgeschick, ihrer großen Schwester plötzlich einen Gefallen schuldet. Obwohl Aubree bisher immer im Schatten von Elizabeth stand und aus ihrer Komfortzone "Elternhaus" am liebsten nicht weg möchte, wagt sie den Schritt ins wahre Leben. So tritt sie an Stelle von Elizabeth die Reise nach Europa an und fliegt trotz eigener Bedenken über den großen Teich, fest entschlossen, es sich und ihrer Schwester zu beweisen. Aber schon der Beginn ihrer Karriere als Reiseleiterin startet sehr bescheiden, denn Aubree verliert ihre Reiseunterlagen und ihr Handy im Flugzeug. Als ihr dies auffällt, ist es bereits zu spät. Unsicher, wie sie nun weitermachen soll, begibt sie sich zum Informationsschalter der Fluggesellschaft, um dort Hilfe zu erhalten. 


Aubree hat mir richtig gut gefallen und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. War sie zunächst eher widerwillig bei der Sache und trat diese Reise mehr aus Schuldgefühlen Elizabeth gegenüber an, muss Aubree doch im weiteren Verlauf feststellen, dass sie an den gemachten Erfahrungen wächst. Während ihrer Tour durch die Niederlande, Ungarn, Österreich und Italien merkt Aubree, dass ihr die rüstige Seniorentruppe mehr und mehr ans Herz gewachsen ist, was ihr Selbstvertrauen verleiht. So kriecht sie aus ihrem Schneckenhaus heraus und betrachtet die Welt Zusehens mit anderen Augen. Diese Entwicklung und die getroffenen Entscheidungen von Aubree empfand ich als authentisch.


Leicht machen es ihr aber auch die sechs Senioren, die Aubree betreuen soll. Allen voran der sehr sympathische Mr. Fenton und die beiden liebreizenden Damen Emma und Mary. Aber auch das texanische Ehepaar Hank und Maisy, die nur Augen für sich haben sowie die in sich gekehrte Dolores gehen rücksichtsvoll mit ihr um. Trotz Aubrees Bedenken bezüglich des Schwindels, könnte es nicht besser laufen.


Dies ändert sich, als Sam in ihr Leben tritt. Der junge Mann, mit dem sie zunächst nur telefoniert hat, fasziniert sie auf eine bisher ungeahnte Art und Weise. Komplizierter wird es, als Sam, bedingt durch einen Unfall, als Verstärkung zur Gruppe stößt. 

 

Sam ist ein lustiger und sympathischer junger Mann, der mir ebenfalls gut gefallen hat. Natürlich kommt die enthaltene Liebesgeschichte nicht gänzlich unerwartet, doch wie sich Aubree und Sam immer näher kommen, gefiel mir. Dabei ist Sam einfühlsam und zuvorkommend, aber auch witzig und charmant zugleich.

 

Neugierig und gespannt verfolgte ich, ob es Aubree gelingen würde, das Chaos in den Griff zu bekommen oder ob das Lügengebäude über ihr zusammenbrechen würde.

 

 

Lustig, locker und zugleich sehr bewegend beschreibt Jen Malone in Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens (Magellan) Themen wie die erste Liebe, Mut an sich zu glauben, das Erwachsen werden, aber auch, dass man von älteren Menschen immer noch etwas lernen kann. Eine tolle und vor allem wichtige Botschaft, wie ich finde.

 

Ein Roadtrip quer durch tolle Städte wie Amsterdam, Wien und Venedig, um nur ein paar zu nennen, der mir unheimlich viel Spaß gemacht hat zu lesen - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-acht-stadte-sechs-senioren.html

Absolut gelungene Fortsetzung dieses spektakulären Weltraumabenteuers

Titel: Die Krone der Sterne (2). Hexenmacht

Autor: Kai Meyer

Illustriert von: Jens Maria Weber

Verlag: Fischer Tor

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 477

ISBN: 978-3-596-70174-2

Preis: 14,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Tor Verlag

 


 

 

Iniza und Glanis sind dem Orden der Hexen nur mit knapper Not entkommen und konnten sich gemeinsam mit ihrer Tochter sowie Shara, Kranit und der Muse in ihrem Schiff, der Nachtmahr, auf den Planeten Noa retten. Dort leben sie mitten unter den Piraten, doch wirklich sicher können sie sich nicht sein. Denn Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmörder sind allgegenwärtig. Kein wirklich schöner Ort, um ein Kind groß zu ziehen.


Währenddessen treiben die Hexen in ihrer Verblendung ihre Anbetung an das schwarze Loch von Kamastraka unverdrossen fort. Nichtsahnend, was für ein Unheil sie damit heraufbeschwören. Auf ihrer Suche nach einem Zugang zum Pilgerkorridor haben sie bereits ihre Heimatwelt Empedeum völlig zerstört und an ein Leben auf diesem Planeten ist nicht mehr zu denken. Und trotzdem setzt die oberste Hexe Setembra mit ihrer Raumkathedrale alles daran, diesen Zugang zu finden, egal wohin dieser führt oder was sich darin aufhält.

 

Bei einer Mission der Alleshändlerin Shara, dem letzten Waffenmeister von Amun Kranit und einer Gruppe von Piraten, kommt es an Bord des Schiffes zu einem Kampf auf Leben und Tod. Als das Raumschiff schließlich aus dem Hyperraum fällt, landen sie direkt in den Armen von Virikaan-Jägern, die auf der Suche nach Kranit sind - eine Falle.

 

Als dem Prediger der STILLE Hadrath Talantis die Flucht aus dem Gefängnis der Piraten gelingt, nimmt dieser die Tochter von Iniza und Glanis als Geisel und flieht durch ein Sprungtor mit unbekanntem Ziel. Zwar ist Glanis ihm dicht auf den Fersen, doch Iniza gelingt es nicht mehr, ebenfalls die Verfolgung aufzunehmen. Völlig verzweifelt und in Angst um ihre Tochter Tany bleibt ihr keine andere Wahl, als gemeinsam mit der Muse einen Weg zu finden, ihre Tochter zu befreien und das Schicksal des Universums zu verändern.

 

 

Bereits mit dem ersten Band Die Krone der Sterne konnte mich Kai Meyer mehr als begeistern. Ich bin/war fasziniert von diesem genialen und bombastischen Weltenentwurf und auch das Ende von Band 1 ließ mich mit voller Vorfreude dem zweiten Band entgegenfiebern.


So nahm ich mit großer Freude und auch ebenso großen Erwartungen das Lesen von Die Krone der Sterne. Hexenmacht auf. Da im ersten Teil so viel passiert war, was ich mir nicht im Einzelnen merken konnte, hatte ich die Befürchtung, nicht mehr alles im Gedächtnis zu haben. Doch meine Sorge war unbegründet, da der Autor hier eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse voran gestellt hat. So hatte ich die Zusammenhänge schnell wieder griffbereit und stürzte mich ins Abenteuer.

 

Nach der Flucht der Freunde Shara, Kranit, Iniza, Glanis und der Muse vor der obersten Hexe Setembra und dem Hexenorden, ist mittlerweile ein Jahr vergangen. Iniza und Glanis leben mit ihrer gemeinsamen Tochter Tany mitten unter den Piraten und versuchen sie gut behütet aufzuziehen. Was alles andere als leicht ist, unter Mördern und Dieben. Auch Shara und Kranit haben sich eingelebt und unterstützen die Piraten auf ihren Missionen. 

 

Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge aufgeteilt. So verfolgt der LeserIn den Kampf von Shara und Kranit gegen die Piraten und den Hexenorden, die Flucht von Hadrath, dem Priester der STILLE, und die Verfolgung durch Glanis sowie den verzweifelten Kampf von Iniza und der Muse auf dem Planeten Noa, um das Schicksal des Universums zu verändern.

 

Die Story ist geprägt von Gewalt, Intrigen und Verrat, Verlust und Liebe, die der Autor hier mit einer immerwährenden Spannung vorantreibt. Fast atemlos und gebannt verfolgte ich die einzelnen Handlungsstränge. Fieberte mit Shara und Kranit während ihrer Auseinandersetzung mit den Piraten und Hexen, fühlte mit Iniza und Glanis, ob ihrer großen Sorge um ihre Tochter Tany und spürte den Hass, die Verbohrtheit und den Zorn auf Hadrath und dessen Verbündeten dem Haus Caudor.

 

Dabei kann sich der Leser zu keinem Zeitpunkt sicher sein, was als nächstes passiert. Sehr geschickt und für mich an den absolut passenden Stellen, baute Kai Meyer hier Wendungen ein, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich klebte regelrecht an den Seiten und musste einfach wissen, ob es den Freunden gelingen würde, diese schier ausweglosen Situationen zu meistern. Und trotz dieser großen Action und Gewalt, schafft es der Autor, den Charakteren eine gewisse Tiefe zu geben. 

 

Iniza ist zu einer reifen und kampferprobten Frau heran gewachsen, die für Tany und Glanis alles tun würde. Ich bewundere ihren Mut und auch ihre Unerschrockenheit sich immer wieder an die Front zu stellen. Auch Glanis hat eine Entwicklung genommen, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Zu Beginn mochte ich ihn nicht wirklich, doch mit vorschreiten der Geschichte, sah ich ihn in einem anderen Licht. 


Nach wie vor mein Favorit ist Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun. Er ist geheimnisvoll und irgendwie umgibt ihn ein Vertrauen in seine Fähigkeiten, dass man glaubt, mit ihm jede Schlacht erfolgreich gestalten zu können. Ich war neugierig, was hinter diesem Mann steckt und war mehr als einmal überrascht, von dem, was ich erfahren habe. Kratzbürstig und jeder Zeit Schussbereit ist dagegen die Alleshändlerin Shara Bitterstern. Die Dialoge zwischen ihr und Kranit sind einfach genial und zeugen von gegenseitigem Respekt voreinander. Über Shara hat der LeserIn bereits im ersten Band einiges erfahren, aber längst noch nicht alles. Ihr Schicksal hat mich richtig bewegt und ich konnte ihre Beweggründe absolut nachvollziehen.


Wo hingegen ich Hadrath nach wie vor nicht leiden kann. Er ist hier der sprichwörtliche Antagonist. Und trotzdem muss ich ihn für seine Hartnäckigkeit und absoluten Glauben an die STILLE bewundern. 

 

Das Ende hat einen so gemeinen Cliffhanger, dass ich am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen hätte.

 

 

Auch mit dem zweiten Teil seiner Science-Fiction Opera von Die Krone der Sterne. Hexenmacht (Fischer Tor) ist Kai Meyer wieder ein spektakuläres Weltraumabenteuer gelungen. Völlig gefesselt von den vielen Geschehnissen und den überraschenden Wendungen verschlang ich dieses 477 Seiten starke Buch innerhalb von zwei Tagen.


Für dieses intergalaktische Weltraum Epos kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen und 5 von 5 Nosinggläser vergeben.

 

 

 

Meine Rezension:

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-die-krone-der-sterne.html

Die Geschichte ist einfach nur bombastisch, phenomenal und episch

Titel: Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzerin: Alexandra Ernst

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 752

ISBN: 978-3-423-76206-9 

Preis: 21,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Obwohl Rhys und Feyre sich als Seelengefährten gefunden haben, kehrt Feyre mit Tamlin an den Frühlingshof zurück. Ihr Ziel ist es, mehr über die Verbindung, dessen Pläne zwischen dem König von Hybern und Tamlin herauszufinden sowie diese im günstigsten Fall zu sabotieren. Ein gefährliches Unterfangen für Feyre, denn niemand darf wissen, dass ihre Verbindung zu Rhysand noch immer besteht. 

 

So lauern jede Menge Gefahren am Frühlingshof und Feyre muss höllisch aufpassen, dass weder die Fae-Zwillinge Prinzessin Brannagh und Prinz Dagdan sowie der Mensch Jurian als Abgesandte von Hybern, als auch Ianthe, Lucien und Tamlin von ihrem doppelten Spiel erfahren. Denn sollte es ihr nicht gelingen, würde dies für ganz Prythian und die Welt der Menschen den Untergang bedeuten.

 

 

Bereits die ersten beiden Bände von Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas haben mich begeistert. Daher lag die Messlatte für den finalen Band sehr, sehr weit oben. Aber die Autorin hat es mit diesem dritten Teil geschafft, mich nicht nur wieder mit den ersten Worten in die Welt von Prythian zu bringen. Ich klebte regelrecht an den Seiten und bin in diese wunderbare und phantastische Welt eingetaucht.


Die Handlung beginnt nahtlos am Ende des zweiten Bandes, was mir gut gefallen hat. Ich war neugierig, ob und wie es Feyre gelingen würde, etwas über die Pläne von Tamlin und dem König von Hybern herauszufinden und diese gegebenenfalls auch zu sabotieren. Obwohl Feyre mittlerweile gut mit ihren Kräften agieren kann, muss sie immer wieder auf der Hut von den beiden Abgesandten von Hybern sowie Ianthe sein, damit ihr doppeltes Spiel nicht auffliegt. Gerade dieser Balanceakt von Feyre zeigt, was für eine Entwicklung dieser Charakter genommen hat. Sie ist zu nicht nur zu einer reifen Frau, sondern auch zu einer Kriegerin und High Lady geworden. Das Spiel, welches sie am Frühlingshof betreibt, gleicht einem Ritt auf einer Rasierklinge, da sie gegenüber Lucien und Tamlin die verletzte High-Fae spielen muss.


Im Verlauf der Story erfährt der Leser auch mehr über die anderen Höfe, deren Bewohner und den dort regierenden High Lords. So bekam ich ein noch deutlicheres Bild von Prythian. 


Alles deutet auf einen unausweichlichen Krieg mit dem König von Hybern hin. Doch wer kämpft an welcher Seite? Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren muss es gelingen, Verbündete sie finden, weshalb Rhys ein Treffen aller High Lords vorschlägt. Werden die persönlichen Befindlichkeiten und Feindseligkeiten hinten angestellt, um als ein Heer in die Schlacht zu ziehen?

 

Die Liebe zwischen Feyre und Rhysand ist sehr stark und ich spürte die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden in jedem Gespräch sowie im Umgang miteinander. Sarah J. Maas ist hier wirklich eine wahre Seelenverbindung gelungen, die ich so noch nicht gelesen bzw. erlebt habe. Eine ebenso starke Wirkung hatte für mich die Freundschaft zwischen Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren sowie im späteren Verlauf auch mit den Schwestern Nesta und Elain.  

 

Jeden der entworfenen Charaktere rund um den Hof der Nacht habe ich in mein Herz geschlossen und ich fand es toll, zu lesen, dass gerade Nesta im dritten Teil eine wesentliche Rolle spielt. Denn ich war neugierig, ob und wie sie mit dem Schicksal einer High-Fae umgehen würde. Lediglich Elain war mir mit ihrer Art etwas zu distanziert, wobei ich ihre Haltung und Beweggründe verstand. Trotzdem blieb sie mir dadurch irgendwie unnahbar.

 

Gebannt verfolgt ich die Geschehnisse und kleineren Scharmützel zwischen den High Lords und konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen. Mit Beginn des Krieges und den dadurch entstehenden Kämpfen entstand in meinem Kopf eine Flut von Bildern, die mich sehr stark an die Schlachten von Herr der Ringe erinnerte und ich sah mich als heimlicher Beobachter am Rande des Schlachtfeldes. 

 

Geschickt verbindet die Autorin fast alle losen Fäden zu einem furiosen Finale, welches ihres gleichen sucht. Dabei kommt sie mit teilweise unerwarteten Wendungen daher, die ich nicht habe kommen sehen.

 

Das Ende ist einfach nur Spannung und Dramatik pur und ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch jemals endet.

 

 

Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter (dtv Verlag) von Sarah J. Maas ist phänomental, bombastisch, spannend, aufwühlend, bewegend und einfach zum Niederknien. Ich bin noch immer überwältigt von den vielen Emotionen und Gefühlen während dem Lesen und es fällt mir richtig schwer, das Ganze in Worte zu fassen.

 

Diese Reihe gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern und zum Glück muss sich der Leser noch nicht von dieser wunderbaren und tollen Welt und deren Bewohnern verabschieden. 

 

Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen - 5 von 5 Nosinggläser plus Zigarre.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-das-reich-der-sieben-hofe-3.html

Schöne Idee, aber an der Umsetzung haperte es

Titel: Das Zeiträtsel

Autor: Madeleine L´Engle

Übersetzer: Wolf Harranth

Verlag: Piper / You & IVI

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 208

ISBN: 978-3-492-70491-5

Preis: 10,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 

 


 

 

Meg ist ein Mathegenie und hat eine recht eigenwillige Auffassung von Autorität, weshalb sie des Öfteren in der Schule Ärger mit Schülern und Lehrern bekommt. Und auch mit ihrem kleineren Bruder Charles, der über eine seltsame Begabung zu verfügen scheint, kommt sie nicht immer klar. Trotzdem liebt sie ihn über alles. Megs Problem ist auch damit begründet, dass vor ein paar Jahren ihr Vater, ein berühmter Wissenschaftler, von jetzt auf gleich spurlos verschwunden ist und sie darunter sehr zu leiden hat. Ihre Mutter, Miss Murphy, versucht zwar alles, um den Kindern eine gutes und behütetes Zuhause zu gewährleisten, doch dies nur mit mäßigem Erfolg. 


Als in einer sturmgepeitschten Nacht plötzlich eine fremde Frau in der Küche der Murphys sitzt und behauptet, dass das "tessern" funktioniert, wird das Gesicht der Mutter ganz weiß. Mit dieser Behauptung ist Megs und Charlies Neugierde geweckt und in Meg keimt so etwas wie Hoffnung auf, ihren Vater doch zu finden.


Charlie und Meg möchten mit Hilfe der Frauen herausfinden, was mit Mr. Murphy geschehen ist. Unterwegs sie Calvin, einem älteren Jungen ihrer Schule, der sich ihnen aus verschiedenen Gründen anschließt. Und so erfahren die drei Jugendlichen, dass Mr. Murphy auf dem entfernten Planeten Camazotz von einer bösen Macht mit dem Namen ES gefangen gehalten wird und es bisher niemanden gelungen ist, sich seiner Macht zu entziehen.


So versuchen Meg, Charlie und Calvin den Kampf gegen ES aufzunehmen und Mr. Murphy zu befreien.

 

 

Da mir Geschichten um und über die Zeit gefallen und ich die Ideen bzw. Möglichkeiten dahinter faszinierend finde, musste ich natürlich Das Zeiträtsel von Madeleine L´Engle (you&IVI) lesen.

 

Doch leider gefiel mir die Umsetzung der Handlung im Buch nicht wirklich. Der Beginn ist recht abgehackt und schnell, so dass ich keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren und der Geschichte aufbauen konnte. Erst als die Handlung auf dem Planeten Camazotz spielte, wurde das Ganze etwas eindeutiger und zielstrebiger.


Meg kam mir doch recht engstirnig und irgendwie unreif vor. Sie ist bockig, widerspenstig und traurig, da sie ihren Vater schrecklich vermisst, doch trotzdem kann sie Autoritätspersonen, wie z. B. Lehrer, nur schwer akzeptieren. Geschweige denn gehorchen, dies bringt ihr immer wieder Ärger ein und macht sie darüber hinaus zu einer Außenseiterin in der Schule.


Ihren kleiner Bruder Charlie fand ich dagegen recht interessant, da er etwas Mystisches ausstrahlte und für mich undurchschaubar blieb. So rätselte ich, was es mit seinen "Fähigkeiten" auf sich hat, doch auch hier blieb vieles Stückwerk.


Und mit Calvin konnte ich in der Geschichte auch nicht wirklich etwas anfangen. Ich fragte mich, was das Ganze mit ihm zu tun haben würde, bekam hier allerdings auch keine wirkliche Antwort auf meine Frage.

 

Die Grundidee, die Zeit so zu "falten", dass eine Reise möglich ist, gefällt mir, doch die Umsetzung ließ mich leider unbefriedigt zurück. Dies finde ich sehr schade, da man hieraus bestimmt eine tolle und spannende Story hätte machen können. Meine Hoffnung setze ich daher in die Verfilmung und der Trailer verspricht zumindest etwas mehr Action.

 

 

Ich bin von Das Zeiträtsel von Madeleine L`Engle (you&IVI) schlichtweg enttäuscht, da mir die Handlung zu abgehackt und zu konstruiert vorkam.

 

Keine Spannung und gepaart mit Charakteren ohne Tiefe, ließen mich mehr als ernüchternd das Buch zuklappen - 2 von 5 Nosinggläser.

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-das-zeitratsel-von-madeleine.html

Eine magische, bezaubernde und wundervolle Geschichte

Titel: Das Mädchen, das den Mond trank

Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessica Komina

Verlag: S. Fischer / Sauerländer

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 460

ISBN: 978-3-7373-5538-4

Preis: 16,99 €

 

Quelle des Covers: S. Fischer Verlag

 


 

 

Die Bewohner des Protektorats setzen jedes Jahr das jüngste Kind im Wald aus, so will es das Gesetz. Dieses Kind ist eine Opfergabe an die im Wald lebende böse Hexe. Damit soll sie besänftigt werden, um zu gewährleisten, dass die Menschen den einzigen begehbaren Weg im Wald ungehindert nutzen können und die Bürger der Gemeinde nicht von ihr angriffen werden. Doch geht hierbei alles mit rechten Dingen zu?


So bekleitet der Leser die Hexe auf ihrem beschwerlichen Weg zur Lichtung im Wald, um das Kind zu holen. Auf dem Rückweg gibt sie dem Baby versehentlich Mondlicht anstatt Sternenlicht zu trinken, was weitreichende Konsequenzen für sie, das Kind und ihr Umfeld bedeutet. Denn Mondlicht ist pure Magie und so bleibt Xan nichts anderes übrig, als sich dem Baby anzunehmen.


Gemeinsam mit dem Sumpfmonster Glerk und dem "ganz und gar gigantischen Drachen" Fyrian zieht Xan Luna, wie sie das Kind nennt, groß. Die Jahre vergehen und Luna wächst zu einem jungen Mädchen heran. Unterrichtet wird Luna dabei von ihren beiden Freunden und der Hexe in den unterschiedlichsten Bereichen. Zusätzlich versucht Xan Luna an die Magie und ihr Potenzial heran zu führen. Mit leider mäßigem Erfolg, da Luna so gar keine Lust darauf hat.


Als sich die Anzeichen verdichten, dass die Magie aus Luna unkontrolliert heraus strömt, ist Xan zum Handeln gezwungen. Denn es könnte passieren, dass sich Luna selbst oder andere in Gefahr bringt, da sie von ihren Kräften nichts weiß und diese somit nicht steuern kann. Daher sieht Xan keinen anderen Ausweg und setzt alles auf eine Karte...

 


Alleine schon wegen diesem wunderbaren Cover und der sehr schön klingenden Geschichte, musste ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (Sauerländer) unbedingt lesen. 


Neugierig, was mich erwarten würde, begann ich zu lesen und wurde regelrecht in diese wunderschöne, berauschende, liebevolle und absolut magische Welt von Xan und Luna hinein gesogen. Völlig verzaubert von dieser sehr berührenden Handlung, flogen die Seiten regelrecht und ich bin noch immer absolut verzaubert davon.

 

Auf den ersten Blick scheinen die Rollen, was Gut und Böse betrifft, eindeutig verteilt zu sein. Die böse Hexe fordert ein Opfer als Besänftigung, sonst bringt sie Tod und Verderben über die Bevölkerung. Und die Gemeinschaft tut, was von ihr verlangt wird. Allerdings steckt so viel mehr dahinter, denn nicht immer ist alles so eindeutig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte.


Die Geschichte beginnt mit dem jungen Antain, der als Ältestenanwärter miterleben muss, wie ein kleines Mädchen aus den Armen seiner schreienden Mutter regelrecht entführt und als Opfer auf einer Lichtung im Wald abgelegt wird. Die Mutter wird durch ihren Schmerz und Kummer zu einem nervlichen Wrack und soll daher zur weiteren Beobachtung in den Turm der Schwestern des Sterns gebracht werden. Die Stimmung innerhalb der Begrenzungsmauern des Dorfes empfand ich als sehr bedrückend und düster, da ein immer fortwehrender Nebel über dem Ort liegt. Die Einwohner empfinden keine Freude und fristen ein Dasein in Armut und Trauer. Nur den Ältestenratsmitglieder und deren Familien geht es gut und sie stellen sozusagen den Wohlstand dar.


Diesem steht der Ältestenratsvorsteher Gherland vor, der gleichzeitig auch noch der Onkel von Antain ist. Er sorgt mit eiserner Hand dafür, dass die Gesetze eingehalten werden. Antain ist in vielen Punkten anderer Meinung, was ihn des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Er kann diese Ungerechtigkeiten nicht länger hinnehmen und beschließt dagegen anzugehen.


Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Charaktere von der Autorin ausgearbeitet und besitzen allesamt eine gewisse Tiefe. Auch die Beschreibungen der Landschaft und Menschen wurden mit sehr viel Hingabe beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte.


Die Hexe Xan gefiel mir richtig gut, da sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Sie kann die Menschen hinter der großen Mauer nicht verstehen und versucht die ausgesetzten Kinder in die Obhut von anderen Familien zu bringen. Dies möchte sie auch mit dem jüngsten Opfer tun, doch auf der Rückreise unterläuft ihr ein folgenschwerer Fehler. Denn anstatt Sternenlicht, bekommt das Baby von ihr Mondlicht zu trinken, was dazu führt, dass dieses Kind magiefiziert wird. So beschließt Xan sich dem Baby anzunehmen und es wie ihr leibliches Enkelkind groß zu ziehen.


Unterstützung bekommt die Hexe durch das Sumpfmonster Glerk, einem vielarmigen schleimigen und doch recht freundlichen Monster. Glerk liebt die Poesie und fasst vieles in Reimen zusammen, was die Story noch putziger macht.


Mein heimlicher Favorit ist allerdings Fyrian, ein "ganz und gar gigantischer Drache". Ausgelöst durch ein Trauma in seiner Kindheit, wächst er einfach nicht. Dies hindert ihn aber nicht daran, fröhlich und glücklich zu sein und als er das Baby sieht, ist es um ihn geschehen. Fortan weicht er Luna nicht mehr von ihrer Seite und wird somit zu ihrem bestem Freund.


Luna wirkt zunächst auf den Leser wie ein ganz normales Kind, was mir gut gefiel. Als ihre "Kräfte" z. B. durch erblühende Blumen in den hinterlassenen Fußabdrücken, zu Tage treten, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier hat sich Kelly Barnhill einige tolle Beschreibungen überlegt, was ich richtig toll fand. Als Luna später feststellt, dass sie Magie wirken kann, war ich gespannt, ob sie es für etwas Gutes oder gar Böses einsetzen würde.

 


Wer ein außergewöhnliches Märchen mit wunderbaren Charakteren lesen möchte, dem kann ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (S. Fischer/Sauerländer) nur empfehlen.


Denn während dem Lesen, geht einem regelrecht das Herz auf. Dabei ist die Geschichte magisch, berührend und absolut bezaubernd. Mit viel Liebe und Hingabe hat die Autorin hier eine wundervolle Geschichte über Luna, ihre Großmama Xan und ihren Freunden geschrieben - 5 von 5 Nosinggläser.


Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/03/rezension-das-madchen-das-den-mond.html

Humorvoll & spannende Geschichte rund um Freundschaft & Basketball

Titel: Absolute Gewinner

Verlag: Magellan

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 285

ISBN: 978-3-7348-5008-0

Preis: 15,00 €

 

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 


 

 

Durch seine schrille und quakige Stimme wird Luca immer wieder in der Schule ausgelacht und gehänselt. Selbst die Lehrer haben mittlerweile akzeptiert, dass Luca nie etwas zum Unterricht beiträgt. Daher ist es fast schon konsequent, dass er keinerlei Freunde hat und somit zu einem Außenseiter wird.

 

So bleibt ihm lediglich seine Liebe und Leidenschaft zum Basketball. Dies ist seine einzige Freizeitbeschäftigung. Da trifft es sich gut, dass in der Nähe seines Zuhauses, an einer anderen Schule, eine Sport- und Freizeitstätte errichtet wurde. Dort verbringt er viel Zeit mit spielen. Aber auch hier wird er mehr oder weniger von den anderen Jugendlichen ausgegrenzt und meist als Letzter in ein Team gewählt. 


Als ein großes Basketballturnier in ganz Deutschland ausgerufen wird, macht sich Luca nicht viel Hoffnung daran teilzunehmen, obwohl er sehr große Lust hätte, dabei zu sein. Als der Hausmeister, den alle nur die Sichel nennen, verschiedene Jugendliche zu einem Team von Losern zusammenstellt und mit ihnen am Turnier teilnehmen möchte, bezweifelt Luca, dass das eine gute Idee ist. Als das Training beginnt, nehmen Luca, Murat, Karim, Francis, Heinrich und Jana dies allerdings recht schnell ernst.

 

Aber werden die Jugendlichen zu einem Team zusammen finden, um erfolgreich zu sein? Und hat eine Loser-Truppe bei einem solchen Turnier wirklich eine Chance? Erst recht dann, wenn während der Vorausscheidung plötzlich der Coach verschwindet?

 

 

Schon beim Vorgängerbuch Echt (Rezension) konnte mich Christoph Scheuring mit seinem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich auf Absolute Gewinner (Magellan) natürlich sehr neugierig.


Die Optik des Buches gefällt mir richtig gut, da es einen Teil der Thematik rund um den Sport Basketball aufgreift. Dies wurde durch die Farbe des Covers, nämlich orange, und durch die Haptik auf dem Buchdeckel, Noppen des Balls, in meinen Augen gut umgesetzt. Und obwohl es in dieser Geschichte natürlich viel um Basketball geht, findet man aber auch hier weitere Themen, wie Teamwork, Zusammenhalt und Freundschaft.


Obwohl sich Luca, Murat, Karim, Francis, Heinrich und Jana nicht wirklich kennen, sollen sie plötzlich ein Team sein. Füreinander einstehen, kämpfen und sich gegenseitig unterstützen. Das dabei jeder sein Päckchen zu tragen hat, ist ein weiteres Problem, was bei den Jugendlichen des Öfteren zu kleinen Streitereien führt. So versucht jeder seinen Platz innerhalb der Gruppe zu finden. 

 

Die einzelnen Charaktere hatten für mich ihre Reize und sie trugen zu einer locker, leichten und trotzdem spannenden Handlung bei. Es hat mir großen Spaß gemacht, zu verfolgen, wie und ob sie es schaffen würden, eine Einheit zu werden. Auch stellte ich mir die Frage, ob aus Losern wirklich eine verschworene Gemeinschaft werden kann, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.


Als nach der Vorausscheidung plötzlich ihr Coach verschwunden ist, begeben sich Luca und Jana auf die Suche nach ihm. Zunächst jedoch ohne großen Erfolg. Um weiter an diesem Turnier teilnehmen zu können, benötigt die Truppe deshalb einen neuen Trainer. Doch mit diesem kommen sie nur schwer zurecht, da er ganz anders trainieren lässt, als sein Vorgänger. Als auch noch Robin zum Team dazu stößt, sorgt dies innerhalb der Mannschaft für noch mehr Unmut und Frust. Nichtsdestotrotz haben Jana und Luca die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ihren eigentlichen Coach ausfindig zu machen. Hilfe bekommen sie dabei durch Heinrich, der recht gut mit Computern umgehen kann. Dieser kriminaliste Anteil bringt zusätzliche Spannung mit und so war ich gespannt, ob und wie alles enden würde.


Luca gefiel mir, da ich sein "Schweigen" recht gut nachvollziehen konnte. Und trotz seines Handicaps, merkt er schnell, dass ihn die anderen in seiner Mannschaft dafür nicht verurteilen oder ärgern. So wächst sein Selbstvertrauen immer mehr und er wird zu einem der Wortführer innerhalb der Gruppe. Dazu trägt auch Jana bei, in die er schon länger heimlich verknallt ist. 

 

Doch auch Jana hat es schwer, denn ihre Kindheit ist alles andere als rosig verlaufen. Zwar liebt ihre Pflegefamilie sie über alles und doch fühlt sie sich irgendwie alleine. Dieses Gefühl wird noch dadurch verstärkt, da sie keinerlei Erinnerungen an ihre leiblichen Eltern hat. Ich mochte Jana, da sie niemals aufgibt, sich gegenüber den Jungs zu behaupten weiß und sich nichts gefallen lässt.


Auch die anderen Nebencharaktere haben eine gewisse Tiefe und tragen so vieles zu dieser tollen Story bei. Besonders gut gefallen hat mir hierbei Heinrich. Ein dicklicher Junge, den kaum einer beachtet. Hinter seiner unscheinbaren Fassade, hat es Heinrich allerdings faustdick hinter den Ohren. Denn er kennt sich sehr gut mit Computern und dem Internet aus und so konnte er mich ich doch des Öfteren überraschen.

 

 

Absolute Gewinner von Christoph Scheuring (Magellan) ist eine humorvolle, spannende und witzige Geschichte über vermeintliche Loser, über Zusammenhalt, Freundschaft, das Erwachsen werden und die Liebe zum Basketball. 

 

Die Story konnte mich fesseln und auch der leichte Krimi-/Ermittlungspart hat der Autor gut in die Handlung mit eingewoben. Darüber hinaus lässt sich das Buch recht zügig lesen und ich hatte es innerhalb eines Tages regelrecht verschlungen - 5 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/03/rezension-absolute-gewinner-von.html