Uwes-Leselounge

Auf meinem Blog UWES-LESELOUNGE findet Ihr Bücher aus den Bereichen Jugenbuch, Dystopie, Fantasy, Krimi & Thriller und Horror. Ich freue mich auf euren Besuch :)

Eine kurzweilige, sehr unterhaltsame Story, die den Leser miträtseln und mitfiebern lässt.

Titel: One of us is Lying

Übersetzer: Anja Galić

Verlag: cbj

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 448

ISBN: 978-3-570-16512-6

Preis: 18,00 €

 

Quelle des Covers: cbj Verlag 

 


 


Als sich an einem Nachmittag die fünf Jugendlichen Bronwyn, Addy, Cooper, Nate und Simon zum Nachsitzen im Chemiesaal der Bayview Highschool einfinden, ahnen diese nicht, was ihnen bevor stehen wird. Alles sieht zunächst nach einer langweiligen Stunde aus.

 

Ohne ersichtlichen Grund bricht plötzlich Simon zusammen und obwohl ein eilig herbei gerufener Rettungswagen ihn ins Hospital bringt, stirbt er kurz nach dem Eintreffen im Krankenhaus.

Da die Todesumstände zunächst rätselhaft bleiben, beginnt die Polizei zu ermitteln und dabei geraten Bronwyn, Addy, Cooper und Nate ins Visier der Polizisten. Denn alle vier haben etwas zu verheimlichen und somit ein Motiv.

 

 

Der Titel sowie der Klappentext von One of us is Lying der Autorin Karen M. McManus sprachen mich sofort an. Zudem reizten mich einige positive Meinungen von anderen BloggerInnen und so musste ich das Buch einfach lesen.


Karen M. McManus beginnt mit ihrer Geschichte sogleich mit der Vorstellung der einzelnen Protagonisten und erzählt die Story aus deren jeweiligen Sicht, was mir gut gefiel. Denn so lernte ich nicht nur Bronwyn, Addy, Nate und Cooper näher kennen, sondern konnte auch ihre Gefühle, Ängste oder auch Wut hautnah miterleben.

 

Ich stellte Vermutungen an, hatte mich schnell auf eine bestimmte Person versteifft, nur um meine These ein paar Seiten später wieder zu verwerfen. Äußerst geschickt spielt die Autorin hier mit dem Leser. So fragte ich mich immer wieder wer lügt oder auch nicht. Denn zu verlieren haben die vier Jugendlichen so einiges, sollten ihre Geheimnisse ans Licht kommen.


Simon ist ein typischer Nerd, der gerne beliebt wäre und überall dazu gehören möchte. Dabei hat er es faustdick hinter den Ohren, denn als Hacker hat er eine App mit dem Namen "About That" geschrieben und veröffentlicht darüber die sorgsam gehüteten Geheimnisse der Schüler an der Bayview Highschool. Was ihn natürlich zur Zielscheibe werden lässt.

 

Obwohl die Auswahl der Jugendlichen, was ihren Stand in der Gesellschaft betrifft, recht klischeehaft daher kommt, gefiel mir dieses trotzdem richtig gut.

 

Bronwyn ist sehr schlau und ihr Weg nach Yale ist eigentlich vorgezeichnet. Ihre Eltern sind wohlhabend und in ihrem Leben fehlt so gut wie nichts.

 

Adelaide oder kurz Addy ist eine Schönheit und an der Schule sehr beliebt. Darüber hinaus ist sie mit Jake, dem heißesten Typen und Footballspieler der Highschool, zusammen.

 

Cooper ist ein aufsteigender Stern am Baseball Himmel und steht kurz davor ein Stipendium an einer Elite-Uni zu bekommen. 

 

Nate dagegen ist ein verurteilter Drogendealer und das schwarze Schaf in der Runde. Zudem stammt Nate aus einer zerrütteten Familie und lebt in ärmlichen Verhältnissen. Was einen Ausstieg aus dem kriminellen Milieu nicht gerade erleichtert.

 

Ich mochte alle vier Protagonisten auf ihre Art sehr. Aber besonders ans Herz gewachsen sind mir Nate und Addy, die für mich während der Handlung die größte Entwicklung vollzogen haben.

 

Gebannt rätselte ich mit, was Simon widerfahren ist und konnte mir keinen Reim darauf machen, wer ihn getötet haben sollte. Auch wenn meine Vermutung zum Ende hin bestätigt wurde, tut dies der Geschichte keinen Abbruch. Es war definitiv nicht das letzte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

 


Dank einer tollen Atmosphäre und einem mitreißenden Schreibstil gelingt es
Karen M. McManus mit One of us is Lying (cbj Verlag) eine kurzweilige, spannende und sehr unterhaltsame Story, die für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. So war ich absolut gebannt, weshalb die Seiten nur so dahinflogen.

 

Ich habe in letzter Zeit beim Lesen eines Buches selten so mitgefiebert, wie bei diesem. Dies ist sicherlich auch der Erzählweise aus der Sicht der vier Protagonisten geschuldet und daher vergebe ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-one-of-us-is-lying-von-karen.html

Ein humorvoller und spannender Kriminalroman, der Lust auf mehr macht

Titel: Eiskalter Hund

Autor: Oliver Kern

Verlag: Heyne

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 304

ISBN: 978-3-453-43869-9

Preis: 9,99 €

 

Quelle des Covers: Heyne Verlag

 


 


Eigentlich fühlt sich Fellinger zu Höherem berufen. Seiner Meinung nach hätte er ein sehr guter Polizist werden können, aber da er Probleme mit dem Knie hat, fiel er durch die Prüfung. So wurde er Lebensmittelkontrolleur, doch sein Hang zu ermitteln und hinter fast jeder Ecke einen Fall zu wittern, blieben.


Als sich eines Tages ein anonymer Anrufer über die schwarze Soße in einem chinesischen Restaurant in Fellingers Bezirk beschwert, macht er sich auf, um dies zu überprüfen. Doch die Soße scheint in Ordnung zu sein. Bei seiner weiteren Kontrolle blickt er sich auch im Kühlhaus um und findet einen toten Hund am Haken.


Fellingers kriminalister Spürsinn ist geweckt und wenn er einmal mit ermitteln begonnen hat, hört er so schnell nicht wieder auf!

 

 

Der Autor Oliver Kern und sein Pseudonym Luis Sellano (Portugiesische Tränen) sollten jedem Krimileser mittlerweile ein Begriff sein. Falls nicht, kann ich euch seine Bücher nur ans Herz legen. Als ich erfuhr, dass Oliver Kern einen bayrischen Kriminalroman rund um den Lebensmittelkontrolleur Fellinger herausbringt, musste ich diesen unbedingt lesen und so begann ich gleich mit einem Schmunzeln die ersten Seiten von Eiskalter Hund.


Der Leser lernt Fellinger auch sogleich kennen und bekommt recht schnell einen ersten Eindruck von ihm, was mir gut gefallen hat. Er ist gradlinig, sagt, was er denkt und fühlt sich eher wie ein Polizist, als wie ein Lebensmittelkontrolleur. Dabei ist ihm sein Beruf heilig und die Lebensmittelverordnung ist strickt einzuhalten. Da versteht er keinen Spaß, der Fellinger!

 

Als er bei einer Kontrolle in einem Kühlhaus eines chinesischen Restaurants einen toten Hund am Haken findet, wittert er sogleich einen Fall. So wird der Besitzer des Restaurants, Herr Luang, nach der Herkunft des toten Hundes befragt und Fellinger findet schnell heraus, dass der Hund einer gewissen Frau Poschinger gehört.

 
Daher fühlt er sich verpflichtet, der Frau seine Erkenntnisse mitzuteilen. Blöd nur, dass Frau Poschinger nicht auffindbar ist. In seinem Kopf bilden sich die ersten Vermutungen von Entführung bis hin zu Mord. Nur gut, dass sein bester Freund Lechner bei der örtlichen Polizei so etwas wie der Chef vor Ort ist. Doch dieser sieht keinen Handlungsbedarf und so stürzt sich Fellinger erst recht in diesen Fall.

 

Die Geschichte lässt sich dank des guten Schreibstils recht zügig lesen und ist dabei oft sehr witzig. Ein Grund hierfür sind die vielen niederbayrischen Dialoge bzw. Ausdrücke, die in Bayern verwendet werden. So habe ich mich richtig gut unterhalten gefühlt. Dabei kommt der Krimianteil nicht zu kurz und die Handlung nimmt schnell Fahrt auf. Gemeinsam mit Fellinger spekulierte ich, was hinter dem Verschwinden Frau Poschinger stecken könnte und was dem armen Hund Beaver zugestoßen ist.

 

Ich war neugierig, was es mit dem Verhalten der Tochter auf sich hatte. Ebenso stellte ich mir die Frage, inwieweit ein tschechischer Hotelier und der Preiß Ganske, seines Zeichen Vorsitzender eines Heilstrom-Sekten-Vereins, involviert sind.

 



Wer auf regionale Kriminalfälle steht, nichts gegen eine Geschichte, mit witzigen Dialogen in Mundart und einem sehr eigenwilligen Protagonisten hat, dem kann ich Eiskalter Hund von Oliver Kern (Heyne Verlag) nur ans Herz legen.

 

Ein gelungener Auftakt der Fellinger-Reihe, wie ich finde, der Lust auf mehr macht - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-eiskalter-hund-von-oliver-kern.html

Spannend zu lesen, aber die Charakterentwicklung störte mich - Leider!

Titel: Diabolic (2) - Durch Wut entflammt

Autor: S. J. Kincaid

Übersetzer: Ulrich Thiele

Verlag: Arena

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 456

ISBN: 978-3-401-60272-1 

Preis: 19,00 €

 

Quelle des Covers: Arena Verlag

 


 

 

Tyrus hat sein Ziel erreicht und den Kaiserthron bestiegen. An seiner Seite weilt, als zukünftige Kaiserin, die Diabolic Nemesis. Die beiden sind sich ihrer Gefühle füreinander bewusst und möchten heiraten. Zwar stößt dieser Wunsch bei den Untertanen auf wenig Gegenliebe, doch Tyrus und Nemesis halten daran fest.

 

Seine weiteren Pläne sehen vor, Frieden in die Galaxie zu bringen, die Wissenschaft wieder aufleben zu lassen und den Überschüssigen zu mehr Rechten zu verhelfen. Dass diese Vorhaben auf großen Widerstand treffen, ist wenig verwunderlich und doch hält Tyrus dies nicht davon ab, seinen Weg weiter zu beschreiten.

 

Als sich in den Reihen der Imperianer, angeführt vom intriganten und macht besessenen Pasus, eine Rebellion abzeichnet, muss Nemesis alles tun, um Tyrus vor seinen Feinden zu schützen. Um dies bewerkstelligen zu können, muss sie wieder zu einer seelenlosen Diabolic werden, die sie einmal war.

 

 

Ich war sehr neugierig auf die Fortsetzung von Diabolic - Durch Wut entflammt von S. J. Kincaid, da mir der Auftakt dieser Trilogie richtig gut gefallen hat. Leider ließ mich die Story mit gemischten Gefühlen zurück.

 

Wie bereits in Diabolic - Vom Zorn geküsst bestimmen Intrigen und Machtkämpfe in diesem Buch zu großen Teilen die Handlung und ich war gespannt, ob und wie es Tyrus und Nemesis gelingen würde, die kühnen Pläne zu realisieren.

 

Nachdem Tyrus den Thron als Kaiser bestiegen hat, sieht er sich vielen Widerständen gegenüber. Macht zu haben, bedeutet nicht, diese auch unbedingt ausüben zu können. Dies wird Tyrus nur allzu schnell vor Augen geführt.

 

Der Einstieg gelang mir ohne große Probleme, da die Autorin mit geschickten Rückblenden dafür sorgte, dass mir die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch gut in Erinnerung waren. Besonders freute ich mich auf Nemesis, die mich mit ihrer Stärke und Entschlossenheit beindrucken konnte. Aber genau hier liegt mein Problem bei diesem Teil der Reihe. 

 

Denn Nemesis kam mir mit zunehmendem Fortschreiten der Geschichte unentschlossener vor. Zwar hat dies einen Grund, den ich nicht näher erläutern möchte, aber nichtsdestotrotz hatte sie für mich mehr als einmal die Gelegenheit zum Handeln. Auch hier konnte ich bei der einen oder anderen Szene zwar ihre Beweggründe nachvollziehen, aber sie gingen mir mit jeder weiteren gelesenen Seite gegen den Strich. Ebenso kamen mir ihre gemachten Pläne halbgar vor und so waren diese für mich schon per se zum Scheitern verurteilt.

 

Konnte mich Tyrus mit seinem Handeln im ersten Band noch überzeugen, so sehr enttäuschte er mich, als er nun den Thron bestiegen hatte. Für mich litt er an Selbstüberschätzung und sein Tun wirkte auf mich im weiteren Verlauf oft arrogant und anmaßend. Kurzum er verkörpert all das, was er an seinem Onkel gehasst hat und ich hatte das Gefühl, dass er seine wahren Werte verriet. Zwar hatte sein Verhalten einen Grund, den ich nicht verraten möchte, aber ich konnte diese Charakterentwicklung nicht nachvollziehen. Dramaturgisch ist es natürlich ein geschickter Schachzug, der bei mir leider nicht so gezündet hat.


Neveni gefällt mir weiterhin gut, denn trotz der vielen schmerzlichen Erfahrungen, gibt sie nicht auf und verfolgt ihr Ziel unverdrossen weiter.

 

Auch Pasus bleibt sich selbst treu und ist auf sein Ziel äußerst fokussiert. Seine Beharrlichkeit und sein Ideenreichtum sind zwar beeindruckend, aber ich mag ihn nicht wirklich. Er ist ein A... wie er im Buche steht. Sein Machthunger ist so groß, dass er absolut skrupellos zu Werke geht und vor nichts und niemandem zurückschreckt. 

 

Der Weltenaufbau ist sehr facetten- und actionreich. Der Schreibstil ist darüber hinaus sehr detailliert, was mir beim Lesen des Buches ein wahres Kopfkino bescherte. Die Reisen durch die Galaxie und die Ideen von S. J. Kincaid konnten mich zu großen Teilen begeistern, doch leider nahmen mir die Charakterentwicklungen von Tyrus und Nemesis viel von meinem Lesevergnügen. Trotzdem muss ich gestehen, dass die Story selbst fesselnd war und so musste ich unbedingt wissen, wie alles endet.

 

Und gerade das Ende hat es nochmal richtig in sich, weshalb ich schwer am Überlegen bin, ob ich den finalen Band lesen soll.

 

 

Mir ist zwar bewusst, dass ich mit meiner Meinung wahrscheinlich eher in der Minderheit bin, aber mir kam es so vor, als wenn sich S. J. Kincaid in ihrer Geschichte etwas selbst verloren hat.


Spannung und Nervenkitzel sind wahrlich vorhanden und man möchte wissen, ob Tyrus und Nemesis ihre Ziele erreichen oder ob die Rebellen die Oberhand gewinnen. Mich störten allerdings, wie bereits erwähnt, die von der Autorin vollzogenen Wendungen der Protagonisten. Daher vergebe ich gute 2,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Meine Rezension zu:

 

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/05/rezension-diabolic-2-durch-wut.html

Eine lustige Geschichte und toller Roadtrip, die ich sehr gerne empfehlen kann.

Titel: Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher 

Name und der Sommer meines Lebens

Autor: Jen Malone

Übersetzerin: Jessika Komina & Sandra Knuffinke

Verlag: Magellan

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 318

ISBN: 978-3-7348-5034-9 

Preis: 17,00 €

 

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 


 

 

Durch einen dummen Zufall muss die 17 jährige Aubree, die ihre Wohlfühloase noch nie verlassen hat, plötzlich für ihre Schwester Elizabeth einspringen. Aubree ist ein wenig tollpatschig und bisher muste sie keinerlei Verantwortung übernehmen. Ausgerechnet jetzt soll Aubree eine Seniorenreisegruppe quer durch Europa begleiten. Dieses Vorhaben muss gelingen, da hier viel von Elizabeth´s Zukunft abhängt.

 

Elizabeth hat Aubree alles in einem Ordner zusammengestellt, was sie als Reiseleiterin benötigt. Blöd nur, wenn ausgerechnet die "Lebensversicherung" auf dem Flug abhandenkommt. Völlig auf sich gestellt, begibt sich Aubree auf eine Abenteuerreise und lässt dabei fast kein Fettnäpfchen aus.

 

Alles könnte gut werden, würde ihre Gefühlswelt nicht über den Haufen geworfen werden, als sie am ersten Abend mit dem Sam, von der  Reiseargentur, telefoniert. Als sich die beiden, auf Grund eines Unfalls einer der Reisenden, dann gegenüber stehen, fahren Aubrees Gedanken und Magen Achterbahn.

 

 

Bei Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens (Magellan) von Jen Malone erhoffte ich mir eine humorvolle und leichte Reiselektüre. Diese bekam ich zwar auch, allerdings auch so vieles mehr. Dank einem sehr lustigen, lockeren und bildlichen Schreibstil konnte ich mich von Beginn an in die Geschichte hineinfallen lassen. 


Eindrucksvoll beschreibt Jen Malone, dass wir Menschen im Allgemeinen anderen oft nichts zuzutrauen und uns anmaßen, diese auch noch zu kennen. So ergeht es auch Aubree, die durch ein Missgeschick, ihrer großen Schwester plötzlich einen Gefallen schuldet. Obwohl Aubree bisher immer im Schatten von Elizabeth stand und aus ihrer Komfortzone "Elternhaus" am liebsten nicht weg möchte, wagt sie den Schritt ins wahre Leben. So tritt sie an Stelle von Elizabeth die Reise nach Europa an und fliegt trotz eigener Bedenken über den großen Teich, fest entschlossen, es sich und ihrer Schwester zu beweisen. Aber schon der Beginn ihrer Karriere als Reiseleiterin startet sehr bescheiden, denn Aubree verliert ihre Reiseunterlagen und ihr Handy im Flugzeug. Als ihr dies auffällt, ist es bereits zu spät. Unsicher, wie sie nun weitermachen soll, begibt sie sich zum Informationsschalter der Fluggesellschaft, um dort Hilfe zu erhalten. 


Aubree hat mir richtig gut gefallen und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. War sie zunächst eher widerwillig bei der Sache und trat diese Reise mehr aus Schuldgefühlen Elizabeth gegenüber an, muss Aubree doch im weiteren Verlauf feststellen, dass sie an den gemachten Erfahrungen wächst. Während ihrer Tour durch die Niederlande, Ungarn, Österreich und Italien merkt Aubree, dass ihr die rüstige Seniorentruppe mehr und mehr ans Herz gewachsen ist, was ihr Selbstvertrauen verleiht. So kriecht sie aus ihrem Schneckenhaus heraus und betrachtet die Welt Zusehens mit anderen Augen. Diese Entwicklung und die getroffenen Entscheidungen von Aubree empfand ich als authentisch.


Leicht machen es ihr aber auch die sechs Senioren, die Aubree betreuen soll. Allen voran der sehr sympathische Mr. Fenton und die beiden liebreizenden Damen Emma und Mary. Aber auch das texanische Ehepaar Hank und Maisy, die nur Augen für sich haben sowie die in sich gekehrte Dolores gehen rücksichtsvoll mit ihr um. Trotz Aubrees Bedenken bezüglich des Schwindels, könnte es nicht besser laufen.


Dies ändert sich, als Sam in ihr Leben tritt. Der junge Mann, mit dem sie zunächst nur telefoniert hat, fasziniert sie auf eine bisher ungeahnte Art und Weise. Komplizierter wird es, als Sam, bedingt durch einen Unfall, als Verstärkung zur Gruppe stößt. 

 

Sam ist ein lustiger und sympathischer junger Mann, der mir ebenfalls gut gefallen hat. Natürlich kommt die enthaltene Liebesgeschichte nicht gänzlich unerwartet, doch wie sich Aubree und Sam immer näher kommen, gefiel mir. Dabei ist Sam einfühlsam und zuvorkommend, aber auch witzig und charmant zugleich.

 

Neugierig und gespannt verfolgte ich, ob es Aubree gelingen würde, das Chaos in den Griff zu bekommen oder ob das Lügengebäude über ihr zusammenbrechen würde.

 

 

Lustig, locker und zugleich sehr bewegend beschreibt Jen Malone in Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens (Magellan) Themen wie die erste Liebe, Mut an sich zu glauben, das Erwachsen werden, aber auch, dass man von älteren Menschen immer noch etwas lernen kann. Eine tolle und vor allem wichtige Botschaft, wie ich finde.

 

Ein Roadtrip quer durch tolle Städte wie Amsterdam, Wien und Venedig, um nur ein paar zu nennen, der mir unheimlich viel Spaß gemacht hat zu lesen - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-acht-stadte-sechs-senioren.html

Absolut gelungene Fortsetzung dieses spektakulären Weltraumabenteuers

Titel: Die Krone der Sterne (2). Hexenmacht

Autor: Kai Meyer

Illustriert von: Jens Maria Weber

Verlag: Fischer Tor

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 477

ISBN: 978-3-596-70174-2

Preis: 14,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Tor Verlag

 


 

 

Iniza und Glanis sind dem Orden der Hexen nur mit knapper Not entkommen und konnten sich gemeinsam mit ihrer Tochter sowie Shara, Kranit und der Muse in ihrem Schiff, der Nachtmahr, auf den Planeten Noa retten. Dort leben sie mitten unter den Piraten, doch wirklich sicher können sie sich nicht sein. Denn Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmörder sind allgegenwärtig. Kein wirklich schöner Ort, um ein Kind groß zu ziehen.


Währenddessen treiben die Hexen in ihrer Verblendung ihre Anbetung an das schwarze Loch von Kamastraka unverdrossen fort. Nichtsahnend, was für ein Unheil sie damit heraufbeschwören. Auf ihrer Suche nach einem Zugang zum Pilgerkorridor haben sie bereits ihre Heimatwelt Empedeum völlig zerstört und an ein Leben auf diesem Planeten ist nicht mehr zu denken. Und trotzdem setzt die oberste Hexe Setembra mit ihrer Raumkathedrale alles daran, diesen Zugang zu finden, egal wohin dieser führt oder was sich darin aufhält.

 

Bei einer Mission der Alleshändlerin Shara, dem letzten Waffenmeister von Amun Kranit und einer Gruppe von Piraten, kommt es an Bord des Schiffes zu einem Kampf auf Leben und Tod. Als das Raumschiff schließlich aus dem Hyperraum fällt, landen sie direkt in den Armen von Virikaan-Jägern, die auf der Suche nach Kranit sind - eine Falle.

 

Als dem Prediger der STILLE Hadrath Talantis die Flucht aus dem Gefängnis der Piraten gelingt, nimmt dieser die Tochter von Iniza und Glanis als Geisel und flieht durch ein Sprungtor mit unbekanntem Ziel. Zwar ist Glanis ihm dicht auf den Fersen, doch Iniza gelingt es nicht mehr, ebenfalls die Verfolgung aufzunehmen. Völlig verzweifelt und in Angst um ihre Tochter Tany bleibt ihr keine andere Wahl, als gemeinsam mit der Muse einen Weg zu finden, ihre Tochter zu befreien und das Schicksal des Universums zu verändern.

 

 

Bereits mit dem ersten Band Die Krone der Sterne konnte mich Kai Meyer mehr als begeistern. Ich bin/war fasziniert von diesem genialen und bombastischen Weltenentwurf und auch das Ende von Band 1 ließ mich mit voller Vorfreude dem zweiten Band entgegenfiebern.


So nahm ich mit großer Freude und auch ebenso großen Erwartungen das Lesen von Die Krone der Sterne. Hexenmacht auf. Da im ersten Teil so viel passiert war, was ich mir nicht im Einzelnen merken konnte, hatte ich die Befürchtung, nicht mehr alles im Gedächtnis zu haben. Doch meine Sorge war unbegründet, da der Autor hier eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse voran gestellt hat. So hatte ich die Zusammenhänge schnell wieder griffbereit und stürzte mich ins Abenteuer.

 

Nach der Flucht der Freunde Shara, Kranit, Iniza, Glanis und der Muse vor der obersten Hexe Setembra und dem Hexenorden, ist mittlerweile ein Jahr vergangen. Iniza und Glanis leben mit ihrer gemeinsamen Tochter Tany mitten unter den Piraten und versuchen sie gut behütet aufzuziehen. Was alles andere als leicht ist, unter Mördern und Dieben. Auch Shara und Kranit haben sich eingelebt und unterstützen die Piraten auf ihren Missionen. 

 

Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge aufgeteilt. So verfolgt der LeserIn den Kampf von Shara und Kranit gegen die Piraten und den Hexenorden, die Flucht von Hadrath, dem Priester der STILLE, und die Verfolgung durch Glanis sowie den verzweifelten Kampf von Iniza und der Muse auf dem Planeten Noa, um das Schicksal des Universums zu verändern.

 

Die Story ist geprägt von Gewalt, Intrigen und Verrat, Verlust und Liebe, die der Autor hier mit einer immerwährenden Spannung vorantreibt. Fast atemlos und gebannt verfolgte ich die einzelnen Handlungsstränge. Fieberte mit Shara und Kranit während ihrer Auseinandersetzung mit den Piraten und Hexen, fühlte mit Iniza und Glanis, ob ihrer großen Sorge um ihre Tochter Tany und spürte den Hass, die Verbohrtheit und den Zorn auf Hadrath und dessen Verbündeten dem Haus Caudor.

 

Dabei kann sich der Leser zu keinem Zeitpunkt sicher sein, was als nächstes passiert. Sehr geschickt und für mich an den absolut passenden Stellen, baute Kai Meyer hier Wendungen ein, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich klebte regelrecht an den Seiten und musste einfach wissen, ob es den Freunden gelingen würde, diese schier ausweglosen Situationen zu meistern. Und trotz dieser großen Action und Gewalt, schafft es der Autor, den Charakteren eine gewisse Tiefe zu geben. 

 

Iniza ist zu einer reifen und kampferprobten Frau heran gewachsen, die für Tany und Glanis alles tun würde. Ich bewundere ihren Mut und auch ihre Unerschrockenheit sich immer wieder an die Front zu stellen. Auch Glanis hat eine Entwicklung genommen, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Zu Beginn mochte ich ihn nicht wirklich, doch mit vorschreiten der Geschichte, sah ich ihn in einem anderen Licht. 


Nach wie vor mein Favorit ist Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun. Er ist geheimnisvoll und irgendwie umgibt ihn ein Vertrauen in seine Fähigkeiten, dass man glaubt, mit ihm jede Schlacht erfolgreich gestalten zu können. Ich war neugierig, was hinter diesem Mann steckt und war mehr als einmal überrascht, von dem, was ich erfahren habe. Kratzbürstig und jeder Zeit Schussbereit ist dagegen die Alleshändlerin Shara Bitterstern. Die Dialoge zwischen ihr und Kranit sind einfach genial und zeugen von gegenseitigem Respekt voreinander. Über Shara hat der LeserIn bereits im ersten Band einiges erfahren, aber längst noch nicht alles. Ihr Schicksal hat mich richtig bewegt und ich konnte ihre Beweggründe absolut nachvollziehen.


Wo hingegen ich Hadrath nach wie vor nicht leiden kann. Er ist hier der sprichwörtliche Antagonist. Und trotzdem muss ich ihn für seine Hartnäckigkeit und absoluten Glauben an die STILLE bewundern. 

 

Das Ende hat einen so gemeinen Cliffhanger, dass ich am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen hätte.

 

 

Auch mit dem zweiten Teil seiner Science-Fiction Opera von Die Krone der Sterne. Hexenmacht (Fischer Tor) ist Kai Meyer wieder ein spektakuläres Weltraumabenteuer gelungen. Völlig gefesselt von den vielen Geschehnissen und den überraschenden Wendungen verschlang ich dieses 477 Seiten starke Buch innerhalb von zwei Tagen.


Für dieses intergalaktische Weltraum Epos kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen und 5 von 5 Nosinggläser vergeben.

 

 

 

Meine Rezension:

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-die-krone-der-sterne.html

Die Geschichte ist einfach nur bombastisch, phenomenal und episch

Titel: Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter

Autor: Sarah J. Maas

Übersetzerin: Alexandra Ernst

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 752

ISBN: 978-3-423-76206-9 

Preis: 21,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Obwohl Rhys und Feyre sich als Seelengefährten gefunden haben, kehrt Feyre mit Tamlin an den Frühlingshof zurück. Ihr Ziel ist es, mehr über die Verbindung, dessen Pläne zwischen dem König von Hybern und Tamlin herauszufinden sowie diese im günstigsten Fall zu sabotieren. Ein gefährliches Unterfangen für Feyre, denn niemand darf wissen, dass ihre Verbindung zu Rhysand noch immer besteht. 

 

So lauern jede Menge Gefahren am Frühlingshof und Feyre muss höllisch aufpassen, dass weder die Fae-Zwillinge Prinzessin Brannagh und Prinz Dagdan sowie der Mensch Jurian als Abgesandte von Hybern, als auch Ianthe, Lucien und Tamlin von ihrem doppelten Spiel erfahren. Denn sollte es ihr nicht gelingen, würde dies für ganz Prythian und die Welt der Menschen den Untergang bedeuten.

 

 

Bereits die ersten beiden Bände von Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas haben mich begeistert. Daher lag die Messlatte für den finalen Band sehr, sehr weit oben. Aber die Autorin hat es mit diesem dritten Teil geschafft, mich nicht nur wieder mit den ersten Worten in die Welt von Prythian zu bringen. Ich klebte regelrecht an den Seiten und bin in diese wunderbare und phantastische Welt eingetaucht.


Die Handlung beginnt nahtlos am Ende des zweiten Bandes, was mir gut gefallen hat. Ich war neugierig, ob und wie es Feyre gelingen würde, etwas über die Pläne von Tamlin und dem König von Hybern herauszufinden und diese gegebenenfalls auch zu sabotieren. Obwohl Feyre mittlerweile gut mit ihren Kräften agieren kann, muss sie immer wieder auf der Hut von den beiden Abgesandten von Hybern sowie Ianthe sein, damit ihr doppeltes Spiel nicht auffliegt. Gerade dieser Balanceakt von Feyre zeigt, was für eine Entwicklung dieser Charakter genommen hat. Sie ist zu nicht nur zu einer reifen Frau, sondern auch zu einer Kriegerin und High Lady geworden. Das Spiel, welches sie am Frühlingshof betreibt, gleicht einem Ritt auf einer Rasierklinge, da sie gegenüber Lucien und Tamlin die verletzte High-Fae spielen muss.


Im Verlauf der Story erfährt der Leser auch mehr über die anderen Höfe, deren Bewohner und den dort regierenden High Lords. So bekam ich ein noch deutlicheres Bild von Prythian. 


Alles deutet auf einen unausweichlichen Krieg mit dem König von Hybern hin. Doch wer kämpft an welcher Seite? Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren muss es gelingen, Verbündete sie finden, weshalb Rhys ein Treffen aller High Lords vorschlägt. Werden die persönlichen Befindlichkeiten und Feindseligkeiten hinten angestellt, um als ein Heer in die Schlacht zu ziehen?

 

Die Liebe zwischen Feyre und Rhysand ist sehr stark und ich spürte die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden in jedem Gespräch sowie im Umgang miteinander. Sarah J. Maas ist hier wirklich eine wahre Seelenverbindung gelungen, die ich so noch nicht gelesen bzw. erlebt habe. Eine ebenso starke Wirkung hatte für mich die Freundschaft zwischen Rhysand, Feyre, Cassian, Azriel, Mor und Amren sowie im späteren Verlauf auch mit den Schwestern Nesta und Elain.  

 

Jeden der entworfenen Charaktere rund um den Hof der Nacht habe ich in mein Herz geschlossen und ich fand es toll, zu lesen, dass gerade Nesta im dritten Teil eine wesentliche Rolle spielt. Denn ich war neugierig, ob und wie sie mit dem Schicksal einer High-Fae umgehen würde. Lediglich Elain war mir mit ihrer Art etwas zu distanziert, wobei ich ihre Haltung und Beweggründe verstand. Trotzdem blieb sie mir dadurch irgendwie unnahbar.

 

Gebannt verfolgt ich die Geschehnisse und kleineren Scharmützel zwischen den High Lords und konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen. Mit Beginn des Krieges und den dadurch entstehenden Kämpfen entstand in meinem Kopf eine Flut von Bildern, die mich sehr stark an die Schlachten von Herr der Ringe erinnerte und ich sah mich als heimlicher Beobachter am Rande des Schlachtfeldes. 

 

Geschickt verbindet die Autorin fast alle losen Fäden zu einem furiosen Finale, welches ihres gleichen sucht. Dabei kommt sie mit teilweise unerwarteten Wendungen daher, die ich nicht habe kommen sehen.

 

Das Ende ist einfach nur Spannung und Dramatik pur und ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch jemals endet.

 

 

Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter (dtv Verlag) von Sarah J. Maas ist phänomental, bombastisch, spannend, aufwühlend, bewegend und einfach zum Niederknien. Ich bin noch immer überwältigt von den vielen Emotionen und Gefühlen während dem Lesen und es fällt mir richtig schwer, das Ganze in Worte zu fassen.

 

Diese Reihe gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern und zum Glück muss sich der Leser noch nicht von dieser wunderbaren und tollen Welt und deren Bewohnern verabschieden. 

 

Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen - 5 von 5 Nosinggläser plus Zigarre.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-das-reich-der-sieben-hofe-3.html

Schöne Idee, aber an der Umsetzung haperte es

Titel: Das Zeiträtsel

Autor: Madeleine L´Engle

Übersetzer: Wolf Harranth

Verlag: Piper / You & IVI

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 208

ISBN: 978-3-492-70491-5

Preis: 10,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 

 


 

 

Meg ist ein Mathegenie und hat eine recht eigenwillige Auffassung von Autorität, weshalb sie des Öfteren in der Schule Ärger mit Schülern und Lehrern bekommt. Und auch mit ihrem kleineren Bruder Charles, der über eine seltsame Begabung zu verfügen scheint, kommt sie nicht immer klar. Trotzdem liebt sie ihn über alles. Megs Problem ist auch damit begründet, dass vor ein paar Jahren ihr Vater, ein berühmter Wissenschaftler, von jetzt auf gleich spurlos verschwunden ist und sie darunter sehr zu leiden hat. Ihre Mutter, Miss Murphy, versucht zwar alles, um den Kindern eine gutes und behütetes Zuhause zu gewährleisten, doch dies nur mit mäßigem Erfolg. 


Als in einer sturmgepeitschten Nacht plötzlich eine fremde Frau in der Küche der Murphys sitzt und behauptet, dass das "tessern" funktioniert, wird das Gesicht der Mutter ganz weiß. Mit dieser Behauptung ist Megs und Charlies Neugierde geweckt und in Meg keimt so etwas wie Hoffnung auf, ihren Vater doch zu finden.


Charlie und Meg möchten mit Hilfe der Frauen herausfinden, was mit Mr. Murphy geschehen ist. Unterwegs sie Calvin, einem älteren Jungen ihrer Schule, der sich ihnen aus verschiedenen Gründen anschließt. Und so erfahren die drei Jugendlichen, dass Mr. Murphy auf dem entfernten Planeten Camazotz von einer bösen Macht mit dem Namen ES gefangen gehalten wird und es bisher niemanden gelungen ist, sich seiner Macht zu entziehen.


So versuchen Meg, Charlie und Calvin den Kampf gegen ES aufzunehmen und Mr. Murphy zu befreien.

 

 

Da mir Geschichten um und über die Zeit gefallen und ich die Ideen bzw. Möglichkeiten dahinter faszinierend finde, musste ich natürlich Das Zeiträtsel von Madeleine L´Engle (you&IVI) lesen.

 

Doch leider gefiel mir die Umsetzung der Handlung im Buch nicht wirklich. Der Beginn ist recht abgehackt und schnell, so dass ich keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren und der Geschichte aufbauen konnte. Erst als die Handlung auf dem Planeten Camazotz spielte, wurde das Ganze etwas eindeutiger und zielstrebiger.


Meg kam mir doch recht engstirnig und irgendwie unreif vor. Sie ist bockig, widerspenstig und traurig, da sie ihren Vater schrecklich vermisst, doch trotzdem kann sie Autoritätspersonen, wie z. B. Lehrer, nur schwer akzeptieren. Geschweige denn gehorchen, dies bringt ihr immer wieder Ärger ein und macht sie darüber hinaus zu einer Außenseiterin in der Schule.


Ihren kleiner Bruder Charlie fand ich dagegen recht interessant, da er etwas Mystisches ausstrahlte und für mich undurchschaubar blieb. So rätselte ich, was es mit seinen "Fähigkeiten" auf sich hat, doch auch hier blieb vieles Stückwerk.


Und mit Calvin konnte ich in der Geschichte auch nicht wirklich etwas anfangen. Ich fragte mich, was das Ganze mit ihm zu tun haben würde, bekam hier allerdings auch keine wirkliche Antwort auf meine Frage.

 

Die Grundidee, die Zeit so zu "falten", dass eine Reise möglich ist, gefällt mir, doch die Umsetzung ließ mich leider unbefriedigt zurück. Dies finde ich sehr schade, da man hieraus bestimmt eine tolle und spannende Story hätte machen können. Meine Hoffnung setze ich daher in die Verfilmung und der Trailer verspricht zumindest etwas mehr Action.

 

 

Ich bin von Das Zeiträtsel von Madeleine L`Engle (you&IVI) schlichtweg enttäuscht, da mir die Handlung zu abgehackt und zu konstruiert vorkam.

 

Keine Spannung und gepaart mit Charakteren ohne Tiefe, ließen mich mehr als ernüchternd das Buch zuklappen - 2 von 5 Nosinggläser.

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/04/rezension-das-zeitratsel-von-madeleine.html

Eine magische, bezaubernde und wundervolle Geschichte

Titel: Das Mädchen, das den Mond trank

Übersetzerin: Sandra Knuffinke & Jessica Komina

Verlag: S. Fischer / Sauerländer

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 460

ISBN: 978-3-7373-5538-4

Preis: 16,99 €

 

Quelle des Covers: S. Fischer Verlag

 


 

 

Die Bewohner des Protektorats setzen jedes Jahr das jüngste Kind im Wald aus, so will es das Gesetz. Dieses Kind ist eine Opfergabe an die im Wald lebende böse Hexe. Damit soll sie besänftigt werden, um zu gewährleisten, dass die Menschen den einzigen begehbaren Weg im Wald ungehindert nutzen können und die Bürger der Gemeinde nicht von ihr angriffen werden. Doch geht hierbei alles mit rechten Dingen zu?


So bekleitet der Leser die Hexe auf ihrem beschwerlichen Weg zur Lichtung im Wald, um das Kind zu holen. Auf dem Rückweg gibt sie dem Baby versehentlich Mondlicht anstatt Sternenlicht zu trinken, was weitreichende Konsequenzen für sie, das Kind und ihr Umfeld bedeutet. Denn Mondlicht ist pure Magie und so bleibt Xan nichts anderes übrig, als sich dem Baby anzunehmen.


Gemeinsam mit dem Sumpfmonster Glerk und dem "ganz und gar gigantischen Drachen" Fyrian zieht Xan Luna, wie sie das Kind nennt, groß. Die Jahre vergehen und Luna wächst zu einem jungen Mädchen heran. Unterrichtet wird Luna dabei von ihren beiden Freunden und der Hexe in den unterschiedlichsten Bereichen. Zusätzlich versucht Xan Luna an die Magie und ihr Potenzial heran zu führen. Mit leider mäßigem Erfolg, da Luna so gar keine Lust darauf hat.


Als sich die Anzeichen verdichten, dass die Magie aus Luna unkontrolliert heraus strömt, ist Xan zum Handeln gezwungen. Denn es könnte passieren, dass sich Luna selbst oder andere in Gefahr bringt, da sie von ihren Kräften nichts weiß und diese somit nicht steuern kann. Daher sieht Xan keinen anderen Ausweg und setzt alles auf eine Karte...

 


Alleine schon wegen diesem wunderbaren Cover und der sehr schön klingenden Geschichte, musste ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (Sauerländer) unbedingt lesen. 


Neugierig, was mich erwarten würde, begann ich zu lesen und wurde regelrecht in diese wunderschöne, berauschende, liebevolle und absolut magische Welt von Xan und Luna hinein gesogen. Völlig verzaubert von dieser sehr berührenden Handlung, flogen die Seiten regelrecht und ich bin noch immer absolut verzaubert davon.

 

Auf den ersten Blick scheinen die Rollen, was Gut und Böse betrifft, eindeutig verteilt zu sein. Die böse Hexe fordert ein Opfer als Besänftigung, sonst bringt sie Tod und Verderben über die Bevölkerung. Und die Gemeinschaft tut, was von ihr verlangt wird. Allerdings steckt so viel mehr dahinter, denn nicht immer ist alles so eindeutig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte.


Die Geschichte beginnt mit dem jungen Antain, der als Ältestenanwärter miterleben muss, wie ein kleines Mädchen aus den Armen seiner schreienden Mutter regelrecht entführt und als Opfer auf einer Lichtung im Wald abgelegt wird. Die Mutter wird durch ihren Schmerz und Kummer zu einem nervlichen Wrack und soll daher zur weiteren Beobachtung in den Turm der Schwestern des Sterns gebracht werden. Die Stimmung innerhalb der Begrenzungsmauern des Dorfes empfand ich als sehr bedrückend und düster, da ein immer fortwehrender Nebel über dem Ort liegt. Die Einwohner empfinden keine Freude und fristen ein Dasein in Armut und Trauer. Nur den Ältestenratsmitglieder und deren Familien geht es gut und sie stellen sozusagen den Wohlstand dar.


Diesem steht der Ältestenratsvorsteher Gherland vor, der gleichzeitig auch noch der Onkel von Antain ist. Er sorgt mit eiserner Hand dafür, dass die Gesetze eingehalten werden. Antain ist in vielen Punkten anderer Meinung, was ihn des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Er kann diese Ungerechtigkeiten nicht länger hinnehmen und beschließt dagegen anzugehen.


Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Charaktere von der Autorin ausgearbeitet und besitzen allesamt eine gewisse Tiefe. Auch die Beschreibungen der Landschaft und Menschen wurden mit sehr viel Hingabe beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte.


Die Hexe Xan gefiel mir richtig gut, da sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Sie kann die Menschen hinter der großen Mauer nicht verstehen und versucht die ausgesetzten Kinder in die Obhut von anderen Familien zu bringen. Dies möchte sie auch mit dem jüngsten Opfer tun, doch auf der Rückreise unterläuft ihr ein folgenschwerer Fehler. Denn anstatt Sternenlicht, bekommt das Baby von ihr Mondlicht zu trinken, was dazu führt, dass dieses Kind magiefiziert wird. So beschließt Xan sich dem Baby anzunehmen und es wie ihr leibliches Enkelkind groß zu ziehen.


Unterstützung bekommt die Hexe durch das Sumpfmonster Glerk, einem vielarmigen schleimigen und doch recht freundlichen Monster. Glerk liebt die Poesie und fasst vieles in Reimen zusammen, was die Story noch putziger macht.


Mein heimlicher Favorit ist allerdings Fyrian, ein "ganz und gar gigantischer Drache". Ausgelöst durch ein Trauma in seiner Kindheit, wächst er einfach nicht. Dies hindert ihn aber nicht daran, fröhlich und glücklich zu sein und als er das Baby sieht, ist es um ihn geschehen. Fortan weicht er Luna nicht mehr von ihrer Seite und wird somit zu ihrem bestem Freund.


Luna wirkt zunächst auf den Leser wie ein ganz normales Kind, was mir gut gefiel. Als ihre "Kräfte" z. B. durch erblühende Blumen in den hinterlassenen Fußabdrücken, zu Tage treten, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier hat sich Kelly Barnhill einige tolle Beschreibungen überlegt, was ich richtig toll fand. Als Luna später feststellt, dass sie Magie wirken kann, war ich gespannt, ob sie es für etwas Gutes oder gar Böses einsetzen würde.

 


Wer ein außergewöhnliches Märchen mit wunderbaren Charakteren lesen möchte, dem kann ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (S. Fischer/Sauerländer) nur empfehlen.


Denn während dem Lesen, geht einem regelrecht das Herz auf. Dabei ist die Geschichte magisch, berührend und absolut bezaubernd. Mit viel Liebe und Hingabe hat die Autorin hier eine wundervolle Geschichte über Luna, ihre Großmama Xan und ihren Freunden geschrieben - 5 von 5 Nosinggläser.


Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/03/rezension-das-madchen-das-den-mond.html

Humorvoll & spannende Geschichte rund um Freundschaft & Basketball

Titel: Absolute Gewinner

Verlag: Magellan

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 285

ISBN: 978-3-7348-5008-0

Preis: 15,00 €

 

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 


 

 

Durch seine schrille und quakige Stimme wird Luca immer wieder in der Schule ausgelacht und gehänselt. Selbst die Lehrer haben mittlerweile akzeptiert, dass Luca nie etwas zum Unterricht beiträgt. Daher ist es fast schon konsequent, dass er keinerlei Freunde hat und somit zu einem Außenseiter wird.

 

So bleibt ihm lediglich seine Liebe und Leidenschaft zum Basketball. Dies ist seine einzige Freizeitbeschäftigung. Da trifft es sich gut, dass in der Nähe seines Zuhauses, an einer anderen Schule, eine Sport- und Freizeitstätte errichtet wurde. Dort verbringt er viel Zeit mit spielen. Aber auch hier wird er mehr oder weniger von den anderen Jugendlichen ausgegrenzt und meist als Letzter in ein Team gewählt. 


Als ein großes Basketballturnier in ganz Deutschland ausgerufen wird, macht sich Luca nicht viel Hoffnung daran teilzunehmen, obwohl er sehr große Lust hätte, dabei zu sein. Als der Hausmeister, den alle nur die Sichel nennen, verschiedene Jugendliche zu einem Team von Losern zusammenstellt und mit ihnen am Turnier teilnehmen möchte, bezweifelt Luca, dass das eine gute Idee ist. Als das Training beginnt, nehmen Luca, Murat, Karim, Francis, Heinrich und Jana dies allerdings recht schnell ernst.

 

Aber werden die Jugendlichen zu einem Team zusammen finden, um erfolgreich zu sein? Und hat eine Loser-Truppe bei einem solchen Turnier wirklich eine Chance? Erst recht dann, wenn während der Vorausscheidung plötzlich der Coach verschwindet?

 

 

Schon beim Vorgängerbuch Echt (Rezension) konnte mich Christoph Scheuring mit seinem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich auf Absolute Gewinner (Magellan) natürlich sehr neugierig.


Die Optik des Buches gefällt mir richtig gut, da es einen Teil der Thematik rund um den Sport Basketball aufgreift. Dies wurde durch die Farbe des Covers, nämlich orange, und durch die Haptik auf dem Buchdeckel, Noppen des Balls, in meinen Augen gut umgesetzt. Und obwohl es in dieser Geschichte natürlich viel um Basketball geht, findet man aber auch hier weitere Themen, wie Teamwork, Zusammenhalt und Freundschaft.


Obwohl sich Luca, Murat, Karim, Francis, Heinrich und Jana nicht wirklich kennen, sollen sie plötzlich ein Team sein. Füreinander einstehen, kämpfen und sich gegenseitig unterstützen. Das dabei jeder sein Päckchen zu tragen hat, ist ein weiteres Problem, was bei den Jugendlichen des Öfteren zu kleinen Streitereien führt. So versucht jeder seinen Platz innerhalb der Gruppe zu finden. 

 

Die einzelnen Charaktere hatten für mich ihre Reize und sie trugen zu einer locker, leichten und trotzdem spannenden Handlung bei. Es hat mir großen Spaß gemacht, zu verfolgen, wie und ob sie es schaffen würden, eine Einheit zu werden. Auch stellte ich mir die Frage, ob aus Losern wirklich eine verschworene Gemeinschaft werden kann, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.


Als nach der Vorausscheidung plötzlich ihr Coach verschwunden ist, begeben sich Luca und Jana auf die Suche nach ihm. Zunächst jedoch ohne großen Erfolg. Um weiter an diesem Turnier teilnehmen zu können, benötigt die Truppe deshalb einen neuen Trainer. Doch mit diesem kommen sie nur schwer zurecht, da er ganz anders trainieren lässt, als sein Vorgänger. Als auch noch Robin zum Team dazu stößt, sorgt dies innerhalb der Mannschaft für noch mehr Unmut und Frust. Nichtsdestotrotz haben Jana und Luca die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ihren eigentlichen Coach ausfindig zu machen. Hilfe bekommen sie dabei durch Heinrich, der recht gut mit Computern umgehen kann. Dieser kriminaliste Anteil bringt zusätzliche Spannung mit und so war ich gespannt, ob und wie alles enden würde.


Luca gefiel mir, da ich sein "Schweigen" recht gut nachvollziehen konnte. Und trotz seines Handicaps, merkt er schnell, dass ihn die anderen in seiner Mannschaft dafür nicht verurteilen oder ärgern. So wächst sein Selbstvertrauen immer mehr und er wird zu einem der Wortführer innerhalb der Gruppe. Dazu trägt auch Jana bei, in die er schon länger heimlich verknallt ist. 

 

Doch auch Jana hat es schwer, denn ihre Kindheit ist alles andere als rosig verlaufen. Zwar liebt ihre Pflegefamilie sie über alles und doch fühlt sie sich irgendwie alleine. Dieses Gefühl wird noch dadurch verstärkt, da sie keinerlei Erinnerungen an ihre leiblichen Eltern hat. Ich mochte Jana, da sie niemals aufgibt, sich gegenüber den Jungs zu behaupten weiß und sich nichts gefallen lässt.


Auch die anderen Nebencharaktere haben eine gewisse Tiefe und tragen so vieles zu dieser tollen Story bei. Besonders gut gefallen hat mir hierbei Heinrich. Ein dicklicher Junge, den kaum einer beachtet. Hinter seiner unscheinbaren Fassade, hat es Heinrich allerdings faustdick hinter den Ohren. Denn er kennt sich sehr gut mit Computern und dem Internet aus und so konnte er mich ich doch des Öfteren überraschen.

 

 

Absolute Gewinner von Christoph Scheuring (Magellan) ist eine humorvolle, spannende und witzige Geschichte über vermeintliche Loser, über Zusammenhalt, Freundschaft, das Erwachsen werden und die Liebe zum Basketball. 

 

Die Story konnte mich fesseln und auch der leichte Krimi-/Ermittlungspart hat der Autor gut in die Handlung mit eingewoben. Darüber hinaus lässt sich das Buch recht zügig lesen und ich hatte es innerhalb eines Tages regelrecht verschlungen - 5 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/03/rezension-absolute-gewinner-von.html

Was für eine Fortsetzung!

Titel: Cassandra. Niemand wird dir glauben

Autor: Eva Siegmund

Verlag: cbt

Ausgabe: Klappenbroschur

Seiten: 464

ISBN: 978-3-570-31183-7

Preis: 12,99 €

 

Quelle des Covers: cbt Verlag

 


 

 

Vor einem Jahr entkamen die Zwillingsschwestern Liz und Sophie nur knapp dem Sandmann. Trotz mehrerer schwerer Schicksalsschläge haben sich die beiden ein neues Leben aufgebaut. Liz arbeitet als Journalistin bei einem Blogbetreiber mit dem Namen Pandoras Wächter. Eine letzte Bastion gegen den immer weiter voranschreitenden technischen Fortschritt, die deshalb schon häufiger Ziel von Versuchen war, um diese mundtot zu machen. Obwohl die Blogbetreiber alles versuchen um auf die negativen Folgen hinzuweisen, verpuffen diese allesamt.

 

Als das Bargeld abgeschafft wird und größere Städte, wie Berlin, München oder Frankfurt in sogenannte City-Safe-Zonen eingeteilt und komplett umzäunt werden, sehen sich Marek und seine Mitstreiter in ihren Vermutungen bestätigt. Und nun steht sogar das uns bekannte Rechtssystem vor dem Ende. Denn alle Justizvollzugsanstalten in Berlin werden geschlossen und die Schwerverbrecher vor die Tore geschafft. Kleinere Straftaten werden zukünftig mit einem Bußgeld geandet und nur schwere Kapitalverbrechen wie z. B. Mord werden mit Entzug des Vermögens, Löschung der eigenen Identität sowie Verbannung aus der sicheren Stadt bestraft.


Als Harald Winter, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender der NeuroLink AG, endlich der Interviewanfrage von Liz zustimmt, ist diese zunächst zurückhaltend und möchte diesen gar nicht mehr wahrnehmen. Aber auf Drängen ihres Chefs Marek sowie ihrem Kollegen Sash, willigt Liz schließlich doch in den Termin ein. Nichts ahnend, welche Folgen dies für sie und ihre Schwester Sophie haben wird.

 

Völlig fertig, verschmutzt und offenbar alkoholisiert kommt Liz in der Nacht von ihrem Termin nach Hause. Sophie nimmt sich ihrer an und verfrachtet Liz kurzerhand, nach einem kleinen Abstecher ins Badezimmer, ins Bett. Was ist nur geschehen und von wem stammt das Blut, was an Liz Kleidung und Händen haftet? 


Am nächsten Morgen werden die Schwestern durch die Polizei geweckt, Liz verhaftet und beide wissen nicht so recht, wie ihnen geschieht. Liz wird vorgeworfen Harald Winter getötet zu haben und so droht ihr die Verbannung aus Berlin. 

 

Wird es Sophie gelingen, ihrer Schwester zu helfen? Wer oder was steckt dahinter? Und so beginnt für Liz und Sophie ein Wettlauf gegen die Zeit.

 

 

Eva Siegmund konnte mich bereits mit dem Vorgängerband Pandora. Wovon träumst du? (Rezension) überzeugen, daher war ich sehr gespannt, wie mir die Fortsetzung Cassandra. Niemand wird dir glauben gefallen wird. 

 

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir recht gut, da die Autorin mit kleinen Rückblenden aus dem ersten Band innerhalb der Handlung aufwartet. So hatte ich die Geschehnisse aus Pandora gedanklich wieder parat, was mir gut gefallen hat. Dabei ist dies zu keinem Zeitpunkt langweilig, da die Story rasch Fahrt aufnimmt und der Leser immer wieder wissen will, wie alles weitergeht.


Trotz einiger Schicksalsschläge haben die beiden Schwestern ihr Leben in ein ruhigeres Fahrwasser bringen können. Während Liz als Journalistin bei einem Blog mit dem Namen Pandoras Wächter arbeitet, studiert Sophie Kunstgeschichte und möchte ihren Bachelor machen. Beide verbindet eine tiefe Geschwisterliebe und jede würde für die andere alles tun.


Als Liz verhaftet und unter Mordanklage gestellt wird, bricht ihre heile Welt in sich zusammen. Auch wenn Sophie nicht wirklich glaubt, dass Liz zu einem Mord fähig wäre, hegt sie kurzzeitig doch den Verdacht. Denn das Ganze wäre mehr als verständlich, nach allem was sie erdulden mussten. Doch Sophie verwirft diesen Gedanken ganz schnell und so versucht sie verzweifelt, Liz Unschuld zu beweisen. Doch leider hilft dies Liz nicht und so wird sie aus Berlin verbannt. 


Sophie ist bestürzt, ob des Schuldspruchs und stellt sich die Frage, was nun mit ihrer Schwester geschehen wird? Wo kann sie hin und vor allem, wie sicher ist es vor den Mauern von Berlin und im Umland wirklich? So ermittelt Sophie weiter und dank einem anonymen Hinweis verhärtet sich ihr Verdacht, dass Liz Opfer eines Komplotts geworden sein könnte. Aber reichen die wenigen Beweise für eine eventuelle Begnadigung aus?


Liz ist die tafferer der beiden Schwestern und ich mochte sie schon im Vorgängerband recht gern. Ihre Angst, Wut und Verzweiflung konnte ich mit jeder Handlung oder in Gesprächen spüren und nachvollziehen. Trotz der scheinbar ausweglosen Situation, gibt sie nicht auf und kämpft für sich und ihre Schwester.


Sophie hat mich hier sehr überrascht, da sie in dieser Geschichte über sich hinaus wächst, was ich ihr nicht unbedingt zugetraut hätte. Mit einer großen Portion Wut und Entschlossenheit, versucht sie alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Liz zu helfen.


Auch wenn die Handlung im Jahr 2025 spielt, könnten die aktuellen Begebenheiten genauso gut auch jetzt und heute stattfinden. Einiges, was die Autorin hier als Gedankenspielerei beschreibt, um eine äußerst spannende Handlung zu schaffen, könnte doch schneller Realität werden, als uns lieb sein ist. Denn wir sind wahrscheinlich von der Abschaffung unseres Bargeldes nicht mehr weit entfernt. 

 

Gebannt verfolgte ich den Kampf von Liz, Sophie und ihren Freunden. Ich hoffte und verzweifelte, ob der immer wieder auftretenden Hindernisse, die Sophie das Leben schwer machten und ich fragte mich, ob alles zu einem guten Ende finden würde.

 


Mit Cassandra. Niemand wird dir glauben (cbt) ist Eva Siegmund dank jeder Menge Spannung, überraschenden Wendungen und zwei tapferen und äußerst mutigen Schwestern, eine realistische Geschichte gelungen, die mich nur so an die Seiten fesselten.

 

Ich kann das Buch jedem empfehlen, da in dieser Story viele Wahrheiten stecken und wir nur hoffen können, dass vieles, was hier beschrieben wurde, nur Fiction bleiben wird - 4,5 von 5 Nosinggläsern.

 

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/03/rezension-cassandra-niemand-wird-dir.html
Spoileralarm

Eine spannende und kurzweilige Story, die zu überzeugen weiß

Titel: Manipuliert

Autor: Teri Terry

Übersetzerin: Petra Knese

Verlag: Coppenrath

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 432

ISBN: 978-3-649-62600-8

Preis: 19,95 €

 

Quelle des Covers: Coppenrath Verlag

 


 

 

 Als Kai am Morgen erwacht, ist Shay verschwunden und so bleibt ihm lediglich eine schriftliche Nachricht von ihr, dass sie sich dem Militär stellen wird. Shay möchte, dass Kai an einem sicheren Ort ist, um dort leben zu können. Doch Kai, der noch immer starke Gefühle für Shay empfindet, ignoriert ihren Wunsch und versucht alles Menschen mögliche, um sie zu finden.

 

Shay ist sich sicher, dass Überlebende wie sie, Überträger der tödlichen Krankheit sind. Sie fühlt sich mitverantwortlich für die Ausbreitung der Seuche, weshalb sie beschlossen hat, sich den Behörden zu stellen.


Auf der Suche nach Shay stößt Kai im Internet auf Freja, die behauptet eine Überlebende und nicht gefährlich zu sein. Kai sieht in Freja eine Chance, so eventuell Shay zu finden. Weiterhin an seiner Seite ist Callie, auch wenn er sie weder sehen noch hören kann. So reisen die beiden nach London, um Freja ausfindig zu machen und landen mitten in einer Hexenjagd nach Überlebenden. Aber nicht nur die Nicht-Infizierten wollen Vergeltung, auch das ASR, eine Gruppierung außerhalb des Militärs, ist ja noch immer auf der Suche nach Shay. Als die Seuche schließlich auch London befällt, scheint die Katastrophe auf das Unausweichliche hinaus zu laufen. 

 

Doch wer oder was steckt wirklich hinter diesem Ausbruch? Wird es Kai gelingen Shay zu finden und aus den Händen der Behörden zu befreien? Oder kommt er vielleicht zu spät?

 

 

Ich bin ein großer Fan der Autorin Teri Terry und bereits der 1. Band ihrer neuen Dark Matter Trilogie mit dem deutschen Titel Infiziert (Rezension) konnte mich begeistern, auch wenn die Geschichte teilweise etwas vorhersehbar war. Daher war ich natürlich neugierig, wie es mit Shay, Kai und Callie weitergehen würde und ob meine Fragen hinsichtlich der Seuche sowie ein paar andere beantwortet würden. Und so begann ich den 2. Band Manipuliert zu lesen.


Der Einstieg in die Handlung gelang mir ohne Probleme und dank kurzer und prägnanter Kapitel entstand bei mir wieder ein unglaublicher Lesesog, der mich das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen lies. Auch die zuvor genannte Vorhersehbarkeit trat für mich dieses Mal nicht ein, was ich wohlwollend zur Kenntnis nahm. Die Spannung war zum greifen nahe und ich wollte einfach immer nur weiterlesen.


Shays innere Zerrissenheit und Hilflosigkeit hinsichtlich des schmerzlichen Verlustes ihrer Mutter sowie ihre Verbissenheit, dass sie als Überlebende, Schuld an der Verbreitung der tödlichen Seuche ist, nagen an ihr. Dies spürte ich mit jedem Wort und ich konnte deshalb ihre Entscheidung, sich dem Militär zu stellen, durchaus nachvollziehen. Aber ist sie wirklich eine Gefahr für ihre Umwelt oder fürchten sich die Menschen nur vor dem, was sie nicht erklären und sehen können? Shay ist für mich eine starke Persönlichkeit, die ich sehr mag. Zwar konnte ich vereinzelte Handlungen nicht zu einhundert Prozent nachvollziehen, doch angesichts der Umstände und der Situation in der Shay steckt, konnte ich darüber hinweg sehen.

 

Gespannt verfolgte ich Kais und Callies gemeinsame Suche nach Shay und empfand diese als sehr interessant. Auf ihrer Reise quer durch England und Schottland bekommt der Leser einen Einblick in die Situation in Hinsicht auf die ausgebrochene Seuche und wie die Regierung mit diesen Problemen umgeht. Verwaiste Ortschaften, leerstehende und verfallende Häuser, herumliegende Leichen sowie Quarantänezonen in denen die überlebenden Menschen mehr oder weniger dahinvegetieren, spiegeln die Hilflosigkeit eindrucksvoll wider. Diese Schilderungen ließen mich nachdenklich werden und ich möchte mir nicht vorstellen, was ich tun würde.


Hilfe verspricht sich Kay durch die Kontaktaufnahme zu Freja, ebenfalls eine Überlebende und so fährt er nach London, um sie ausfindig zu machen. Trotz einiger Widrigkeiten gelingt es ihm schließlich Freja zu finden, doch durch gewisse Umstände haben die beiden kaum Gelegenheit zu reden, da sie fliehen müssen. 


Zunächst mochte ich Freja, da sie eine gewisse Lockerheit und ein wenig Frohsinn in die Handlung hinein brachte. Doch mit zunehmendem fortschreiten der Story und damit einhergehender Entscheidungen, kippte meine Meinung, was sie betraf, ins Negative. Wer das Buch bereits gelesen hat, wird wissen, was ich damit meine.


Zwar wurden einige meiner Fragen aus Infiziert beantwortet und eine Vermutung wurde bestätigt, doch es tauchen auch neue Fragen auf, die hoffentlich zu meiner Zufriedenheit im letzten Buch aufgelöst werden.


Das Ende gipfelt in einem Showdown, der den Leser dank einiger Action und Nervenkitzel nochmals an die Seiten fesselt. Nun bin ich sehr neugierig, wie alles enden wird.

 

 

Manipuliert von Teri Terry aus dem Coppenrath Verlag besticht zum einen durch seine Erzählweise aus den verschiedenen Perspektiven der Charaktere sowie dank kurzer und prägnanter Kapitel. So entstand für mich wieder ein unglaublicher Lesesog, der mich das Buch regelrecht verschlingen ließ.


Wer Dystopien liebt, gerne miträtselt und Verschwörungstheorien mag, dem kann ich die neueste Trilogie der Autorin nur ans Herz legen - 4 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/02/rezension-manipuliert-von-teri-terry.html

Ein etwas schwerfälliger Beginn ...

Titel: Die Magie der Lüge

Autor: Nicole Gozdek

Verlag: Piper

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 336

ISBN: 978-3-492-70438-0

Preis: 16,00 €

 

Quelle des Covers: Piper Verlag

 

 


 

 

Anderta Passario reist mit ihrem Freund und Lebensgefährten Londurs als Wahrsagerin durch die Lande. Dank ihrer Magie kann sie die Wahrheit ihres Gegenübers erkennen und manipulieren. So ist sie tagsüber eine Wahrheits- magierin und abends eine gerissene Diebin. Zwar ist ihr Leben nicht ganz ungefährlich und doch ist sie an der Seite von Londurs und wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen, glücklich.


Als den beiden ein lukratives Angebot unterbreitet wird, können sie nicht widerstehen und stimmen diesem Deal zu. Doch am nächsten Tag hat ein Zauber die Realität von Anderta verändert und plötzlich befindet sich ihr Sohn Sanjan an ihrer Seite. Auch die Menschen um sie herum verhalten sich auf einmal komplett anders. Die Kinder sind nicht mehr auf den Internaten und auch sonst ist nichts mehr so wie es vorher war. Londurs und Sanjan können das Verhalten von Anderta nicht verstehen und zweifeln an ihrem Verstand. Anderta ist davon überzeugt, dass dies nicht ihre Wirklichkeit ist und so ist sie fest entschlossen, ihr altes Leben mit allen ihr zur Verfügung stehendenen Mitteln zurückzufordern. So begibt sie sich auf die Suche nach dem Magier Tirasan Passario, denn nur dieser ist in der Lage einen so mächtigen Zauber zu bewirken. Wird es Anderta gelingen, ihre Wirklichkeit zurück zu erlangen?

 

Auch Tirasan kommt mit dieser neuen Wirklichkeit nicht so gut klar, denn gerade seine Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter als zuvor. Denn auch Tirasan kann sich an die eigentliche Wirklichkeit erinnern.


Wie wird sich Tirasan entscheiden, wenn man die in der Vergangenheit lauernden Gefahren bereits kennt?

 

 

Nicole Gozdeks Debütroman Die Magie der Namen (Rezension) hatte mir gut gefallen, daher war ich gespannt, was mich im zweiten Teil Die Magie der Lüge (Piper) erwarten würde. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da die Namen der Menschen sowie die Begrifflichkeiten ihrer Berufe etwas zu viel waren.

 

Insgesamt beginnt die Geschichte recht ruhig. Man erlebt die Reisen von Anderta und Londurs hautnah mit und begleitet sie bei ihren Einbrüchen und Diebstählen. Spannend wird es, als sich die Wirklichkeit für Anderta verändert. Ihr unbedingter Wille, Tirasan zu finden und dazu zu bringen, den Zauber rückgängig zu machen, stehen über allem.

 

Mit Anderta wurde ich nicht richtig warm, da sie mir sehr Ich-bezogen war. Ihr krampfhaftes Festhalten am Plan, die eigene Wirklichkeit zurück zu gewinnen und dabei so gut wie keine Rücksicht auf Londurs oder ihren Sohn zu nehmen, nervte mich. Anstatt froh zu sein, ihren Sohn an ihrer Seite zu haben, steckt sie diesen lieber wieder in die Schule. Ihr Verhalten konnte ich einfach nicht nachvollziehen. 

 

Londurs dagegen mochte ich. Obwohl er ein Söldner und Betrüger ist, hat er doch das Herz am rechten Fleck. Er würde für Anderta alles tun und verzeiht ihr so manche Tat. 

 

Als Anderta, Sanjan und Londurs auf ihrer Suche nach Tirasan dem Polliander Frislan begegnen, ist das Chaos perfekt. Warum genau, das möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern. Nur so viel, es wird recht witzig.

 

Frislan ist mit seinem Ehrenkodex eines Pollianders fest verwurzelt und diese stehen bei ihm über allem. Doch als er gemeinsam mit Anderta und den Anderen unterwegs ist, muss er seine Prinzipien teilweise dehnen bzw. ganz über Bord werfen. Insgesamt war mir Frislan zu glatt und ich fand nicht wirklich einen Zugang zu ihm.


Die beiden Charaktere Tirasan sowie sein bester Freund Rustan mochte ich bereits im ersten Band. Umso erfreuter war ich, dass sie hier ebenfalls wieder in der Handlung verwoben waren und eine tragende Rolle spielen.

 


Zwar konnte mich Die Magie der Lüge von Nicole Gozdek (Piper) gut unterhalten, jedoch empfand ich die Story insgesamt etwas schwächer als im ersten Band. 


Die Idee der Namensmagie und der damit verbundenen Thematik der Reinkarnation finde ich nach wie vor toll, doch mir war Andertas krampfhafter Wunsch, ihre eigentliche Wirklichkeit wiederzuerlangen auf Dauer einfach zu viel. Daher vergebe ich gute 3 von 5 Nosinggläser.

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/01/rezension-die-magie-der-luge-von-nicole.html

Spannend und magisch zugleich

Titel: Nalia. Tochter der Elemente (1) - Der Jadedolch

Übersetzerin: Gabriele Burkhardt

Verlag: dtv

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 496

ISBN: 978-3-423-71747-2

Preis: 10,95 €

 

Quelle des Covers: dtv Verlag

 


 

 

Die 18-jährige Nalia lebt ein Leben im Luxus und eigentlich könnte sie die Eleganz und den Glamour von Hollywood genießen, wäre sie nicht eine Gefangene von Malek. Denn Nalia ist eine Dschinn und Malek ihr Meister. Während des Krieges entkam sie nur knapp dem Tod und musste aus ihrem Heimatland Ardjinna fliehen. Dabei geriet sie in die Fänge eines Sklavenhändlers und wurde auf die Erde verschleppt.

 

Trotz ihres Schicksals versucht sich Nalia ein Leben auf der Erde aufzubauen. Eine große Hilfe ist ihr dabei ihre beste Freundin Leilan. Sehnsüchtig hofft sie, dass Malek endlich seinen dritten Wunsch ausspricht, um dann ein freier Dschinn zu werden. Aber ihr Meister Malek verfolgt eigene Ziele und macht Nalia immer häufiger eindeutige Avancen. Angewidert von seinen Liebesbekundungen rebelliert sie weiterhin gehen ihren Meister. Eine Gratwanderung, denn falls sie den Bogen überspannen sollte, droht ihr die Verbannung in die Flasche.


Als der Rebellenführer Raif in ihr Leben tritt, schöpft Nalia neuen Mut und sieht eine Chance das Band zu Malek zu zerreißen. Gegen ihren Willen spürt sie eine gewisse Zuneigung zu Raif. Denn von ihm geht eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus, deren sich Nalia kaum entziehen kann. Wie hoch der Preis für das Lösen der Verbindung zu Malek ist, ahnt Nalia dabei noch nicht.


Doch es droht noch eine weitere Gefahr, denn die Herrscherin der Ifrit hat ihre rechte Hand entsandt, um Nalia zu töten und so ihre Machtstellung zu festigen. Wird es Raif gelingen, das Band zu lösen und sie so zu befreien? Oder wird der Auftragsmörder sein Ziel vorher erreichen?

 

 

Auf Nalia. Tochter der Elemente - Der Jadedolch von Heather Demetrios war ich sehr neugierig, da mich das Vermischen von 1001 Nacht und unserer Gegenwart sehr gereizt hat. Und gerade dieser Mix hatte etwas erfrischendes, was mir gut gefallen hat.


Gleich auf der ersten Seite ist eine Karte von Adjinna, dem Reich der Dschinns und seinen Clans abgebildet, was mich gefreut hat und eine große Hilfe war. Denn die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen in unserer heutigen Zeit an der Seite von Nalia und zum anderen an Hand von Erzählungen aus der Vergangenheit der Protagonistin. Durch diese Erzählweise habe ich Nalia besser kennenlernen und mir das Reich sowie den kulturellen Aufbau der verschiedenen Stämme der Dschinns gut vorstellen können. Getragen wird die Handlung von einer anhaltenen Grundspannung, die im letzten Drittel sogar noch etwas zulegt.


Nalia ist eine sehr interessante Person und hat mir gut gefallen. Sie ist klug, wunderschön und führt ein Leben in Luxus und Glamour. Angetrieben von dem Wunsch endlich das Band zu ihrem Meister Malek zu lösen, versucht sie alles in ihrer Macht stehende, um dieses Ziel zu erreichen. Doch Malek möchte sie nicht gehen lassen und hegt scheinbar Gefühle für sie.


Malek ist ein einflussreicher und sehr wohlhabender Mann, der in seinem Leben bisher alles erreicht hat. Ein Nein lässt er nicht gelten und so reicht seine Macht bis in die höchsten Kreise der Politik, den größten Wirtschafts- unternehmen und sogar bis hin zu den Gangsterbossen der Unterwelt. Bei den Frauen ist Malek beliebt und dies weiß er für seine Zwecke zu nutzen. Dabei verfolgt er eisern seine Ziele und hierbei ist ihm jedes Mittel recht. Ich mochte ihn nicht wirklich, da er mir zu eingebildet/versnobt, zu rachsüchtig und unberechenbar war. Ein richtiger Bad Boy.


Raif und seine ältere Schwester Zanari, sind auf die Erde gereist, um Nalia davon zu überzeugen, sich der Rebellion gegen die Ifrit anzuschließen. Denn nur mit ihrer Hilfe haben sie überhaupt noch eine Chance. Raif konnte mich nicht wirklich überzeugen, denn er war mir zu weichgespült. Zwar glaubte ich ihm seine Gefühle/Liebe zu Nalia, doch diese kam mir viel zu schnell und wirkte für mich eher konstruiert.


Gerne hätte ich noch etwas mehr über das Land der Dschinn selbst und desen Entstehung erfahren. Zwar schildert die Autorin recht gut die Hierarchie der einzelnen Clans, deren Aufgaben und das Leben an sich, doch für meinen Geschmack hätte es ruhig noch etwas ausführlicher sein dürfen.

 

Trotz dieser beiden kleinen Kritikpunkte, liest sich die Story recht flüssig und sie konnte mich durchaus unterhalten. Durch das Auftauchen des Attentäters Haran sowie dem Versuch das Band zu ihrem Meister Malek zu lösen, nahm die Geschichte ab dem letzten Drittel des Buches etwas mehr an Tempo auf und gipfelte in einem wahren Showdown.

 

 

Der hier gewählte Mix aus 1001 Nacht, den Dschinn und ihren Kräften und dieses verpackt in unsere heutigen Zeit, hat mir gut gefallen. Dank einer durchgehend vorhandenen Grundspannung lässt sich das Buch flüssig lesen und auch der recht große Anteil an Magie trägt zu einer tollen Geschichte bei.

 

Einzig, die für mich konstruierte Liebesgeschichte und die Tatsache, dass die Handlung ausschließlich in unserer Welt spielt, trübte meine Begeisterung - 4 von 5 Nosinggläser

 

Nichtsdestotrotz bin ich auf den 2. Band sehr gespannt und freue mich, diesen zu lesen.

 

 

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2018/01/rezension-nalia-tochter-der-elemente.html

Eine sehr bewegende und berührende Story

Titel: Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden

Autor: Emily Barr

Verlag: Fischer FJB

Übersetzerin: Maria Poets

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 352

ISBN: 978-3-8414-4007-5

Preis: 16,99 €

 

Quelle des Covers: Fischer Verlag

 

Flora Banks noch junges Leben ist wirklich nicht einfach. Auf Grund eines Unglücks kann sie sich nur schwer Dinge merken und so muss sie sich ihren Alltag oft mehrmals am Tag neu zusammenreimen. Erinnerungen hat Flora nur an die Zeit bis zum ihrem 10. Geburtstag, alles danach gleicht einem Kampf gegen Windmühlen.


Stark behütet lebt Flora bei ihren Eltern und dank einiger Daten, die auf ihren Armen mit einem nicht abwaschbaren Stift geschrieben sind, meistert sie ihr Leben. Sie geht zur Schule und trifft sich mit ihrer besten Freundin Paige. Doch als Flora auf der Abschiedsparty von Drake geküsst wird, bleibt ihr diese Erinnerung immer im Gedächtnis. Auch noch am nächsten Tag und dies möchte sie dem Jungen mitteilen. Denn sie ist überzeugt davon, das Drake ihr hilft, sich wieder zu erinnern. Blöd nur, dass dieser in die Arktis aufgebrochen ist, um dort zu studieren.


So reift in Flora eine Idee heran, welche sie kurzerhand auch in die Tat umsetzt. Bewaffnet mit Handy, Erinnerungsstücken an ihren Bruder in Paris, ihrem Notizbuch sowie tausenden von Zetteln begibt sich Flora auf eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird.

Als ich mit dem Buch Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden zu lesen begann, ahnte ich nicht, wie wahr dieser Titel sein wird. Emily Barr hat mit dieser Geschichte eine sehr berührende und bewegende Handlung erschaffen, die mich zum einen emotional sehr mitgenommen und zum anderen zum Nachdenken angeregt hat.


Flora ist ein junges Mädchen, das auf Grund eines Unglücks, eine Behinderung hat. Sie kann sich keine Dinge, wie z. B. welcher Tag heute ist, lange merken. Lediglich die Erinnerungen die Flora vor ihrem 10. Geburtstag gemacht hat, sind ihr im Gedächtnis geblieben. Doch davon lässt sie sich nicht unterkriegen und meistert ihren Alltag, auch dank ihrer Eltern und ihrer besten Freundin Paige, recht gut. So besitzt Flora ein Notizbuch und Hinweise auf ihrem Arm, um sich daran zu erinnern, wer sie ist und wo sie sich befindet. Viel mehr möchte ich über die Story nicht erzählen, da ich sonst zu viel verraten würde.

 

Die Autorin beschreibt das Leben der Protagonistin, dank eines sehr eindrucksvollen, wie ausdrucksstarken Schreibstils sehr authentisch. Der Leser erlebt das Ganze aus der Sicht von Flora, was mir gefiel, da ich so einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekam. Ich empfand ein tiefes Mitgefühl sowie Angst um Flora. Es weckte in mir eine Hilfsbedürftigkeit, dass ich sie am liebsten an die Hand genommen und ihr geholfen hätte. Dabei wäre dies nicht mal nötig gewesen, denn Flora ist stark, mutig und kommt, trotz ihrer Behinderung, sehr gut alleine klar. Mehr als einmal überraschte sie mich mit ihrer Klugheit und auch Hilfsbereitschaft anderen gegenüber. Ich hatte sie sofort in mein Herz geschlossen und bewundere sie für ihre Stärke und ihren Mut, aber auch für ihre Verletzlichkeit. Obwohl sie einige Rückschläge auf ihrer Reise verkraften muss, gibt sie nicht auf und hält am ihrem Ziel fest.

 

Auch Paige, ihre beste Freundin, mochte ich. Ich konnte ihre Beweggründe für ihr Handeln sehr gut nachvollziehen und obwohl ein ungeklärter Punkt zwischen ihr und Flora steht, zögert Paige keine Sekunde, als ihre Freundin Hilfe benötigt.


Nicht verstehen konnte ich Floras Eltern, hier vorrangig ihre Mutter. Natürlich ist ein solches Leben nicht immer einfach und verlangt sicherlich viele Opfer und Einschränkungen. Doch dass, was ihre Mutter getan hat, konnte ich nicht nachvollziehen. Wie kann eine Mutter das seinem Kind antun? Dies ist mir unbegreiflich und ich empfinde das Verhalten der Mutter als sehr egoistisch.


Einziger kleiner negativer Kritikpunkt waren für mich die vielen Wiederholungen von Floras "Gedankenstütze". Natürlich sind sie wichtig für Flora, um überhaupt klar zu kommen, doch der Leser hat selbiges gefühlt 100mal vorher schon gelesen und weiß dieses. Hier hätte ich mir eine andere Art der "Erinnerung" gewünscht.

Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden von Emily Barr (FJB) ist eine sehr berührende Geschichte, die mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mit einer äußerst bezaubernden und liebenswerten Protagonistin mitgenommen hat, welche ich sehr gerne gelesen habe. 

 

Themen wie Amnesie, Freundschaft, Liebe und Aufopferung stehen hier im Vordergrund und sind meiner Meinung nach zu einer wundervollen, traurigen und doch Mut machenden Story verwoben worden. Auch finde ich, dass der Titel des Buches sehr viel Wahres enthält und die Handlung dadurch eine noch tiefere Bedeutung bekommt.


Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe sehr gute 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/12/rezension-jeder-tag-kann-der-schonste.html

Eine spannende und grandiose Fortsetzung

 

Titel: Amani. Verräterin des Throns

Übersetzerin: Ursula Höfker

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 544

ISBN: 978-3-570-16437-2

Preis: 16,99 €

 

Quelle des Covers: cbt Verlag

 


 

 

 

Amani kämpft nun seit fast einem Jahr für die Rebellion und den Rebellenprinzen Ahmed. Sie glaubt an ein freies und gerechteres Leben und ist bereit dafür alles zu tun. Zwar haben die Rebellen mittlerweile Erfolge vorzuweisen, dennoch müssen sie immer auf der Hut vor Spionen sein. Amani genießt das Leben in der kleinen Oase und das Zusammensein mit ihrem Freund Jin sowie ihrer besten Freundin Sharzad und den anderen Kämpfern.

 

Als ihr Unterschlupf entdeckt und angegriffen wird, wirft sich Amani ohne groß zu überlegen in den Kampf, um so den Rückzug ihrer Leute zu gewährleisten. Amani verausgabt sich bis zur völligen Erschöpfung und schließlich gelingen auch ihr, Jin sowie weiteren Rebellen die Flucht. Nach einem langen Ritt durch die Wüste erlaubt sich die kleine Gruppe, geschützt durch die Dunkelheit, ein Lager aufzuschlagen.

 

Amani kommt einfach nicht zu Ruhe und als sie unentschlossen vor dem Zelt von Jin steht, wird sie aufs übelste verraten und dem Sultan ausgeliefert. Ihren Djinnikräften beraubt, fristet sie fortan ein Leben im Harem des Herrschers. Aber Amani wäre nicht Amani, wenn sie aufgeben würde und so versucht sie verbissen, die Fesseln zu lösen und einen Weg aus dieser Gefangennahme zu finden. Kraft gibt ihr hier zum einen die Liebe zu Jin sowie ihre Überzeugung für die richtige Sache zu kämpfen.

 


Sehnsüchtig habe ich auf den zweiten Band von Amani. Verräterin des Throns von Alwyn Hamilton (cbt Verlag) gewartet und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Geschichte hält so viel bereit und es war einfach großartig zu erfahren, wie es mit der Rebellen um Ahmed, Shazard, Amani und den anderen weitergeht. Das Wüstensetting mit aller seiner Magie, den dort lebenden Menschen und den verschiedenen Demjis ließ mein Leserherz höher schlagen.


Trotz des schlimmen Verrates, der Auslieferung an den Sultan und ihrer beraubten Kräfte, weiß sich Amani in ihrer Umgebung zu behaupten und zu wehren. Obgleich dieses neue Leben einem Ritt auf der Rasierklinge gleicht. Wem kann sie vertrauen und falls ja, wie viel kann sie erzählen? Ein Spiel aus Intrigen, Machtkämpfen, Verrat, Mord und Verlustängsten sind hier allgegenwärtig. 

 

Eindrucksvoll beschreibt Alwyn Hamilton das Leben innerhalb des Harems mit allem was dazugehört. Dank dem sehr bildlichen Schreibstil fühlte ich mich mittendrin, spürte die Angst, Verzweiflung und stellenweise auch Stolz einem Leben auf der Straße sowie der Armut entkommen zu sein. So unterschiedlich die dort gefangenen Frauen und Mädchen auch sind, haben sie alle eine Geschichte zu erzählen, was den Neid und die Missgunst untereinander beflügelt. So versuchen sie sich einen Platz innerhalb des Systems zu sichern sowie die Gunst des Herrschers zu erlangen. Völlig gefesselt von diesem Setting im Palast fieberte ich mit Amani und Delila mit. Hoffte und bangte mit ihnen, ob der ausgearbeitete Plan funktionieren würde.

 

Neben dem Alltag im Harem, der wirklich sehr faszinierend und spannend zu lesen war, gibt es natürlich auch jede Menge Action. Die Rebellen um Ahmed und Shazad suchen nach einer Möglichkeit Amani zu befreien und schmieden einen fast perfekten Plan. Ebenso gebannt verfolgte ich die Versuche von Amani, sich dem Sultan zu widersetzen. Dabei geht sie ein sehr hohes Risiko ein, um ihren Rebellenfreunden Nachrichten zukommen zu lassen. Das Ganze gipfelt in einem wahren Showdown, was mich atemlos die Seiten umblättern ließ. Mit dem Ende habe ich absolut nicht gerechnet und ich kann es kaum erwarten, hier den finalen Band in Händen zu halten.

 

Die Handlung ist von einer starken und äußerst taffen Protagonistin geprägt. Amani ist klug, charmant und geht wortgewandt, aber auch schlagkräftig mit ihren Feinden um. Bedingungslos und ohne Rücksicht auf ihr Leben wirft sie sich immer wieder in den Kampf für Ahmed und die Rebellion. In diesem Mittelband hat sie sich für mich nochmals weiterentwickelt und ich mag ihre Art und Denkweise sehr. Unerschrocken sowie mit einem starken Willen, pflügt sie durch die Reihen ihrer Feinde. Eine große Stütze ist ihr dabei nicht nur ihr Freund und große Liebe Jin, sondern auch ihre beste Freundin Shazad auf die sie sich immer verlassen kann.

 

"Unter alldem Glanz bist du immer noch ein Wüstenmädchen, sagte ich mir. Eine Rebellin." Seite 404

 

Obwohl Jin nicht immer einer Meinung mit seinem Bruder Ahmed ist, glaubt er an eine freie Welt und so kämpft er weiterhin für diese Ziele. Als Amani entführt wird, reist er quer durch die Wüste auf der Suche nach ihr. Voller Sorge und Sehnsucht nach ihr würde er auch bis ans Ende der Welt gehen. Diese starke Verbundenheit und tiefe Zuneigung gegenüber Amani konnte ich mit jeder Tat von Jin spüren. Er würde alles für Amani tun, nur um sie zu beschützen und an ihrer Seite zu sein.

 

Aber auch andere liebgewonnene Charaktere der Rebellen, wie z. B. Hala, Imin oder die Zwillinge Izz und Maz spielen wieder eine Rolle. Darüberhinaus lernte ich neue Feinde, aber auch neue Verbündete kennen und lieben. 

 

Wird es Amani und den Rebellen gelingen, das Land vom tyrannischen Sultan zu befreien?

 

 

Wow, was für eine rasante Story! Mit jeder Menge Action, Kampf und einer überaus spannenden Geschichte brennt Alwyn Hamilton ein wahres Feuerwerk ab. Der 2. Band steht dem 1. in nichts nach und wirkt absolut durchdacht. Ich bin noch immer überwältigt von all den Ereignissen. Dank einem tollen Mix aus orientalischem Flair, ein paar Westernelementen und jeder Menge Magie sowie einem Hauch von Mystik, bescherte mir die Autorin ein wunderbares Leseerlebnis - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

Weitere Bücher:

 

 Amani. Rebellin des Sandes (Teil 1) - Rezension

 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/12/rezension-amani-verraterin-des-throns.html

Ein richtiger Pageturner ...

Titel: Illuminae. Die Illuminae Akten_01

Übersetzer: Katharina Orgaß und Gerald Jung

Verlag: dtv

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 608

ISBN: 978-3-423-76183-3

Preis: 19,95 €

 

 Quelle des Covers: dtv Verlag

 



Nachdem Kady mit ihrem Freund Ezra Schluss gemacht hat, dachte sie, dass das der schlimmste Tag ihres Lebens wäre. Doch als ihr Planet angegriffen wird, muss sie ihre Meinung revidieren. Auf der Flucht vor den Angreifern und deren fallenden Bomben verlieren sich die beiden aus den Augen und gelangen schließlich auf unterschiedliche Raumschiffe, die dem Planeten zur Hilfe geeilt waren.

 

So findet sich Kady auf dem Forschungsschiff "Hypatia" wieder, während Ezra auf den Schlachtkreuzer "Alexander" landet. Ein erbitterter Kampf zwischen der "Alexander" und dem gegnerischen Kriegsschiff der "Lincoln" entbrennt. Dabei wird die künstliche Intelligenz AIDAN der "Alexander" beschädigt. Aber gemeinsam mit den anderen Flüchtlingen auf den verschiedenen kleineren Schiffen, kann der zusammengewürfelte Flottenverband vor dem Kriegsschiff fliehen, auch weil die "Lincoln" selbst mehrere Treffer einstecken musste und sich zurückzieht. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt und so beginnt eine gnadenlose Verfolgungsjagd quer durch die Galaxie.


Als unter den Überlebenden ein Virus auf dem Frachtschiff "Copernicus" ausbricht, der beim Angriff auf den Planeten durch eine biochemische Waffe freigesetzt wurde, hat dies für die Besatzung weitreichende Folgen.


Wird es Kady und Ezra gelingen, das Virus einzudämmen und sich vor der "Lincoln" in Sicherheit zu bringen? Und wie schwerwiegend ist AIDAN wirklich beschädigt?

 

 

Illuminae. Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman & Jay Kristoff ist nicht nur alleine wegen seiner sehr außergewöhnlichen Aufmachung ein absoluter Blickfang. Auch die Geschichte ist eine ganze Besondere, da der Aufbau nicht wie gewohnt abläuft. So wird die Story von Kady, Ezra und der künstlichen Intelligenz AIDAN anhand von Protokollen, Chatverläufen, E-Mails und Informationen zu den verschiedenen Schiffen erzählt. Hat man sich mit dem doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreib- und Erzählstil arrangiert, lässt einen die Handlung nicht mehr los. Spannung, Nervenkitzel und Beklemmung wechseln sich ständig ab. Das und die Flucht vor dem Kriegsschiff "Lincoln" ließ mich regelrecht an den Seiten kleben.   

 

Kady ist eine sehr taffe und mutige junge Frau, die Dank schnell erlernter Computerkenntnisse zu einer kleinen Hackerin wird und dabei einem großen Problem auf die Spur kommt. So versucht sie trotz starkem Gegenwind von Seiten des Captains der "Alexander" hinter die immer offensichtlicheren Probleme von AIDAN zu kommen. Hilfe bekommt sie dabei von Zhang, einem Crewmitglied der "Hypatia" und später auch von Ezra. Kady hat mir richtig gut gefallen, da sie sich niemals aufgibt und schier übermenschliches zu leisten im Stande ist. Dabei ist sie nicht auf den Mund gefallen und begibt sich dadurch des Öfteren in Gefahr. Überzeugen konnten mich ebenfalls die Gefühle von Kady gegenüber Ezra, da sie für mich authentisch und realitätsnah beschrieben wurden.

 

Ezra muss nicht nur die Trennung von seiner Freundin Kady verkraften, er wird auch gleich zum Militärdienst eingezogen. So wird er zu einem Soldaten ausgebildet, lernt zu kämpfen und einen Kampfflieger zu steuern. Kady fehlt ihm sehr und so hofft er, dass eine seiner vielen Nachrichten von ihr irgendwann beantwortet wird. Als während einer Übungseinheit AIDAN den Angriff auf den Frachter "Corpernicus" befiehlt, stellen sich erste Zweifel bei ihm ein, ob an Bord alles in Ordnung ist. Da trifft es sich gut, dass Kady endlich zu ihm Kontakt aufnimmt. Gemeinsam versuchen sie mehr über den Angriff herauszufinden. Ezra ist eine ehrliche Haut und ich mochte ihn. Er würde für Kady alles tun und ich empfand seine Gefühle als ehrlich und tief. Im weiteren Verlauf der Handlung ist die wieder erlangte Liebe zwischen den Beiden ein wahres Faustpfand für sie.

 

Die Idee einer künstlichen Intelligenz auf einem Kriegsschiff fand ich richtig genial. Sehr gekonnt erhält der Leser einen Einblick in die Aufgaben von AIDAN. So ist er zum Beispiel nicht nur für die Lebenserhaltungssysteme oder die Nahrungsversorgung zuständig, sondern auch für die Flugkontrolle, das Radar oder das gesamte Waffensystem. Als AIDAN Aussetzer bekam, hoffte ich, dass hier noch mehr zu erwarten sein wird und ich wurde nicht enttäuscht. Das Autoren-Duo spricht dabei Themen wie der Verlust von Kontrolle, das Abwegen von Risiken, Entwicklung eines eigenen Bewusstseins und den daraus resultierenden menschlichen Emotionen, an. Dieses hat mir sehr gut gefallen und ich finde, dass AIDAN ein sehr spannender Charakter ist. Ein kleines Highlight waren für mich die Dialoge zwischen AIDAN und Kady, in denen viel Wahrheit und philosophisches stecken, gerade was die vorgenannten Themen betrifft.

 


Illuminae. Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman & Jay Kristoff (dtv Verlag) ist für mich ein richtiger Pageturner und ein fantastisches Sci-Fi Abenteuer, welches ich sehr gerne gelesen habe und das ich kaum aus den Händen legen konnte. Dank einer äußerst spannenden Geschichte, einem bildlichen Schreibstil, tollen und sehr interessanten Charakteren sowie seiner außergewöhnlichen Aufmachung kann ich dieses Buch jedem empfehlen. 

 
Wer auf Kampf, Action und Weltraumabenteuer steht, sollte sich diese Story nicht entgehen lassen - 4,5 von 5 Nosinggläser.

 

 

 

Quelle: http://uwes-leselounge.blogspot.com/2017/11/rezension-illuminae-die-illuminae.html